JePe
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Am 24. Maerz 2015 ist der Germanwings-Flug 4U9525 in den franzoesischen Alpen zerschellt. Es gilt als sicher, dass alle 150 Insassen bei dem Unglueck zu Tode gekommen sind.
Im Rahmen einer Pressekonferenz gab Brice Robin, Staatsanwalt von Marseille, am 26. Maerz bekannt, dass unmittelbar vor dem Aufprall des Flugzeugs der Pilot das Cockpit verlassen habe, die Maschine anschliessend in den Sinkflug uebergegangen sei und nicht mehr auf Funksprueche reagiert habe. Nach Auswertung der Audioaufzeichnung aus dem Cockpit sei man sehr sicher, dass der verbliebene Co-Pilot das Flugzeug vorsaetzlich habe zerschellen lassen.
In diesem Thread soll die weitere Entwicklung anteilnahms- und respektvoll begleitet werden.
Ich fuer meinen Teil haette mir gewuenscht, dass der Staatsanwalt hinsichtlich des Erkenntnisstandes vorsichtiger formuliert haette - die Truemmerteile sind weit verstreut in einem schwer zugaenglichen Gebiet; der Flight Recorder bislang nicht geborgen, eine forensische Untersuchung der sterblichen Ueberreste wird noch Wochen oder gar Monate dauern und andere Moeglichkeiten koennen zu diesem fruehen Zeitpunkt kaum verlaesslich ausgeschlossen werden.
Ungeklaert ist etwa, warum der Pilot das Cockpit verlassen hat. Unklar ist auch, warum er lediglich durch Klopfen versucht hat, wieder in das Cockpit zu gelangen, anstatt den dafuer vorgesehenen Code einzugeben - das haette im Cockpit zu einem Audiosignal fuehren muessen, dass aber scheinbar in der Aufnahme nicht zu hoeren ist (oder zumindest nicht erwaehnt wird). Das oeffnet - leider - Spekulationen Tuer und Tor und duerfte das Thema fuer lange Zeit in den Medien belassen; zum Leidwesen der Angehoerigen.
Eine denkbare alternative Erklaerung waere z. B. eine Vergiftung durch kontaminierte Atemluft - die erklaeren wuerde, weshalb der Pilot das Cockpit verlassen (einsetzende Uebelkeit) und der Co-Pilot unmittelbar danach die Kontrolle verloren hat. Die Atemluft wird in fast allen Passagierflugzeugen durch die Triebwerke angesaugt (Ausnahme: Boeing 787) und dann aufbereitet ins Flugzeuginnere geleitet. 2010 kam es bereits zu einem Beinahe-Unfall; der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner e. V. hat schon vor Jahren auf das „Sick-Aeroplane-Syndrome“ und seine akuten wie mittel- und langfristigen Risiken hingewiesen.
Damit will ich weder Vorsatz noch Verschwoerung unterstellen noch die gegenwaertig favorisierte Theorie als unglaubwuerdig abtun, wohl aber meine Bedenken am Vorpreschen des Staatsanwaltes formulieren - die Leitung der Ermittlungen liegt beim Pariser Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA), dass sich bislang ebensowenig geaeussert hat wie die deutsche Bundesstelle fuer Flugunfalluntersuchung (BFU).
Zum Schluss - sollten die ueblichen Verdaechtigen Anstrengungen unternehmen, diesen Thread in eine Verschwoerungstrollhoehle zu verwandeln, werde ich die Moderation um Schliessung bitten.
Newsblog bei SPIEGEL ONLINE
Im Rahmen einer Pressekonferenz gab Brice Robin, Staatsanwalt von Marseille, am 26. Maerz bekannt, dass unmittelbar vor dem Aufprall des Flugzeugs der Pilot das Cockpit verlassen habe, die Maschine anschliessend in den Sinkflug uebergegangen sei und nicht mehr auf Funksprueche reagiert habe. Nach Auswertung der Audioaufzeichnung aus dem Cockpit sei man sehr sicher, dass der verbliebene Co-Pilot das Flugzeug vorsaetzlich habe zerschellen lassen.
In diesem Thread soll die weitere Entwicklung anteilnahms- und respektvoll begleitet werden.
Ich fuer meinen Teil haette mir gewuenscht, dass der Staatsanwalt hinsichtlich des Erkenntnisstandes vorsichtiger formuliert haette - die Truemmerteile sind weit verstreut in einem schwer zugaenglichen Gebiet; der Flight Recorder bislang nicht geborgen, eine forensische Untersuchung der sterblichen Ueberreste wird noch Wochen oder gar Monate dauern und andere Moeglichkeiten koennen zu diesem fruehen Zeitpunkt kaum verlaesslich ausgeschlossen werden.
Ungeklaert ist etwa, warum der Pilot das Cockpit verlassen hat. Unklar ist auch, warum er lediglich durch Klopfen versucht hat, wieder in das Cockpit zu gelangen, anstatt den dafuer vorgesehenen Code einzugeben - das haette im Cockpit zu einem Audiosignal fuehren muessen, dass aber scheinbar in der Aufnahme nicht zu hoeren ist (oder zumindest nicht erwaehnt wird). Das oeffnet - leider - Spekulationen Tuer und Tor und duerfte das Thema fuer lange Zeit in den Medien belassen; zum Leidwesen der Angehoerigen.
Eine denkbare alternative Erklaerung waere z. B. eine Vergiftung durch kontaminierte Atemluft - die erklaeren wuerde, weshalb der Pilot das Cockpit verlassen (einsetzende Uebelkeit) und der Co-Pilot unmittelbar danach die Kontrolle verloren hat. Die Atemluft wird in fast allen Passagierflugzeugen durch die Triebwerke angesaugt (Ausnahme: Boeing 787) und dann aufbereitet ins Flugzeuginnere geleitet. 2010 kam es bereits zu einem Beinahe-Unfall; der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner e. V. hat schon vor Jahren auf das „Sick-Aeroplane-Syndrome“ und seine akuten wie mittel- und langfristigen Risiken hingewiesen.
Damit will ich weder Vorsatz noch Verschwoerung unterstellen noch die gegenwaertig favorisierte Theorie als unglaubwuerdig abtun, wohl aber meine Bedenken am Vorpreschen des Staatsanwaltes formulieren - die Leitung der Ermittlungen liegt beim Pariser Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA), dass sich bislang ebensowenig geaeussert hat wie die deutsche Bundesstelle fuer Flugunfalluntersuchung (BFU).
Zum Schluss - sollten die ueblichen Verdaechtigen Anstrengungen unternehmen, diesen Thread in eine Verschwoerungstrollhoehle zu verwandeln, werde ich die Moderation um Schliessung bitten.
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