Kein Mensch braucht mehr als 40 cm Display Höhe. Darauf läßt sich eine DIN A4 Seite gut darstellen.
Aber kein pdf mit kleiner Schrift auf x1080. Da ist x1200 schon ziemlich knapp - und bei einem Display, dass Videobild so oder so interpolieren muss, hat x1080 auch sonst keine Nachteile.
Irgendwo hab ich mal vor ein paar jahren gelesen, das 16:10 dem natürlichen Sichtfeld am ehesten entspricht. Dann hab ich neulich erst gelesen, das es 16:9 ist. Und jetzt les ich hier 21:9, was denn nun?
Oder wird das Sichtfeld mit zunehmender Film/Monitorbreite auf Dauer auch immer breiter?
Das Marketing-Sichtfeld wird zunehmender Bildschirmbreite immer breiter...
De facto liegt das Sichtfeld eines Auges eher bei 1:1 (Kreisrundes Auge mit kreisrunder Linse, kreisrunder Pupille und kreisrunder Netzhaut ergibt -Überraschung!- eine kreisrunde Bildwahrnehmung), mit zwei Augen wächst es nur wenig in die Breite (kann ja jeder mal testen: Was sehr ihr im rechten Auge, was ihr nicht im linken seht?). So kommt man vielleicht auf etwas mehr als 4:3, aber 16:10 wird man bestenfalls knapp erreichen. Was deutlich größer (und flach) ist, ist der Bereich, den man ohne Kopfbewegung sehen kann, einfach weil die Auge horizontal weiter gedreht werden können. Aber will man die Augen bewegen müssen, um den Rest des Monitors zu sehen?
Eben. In der Praxis dürften ohnehin nur sehr wenige Leute so nah am Monitor sitzen, dass er ihr gesamtes Blickfeld ausfüllt. Damit spielt höchstens noch der Bereich schärfsten Sehens in der Mitte des Auges eine Rolle (kreisrund - und bei beiden Augen ~auf die gleiche Kreisfläche fokussiert). Viel wichtiger aber: Was soll eigentlich dargestellt werden?
Damit wären wir nämlich beim Grund für 21:9 Kinofilme. Filmfläche kostet Geld, Leinwandfläche auch. Was soll auf möglichst wenig Bild möglichst gut wiedergegeben werden? Landschaften (oben Himmel, unten n bissl Staub - in der Mitte eine lange Linie interessanten Horizontes), Räume (oben Decke

unten Teppich

, in der Mitte eine Vielzahl Personen nebeneinander),... . Zum Teil lässt sich das auch auf Spiele übertragen - auch first und viele thirdperson Titel (inklusive Simulationen) stellen ähnliche Umgebungen dar, Point&Click-Adventures sowieso. Da macht Breitbild Sinn. Bei WiSims nur noch wenig bei Strategiespielen, bei denen vertikale Übersicht genauso wichtig ist, wie horizontale (und ggf. noch durch Menüs limitiert) wäre 1:1 oder 4:3 dagegen die beste Wahl. Für Internet und Texte sowieso: Wenn es vertikal nicht reicht, muss man scrollen. Aber horizontal lässt sich der Platz nur bei speziell angepassten Multi-Spalten-Layouts nutzen (es sei denn, man mag Zeilenlängen von einem Meter).
Ein gebogenes Display würde halt dem menschlichen Sichtfeld noch mehr entsprechen.
Aber nur wenn man im Fokuspunkt sitzt.