Filesystem frage

hier noch mehr Input ;)
https://www.phoronix.com/review/linux-50-filesystems (von 2019)

COW (und damit Snapshots) + Kompression sind imho schon geile Features
und COW "verzeiht" auch hartes Ausschalten/Absturz zu (fast) jeder Zeit...
auf der aktiv gearbeitet, z.B. Kompiliert wird
dafür gibt es die Möglichkeit COW gezielt für ein Verzeichnis zu deaktivieren, das sollte dann die Performance wieder steigern -> https://wiki.archlinux.org/title/Btrfs#Disabling_CoW
 
Zuletzt bearbeitet:
Es läuft doch aber darauf hinaus, dass die Nachteile von Btrfs nur durch den Vorteil der Snapshots aufgewogen werden, wenn man diese Snapshots auch in nennenswertem Ausmaß nutzt. Wenn du, @Unfaced, deine Systemstabilität also nur durch die üblichen Updates tangierst, dürfte ext4 die erste Wahl sein, denn sooo haarig ist CachyOS ja nun auch nicht.

Inzwischen gibt es ja auch eine Menge Leute hier, die CachyOS nutzen. Wenn hier niemand der Meinung ist, CachyOS sei per se so fragil, dass man es nur auf Btrfs laufen lassen sollte, dann ist ext4 doch entgegen der Entwicklerempfehlung die erste Wahl. Immerhin laufen die meisten Distributionen auf ext4 sehr gut, d.h. was auch immer du noch vorhast, du kannst im Multi-Boot mit ext4 immer auf alle Partitionen bedenkenlos zugreifen. Ich meine mich zu erinnern, dass die dauerhafte Nutzung von ext4-Partitionen mit einem Btrfs-OS zwar läuft, aber nicht wirklich zu empfehlen sei. Wenn du also deine Partitionen alle auf ext4 laufen lässt und noch ein Linux Mint drauf hast, brauchst du dir keine Sorgen machen, dass du an Backups oder deinen "Schreibstisch" nicht mehr drankommst, wenn CachyOS mal Probleme macht.
 
Ich hab tatsächlich mir Btrfs überlegt zu nutzen, aber in Wahrheit nutze ich snapshots nicht, hab ich schon unter Windows nie benutzt. (also Backup images).

Denke nun aber auch, dass ext4 meine Wahl wird. Es reicht vollkommen aus in Wahrheit. Daten sind kein Argument, hab ich extra gesichert. Und wenn doch mal was schief läuft, wird home eine extra Partition sein die man einfach an eine neue Installation hängt
 
ZFS&XFS noch nicht getestet (ist da nicht irgendeiner davon aus dem Linux Support rausgeflogen? Oder verwechsel ich da was?)
Du meinst vermutlich bachefs.
Kostet prinzipbedingt aber Datendurchsatz, also würde ich auf einer Platte auf der aktiv gearbeitet, z.B. Kompiliert wird, nicht verwenden wollen.
Ich war mir nicht so sicher, ob das wirklich stimmt. Mein erster Suchansatz mit "cow disadvantage" hat aber jedenfalls etwas anderes zutage gefördert, als ich erwartet habe. :ugly:
Aber auch "copy on write disadvantage" liefert nichts wirklich Belastbares in die Richtung. Ich wüsste nicht so genau, warum das einen merklichen Overhead beim Durchsatz erzeugen sollte. Es wird ja lediglich das erste mal, wenn ein Block nach einem Snapshot geändert wird, nicht an die gleiche, sondern an eine andere Position geschrieben. Der Overhead ist eher bei der Belegung. Über die Zeit, wenn sich Dateien ändern, steigt die dann logischerweise und lässt sich auch nur bedingt senken, indem man Dateien löscht, weil der ursprüngliche Stand ja noch erhalten bleibt.
 
Ich war mir nicht so sicher, ob das wirklich stimmt. Mein erster Suchansatz mit "cow disadvantage" hat aber jedenfalls etwas anderes zutage gefördert, als ich erwartet habe. :ugly:
findet man im Link von mir (weiter oben) aber relativ eindeutig:
1777547550763.png


BtrFs ist immer langsamer als ext4 und XFS.
Wie weit der Benchmark für einen selber passend ist, muss dann jeder selber beurteilen.

aber in Wahrheit nutze ich snapshots nicht
Bei CachyOs (oder wenn selber konfiguriert) wird dur automatisch zum Nutzer. Bei jedem System Update macht das System automatisch einen Snapshot, du mußt dich darum nicht kümmern.
Und da die "bootbar" sind, passiert in dem Fall der Fälle folgendes das System bootet nicht mehr, du wählst im Bootmenü einen ältern Stand aus, die Kiste läuft wieder, fertig.
Alles ohne extra Stick suchen oder sonstwas groß einstellen.

Btw. Snapshots wie bei BtrFs (wie bei ZFS auch) sind superbillig (Zeit als auch Platzdedarf) daher kann man ruhig viele Stände "parat" haben.
 
Nachdem ich bald alles nochmal neu mache, aus Gründen, wollte ich fragen wofür verwendet ihr welches Filesystem?

Btrfs für das System? Für home ext4? Xfs fürs Datengrab?

Oder ganz anders? Bin für eure Erfahrungen dankbar. Aktuell tendiere ich zu Btrfs für alles beim kompletten neu machen.
BTRFS fuer Snapshots, ext4 fuer Daten, XFS wenn dir Daten EGAL sind und nur die Geschwindigkeit zaehlt, denn XFS ist zum Beispiel unter anderem auch Kernelabhaengig, und wenn dein Kernel zu neu war, kannst du mit gparted rescue disk z.B gar nicht ans filesystem, weil deren Kernel logischerweise aelter als der ist, der bei XFS verwendet wurde.
Bei BTRFS musst du selber regelmaessig warten, und darfst keine Fehler dabei machen, und mache immer deine cold-backups von NVMe auf Festplatten (anderes Medium)

Du weisst ja selbst das BTRFS snapshots kann, deswegen ist da Timeshift auch so interessant um mal bei einer Fehlkonfiguration ein UNDO zu machen. Aber trotzdem gilt das Backups nicht auf BTRFS als einziges Backup Medium gelangen sollten, es sei denn du garantierst die Wartung ohne Fehler.

ext4 ist wesentlich stabiler und weniger pflegebeduerftig, da kannst du schonmal eher so etwas machen.
findet man im Link von mir (weiter oben) aber relativ eindeutig:
Anhang anzeigen 1523293

BtrFs ist immer langsamer als ext4 und XFS.
Mit CoW oder ohne bei BTRFS? Wenn mans auf defaults laesst ist der Benchmark ungueltig
 
Mit CoW oder ohne bei BTRFS? Wenn mans auf defaults laesst ist der Benchmark ungueltig
wie schon oben gesagt, die Aussagekraft der Benschmarksch muss jeder halt selber beurteilen.

Imho wurde da alle FS auf Default getestet, daher mit CoW

Ist für so einen Messpunkt imho auch vernüftig, weli wenn man erstmal damit anfängt....
 
wie schon oben gesagt, die Aussagekraft der Benschmarksch muss jeder halt selber beurteilen.

Imho wurde da alle FS auf Default getestet, daher mit CoW

Ist für so einen Messpunkt imho auch vernüftig, weli wenn man erstmal damit anfängt....
Nee du sagst ja auch nicht das jemand schwach ist, obwohl er drei mal so viel ziehen muss, waehrend die anderen viel weniger Gewicht ziehen muessen
 
Nee du sagst ja auch nicht das jemand schwach ist, obwohl er drei mal so viel ziehen muss, waehrend die anderen viel weniger Gewicht ziehen muessen
Die Frage war ob BTRFS durch COW langsamer ist. Die Antwort ist ja.
Weil es eben ein Mehraufwand ist.
Ob man den dann wegen der damit möglichen Features trotzdem betreiben will, ist die Frage des Anwendungsfalles.
 
Nee du sagst ja auch nicht das jemand schwach ist, obwohl er drei mal so viel ziehen muss, waehrend die anderen viel weniger Gewicht ziehen muessen
wenn er das aber nur 0,01% der Fälle auch wirklich muss und sonst gleich schnell ist ist es halt einfach egal.

Und selbst wenn kommt es da ja drauf an BodyBuilder (aka ServerMehrkerner) merken das "mehr ziehen" gar nicht,
kleine Untrainierte Kerlchen schon eher...
 
findet man im Link von mir (weiter oben) aber relativ eindeutig:
Ich habe mir das jetzt noch mal angeguckt. Der Thread darunter, wo ich gehofft hatte, Informationen über den genauen Grund für das schlechte Abschneiden von Btrfs zu finden, ist leider fast komplett vom Thema abgedriftet, aber immerhin ein Punkt, den man bedenken könnte: Mit Kompression kann Btrfs unter Umständen deutlich höhere Nettoraten erreichen und bei CachyOS ist sie standardmäßig aktiv.

Der Artikel war auch schon ziemlich alt, aber es gibt auch einen neueren, der die Ergebnisse bestätigt:
https://www.phoronix.com/review/linux-612-linux-70-btrfs

Das CachyOS-Wiki weist bei den Nachteilen auf die entstehende Fragmentation hin. Das ist natürlich ein Argument für schlechtere Performance in einigen Fällen, dürfte sich aber in der Praxis wohl, wie da auch steht, hauptsächlich bei HDDs bemerkbar machen.

Am Ende ist ext4 wohl wirklich schneller, aber wie du auch schon gemeint hast, ist die Praxisrelevanz nicht unbedingt gegeben.
 
Tolle Beiträge @DOcean Danke dafür.

Eine Sache, vielleicht nicht für Dich @Unfaced aber vielleicht andere die mitlesen.
Für ein Dual-boot Windows/Linux mit btrfs kannst du wohl mit dem kostenlosen Tool WinBtrfs auf die Partition zugreifen
Als Open-Source Plugin für Windows.
Hat mich damals der @guss drauf gebracht.
Hier der Thread dazu:
Getestet hab ich das aber nie konkret.

Mit ext4 geht das leider nicht so leicht bzw. kostet wohl Geld....
@empy
Danke. Nee nach kruzer Recherche hab ich das vermutlich mit Reiser verwechselt....
 
Zuletzt bearbeitet:
ext4 in meinem Fall, weil ich keine Snapshots mache. Ich habe Backups meines home folders und eine pacman Paketliste und wenn was ist setze ich halt neu auf und kippe den home folder wieder hin und lasse pacman installieren, was ich brauche. Fertig. :) Die Spielstände sind eh alle in der Cloud.
 
Hab am Wochenende jetzt neu aufgesetzt um ein paar Spielereien neu und suaber zu machen:

BTRFS für /
ext4 für /home

somit doch ein hybrid setup geworden. Aber nachdem alle Games irgendwo in /home landen und ich dort mit normalem ext4 zufrieden bin und kein COW notwendig ist, hab ich mir gedacht ich nehm dann doch fürs system das btrfs nachdem ich nochmal ein wenig darüber gelesen hab.
 
Hab am Wochenende jetzt neu aufgesetzt um ein paar Spielereien neu und suaber zu machen:

BTRFS für /
ext4 für /home

somit doch ein hybrid setup geworden. Aber nachdem alle Games irgendwo in /home landen und ich dort mit normalem ext4 zufrieden bin und kein COW notwendig ist, hab ich mir gedacht ich nehm dann doch fürs system das btrfs nachdem ich nochmal ein wenig darüber gelesen hab.
Was genau hat dich denn umgestimmt? Du hattest dich zwischenzeitlich für ext4 entschieden, oder?
 
Hab am Wochenende jetzt neu aufgesetzt um ein paar Spielereien neu und suaber zu machen:

BTRFS für /
ext4 für /home

somit doch ein hybrid setup geworden. Aber nachdem alle Games irgendwo in /home landen und ich dort mit normalem ext4 zufrieden bin und kein COW notwendig ist, hab ich mir gedacht ich nehm dann doch fürs system das btrfs nachdem ich nochmal ein wenig darüber gelesen hab.
/home sollte ein abtrennbares System sein, welches jederzeit wiederherstellbar ist.
Viele packen es auf ein git repository, kannst git ja ueberall verwenden. Muss nicht GitHub sein.

BTRFS fuer / und nicht fuer /home bedeutet das keine Snapshots fuer /home stattfinden koennen, und Timeshift meckert dann auch. Ansonsten sei dir bewusst das du bei einem restore von / der zu weit in der Vergangenheit liegt in chroot gehen musst um /boot neu zu regenerieren mit den alten Daten.
 
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