Gendern? Ja/Nein/Vielleicht

Wie wäre es, wenn wir zum Ausgleich zwischen Mann und Weib einfach mal generisch feminin reden? Dann lassen wir Diverse noch immer außen vor, aber immerhin wäre es mal ein Ansatz diejenigen zu erkennen, die eigentlich nur ein Problem mit der Männlichkeit haben. XD
Damit beleidigst du dann aber auch wieder Leute...
 
Nein, ich möchte einfach nur ein Begriff von dir hören.
Wenn Bürger=männlich und Bürgerin=weiblich, was ist dann ?=non binär?
Für ist Bürger sein sachlicher Begriff und schließt alle Gruppen mit ein.
 
So viele.
Zuerst, warum beantwortest du nicht meine direkte Frage?
Wie spreche ich eine diverse Person direkt an, wenn ich nicht Bürger oder Bürgerin nehmen darf?
Das tolle Sternchen ist immer nur dafür gedacht, wenn du alle ansprichst, nicht die einzelne Person.
Das gilt auch für andere Wörter.
Was schreibe ich zum in ne Mail an nen diversen Kollegen?
Liebe*r Kolleg*in?
Was sage ich zu Freunden?
Jetzt sage ich, hallo mein Freund.
Soll dann sagen, hallo mein*e Freund*in?
 
So viele.
Zuerst, warum beantwortest du nicht meine direkte Frage?
Wie spreche ich eine diverse Person direkt an, wenn ich nicht Bürger oder Bürgerin nehmen darf?
Hallo Klaus Mustermann?

Das tolle Sternchen ist immer nur dafür gedacht, wenn du alle ansprichst, nicht die einzelne Person.
Das gilt auch für andere Wörter.
Was schreibe ich zum in ne Mail an nen diversen Kollegen?
Hallo Klaus? Hallo Klaus Mustermann?

Was sage ich zu Freunden?
Hallo Klaus?

Jetzt sage ich, hallo mein Freund.
Soll dann sagen, hallo mein*e Freund*in?
Wenn es für die Person okay ist? Warum nicht?

Ist das so schwer? Ich denke nur dann, wenn man es par tout nicht will. Stimmt's?

 
Weiss ich nicht, deswegen muss ich ja neutral bleiben.
Dann sagst du eben Herr Scholz oder Frau Baerbock, je nach dem.
Ich verstehe das Problem einfach nicht, bzw. für mich ist da keins. :ka:
Spätestens wenn du die Person ansprichst, wird sie dir mitteilen, wie sie angesprochen werden möchte.
 
Spätestens wenn du die Person ansprichst, wird sie dir mitteilen, wie sie angesprochen werden möchte.
Der Sinn ist es doch, dass man genderneutral erst einmal an die Sache herangeht. Sprich, man vermeidet von Anfang an eine geschlechtliche Festlegung bei der Anrede.

! Achtung absichtliche Übertreibung folgend !

Ich komme ja auch nicht auf dich zu und sage: "Hallo, du Dummbeutel", um dann von dir zu erwarten, dass du mir mitteilst, wenn du gar kein Dummbeutel bist. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurze Frage, haben wir nicht ernstere Probleme? Was ist jetzt an einem einfachen "BürgerInnen" das Problem? Warum wird der Diskurs von unseren rechtsextremen Mitbürgern, die sich in einer Partei tummeln, immer wieder begonnen? Machen auch noch andere mit, aber die betreiben zumindest ansonsten eine lösungsorientierte Politik. Das ist doch einfach nur destruktiv und zeigt, dass sie nicht willens sind, sich mit ernsten Problemen ernsthaft zu beschäftigen.
 
Kurze Frage, haben wir nicht ernstere Probleme? Was ist jetzt an einem einfachen "BürgerInnen" das Problem? Warum wird der Diskurs von unseren rechtsextremen Mitbürgern, die sich in einer Partei tummeln, immer wieder begonnen? Machen auch noch andere mit, aber die betreiben zumindest ansonsten eine lösungsorientierte Politik. Das ist doch einfach nur destruktiv und zeigt, dass sie nicht willens sind, sich mit ernsten Problemen ernsthaft zu beschäftigen.
Ähm, hast du mich gerade als rechtsextrem bezeichnet?
 
Der Sinn ist es doch, dass man genderneutral erst einmal an die Sache herangeht. Sprich, man vermeidet von Anfang an eine geschlechtliche Festlegung bei der Anrede.
Du legst anhand der äußeren Darstellung ein Geschlecht fest. Einen Typen mit Bart und Anzug wirst du nicht mit Frau ansprechen. Der wird dir dann sagen, dass er lieber als Frau angesprochen werden möchte.
Ich komme ja auch nicht auf dich zu und sage: "Hallo, du Dummbeutel", um dann von dir zu erwarten, dass du mir mitteilst, wenn du gar kein Dummbeutel bist. :)
Das ist ja noch eine harmlose Anrede´. :ugly:
 
Du legst anhand der äußeren Darstellung ein Geschlecht fest. Einen Typen mit Bart und Anzug wirst du nicht mit Frau ansprechen. Der wird dir dann sagen, dass er lieber als Frau angesprochen werden möchte.
Und was, wenn dein Gegenüber gar nicht in diese Situation gebracht werden möchte?

Aber ja, es macht Gewohntes irgendwie gefühlt komplizierter. Aber das ist gleichzeitig der Punkt. Bis vor wenigen Jahren hat man sich 'nen feuchten Kehricht um dieses Thema geschert. Es war auch egal, ob Frau in der Sprache einfach zu einem Kerl gemacht wurde. Das fußt aber auf einer von Männern geprägten Sprachentwicklung, die die anderen Geschlechter im besten Fall nur ignoriert haben.

Ich kann auch verstehen, wenn da Leute jammern, dass man darauf keinen Bock hat. Ich diskutiere mit meiner Frau, die durch die Arbeit im öffentlichen Dienst damit Tag ein Tag aus zu tun hat, immer wieder weit man eine deutliche Mehrheit dazu zwingen will, durch diese Form eine wirklich kleine Minderheit sichtbarer und auch in gewisser Form beachtbarer zu machen?

Wir sind uns aber beide darin einig, dass der Aufwand marginal ist und man mit wenigen, simplen Verhaltensregeln einer Gruppe von Menschen einen gewissen Respekt zollen kann, ohne sich dabei ins Hemd machen zu müssen.

Das ist ja noch eine harmlose Anrede´. :ugly:
Und trifft häufig genug auf alle anderen außer uns auch zu. Ich weiß! :bier:
 
Nicht wenn es Conchita Wurst ist. :ugly:
Der rennt ja in Kleidern herum.
Und was, wenn dein Gegenüber gar nicht in diese Situation gebracht werden möchte?
Und wie äußert sich das?
Das fußt aber auf einer von Männern geprägten Sprachentwicklung, die die anderen Geschlechter im besten Fall nur ignoriert haben.
Das ist halt so. Es gibt den Begriff Mannschaft., Man bemannt ein Schiff.,
Viele Nachnamen enden mit Mann.
Dann gibt es Namen, die Berufsgruppen sind, wie Fischer oder Köhler. Auch das ist männlich.
Das hatte sich eben halt entwickelt. Jetzt kommt eben Gendern dazu, wo auch andere eingebunden werden wollen. Stört mich halt nicht.
Ich kann auch verstehen, wenn da Leute jammern, dass man darauf keinen Bock hat. Ich diskutiere mit meiner Frau, die durch die Arbeit im öffentlichen Dienst damit Tag ein Tag aus zu tun hat, immer wieder weit man eine deutliche Mehrheit dazu zwingen will, durch diese Form eine wirklich kleine Minderheit sichtbarer und auch in gewisser Form beachtbarer zu machen?
Zwingen ist immer der falsche Weg. Behördlich kann man ja w/m/d machen. Stört mich nicht und wenn einer in einer Talkshow´*innen macht, ist mir das auch egal.
und trifft häufig genug auf alle anderen außer uns auch zu. Ich weiß! :bier:
Ich hab noch den Kaffeebecher, den meine Tochter bemalt hatte, als sie noch ein kleines Kind war, Sie hatte darauf "der tollste Vater der Welt" geschrieben auch wenn sie "toll" mit "d" geschrieben hatte.
Bei sowas lacht das Herz. :daumen:

Ein Höhepunkt der Sprache war auch das beliebte "Fräulein".
Ich hab dann als Reaktion junge Männer immer "Bursche"
genannt, die fanden das in der Regel gar nicht witzig. Komisch
Fräulein fand ich schon immer suspekt, gibt es in anderen Sprachen auch.
 
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