News Grafikkarten bei Mindfactory: Trauerspiel wegen hoher Preise

jedes Hobby automatisch Luxus.
Im Endeffekt, ja. Je teurer umso Luxus.
Ich hoffe, die User lassen die Geldbörse einfach mal stec
Exakt. Nur so erzeugt man überhaupt sinkende Preise. Wird weiter gekauft, bleiben die Preise hoch oder steigen sogar. Außer das Angebot wächst.
Es ist ganz einfach

Einfach nicht kaufen - Fertig !
Ja, Marktwirtschaft eben.
Und einen normalen PC kann sich auch heute noch wirklich so ziemlich jeder irgendwie leisten wenn man einfach Prioritäten setzt. Einen Grundanspruch auf teure Hobbies gibts halt schlichtweg nicht.
Sehe ich genauso. Und wenn es dann immer noch zu teuer ist, downgrade auf Konsolen oder Steam Machine oder Handy. Ne onboard GraKa würde auch heute noch weit reichen (nicht mit Ansprüchen hier im Forum, aber generell).
 
Erstens ist bei den KI-Geldern überhaupt noch nicht klar, ob es sich wirklich um eine Blase handelt; das wird die Zukunft erst noch zeigen müssen.

Zweitens sehe ich da eher wenig Parallelen zur Tulpenmanie im 16./17. Jahrhundert. Bei letzterer war die Tulpe selbst ja das Spekulationsobjekt, das außer zum Betrachten, Sammeln und Spekulieren keinem Zweck dient. Bei den KI-Geldern hingegen handelt es sich um Investitionen in Unternehmen, und bei denen wird es vielleicht Verlierer, mit Sicherheit aber auch Gewinner geben. Von daher wird es eher auf krasse Kurskorrekturen hinauslaufen, wenn im Laufe der Zeit dessen Verlierer und Gewinner ermittelt werden, aber nicht auf einen kompletten Zusammenbruch des Markts, wie bei den Tulpen.
Eine KI Blase die platzt wird auch deswegen unwahrscheinlich, da die meisten Player, wie Google oder Meta, etablierte Marken sind die nicht einfach pleite gehen.

Es handelt sich um Weltunternehmen mit einem unfassbaren Kapital.

Es kann durchaus eine Delle von 30 oder 40% geben aber das eine Blase platzt ist nicht wahrscheinlich. Diese Unternehmen können Riesenverluste verkraften.

Jeglicher Vergleich, etwa mit Dotcom etc, ist völlig anders gelagert.
Man sieht den Trend schon .... der heißt Aussitzen bis die Preise wieder halbwegs normal sind.
Das wird leider einige Shops und PC Bauer wie Durabo und Co ,leider sehr zusetzen.
Aber ...wir haben auch die Miningboom Zeiten überstanden :)
Der eindeutige Trend zeigt, dass RAM und Speicher nochmals um 90-95% steigen sollen. Das gilt als sicher.

Es wurde schon bei PCGH und Heise darüber berichtet.

Heißt: Zu den 450€ RAM Kit mindestens 90% obendrauf.

Die Preiseskalation soll noch im ersten Quartal erfolgen.
 
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Ja, Marktwirtschaft eben.

Sehe ich genauso. Und wenn es dann immer noch zu teuer ist, downgrade auf Konsolen oder Steam Machine oder Handy. Ne onboard GraKa würde auch heute noch weit reichen (nicht mit Ansprüchen hier im Forum, aber generell).
Das Problem ist ja gerade, dass Marktwirtschaft gar nicht das Problem ist.

Der RAM wird weggekauft ohne das der Endkunde auch nur in die Nähe kommt.

Die Nachfrage ist so enorm, dass der Endkunde überhaupt keinen Einfluss nimmt.

Der Markt kann nicht mehr abkühlen, voraussichtlich bis Mitte 2027/2028.
Ja so ganz ähnlich sah das auch bei Kodak oder anderen aus.
Wer ist Kodak im Vergleich mit Google😉
 
Das Problem ist ja gerade, dass Marktwirtschaft gar nicht das Problem ist.
Marktwirtschaft ist sowieso kein Problem. ;)
Der RAM wird weggekauft ohne das der Endkunde auch nur in die Nähe kommt.
Ja, aktuell schon. Wenn dann noch der Endkunde zu jedem Preis kaufen würde, wäre es noch höher. Auch reine Marktwirtschaft. Kauft der PC-Endkunde nicht und auch andere Player weniger (oder erhöhen sich die Produktionskappazitäten, also das Angebot) geht der Preis auch wieder runter.
Grafikkarten sind sowieso schon auf nem hohen Preisniveau, wenn da dann Kaufzurückhaltung käme, würde sich da auch sicher der Preis bewegen. Aber aktuell ist wohl weiterhin noch viel Geld vorhanden, bei genügend Käufern. Mich wundert das schon seit ein paar Jahren (nicht das vorhandene Geld, sondern überhaupt soviel für PC-HW auszugeben). Zum Glück halten Grafikkarten normalerweise und nicht übertaktet ziemlich lange. Da kann man sehr viel Durststrecke ohne Kauf überstehen. Oder zum günstigen Produkt (ARC) greifen, wenn man wirklich Ersatz oder Neuware (weil zusätzlicher bzw. erster PC) braucht. Wie gesagt, nur mit sinkender Nachfrage und/oder steigendem Angebot wird sich bei den Preisen was tun.

Das kennen wir ja auch von Hamsterkäufen und der Delle danach.
 
Die Preise für Nvidia Karten sind mittlerweile völlig jenseits jeglicher Vernunft. Eine 5060 Ti, welche ja eher eine Karte der unteren Mittelklasse ist, kostet in der 16GB Version mittlerweile meist deutlich oberhalb von 600€, in einigen Fällen auch schon über 700€. Das ist einfach nur noch völlig krank. Von der 5070 Ti für 1100€ und mehr gar nicht erst zu reden. Das sind Dank dem KI-Irrsinn mittlerweile HighEnd Preise für Mittelklassekarten. Es ist aber die logische Konsequenz dessen, das Nvidia wie angekündigt die Produktion der 16GB Karten aufgrund der irre hohen Speicherpreise und auch Speicherknappheit deutlich heruntergefahren hat und den Focus auf die 8GB Karten bzw. die 5070 mit 12GB gelegt hat.

Bei AMD ist es derzeit noch nicht ganz so schlimm. Aber auch dort liegt eine 9060XT 16GB als untere Mittelklasse mittlerweile knapp unter 500€ und mehr. Und das wird auch noch weiter nach oben gehen. Da tun dann die ebenfalls völlig absurd hohen Preise für Arbeitsspeicher und SSD/NVMe ihr übriges.

Da muß sich niemand wundern, wenn die Hardwareverkäufe aktuell stark einbrechen. Das wird auch definitiv Auswirkungen auf die Hardwareshops haben und es wird wohl so ziemlich sicher auch Insolvenzen geben.
 
Wundert das irgendwen? Inzwischen ist es auch bei der letzten Hausfrau angekommen, dass man derzeit keine PC-Hardware kauft, wenn man nicht unbedingt muss.
In teuren Krisenzeiten werden Menschen erfinderisch und sparen, indem sie gebraucht kaufen, Kaputtes reparieren oder einfach mit dem auskommen, was sie bereits haben.

Ich persönlich fühle mich nicht so betroffen, weil ich bei Aufrüsten gute Tiefstpreise erwischt habe und bestimmt 5 Jahre erstmal nichts kaufen brauche.

Leute, die sonst eher impulsiv kaufen, halten sich vermutlich gerade zurück.

Gib der Sache noch 1-2 Jahre, dann ändert sich das wieder. Die großen Tech-Firmen Microsoft, Amazon, Meta, Oracle haben alle die letzten Monate 15% und mehr an Börsenwert verloren. Die Investoren zweifeln langsam an der AI-Wette. Nur Google steht noch ganz gut da.
OpenAI verdient an jedem ausgegebenen US-Dollar nur 4ct zurück. Die Ausgaben sind demnach 25x höher als die Einnahmen. Wie sollen die jemals profitabel werden? Wenn OpenAI pleite ist, wird es die Aktienwerte von vielen Firmen mitreißen, die in diesen zirkulären Investitionen involviert sind.
Immerhin wird es dann alle etwas bescheidener und demütiger werden lassen. Hoffentlich. 😅
 
Grundsätzlich bin ich da bei dir, aaaaaaber: eine XX90 holen oder wie du einen 13900K etc., das ist tatsächlich "Luxushobby". Denn nur um grundsätzlich Spaß mit dem PC als Hobby zu haben muss man nicht 3-5k€+ für einen PC ausgeben.

Und einen normalen PC kann sich auch heute noch wirklich so ziemlich jeder irgendwie leisten wenn man einfach Prioritäten setzt. Einen Grundanspruch auf teure Hobbies gibts halt schlichtweg nicht. Als ich teure Autos gefahren bin hab ich dafür auch auf andere Dinge verzichte, von Urlaub bis hin zu immer der neuesten teuersten Hardware.

Steht jedem frei selbst zu priorisieren wofür man Geld ausgeben will.
Ein PC mit einem Intel I5 14400, einer B580 und 32GB DDR4 RAM ist noch preislich gut darstellbar.

Dazu ein Manual, wie in WQHD die Regler bedient werden.

Das reicht für das immersive PC Erlebnis.

Pathtracing oder 165/240 Hz braucht man nicht, um Spaß mit dem PC zu haben.
 
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Klar NV geht mit >90% Marketshare EOL ...
denke schon, das man die letzten "Ankündigungen" so interpretieren kann, ... Gamer sind uninteressant, weil:
Mit welchen Modellen wird denn bis RTX 6000 (2028) in ausreichender Stckzahl für >90% weiterproduziert und das bei UVP?
=GTX 730 + RTX 5050, ... alles darüber ist nicht mehr konkurrenzfähig bei P/L oder mit 8GB sinnlos
weltweit sollen die 16GB-5060Ti+5070Ti aus dem Angebot gehen,
may be ein paar Koreaner+Japaner+Chinacoffeshops nehmen auch ne 8GB, aber hier in Dtl. ?!
(untenrum kann man momentan nur noch Intel kaufen und darüber die 16GB-RX 9060xt und bei Midrange
ist die 5070 so teuer, das sich fast ne RX9070xt lohnt, 16GB-RTX 5080>1200€ ist ein Witz, nicht zu empfehlen)

PCGH, bitte jeden Monat einen aktuellen P/L - Index zeigen.
 

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es werden ja noch 1000 grafikkarten bei einem sehr zuverlaessigen haendler verkauft mit erstklassiker bonität

obwohl mindfactory seltsame geschaeftsgebahren hat und nicht a*rfeindlich ist in deren agb
a*rfeindlich, 72 geschlechter die im ausland leben.
wieso sonst bestellen österreicher über einen versandpostadressenfirma wie logoix und nicht direkt bei mindfactory?

auch wenn mindfactory jemals wieder etas nicht nach deutschland schicken sollte, die gefahr dass die firma erneut zahlungsunfähig ist und keine ware und das geld fort ist, ist mir eindeutig zu hoch. speziell bei diesen geringen verkaufszahlen wie ein kleines lebensmittelgeschaeft das im umfeld von supermärkte bereits erhebliche geldprobleme hat.
 
Und wie sind die Preise bei erstklassigen Händlern ?

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Ich denke wir sollten nicht einfach annehmen, dass sich Grafikkarten verkaufen nur weil es sie gibt. Der Preis von Graifikkarten beeinflusst die Menge der Nachfrage, aber die Ursache der Nachfrage sind Spiele, nicht die reine Existenz von Grafikkarten.

Bei den Spielen sehen wir einen sich verändernden Markt. Triple-A Spiele sind gefühlt so irrelevant wie noch nie. Das gilt besonders für die Spiele, die mit Bombastgrafik daherkommen und früher die Nachfrage nach teuren GPUs angekurbelt haben. Schlimmer noch, der PC Markt ist überfüllt mit GenX und Millenial Kunden die auch nach 20-30 Jahren gefühlt alle noch an Counterstrike und WoW kleben, dabei ist das doch die Generation die zahlungskräftig ist und am lautesaten nach 8k Raytracing schreien müsste. Stattdessen fügen sich diese Generationen in einen Mainstream ein, der gerade mal dabei ist von 1080p auf 1440p zu migrieren und auf Steam regelmäßig 2D Pixelplattformer zum Spiel des Jahres kürt.

In gewisser Weise ist diese Vernunft auch das was dem PC Hobby, dem Spaß daran und der sozialen Komponente die damit einhergeht das gewisse Extra gibt, wegen dem es als Hobby auch weiterhin generationenübergreifend verbindend wirkt. Deswegen hat das Hobby eine Chance zu überleben, weil es sich jenseits von Triple-A und jenseits von GPU Hype-Zyklen zu etablieren weiß.
 
Grundsätzlich bin ich da bei dir, aaaaaaber: eine XX90 holen oder wie du einen 13900K etc., das ist tatsächlich "Luxushobby". Denn nur um grundsätzlich Spaß mit dem PC als Hobby zu haben muss man nicht 3-5k€+ für einen PC ausgeben.
Habe ich ja auch nirgendwo behauptet. Es ging um Gaming allgemein, nicht darum, wie viel oder wie wenig mein Rechner gekostet hat.
 
Schlimmer noch, der PC Markt ist überfüllt mit GenX und Millenial Kunden die auch nach 20-30 Jahren gefühlt alle noch an Counterstrike und WoW kleben, dabei ist das doch die Generation die zahlungskräftig ist und am lautesaten nach 8k Raytracing schreien müsste.
Weil Spiele halt auch besonders vom Spiel her gut sein müssen, um Spaß zu machen. Tolle Grafik ist dann ein Bonus, wenn es fürs Spiel passt. Geile Grafik und ein langweiliges Spielprinzip, das hält einen nicht lange vorm Bildschirm, bzw. mich jedenfalls.
und auf Steam regelmäßig 2D Pixelplattformer zum Spiel des Jahres kürt.
Ja, wenn das Spiel gut ist, why not.

Aber das sagst du dann am Ende in deinem Post ja auch.

Und inhaltlich stimmt ja auch, dass die mittelalten Säcke wie ich aktuell genügend Geld für teure HW hätten. Ich sehe aber tatsächlich keinen Grund, das auszugeben, was aktuell (oder auch in den letzten Jahren) für so manches verlangt wird. Um gute Games zu spielen, braucht es das ja auch überhaupt nicht. :)

Wenn es für noch geilers VR irgendwann wieder sinnvoll wird, dann vielleicht. Aber ich war schon mit ner 1060 und der Vive zufrieden. Alles danach ist ja schon Bonus (Vive Pro, jetzt Quest 3, vielleicht demnächst noch was besseres was Auflösung angeht - aber immer nur kabellos, schon seit der Vive).

Also, geile HW für geile Spiele, ja dann nehm ich auch wieder gerne mehr Kohle in die Hand. Sonst halt nicht. Wird halt KI mit der HW am Markt generiert. Why not, wenn die Geldgeber und Kunden das wollen. Mal schauen, wie/ob es sich irgendwann wirklich rechnet. Ich find KI für Texte (zusammenfassen oder prüfen) ganz ok (dafür ist es ja auch gemacht), alles darüber hinaus ist dann meist irgendwie Glückssache, ob was Vernünftiges rauskommt.

Bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass es nach dem Hype auch wieder ordentlich eingedampft wird (wie mining) und auch wieder bessere HW-Preis Zeiten kommen.
 
Da muss ich dir widersprechen: "Schlechtes Konsumklima" ist kein binärer Zustand (an/aus), sondern hat Abstufungen. Und genau das zeigen meine Zahlen.
Von einem binären Zustand spricht ja auch keiner (außer dir). Keine Ahnung, was an meiner Formulierung "schwache Konsumlaune" binär sein soll.
Die nackten Zahlen lügen nicht, Schau dir Q4/2023 in meiner Grafik an. Da wurden bei Mindfactory über 62.000 Karten im Quartal verkauft. Das sind im Schnitt etwa 4.700 Karten pro Woche. Aktuell liegen wir laut PCGH bei nur noch 955 Einheiten pro Woche.
Ja, das Klima war 2022/2023 bereits schlecht. Aber damals war die Schmerzgrenze offensichtlich noch nicht überschritten.
Nur weil es dir irgendwie plausibel erscheint, ist es nicht offensichtlich. Kaufzurückhaltung kann mit tausend anderen Dingen als einer überschrittenen Schmerzgrenze zu tun haben. Zum Beispiel damit, dass die 5000er-Karten - abseits der 5090 - kaum über die Leistung ihrer 4000er-Vorgänger hinauskommen, also kann man da wohl kaum eine Rekordnachfrage erwarten.
Dass der Absatz jetzt um ca. 80 % eingebrochen ist, beweist meine These.
Noch mal: Das kann viele Gründe und beweist überhaupt nichts. Klar führen explodierende Preise - beim RAM ja noch mehr als bei SSDs, HDDs, CPUs und GPUs - zu sinkender Nachfrage, aber das bedeutet noch lange nicht, ...
2026 ist für einen Großteil der Käufer schlicht der Punkt erreicht, an dem die Vernunft siegt und das Geld lieber in essentielle Dinge fließt.
... dass sich Deutschland plötzlich in ein kollektives Prekariat verwandelt hätte. Du hast - genau so wie ich - letztlich keine Ahnung, warum Käufer kaufen oder Nicht-Käufer nicht kaufen. Oder wer plötzlich vernünftig geworden oder unvernünftig geblieben ist.
Ein konstantes Klima erklärt nicht diesen plötzlichen, extremen Absturz der Verkaufszahlen! Die Preispolitik der Hersteller hingegen schon.
Bei der Preispolitik sind wir uns ja völlig einig, nur eben nicht bei der Behauptung ...
... da siegt die nackte Existenzangst der Verbraucher über das "Will-haben" - Gefühl.
... es gebe kollektiv und massenhaft Existenzängste. Das ist einfach Quatsch. Im Politbarometer vom Januar 2026 sollten die Leute ihre eigene wirtschaftliche Lage beurteilen, und dabei stuften sie 62% als gut, 30% als teils/teils und nur 7% als schlecht ein, und das deckt sich auch mit den Ergebnissen anderer Umfragen dieser Art.
 
... es gebe kollektiv und massenhaft Existenzängste. Das ist einfach Quatsch. Im Politbarometer vom Januar 2026 sollten die Leute ihre eigene wirtschaftliche Lage beurteilen, und dabei stuften sie 62% als gut, 30% als teils/teils und nur 7% als schlecht ein, und das deckt sich auch mit den Ergebnissen anderer Umfragen dieser Art.
:fresse::stick:

Du willst Fakten statt "Bauch gefühl" ?

OK, dann schauen wir mal über den Tellerrand von Mindfactory hinaus auf die Top-Distributoren in Deutschland (Also, Ingram Micro, TD SYNNEX & Co.).
Wenn 62 % der Leute im Politbarometer sagen, ihre Lage sei 'gut', dann spiegelt sich das definitiv nicht in den Bilanzen derer wider, die die Hardware ins Land bringen:
Die Hardware-Sparte (Client Computing) der großen Distributoren in DACH ist seit dem Peak 2021/22 massiv rückläufig. Dass die Gesamtumsätze oft stabil wirken, liegt nur an Cloud-Abos und Software, nicht am Verkauf von Grafikkarten. Das physische Geschäft mit PC-Komponenten für Endkunden ist 2026 auf einem Tiefpunkt.
Wir sehen aktuell eine paradoxe Situation, die Lager sind teils voll mit überteuerten Karten, die niemand abnimmt, weil die Distribution sie zu hohen Preisen (wegen der GDDR7-Kosten) eingekauft hat.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, eine 'gut bewertete wirtschaftliche Lage' korreliere mit der Bereitschaft für 2.500€-GPUs. Die Leute haben Geld für das Wesentliche, aber sie verweigern den Herstellern die Gefolgschaft bei dieser Preis-Eskalation.
Die -80 % Absatz bei Mindfactory im Vergleich zu meinen Q4/23-Zahlen (4.700 Einheiten/Woche vs. 955 heute) sind kein statistisches Rauschen. Es ist die Quittung dafür, dass man den Markt in einer Phase allgemeiner Konsumzurückhaltung mit Luxus-Preisen konfrontiert hat. Wer das als 'keine Existenzangst' abtut, verkennt, dass 'Existenz' für den Markt eben bedeutet, dass die Kunden genug Geld für Hobbys übrig haben müssen - und das ist 2026 für die breite Masse schlicht nicht mehr der Fall.

Die Distributoren sitzen auf teuer eingekauften Beständen, während der Consumer-Markt aufgrund der Preis-Eskalation schlichtweg den Dienst quittiert hat. Wer glaubt, dass ein 3.000-Euro-Produkt in einem inflationären Umfeld keine 'Schmerzgrenze' kennt, nur weil 60 % der Leute noch ihre Miete zahlen können, versteht die Dynamik von Luxusgütern nicht. Der Markt wird nicht 'leiser', er wird gerade aktiv beerdigt.

Und nur mal nebenbei bemerkt. Nem Corona gesättigten Home Office Markt mit Mondpreisen zu begegnen um Umsatzeinbußen zu kompensieren ist so als würde auf einer Kirmes der Betreiber einer Raupenbahn versuchen wegen ausbleibender Kundschaft durch Preiserhöhung versuchen die Betriebskosten zu decken und sich über noch weniger Kundschaft ärgern.

Kannst ja mal beim Bundesanzeiger die aktuellen bzw. letzten Geschäftszahlen der top 5 - 10 distris miteiner zu den Vorjahren vergleichen und deine Aussage auf Plausibilität prüfen.

Als ob das allein an der zu geringen Mehrleistung von 40xx zu 50xx läge! Na logisch, weil die Absatzeinbußen auch nur diese Leistungsklassen betreffen. :ugly:

Wenn das Politbarometer recht hätte, müssten auch E-Bikes, High-End-Kameras und Hi-Fi-Anlagen Rekordumsätze feiern. Tun sie aber nicht. Überall dort, wo die Preise die 2.000-Euro-Marke für ein Hobby geknackt haben, sehen wir denselben massiven Einbruch der Stückzahlen wie bei Mindfactory (von ~4.700 auf ~950 pro Woche).
Das 'gut' im Politbarometer bedeutet 'ich komme klar', nicht 'ich lasse mich von Hardware-Herstellern ausnehmen'. Wer den 80%-Absturz bei GPUs als 'keine Schmerzgrenze' abtut, ignoriert, dass dieses Muster aktuell fast jedes technische Luxushobby erstickt.

Ich sag ja nicht das sich dadurch der Markt also die Nachfrage für immer und ewig verabschiedet, aber sollte das noch sehr langer anhalten, werden sich die ein oder anderen Händler und Distributoren definitiv verabschieden. Sofern sie es eben nicht schaffen ihre Geschaftsgrundlage mittelfristig breiter aufzustellen. Reine Consumerhardware Händler werden die nächste Zeit reihenweise über die Wupper gehen, und das ist weiß Gott keine stumpfsinnige Schwarzmalerei oder Pessimismus.

Schöne Karnevalstage noch... Äh ja genau auch in dieser Branche kämpft man gerade mit dem Effekt des rückläufigen "Disposable Income".

Luxusgüter sind hochgradig elastisch: Im Gegensatz zu Brot oder Strom (unelastisch), verzichten Menschen bei Grafikkarten etc. sofort, wenn der Preis überproportional zur Leistung steigt, und zwar auch ohne das sich die Mehrheit plötzlich unterhalb der Armutsgrenze sieht.

In diesem Sinne... Hellau und Alaaf
 
Oh, neues Wort: "implodieren".

Wer hätte das gedacht? :lol:

Der Markt macht solche Price-hikes halt nun mal nicht dauerhaft unbeschadet mit. 1x1 Wirtschaftsgrundlagen - Angebot und Nachfrage ... und die Auswirkungen.
Das Absaugen der Produktionskapazitäten von so essentiellen Grundprodukten wie RAM und Storage durch die Datacenter -und das auf JAHRE- wird sich nicht nur im Gaming bemerkbar machen, sondern in ALLEN Branchen, die irgendwie Computer oder Elektronik für ihre Arbeit einsetzen.

Na klar geht bei dauerhaft erhöhten Preisen der Konsum in die Knie!
Die Leute verdienen ja auch nicht mehr ... eher noch weniger. Wir befinden uns in einer Rezension!
(Unserer Firma geht es auch schlecht. Weltkonzern, ganz andere Branche. Da wird sich gesundgeschrumpft - Jobs gehen nach Indien und China, die sind günstiger und auch gut ausgebildet. Und das ist kein Einzellfall.)

Natürlich gibt es viele Faktoren, die zusammenkommen können: Allgemein maue Wirtschaftlage und Gehälter, Existenznöte, Enshittification, Stegende Preise, Preiswahn bei Luxusgütern (Danke Nvidia ;) ), Strategien in der Produktion und Preisstabilisierung (RAM-Oligopol), akute Hypes und Markt-runs (AI und Datacenter-Ausbau) ec.
Meist wird ein möglichst reißerischer medienwirksamer Effekt banal als Haupt-Grund kommuniziert.

Fakt ist, lange machen Märkte soche Verwerfungen nicht mit. Sie passen sich dynamisch an, können sogar zusammenbrechen.
Der erste hier, ist der Endkundenmarkt. Danach kommt der Großkundenmarkt.
Wenn das anhält, wird es einige Geschäfte kosten, die sich nicht mehr über Wasser halten können.
Das ist keine Schwarzmalerei, das ist ganz sachlich neutrale unemotionale Prognose.

Normal.

Die Frage ist, ob die Preise einfach immer so weiter klettern können oder die Wirtschaft dadurch ins Straucheln gerät.
Aktuell kommen wir an eine Stagnation.
Ab jetzt wird es giftig. Wenn es noch weiter anhält oder steigt, dann wird das Sterben einsetzen.

Danach darf man sich seinen Endkundenmarkt erst mal wieder aufbauen - wenn dann noch was da ist, zum aufbauen und sich nicht anderweitig arrangiert wurde.
 
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