Geht Blei?

Fresh-Dumbledore

Freizeitschrauber(in)
Hi
Habe mir überlegt ob man Anstatt Kupfer Blei benutzen könnte. hat ja ne spezifische wärmekapazität von 0.1irgendwas (kupfer = o.3 irgendwas).
also vom Heatkiller z.b. den unterteil mit blei mit selbem aufbau austauschen.
mfg David
 
Wenn man giftiges Blei mag, ist das sicherlich praktisch ;)

Blei ist aber zudem noch recht weich. D.h. im schlimmsten Fall ist der Kühler dann undicht, das Wasser giftig und du hast eine prima Korrosion.

Edit: Kommt aufs Gas beim Feuerzeug an. Kann bis zu 1200°C werden. Im "Normalfall" aber max. 300°C
Edit 2: Blei hat einen Schmelzpunkt von ca. 330°C
 
Der Schmelzpunkt des Bleis liegt bei 327 °C, sein Siedepunkt bei 1740–1751 °
verdammt zu spät
kann doch auch eine mischung nehmen die härter ist.
hab natürlich ne wassermischung drin.

In Wasser, das keinen Sauerstoff enthält, ist metallisches Blei stabil. Bei Anwesenheit von Sauerstoff löst es sich jedoch langsam auf,
 
Beim Werkstoff des Kühlers kommt es nicht auf die Wärmekapazität sondern auf die Wärmeleitfähigkeit an - da stinkt Blei mit ~35 W/m*K gewaltig ab gegen Kupfer mit ca. 360 W/m*K ;). Nur Reinsilber (430 W/m*K), Diamant (~2300 W/m*K) und Kohlenstoffnanoröhrchen (richtungsabhängig 6000 W/m*K) haben noch bessere Wärmeleitfähigkeiten als Kupfer. Wasser ist mit 0,58 W/m*K btw ein eher schlechter Wärmeleiter - das tut aber nichts zur Sache.


Die spezifische Wärmekapazität ist hingegen ausschlaggebend für das Wärmetransportmedium - also das Wasser (4,187 kJ/kg*K). Auch da findet sich außer den Gasen Wasserstoff (14,4 kJ/kg*K) und Helium (5,19 kJ/kg*K) unter den Reinstoffen nichts was Wasser den Rang ablaufen könnte. Blei liegt bei 0,129 kJ/kg*K.

Blei ist für Kühleranwendungen nicht zu gebrauchen - zudem ist es giftig und viel zu weich für einen Kühlerboden.
 
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danke für die antworten
mir war in der schule langweilig und hab an verbesserungen für meine wakü gedacht.

Wenn Du in der Schule lieber besser aufgepasst hättest, würdest Du das alles schon wissen.;) Neenee, Spaß beiseite, haben wir in der Schule auch nicht gelernt. Sehr qualifizierte Antworten hier:daumen: und wenn ich das im Studium in Werkstofftechnik mal hatte, hab ich's inzwischen schon vergessen.
 
Aber die Kohlenstoffnanoröhrchen sind ja mal gut kann man das für einen CPU Kühler nutzten?
Wir aber ziemlich teuer sein oder?
Und ist das überhaupt so großflächig nutzbar?

MfG
 
Ziemlich teuer kann man schon sagen ;). Man kann immer noch so mit ca. 1000€/kg reiner Synthesekosten ohne Verarbeitung (welche noch wesentlich teurer sein kann) rechnen.
Die Verarbeitung ist recht schwierig, da alle CNTs (CarbonNanoTubes) in der gleichen Richtung orientiert sein müssen um die guten Wärmeleiteigenschaften nutzen zu können. Zusätzlich muss da Ganze noch mechanisch stabil gefasst werden. Erste Ansätze für Kühler mit CNT-Böden gab es schon, aber die waren nahezu unbezahlbar und meist nicht mit ausgerichteten Nanoröhrchen sondern mit regellos verteilten. Das ist dann schon noch eher der Forschung und Raumfahrt vorbehalten. Allerdings gibt es immer mehr Firmen die versuchen CNTs auch in normalen Märkten nutzbar zu machen. Ebenso gibt es seit langem Ansätze Chips mit Diamantschichten zu überziehen um die Wärmeleitung zu verbessern - auch das ist nicht ganz billig, obwohl zumindest auch etwas günstigere diamantähnliche Schichten (DLC) inzwischen Serientauglich abgeschieden werden.

Ein weiteres Problem bei der Verarbeitung von CNTs ist im Übrigen die karzinogene Wirkung von Nanopartikeln mit hohem Aspektverhältnis, wie es CNTs nunmal sind. Man muss also auf jeden Fall mit Atemschutz und evtl. Schutzkleidung arbeiten.
 
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Blei würde doch ziemlich schwer sein eigentlich. Da musst du aufpassen, dass dir die Grafikkarte nicht abbricht :D. Ich denke es wird schon seine Gründe haben, dass Nickel und Kupfer derzeit die einzigsten WaKü sind :D
 
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