Gehäuselüfter abschalten Gefährlich?

Sebbi12392

Software-Overclocker(in)
Hallo,

Ich hab mich gerade mal an dem "der Effizienz PC 2024" Artikel von PCGH durchgearbeitet und meine Rechner Optimiert.

Mir gings vor allem um den Leerlauf Stromverbrauch bei Geringer Last da der bei AM5 schon ordentlich hoch ist.

Hab da jetzt etliche Tuning Geschichten im Bios Probiert und unter anderem auch die Gehäuselüfter so eingestellt das die erst bei 55 Grad CPU Temperatur angehen.
Die GPU ist eh immer aus dank Zero Fan.
Der CPU Kühler läuft immer im Silent Mode und sollte Luft über die Spawas nach draußen befördern. (Dark Rock Pro 4)

System ist so absolut unhörbar.

Hat bei mir den Leerlaufverbrauch um einige Watt gedrückt laut Strommessgerät.

Vorher waren es über 100 Watt jetzt noch 57 Watt an der Steckdose. Mit Bildschirm 87 Watt etwa. Gefällt mir eigentlich.

Jetzt zur Frage: Kann es meiner Hardware irgendwie Schaden wenn der Rechner so Läuft?

Laut HWInfo hat die CPU 37 Grad Celsius und die GPU 33 Grad Celsius und das Mainboard 35 Grad Celsius wenn ich auf dem Desktop bin oder im Internet Surfe.

MfG
 
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Warum denkst Du nur an CPU und GPU und nicht auch an die anderen zigtausend Bauteile in Deinem Rechner?
Ich lass meine Lüfter bei Minimaldrehzahl laufen, damit da wenigstens ein kleiner Luftzug herrscht.
Die Lebensdauer der Komponenten ist direkt von der Temperatur abhängig.
Klar, da wird nichts sofort den Arsch hochreissen, aber wenn alles schön warm ist, dann ein wenig früher, als wenn alles schön kühl ist.
 
Klar, da wird nichts sofort den Arsch hochreissen, aber wenn alles schön warm ist, dann ein wenig früher, als wenn alles schön kühl ist.
Ab welcher Temperatur verlässt man den grünen Beriech und betritt den "gelbe Bereich", in dem eine beschleunigte Alterung einsetzt?

Angenommen, ich richte mich als Nutzer nach solchen Angaben: https://www.only4gamers.de/gpu-temperatur-wie-heiss/ Hier wird für AMD-Karten bspw. eine T-Junction von 110°C angegeben. Hier würde die Karte sich drosseln, um Schaden zu vermeiden. Ich interpretiere 110°C also als Grenze zum roten Bereich, der unbedingt vermieden werden sollte.
Aber ab wann geraten die einzelnen Komponenten (CPU, VRM, GPU-Speicher) dann in die Situation, in der eine vorzeitige Alterung begünstigt wird? Lässt sich das prozentual abschätzen? Gibt es Messungen oder statistische Mittel?
 
Ab welcher Temperatur verlässt man den grünen Beriech und betritt den "gelbe Bereich", in dem eine beschleunigte Alterung einsetzt?
Was ist "beschleunigte Alterung"?^^
Das ist schwierig zu definieren.
Angenommen, ich richte mich als Nutzer nach solchen Angaben: https://www.only4gamers.de/gpu-temperatur-wie-heiss/ Hier wird für AMD-Karten bspw. eine T-Junction von 110°C angegeben. Hier würde die Karte sich drosseln, um Schaden zu vermeiden. Ich interpretiere 110°C also als Grenze zum roten Bereich, der unbedingt vermieden werden sollte.
Aber ab wann geraten die einzelnen Komponenten (CPU, VRM, GPU-Speicher) dann in die Situation, in der eine vorzeitige Alterung begünstigt wird? Lässt sich das prozentual abschätzen? Gibt es Messungen oder statistische Mittel?
Ist der Chip nicht relativ egal?
Ich mach mal n Beispiel, G-Skill gibt Lebenslang Garantie auf RAM, das hat nen Grund, die Chips sterben fast nie.
Gleiches bei CPUs und GPUs, wenn nicht zu viel Spannung in den Chip gedrückt wird und oder der Chip sich nicht selber durch Temperatur vom Träger löst (man denke an PS3 YLOD, Xbox 360 oder Geforce 8XXX und 9XXX Chips, halten die Dinger quasi ewig.
Problematisch ist auch fast nie die peak Temperatur, sondern der Wechsel zwischen warm und kalt.
Das geht stark auf die Lötverbindungen unter den Chips, Speicherbausteinen usw.
So kannst du davon ausgehen, dass Hardware welche täglich an und ausgeschaltet wird, in einem schlechteren Zustand ist, als ein Server welcher über 10 Jahre 24/7, bei im Vergleich dauerhaft hoher Temperatur, läuft.

Aber unabhängig davon, in dem Post von HisN gehts ja gerade nicht um CPU und GPU sondern um die weiteren Bauteile.
Beispiel Kondensatoren, die haben dann ein "temp rating", bei heutigen völlig overbuild Karten liegt das meist so bei 125°C+-, dort machen die ihre Xtsd Stunden, trotzdem, je wärmer das Ding desto kürzer die Lebensdauer.

Falls dich das Thema interessiert und du n bisschen Zeit hast kann ich dir folgendes Video empfehlen:
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Ok ich hab die Lüfter jetzt wieder aktiviert und lass sie mit minimaler Drehzahl dauerhaft laufen. Fühl ich mich sicherer dabei.
Danke
 
Die 110°C beziehen sich auf den T-Junction Wert, der deutlich oberhalb der GPU-Temp liegt. Das kann man wieder vergessen. Ließt eh kaum jemand aus. 110°C ist viel zu hoch für die normale GPU Temp, die üblicherweise ausgelesen wird.

70-75°C ist ja die normale Temperatur für eine GPU. Hot Spot +10-20°C.
Je 10°C weniger verlängert die Lebensdauer der Caps um das doppelt. Deswegen ist Undervolting oder Powerlimit durchaus sinnvoll.
Je 10°C + verringert die Lebendsdauer der Caps.

Dauerhaft hohe Temps geht zudem auf die Lötstellen. *EDIT: Hohe Temp-Schwankungen, siehe Antwort IncredibleAlk

Die GPU selbst nimmt i.d.R. erst ab über 100°C Schäden, sollte man aber nicht austesten.

Edit: aus dem Link oben.. ..hier max. 89-95°C !
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ab welcher Temperatur verlässt man den grünen Beriech und betritt den "gelbe Bereich", in dem eine beschleunigte Alterung einsetzt?
Wo du deine Bereiche setzt ist von dir frei wählbar. Es ist ganz einfach:
Je wärmer desto schneller kaputt. Auch 30°C sind schon schlechter als 20°C. Blacksche Gleichung und so.

ABER: Selbst bei maximal spezifizierter Temperatur (die fast immer deutlich höher ist als die leute so glauben) halten die Bauteiole in aller Regel länger als der Besitzer sie benutzen will und wenn etwas im PC kaputtgeht ist das nur in seltenen Ausnahmefällen Temperaturhöhenbedingt. Es gibt beispielsweise Millionen Laptops da draußen die jeden Tag stundenlang an der Temperaturkotzgrenze laufen und das dennoch 10 Jahre mitmachen. Klar würden die statistisch gesehen wenn sie 30 Grad kühler wären das 20+ Jahre machen - aber wie hoch ist wohl die Chance, dass jemand einen 20 Jahre alten PC benutzen will und dass in den ganzen Jahren nichts anderes aus anderen Gründen kaputt gegangen ist? ;-)

Nebenbei: Das, was Consumerhardware viel stärker belastet als hohe Temperatur sind häufige TemperaturWECHSEL. Eine Grafikkarte die konstant bei 80°C läuft macht das statistisch länger mit als eine, die ständig zwischen 40 und 70 hin und her wechselt - denn durch Temperaturwechsel entstehen wegen der Wärmeausdehnung/kontraktion beispielsweise in den Lötstellen Mikrorisse die immer größer werden bis der Kontakt abbricht.
 
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Wenn von bedeutsam hohen Temperaturen abgesehen eher (häufige und/oder schnelle?) Temperaturwechsel der Hardware schaden, wäre es dann für TE u.a. nicht empfehlenswert die Temperaturen im Idle zu sockeln (Gehäuselüfter aus) und unter hoher Belastung zu deckeln (Lüfter direkt schneller)?

Im Idle wird es ohnehin keine Ausreißer geben. Eine NVMe würde unter dauerhafter Last vielleicht mal weit vom Temperaturmittel abweichen. Aber was sollte ansonsten Kühlung brauchen?
 
Rein für die Theorie: Die Geschwindigkeit der Wechsel ist egal, es geht rein um die Anzahl.

Die Praxis ist ganz simpel: VERGESST den Kram! Es mag interessant sein sich die Theorie und Physik dahinter anzusehen um groben Unsinn zu vermeiden aber in der heutigen Zeit haben das die Hersteller alle schon für euch getan und Mechanismen eingebaut die es ohne großes Hintergrundwissen und absichtliche Gewalt unmöglich machen, Hardware temperaturbedingt zu zerstören.

Temperaturen die sofortigen Schaden anrichten würden werden durch Drossel- und Abschaltvorrischtungen generell verhindert und alle Komponenten sind so dimensioniert, dass sie bei einer üblichen Beanspruchung im Consumerbereich rein temperaturverschleißtechnisch zweistellige Jahreszahlen an Lebenszeit erreichen - und zwar völlig egal ob der Gehäuselüfter jetzt mit 500, 1500 oder 0 UPM läuft.
 
In Laptops stecken keine wesentlich anderen Bauteile, und die laufen im Schnitt deutlich wärmer. Wenn die Gehäuselüfter bei entsprechender Temperatur automatisch angehen, dann ist das kein Problem. Hier ist dann eher die Frage ob es den Lüftern nicht lieber ist konstant bei geringer Drehzahl zu laufen, als angehen - ausgehen - angehen - ausgehen.
 
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