NaK (Legierung).
Btw. Russland arbeitet an einer Variante mit Blei als Kühlung.
Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wie das funktioniert.
de.wikipedia.org
Blei ist bei den Temperaturen, mit denen ein Atomreaktor idealerweise arbeitet, flüssig. Kühlen kann man damit entsprechend gut, ein Problem ist eher das heizen: Der Reaktor darf nie unter 330 °C abkühlen. Wenn das Blei einmal erstarrt, hat man da eine tausende Tonnen großen Metallklotz. Den kriegt man weder von außen geschmolzen noch erlaubt das eingegossene Innere eine weitere Regelung. Wenn ich mich richtig erinnere ist der Sowjetunion rund die Hälfte ihrer ersten Natrium-U-Boot-Generation verloren gegangen, weil die externe Dampfheizung für Wartungsarbeiten im Hafen versagt hat und der zweiten Runde hat man dann gleich Einwegreaktoren mit extra großer Füllung verpasst (was die Vorteile des kompakteren Kühlsystems negiert), ehe man wieder auf wassergekühlte Reaktoren zurückgewechselt ist. Spätestens bei einem katastrophalen Störfall ist es auch von Vorteil, ein leicht siedendes Kühlmedium zu haben, dass man nur draufgießen muss. Das verdampfende Wasser in Fukushima hat zwar viel Radioaktivtät in der Region verteilt, aber es hat wenigstens die Kernschmelze gestoppt. Ein Reaktor, dessen Minimaltemperatur bei 330 °C liegt und der erst bei 1.800 °C Energie direkt an die Athmosphäre abgeben kann, würde dagegen bei einem Ausfall des Kühlsystems komplett zerfließen.
Hi, danke für deinen Ausführlichen Beitrag, obwohl ich den Messungen nicht ganz glauben kann, bei der ganzen Waldvernichtung durch Abholzung und Wald und Regenwald Brände
MfG
Ich gebe zu, ich habe etwas vereinfacht: Wenn man statt Kohle Öl verbrennt, braucht man circa die anderthalbfache Menge des veranschlagten Sauerstoffs. Das ist aber keine Glaubensfrage, sondern simpelste Chemie: Kohlenwasserstoffe bestehen im wesentlich aus aneinandergereihten CH2-Segmenten. Verbrennt man die, braucht man drei Sauerstoffatome:
1× CH2 + 1,5× O2 => 1× CO2 + 1× H2O
Für jedes hinzugekommene CO2-Molekül aus fossilem Öl sind also anderthalb Sauerstoffmoleküle verschwunden. Bei reinem Methan (CH4) wären es sogar zwei (CO2-zu-Wasser-Verhältnis im Enprodukt 1:2), aber der Großteil unserer fossilen Emissionen geht auf Kohle zurück und die enthält gar keinen Wasserstoff. Da bindet sich also jedes Kohlenstoffatom an ein Sauerstoffmolekül, um einmal Kohlendioxid zu formen und letzteres zählen wir ja sehr sorgfältig. Also können wir auch den verbrauchten Sauerstoff angeben. Das ist genauso direkt, wie aus dem Stromverbrauch eines PCs dessen Kühlungsbedarf abzuleiten.
Verbrennung von Holz und anderen Pflanzenmaterialien ist klimatologisch übrigens weitestgehend ein Nullsummenspiel: Die Pflanze hat vorher im Rahmen von Photosynthese genau das Gegenteil gemacht und aus H2O und CO2 ihre Biomasse aufgebaut, dabei O2 abgegeben. Solange man die Gesamtwaldmenge nicht reduziert, also nachhaltig nur soviel verbrennt, wie nachwächst, entsteht Netto gar kein neues CO2. Insgesamt hat der Mensch in den letzten Jahrhunderten natürlich einiges entwaldet, allerdings sind die "riesigen Wälder", die dabei verschwunden sind, im Vergleich zu den noch viel riesigeren Kohle- und Öllagerstätten, die wir ebenfalls verheizt haben, gar nicht mal so groß. Letztere sieht man halt nur nicht, weil sie unter der Erde verschwinden und nicht am Amazonas. Insgesamt tragen Änderungen in der Landnutzung rund 20 Prozent zu den menschlichen CO2-Emissionen bei, allerdings stammt vieles davon aus trockengelegten Mooren und sich abbauendem Humus. In den zum Teil dutzende Meter dicken, kompakten Bodenschichten ist nämlich viel mehr Kohlenstoff gespeichert, als in ein paar Holzsäulen, die mit vielen Metern Abstand zueinander oben drauf stehen. Umgedreht dauert es Jahrhunderte bis Jahrtausende, damit sich ein Moor oder dicke Schwarzerdeböden voll ausbilden, während ein Wald in Jahrzehnten wächst. (Klimatologisch betrachtet. Ökologisch ist Entwaldung eine anhaltende Katastrophe. Selbst unter optimalen Bedingungen dauert es Jahrhunderte, bis in einem Gebiet wieder die alten Arten leben, sofern sie nicht mit ausgerottet wurden, meist aber deutlich länger. Die Karstlandschaften, die noch heute weite Teile des Mittelmeerraums prägen, sind das Ergebnis römischer Holzfäller und da wird auch in weiteren 2.000 Jahren kein vergleichbarer Wald zurückkehrt sein. Auch Großbritannien hat, trotz aktiver Anpflanzungsmaßnahmen, nur einen Bruchteil der Baumbestände wiederherstellen können, die im 15. bis 18. Jhd. für Segelschiffe gefällt wurden.)