Wenn ich nachmittags oder abends mit dem Radl eine längere Ausfahrt (2-3/1/2 Stunden) geplant habe, dann habe ich mir mein Energiedepot schon mittags geschaffen. Und das geht mit den einfachsten Gerichten (selbstgemachte Reis- oder Nudelpfannen, Rührei mit Spinat, Kartoffeln, Leinöl, Leberwurst & Quark etc.). Da schmeiß ich mir nicht irgendwelches fettiges (Fertig)Zeugs rein, schon gar nicht in den letzten Stunden vor längeren Ausfahrten. Denn letztlich sind das dann wertlose Kalorien und schon allein deshalb kontraproduktiv, weil durch den Verdauungsprozess der Körper nicht nur unnötig belastet wird, und das bei mehr oder weniger intensiver körperlicher Betätigung, sondern das ganze auch noch massiv Energie kostet, unter Umständen sogar mehr als man eigentlich zugeführt hat. Die Banane würde ich mir persönlich eher für das Frühstück oder zum Auffüllen der Depots nach dem Training (Stichwort Kohlenhydratfenster) aufheben. Riegel oder Fruchtschnitten (gibt's übrigens beides gleichwertig, günstiger und zum Teil auch weniger süß bei Drogerieketten, zum Beispiel bei Rossmann) gebe ich mir immer, wenn ich unterwegs Pausen einlege. Für den Notfall habe ich dann auch noch 1 Gel mit dabei. Dafür brauche ich dann aber viel Flüssigkeit zum Nachspülen.
Ansonsten achte ich auch darauf, bereits vor längeren Ausfahrten hydriert (Urin wässrig) zu sein, also über den Tag schon ausreichend und regelmäßig zu trinken (bevorzugt Medium-Mineralwasser). Dann komme ich bei 50km-Touren mit 'ner 0,75er Trinkflasche hin, bei 90km-Touren (mehr fahre ich nicht) mit 2 hin. Die leere ich dann aber auch konsequent und beginne damit, bevor das Durstgefühl einsetzt. Zudem fahre ich in den wärmeren Monaten bei Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 20°C nur in den Abendstunden, bei Hitze oder Schwüle gar nicht.
Gute Erfahrungen hinsichtlich Verträglichkeit, Wirkung und Geschmack habe ich über die Jahre mit Xenofit & Dextro-Energy Getränkepulvern gemacht, wobei ich grundsätzlich niedriger dosiere als angegeben (3/4), weil mir das sonst zu süß wäre. An den letzten Krampf kann ich mich gar nicht mehr erinnern.
Früher habe ich auf die Flüssigkeitsversorgung weniger geachtet. Denn beim Radeln merkt man ja durch den Fahrtwind viel weniger als beim Laufen, wie viel man eigentlich verschwitzt. Und das ist ja nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralien, die da gleichzeitig mit flöten gehen und dann bei zu geringer Konzentration eine häufige Ursache von Krämpfe sein können. Und da sind die isotonischen Pulver oder als günstiger Ersatz auch 'ne selbstgemachte Schorle mit 'ner Spur Salz nicht schlecht,,,