News Gewagte These von Entwickler: "Das Zeitalter der Spielmechanik ist bereits vorbei"

Es gibt immernoch innovative Konzepte. Ein aktuelles Beispiel ist da für mich Roadcraft: simple Steuerung, aber durch sein Konzept stundenlanger Spielspaß pur.

Auch ein Shen Mue finde ich immer noch innovativ - einen Teil 4 würde ich genauso noch feiern wie damals Teil 1.

Spiele wie Desert Strike (ja, EA war echt mal gut), Portal, Return Fire, Worms, Katamari o.ä. Man muss nur die Idee und Kreativität dazu haben und ich denke nicht, dass da schon das Ende der Fahnenstange erreicht ist.
 
Hilft nur nichts, wenn einen die genannten Spiele nicht ansprechen, etwa durch ihr Genre oder ihren Stil.
Die A-AA Titel die ich spiele, z. B. im Rundentaktik Bereich, machen viel Spaß, sind aber auch nur selten innovativ.

Wenn du immer gleichartige Spiele spielst, weil dir diese Art Spiele am meisten Spaß machst und Innovationen nur eine Verschlechterung bringen können, dann sollte es nicht überraschen, dass du immer die gleichen Spiele mit wenig Innovationen spielst. ;-)

Grundsätzlich ist es bei jeder Entwicklung so, dass positive Variationen im Laufe der Zeit schwerer und damit seltener werden. Wenn alles naheliegende, gute schon etabliert wurde, braucht man für Innovationen halt entweder einen genialen Geistesblitz oder man implementiert gerade etwas, das alle anderen aus gutem Grund nicht umgesetzt haben. Das früher einfacher, als "neues" vor allem aus Dingen bestand, die andere schon immer machen wollten, aber rein technisch nicht konnten. Diese Phase endete im konventionellen Videospielebereich allerdings Anfang/Mitte der 90er. Von daher ist die These, dass es jetzt plötzlich gar keine Fortschritte im Bereich Spielprinzip mehr geben sollte, von einem erst seit 1995 tätigen Entwickler durchaus "gewagt".

Etwas vom Kaliber "Puzzler mit APHHPD" oder "Shooter mit schrumpfenden Level" gibt es halt nur noch ein bis zwei Mal im Jahrzehnt, aber das heißt nicht, dass es niemand versucht. Shooter mit Mikrotransaktionen für mehr Spielspaß, Rundenstrategie mit in drei Zeitalter zerhackter Menschheitsgeschichte, Flugsimulatoren mit Welt-Echtzeitstreaming – auch heute aktuelle Spiele versuchen sich an Innovationen, nur halt mit steigender Wahrscheinlichkeit, daneben zu liegen. Und im VR-Bereich herrschte die letzten 10 Jahre sogar noch einmal echte Neuland-Stimmung. Aber den meisten Konsumenten war die neue Technik zu teuer, die Software zu roh und unpoliert, bekanntere Unterhaltungsformate wurden gegenüber den innovativen Experimenten bevorzugt.
Vorangehender Satz steht in keinem Zusammenhang zu VR, sondern beschreibt die Ignoranz der Mehrheitsbevölkerung gegenüber PC-Gaming in den 80ern und frühen 90ern.
 
Die Graka Verhungert dann, ich selbst hatte gegen ende 2014 auch einen 1230er Xeon.

Mein Rat an dich: Rüste auf wenn dein Budget es hergeben sollte mit aktuellem MB + neuer CPU + Ram + neues NT, weil die 5090 ist Hungrig nach Energie ;)
hm ja gut mal schauen bin mit dem 1231v3 bisher immer noch zufrieden und alles läuft wunderbar. aber das mit dem Netzeil hab ich komplett übersehen. ja ich denke ich rüste dann komplett auf wenn GTA 6 fürn Pc kommt
 
Habe mich die letzten jahre mit den Gamedesign bestäftigt und häufig entsteht das Gameplay durch die Hardware limitierungen und oder durch die spezielle Hardware.
Sacrifice war soooo geil damals, auch stilistisch. Ich habs geliebt. Ich wünschte es gebe mal ein Remake.

Im Allgemeinen finde ich es so und so schwer eine richtige neu Innovationen für ein Spiel zu entwickelt, da es alles schon mal irgendwie gab.
Ja, das hat laune gemacht.
 
Ich wäre schon froh, wenn die Spiele fehlerfrei und vollständig auf dem Markt kommen, so traurig das auch klingt, aber das stufe ich schon als Luxus ein. Wo die Spiele nicht Monate oder Jahre beim Kunden reifen sollen, weil der Publisher Geiz ist Geil mit uns spielt.
 
Ein Game muss aber auch nicht wahnsinnig innovative Spielmechaniken haben um Spaß zu machen.
Ghost of Tsushima z.B. hat ganz klar Anleihen von Assassins Creed, die Umsetzung macht es aber zu einem besseren Spiel meiner Meinung nach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einfach Blindverkostung machen, egal was es ist und dann die Eindrücke / Feedback vom Produkt wieder geben.
Alles andere ist Geschwafel und Manipulation.....
Ich lass mich einfach überraschen
 
Würde da irgend jemand widersprechen? Seit jeher bringen die allerwenigsten Titel grundlegend neue Spielmechaniken, sondern sie variieren Altbekanntes oder präsentieren Neuerungen lediglich in irgendwelchen Details.
Im AAA Bereich auf jeden Fall.
Der Grund ist: Spiele Entwicklung ist so teuer geworden, dass von Anfang an ein Spiel als "Hit" geplant ist und nichts riskieren darf.
Deshalb spielen sich die meisten AAA Spiele sehr ähnlich und für mich komplett uninteressant.
Die wenigen Titel die hier "anders" sind, sind dann oft Fortsetzungen oder Remakes alter Klassiker (Deus Ex, Stalker...).

Im Indie Bereich wird nach wie vor vieles probiert.
 
Diese Industrie hat sich mittlerweile so weit entwickelt, dass Neuerungen halt viel seltener vorkommen. Diesen Umstand hat man aber in sehr vielen Bereichen.

Final Fantasy war zumindest damals eine Marke, die immer etwas anderes machen wollte als der Rest. Zum Beispiel das Paradigmen Kampfsystem in FF13.
 
Wo guckst du hin, in den AAA-Bereich? Der macht logischerweise nichts neu, wenn die Leute für den immer gleichen Mist Millionen und Milliarden ausgeben. Schau mal in den Indie-Sektor, da wird oft mal was neues/anderes ausprobiert, meist mit Erfolg. In der Regel wird zwar tatsächlich nur etwas, das sich bewährt hat, mit etwas anderem gemischt oder etwas neues dazu gedichet, aber die Inhalte fühlen sich "neu" an: Factorio, The Wandering Village, Outer Wilds, CrossCode, Chants of Sennaar, Rail Route oder Nice Day for Fishing, um mal ein paar Beispiele zu nennen. Es gibt noch viele weitere. Wer natürlich nur Fortnite oder Call of Duty zockt, verpasst diese Perlen :ka:
Necrosmith und Halls of Tourment
Auch einfachste Pixelschleudern können fantastisch sein. Wie können diese kleinen Titel nur so verdammt süchtig machen? Ich überlege echt, warum ich mir für so viel Geld eine neue AMD Karte kaufen sollte, wenn ich dann am Ende doch nur eine Handvoll wirklich anspruchsvolle Titel damit zocken werde, weil ich immer neue kleine Perlen vorziehe. :-)
 
Man hätte es wie Nintendo machen müssen, statt mit potenter Hardware in den Markt zupreschen steht man nun still.

Es gebe genug andere Ideen die man wiederaufnehmen könnte, mehr Physik, Sound, Musik, einbauen.
 
Man muss nicht auf biegen und brechen was neues entwerfen/erfinden.

Man nehme bekannte Mechaniken und macht etwas einzigartiges, motivierendes daraus. Bestes Beispiel Clair Obscur. Einzeln alles bekannte Mechaniken, aber so kreativ und vor allem poliert zusammengefügt, dass es einfach ein Genuss war.
 
Wenn du immer gleichartige Spiele spielst, weil dir diese Art Spiele am meisten Spaß machst und Innovationen nur eine Verschlechterung bringen können, dann sollte es nicht überraschen, dass du immer die gleichen Spiele mit wenig Innovationen spielst. ;-)

Die Frage ist: Ist die Innovation denn überhaupt eine?

Oder ist es so wie auch Dave meint, das sich das Spiel "nur" durch einen Mix von bekannten Elememten neu oder innovativ anfühlt, obwohl es letztlich gar nicht innovativ ist?

Das muss dann halt jeder für sich entscheiden.

Bei mir ist es oft so, das das was ich selbst als innovativ einstufen würde, nicht zündet.
Jetzt könnte man von leider sprechen...aber da ich ja bereits mit den nicht innovativen Titel mehr als ausgelastet bin, ist es wohl doch nicht negativ zu sehen.


Und im VR-Bereich herrschte die letzten 10 Jahre sogar noch einmal echte Neuland-Stimmung.

Wobei ich diese Art von Innovation getrennt betrachten möchte, denn die Technik macht die Innovationen erst möglich und setzt sie teils sogar zwingend voraus.
Das ist leichter, als mit bekannter Technik innovativ zu sein.
 
Mein Reden:
Besonders viel "neues" zu machen ist einfacher, wenn vieles (aus Gründen) noch nicht ausprobiert wurde. Umgekehrt ist, gerade wenn alle naheliegenden gute Ideen schon ausprobiert wurden, etwas "neues" nicht zwingend auch etwas gutes/begeisterndes. Aber das ändert nichts daran, dass sich abseits der AAA-Shooter-Content-Mill, nahezu jeder Entwickler an einem gewissen Maß Neuerungen versucht. Innovation war nie tot, ist nicht tot und wird es auf absehbare Zeit auch nicht sein. Guckt euch andere Bereiche an – selbst an so etwas wie "Auto lenken", "Licht einschalten" oder "Im Zug sitzen" wird nach 100-200 Jahren immer noch rumgedoktort. Nur halt nicht mehr so oft zum guten und insgesamt vorsichtiger als in den ersten 10-20 Jahren.

Genau das gleiche gilt auch für PC-Spiele und hier wie dort gab es nie einen bestimmten Zeitpunkt, ab dem "keine Innovation" mehr folgte.
 
Seiner Einschätzung nach sei die Zeit, in der jedes neue Spiel eine neuartige Spielmechanik mitbringen müsse, längst vorbei.
Wann genau soll denn diese Zeit gewesen sein?

Edit:
Genau das gleiche gilt auch für PC-Spiele und hier wie dort gab es nie einen bestimmten Zeitpunkt, ab dem "keine Innovation" mehr folgte.
Was sind denn deiner Meinung nach die letzten nennenswerten Innovationen beim Thema Spielmechanik?
 
Zuletzt bearbeitet:
"Es gibt keine Mechaniken mehr"
Sieht eher so aus als hätten wird durch
-Fülle der etablierte Mechaniken (immerhin seit ca. 50 Jahren!)
-Saturiertheit
-allg. kulturelle Relevanz mit zusätzlich breit und tief gestaffelten Sub- und Metakulturen
einen Punkt erreicht, in dem Games die Marktperspektive spürbar und endgültig transzendiert haben.
Ironischerweise sieht "to a T" aber trotzdem wie ein biederer Versuch aus, ordentlich abzusahnen in dem man wirklich nichts unversucht ließ, Hürden jeglicher Art auszuräumen. Selbst die Narration ist ein fragwürdiger Metakommentar hinsichtlich Inklusion. Der Artstyle unterscheidet sich kein bischen von den abstossenden google doodles.
Mit anderen Worten ist die extreme Anbiederung solch eines Machwerks per Definition nicht innovativ.
 
Wann genau soll denn diese Zeit gewesen sein?

Weiß nicht. Vor 1982 (Ms. Pac Man)?

Edit:
Was sind denn deiner Meinung nach die letzten nennenswerten Innovationen beim Thema Spielmechanik?

Zocke aktuell eher ältere Games und habe allgemein keinen Anspruch über alle Genres. Aber die Einteilung von Civilization VII in Zeitalter scheint sowohl neu zu sein als auch etwas, dass man nicht einfach unter den Teppich kehren kann.
 
1848 wollte ein deutsches Patentamt dicht machen, weil es nichts mehr zu erfinden gibt und alles nur eine Wiederholung von bekanntem sei.

Auch in Zukunft wird irgendjemand irgendwas cooles erfinden und nach zwei Jahren hat man dann haufenweise Spiele, das das ganze imitieren und nach 5 Jahren ebbt es dann auch schon wieder ab.
 
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