Germanwings 4U9525 in den franzoesischen Alpen abgestuerzt

Haltern, die Stadt aus der die Schüler kamen ist 20km weg von mir. Das hat die ganze Region hier schwer getroffen. Ich bitte alle die sich an dieser Diskussion hier beteiligen um Respekt und Anstand. Danke.

Respekt und Anstand sollte doch nicht mit geographischer Nähe zusammenhängen.

Zur B*ld nur folgendes Zitat von Max Goldt:
Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muß so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun
 
Bildzeitung beim Bäcker heute früh: Komplettes Cover mit Foto und Klarnamen des Co-Piloten und der Zeile "Der Amok-Pilot".
Absolute Frechheit, egal was ihn dazu bewogen hatte.
Berichterstattung ist völlig ok aber muss es immer so reißerisch sein ohne Skrupel. Wenn denen mal jemand was Tickendes zuschickt wären wohl die wenigsten traurig darüber. Ist es denn wirklich so schwer eine Sekunde darüber nachzudenken oder sich zu fragen wie man sich selbst dabei fühlen würde?

Es ist schwer vorstellbar, dass jemand auf so perfide Weise Selbstmord begeht, um 149 andere Menschen mit in den Tod zu reißen.
Leider denkt wohl niemand darüber nach um bei seinem Freitod niemanden sonst zu schädigen. Sieht man leider allzu oft
 
Mal eine Frage an die technisch versierten User unter uns.

Warum werden die Daten die der Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder aufzeichnen, nicht per Echtzeit an einen exteren Server übertragen?

Technisch nicht machbar?
Kostenfrage?
 
Warum werden die Daten die der Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder aufzeichnet, nicht per Echtzeit an einen exteren Server übertragen?
Machbar wäre wohl viel, aber wie viele Funkfrequenzen will man dafür bereithalten dazu auch noch abhörsicher. Dazu dürften dann wohl auch Funkstörungen gehören, und wo sollen die Server stehen mit welchem Volumen? Es muss ja auch sichergestellt sein das dort nix verschwindet oder an Leute gelangt denen so etwas nix angeht.

Genauso die Frage nach Bildmaterial, mehr Datenvolumen mehrere Kameras ( die könnte man verdecken und was weiß ich nicht noch alles )
 
Bisher beschränkt sich im Europäischen Luftraum die Daten die Geschickt werden (Mode S) auf folgende Daten.
die sogenannten DAPs (Downlink Aircraft Parameters). Diese sind:
• Magnetic Bearing
• Indicated Airspeed
• Vertical Speed
• Roll-Angle
• Track Angle
• True Track Angle
• Ground Speed
• Selected Altitude

Das sind die Daten die per Transponder an die Bodenstationen geschickt werden. Inkl. Individueller Nummer usw. für die Identifikation der einzelnen Flugzeuge. Aber eben nichts an Daten wie Livebilder/Ton usw.
 
Das wäre vermutlich auch zu anfällig, so dass man die "Blackbox", die auch Abstürze übersteht so oder so weiterhin benötigen würde.
 
Technisch machbar sicherlich, aber da es sich bei den Black Boxes um Sicherheitssysteme handelt, müssen das zwangsläufig autarke Systeme sein ohne Anbindung nach außen.
 
Ob man es bei Jobs wie Busfahrer oder Pilot bei der jetzigen Ärztlichen Schweigepflicht belassen kann würde ich bezweifeln event. wäre eine Meldepflicht besser in welcher Form auch immer über eine 2. Instanz die dann noch mal abwägen kann ob der Arbeitgeber zu informieren ist. Ob eine Stewardess im Cockpit ausgereicht hätte als der Pilot raus ging ist fraglich wenn er das wirklich machen will und kräftig genug ist kann er es trotzdem machen auch wenn es egal ist ob die Stewardess sofort oder beim Aufprall ums Leben kommt.
 
Vielleicht geht es auch nicht ums überwinden, sondern eher darum, dass er vielleicht Scham gehabt hätte vor einem zweiten das durchzuführen.

Sonst hätte er ja wohl auch den Piloten überwinden können, den Überraschungsmoment hätte er ja gehabt. Er konnte ja bei einem 2 Stunden Flug den Toilettengang des Piloten nicht einplanen.
 
Ob man es bei Jobs wie Busfahrer oder Pilot bei der jetzigen Ärztlichen Schweigepflicht belassen kann würde ich bezweifeln event. wäre eine Meldepflicht besser in welcher Form auch immer über eine 2. Instanz die dann noch mal abwägen kann ob der Arbeitgeber zu informieren ist. Ob eine Stewardess im Cockpit ausgereicht hätte als der Pilot raus ging ist fraglich wenn er das wirklich machen will und kräftig genug ist kann er es trotzdem machen auch wenn es egal ist ob die Stewardess sofort oder beim Aufprall ums Leben kommt.

So wie ich das verstanden habe dürfte ein Arzt die Schweigepflicht auch jetzt schon brechen wenn er der Meinung ist, dass der Pilot fluguntauglich ist.

Was die 2-Personen Regel angeht - klar, sicher verhindern kann es das nicht. Aber es ist denke ich relativ einfach umzusetzen und kann unter Umständen helfen, also finde ich es nicht schlecht.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Copilot dass nicht von vornherein geplant hat sondern halt schon länger Selbstmordgedanken hatte und dann als er plötzlich allein war er sozusagen die Gelegenheit "genutzt" hat, so schlimm das klingt. Es hätte durchaus sein können, dass er nicht mal versucht hätte, den Piloten oder eine Stewardess zu überwältigen
 
Ob eine Stewardess im Cockpit ausgereicht hätte als der Pilot raus ging ist fraglich wenn er das wirklich machen will und kräftig genug ist kann er es trotzdem machen auch wenn es egal ist ob die Stewardess sofort oder beim Aufprall ums Leben kommt.
Es würde aber reichen um im 1. Augenblick den Knopf drücken zu können oder die Tür manuell von Innen zu öffnen.

Vielleicht könnte man für die Zukunft über ein Kartensystem nachdenken welche jeder Pilot haben muss um die Steuerung freizugeben, oder Sitzbelegungserkennung. Wenn jemand die Karte abzieht oder aufsteht würde man auf Autopilot schalten der keine Eingriffe zulässt.
 
Es gibt so viele und einfachere Wege einen Suizid zu begehen... Warum gleich einen massenmord daraus machen. Was mir allerdings echt mies aufstößt ist , das GW einen Piloten fliegen lässt, der seine Ausbildung wegen mehrmonatiger Behandlung wegen Depressionen unterbrechen musste. So einer " Gefahrenquelle " lasse ich doch nicht in eine vollbesetzte fliegende Bombe .. Ich kann mir nicht vorstellen das man sowas länger verheimlichen kann. Vorfällen in einer so "sensiblen" Branche.
 
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Was das angeht, würde ich erstmal sagen dass man abwarten muss. Wir haben nicht sehr viele zuverlässige Informationen, was den psychischen Zustand angeht. Im Moment kann niemand wirklich sagen, wie viel von den psychischen Problem der Lufthansa und den behandelnden Ärzten bekannt war. Und ich finde auch, dass eine frühere Depression kein Grund sein sollte, einen Piloten vom Dienst auszuschließen. Wenn sie andauert, ist das natürlich was anderes...
 
Soweit ich es gelesen habe, ist es möglich, die Tür von innen zu verriegeln, so dass man die Tür auch mit dem passenden Code von außen nicht mehr öffnen kann. Siehe: Cockpit-Tür - Die Sache mit dem Notfall-Code

Inwiefern das zu einem Signal hätte führen müssen kann ich nicht beurteilen allerdings erschließt sich mir nicht, warum der Pilot den Code nicht hätte nutzen sollen. Das ergibt keinen Sinn.

Mein Bruder ist Fluggeräteelektroniker, und er erklärte mir dass es zwei Stufen der Entriegelung der Cockpittür gibt, meist per Hebel mit 3 Stufen. Offen, dann verschlossen und von außen nur mit gültigem Code zu öffen (jedes befugtes Personal an Board besitzt einen anderen Code), und die dritte Stufe wär komplett Verriegelerung (Blockade aller Codes). Sprich auch nicht von außen zu öffnen, sondern nur vom Cockpit aus. Es geht darum dass bedrohtes Personal ( Terrorist hält CoPiloten Waffe an den Kopf) dennoch nicht ins Cockpit gelangen kann auch wenn Code bekannt ist, eine Sicherheitsmaßnahme nach dem 11. September.
Dennoch haben die Amis weiter geschaut, seit den Anschlägen von New York darf ein CoPilot nie ohne Kapitän im Cckpit sitzen. Wir in Europa zahlen mal wieder Blutzoll für unsere Nachsicht, dabei war das Szenario als Variable sehr wohl bekannt.

Mich persöhnlich wundert es etwas, denn der Pilot ist potentiell als fehlerhafter Mensch immer die aller größte Gefahr. Statistisch führen über 70% menschlichen Versagens zur Flugunglücken, gefolgt von technischen Versagen dahinter und selten zumindest im Westen, matiereller Verschleiss. Aber nüchtern betrachtet, gemessen an der Anzahl aller aktiven Piloten und ihren persöhnlichen Problemen, ist es rein mathematisch nicht auszuschließen dass iwann, iwer so etwas tut wie in der jetztigen Tragödie. Es wurde wirklich nicht an alles gedacht was die Luftfahrt-Sicherheit angeht. Meiner Meinung nach sitzen da eine Hand voll Verantwortlicher mit einem Bein im selben Boot, erkenne kolektives Versagen.

Welcher Berufsarzt erachtette einen CoPiloten mit Psychosen in seiner Krankenakte, als flugtauglich ? Ich untersuchte im Bund Leute auf Sehkraft und Hörvermögen vor einem Auslandseinsatz, und wegen solchen kleinen Wehwechen schrieben wir ein gutes Fünftel Williger untauglich. Mit Psychose in der Akte musste man es nichteinmal versuchen zumindest bei unserem Stabsarzt. Die EASA sieht das wohl lockerer...
 
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Egal was da jetzt die Ursache war, es zeigte mal wieder auf das die bestehenden Sicherheitssysteme dringend einer Überholung bedürfen. Warum man wie nicht sonst auch immer das US Modell als Vorbild genommen hat ist mir ein Rätsel.
Wir in Europa zahlen mal wieder Blutzoll für unsere Nachsicht, dabei war das Szenario als Variable sehr wohl bekannt.
Ist es nicht fast immer so das Länder die nicht von solchen Attentaten betroffen waren es vielleicht nicht so streng sehen? Oder lag es am Profit oder dem Wunsch der Kunden das alles billiger sein muss?
 
Naja komm ne Kostenfrage wärs nicht wenn der Steward oder so kurz mal in Cockpit kommt weil der Kapitän auf Klo muss. Und diese Regelung gibt es doch schon in den Staaten, warum sollten wir also warten bis es bei uns kracht ? Ich sehe kein Grund dafür auch wenn das Unglück nicht passiert wär. Dass unsere Fehleranalyse auf Blut basiert sprich Unglücken stimmt ja, allerdings bezieht sich das eher auf technische Belangen. Ein Copilot mit ner festgestellten Psychose... was kommt als nächstes Suizide in Atomkraftwerken ? Ich finde bei solchen verantwortungsvollen Positionen sind "alle" möglichen Gefahren im selben Fokus. Bei Nachlässigkeit reicht ein einziger aus wie man sieht, um über 150 Seelen den Tod zu bringen.
 
Egal was da jetzt die Ursache war, es zeigte mal wieder auf das die bestehenden Sicherheitssysteme dringend einer Überholung bedürfen. Warum man wie nicht sonst auch immer das US Modell als Vorbild genommen hat ist mir ein Rätsel.

Naja, nachher ist man immer schlauer. ;)

Absolute Sicherheit wird es niemals geben, da ändert auch die Zwei-Mann-Regel nichts.
 
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