Filesystem frage

Unfaced

Moderator
Teammitglied
Nachdem ich bald alles nochmal neu mache, aus Gründen, wollte ich fragen wofür verwendet ihr welches Filesystem?

Btrfs für das System? Für home ext4? Xfs fürs Datengrab?

Oder ganz anders? Bin für eure Erfahrungen dankbar. Aktuell tendiere ich zu Btrfs für alles beim kompletten neu machen.
 
Mit Btrfs hättest du Vorteile bei den Snapshots (das sind keine echten Backups). Wenn du aber eine möglichst stabile Basis mit echten Backups brauchst (Arbeit, Dokumente), könntest du im Multiboot noch Linux Mint dazunehmen. Mint arbeitet selber mit ext4 (u.a.). Snapshots sind dann mit Timeshift trotzdem möglich. Dann hättest zwei "System"-Partitionen, zwei Mal /home, und entsprechende Datenlager.
Da CachyOS aber ziemlich leicht wiederhergestellt werden kann, und du mit CachyOS natürlich auch echte Backups automatisieren kannst, könnte man aber auch komplett auf Mint verzichten. Dann also, in Kürze: Btrfs. :-D
 
@Unfaced,

Du könntest ja einmal auf die schnelle die dolle KI Befragen wenn Du möchtest - und dir die Vor - wie auch Nachteile einzelner Dateisysteme aufdröseln lassen, und darüber hinaus auch ein klein wenig Recherche betreiben, ob die Aussagen auch stimmen, denn wie wir ja wissen, eine KI Halluziniert sich auch oft Mist zusammen.

Ansonsten gilt und oft empfohlen, dass Allround Dateisystem was sich bewährt hat über viele Jahre in der Linux Welt: ext4, damit macht man nichts falsch. :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war mal so Frei OK @Unfaced ?

ACHTUNG KI GEDÖÖÖNS:

Featureext4BtrfsXFSZFS (OpenZFS)F2FS
Reife / StabilitätSehr hoch (seit 2008)Hoch (aber RAID5/6 problematisch)Sehr hochSehr hochHoch (für SSDs)
Max. Dateigröße16 TiB16 EiB8 EiB16 EiB16 TiB
Max. FS-Größe1 EiB16 EiB8 EiB256 ZiB (theoretisch)16 TiB
SnapshotsNein (nur via LVM)Ja (sehr gut, Copy-on-Write)Nein (nur via LVM)Ja (exzellent)Nein
Daten-ChecksummingNeinJa (Daten + Metadaten)Nur MetadatenJa (end-to-end, Self-Healing)Nein
KompressionNeinJa (Zstd, zlib, lzo)NeinJa (lz4, gzip, zstd)Ja (eingeschränkt)
Integriertes RAIDNeinJa (aber RAID5/6 nicht empfohlen)NeinJa (sehr robust)Nein
Online ResizeNur vergrößernVergrößern + verkleinernNur vergrößernSehr flexibelNur vergrößern
PerformanceGut (allgemein)Mittel (CoW-Overhead bei Schreiben)Sehr gut bei großen DateienGut bei hoher Last, RAM-hungrigSehr gut auf SSD/NVMe
RAM-VerbrauchNiedrigMittelNiedrigHoch (empfohlen 1 GB + 1 GB/TB)Niedrig
Standard in DistrosUbuntu/Debian (oft)openSUSE, Fedora (optional)RHEL/CentOS (Default)Nicht standard (separat)Android, einige SSD-Optimierungen



Detaillierter Vergleich mit Vorteilen und Nachteilen​

1. ext4

  • Vorteile:
    • Sehr ausgereift, extrem stabil und bewährt über viele Jahre.
    • Gute allgemeine Performance, niedriger Overhead.
    • Schnelles fsck (Dateisystem-Check).
    • Geringer RAM- und CPU-Verbrauch.
    • Beste Kompatibilität und Unterstützung in allen Distributionen.
    • Gut für Desktops, Laptops und allgemeine Server-Nutzung.⁠Medium
  • Nachteile:
    • Keine modernen Features wie Checksums für Daten, Snapshots oder Kompression.
    • Kein Schutz gegen Silent Corruption (stille Datenkorruption).
    • Begrenzt bei sehr großen Dateien/Volumes im Vergleich zu XFS/Btrfs.
    • Kein integriertes Volume-Management.
Empfohlen für: Alltags-Desktop, Root-Partition bei Unsicherheit, Systeme wo Einfachheit Priorität hat.

2. Btrfs

  • Vorteile:
    • Eingebaute Snapshots (sehr praktisch mit Tools wie Snapper für Rollbacks nach Updates).
    • Daten-Checksumming → erkennt Korruption.
    • Transparente Kompression (besonders Zstd spart viel Platz).
    • Subvolumes, integriertes RAID (RAID1/10 gut, RAID5/6 weiterhin riskant).
    • Online-Verkleinerung möglich.
    • Gut für Home-Server, NAS und Systeme mit vielen Backups/Snapshots.⁠Linuxteck
  • Nachteile:
    • Copy-on-Write (CoW) verursacht Overhead bei random Schreiblast (z. B. Datenbanken, VMs) → kann langsamer sein als ext4/XFS.
    • Höherer RAM-Verbrauch.
    • RAID5/6-Modus gilt 2026 noch immer nicht als voll produktionsreif ohne zusätzliche Absicherung.
    • Defragmentierung und Reparatur können aufwendiger sein.
Empfohlen für: Nutzer, die Snapshots und Kompression lieben (z. B. openSUSE-Nutzer, Heim-NAS).

3. XFS

  • Vorteile:
    • Hervorragend bei großen Dateien und hohem Durchsatz (Streaming, Media, Big Data).
    • Sehr gut skalierbar, dynamische Inode-Zuweisung (ideal bei Millionen von Dateien).
    • Starke Performance bei parallelen I/O-Operationen und Datenbanken (oft schneller als ext4 bei großen Workloads).⁠Commandlinux
    • Standard auf RHEL-basierten Systemen.
  • Nachteile:
    • Keine Daten-Checksumming (nur Metadaten).
    • Keine Snapshots (nur über LVM).
    • Kann nicht online verkleinert werden.
    • Weniger Features für Desktop-Nutzer.
Empfohlen für: Server mit großen Dateien, Datenbanken, High-Throughput-Workloads, RHEL-Umgebungen.

4. ZFS (OpenZFS)

  • Vorteile:
    • Beste Datenintegrität durch end-to-end Checksumming + Self-Healing.
    • Exzellente Snapshots und Clones.
    • Integriertes Volume-Management (Pools), Kompression, Deduplizierung, RAID-Z.
    • Sehr robust bei großen Speichersystemen und NAS.
  • Nachteile:
    • Hoher RAM-Verbrauch (ARC-Cache).
    • Lizenz-Kompatibilität (CDDL vs. GPL) → muss separat installiert werden (nicht im Kernel).
    • Weniger flexibel bei Hardware-Änderungen (Pools sind "sticky").
    • Höherer Overhead auf sehr schnellen NVMe-SSDs im Vergleich zu nativen FS.
Empfohlen für: Professionelle NAS-Systeme (TrueNAS), Server wo maximale Datensicherheit wichtiger ist als rohe Geschwindigkeit.

5. F2FS

  • Optimiert speziell für SSD/NVMe und Flash-Speicher.
  • Vorteile: Sehr gute Performance auf modernen SSDs, geringe Fragmentierung.
  • Nachteile: Weniger Features, nicht für große Server-Volumes gedacht, schlechter für HDDs.
  • Empfohlen für: Nur bei reinen SSD-Systemen mit hoher Random-I/O-Last (selten als Root-FS).

Welches Dateisystem solltest du wählen? (Empfehlung 2026)​

  • Unentschlossen / Normaler Desktop oder Laptopext4 (sicherste Wahl).
  • Snapshote, Kompression, Heim-NASBtrfs (mit Snapper).
  • Hohe Performance, große Dateien, DatenbankXFS.
  • Maximale Datensicherheit (z. B. wichtige Backups)ZFS.
  • Reine High-End-NVMe-SSD, maximale Geschwindigkeit → XFS oder ext4 (Btrfs hat CoW-Nachteile).

Nun gilt es, einzelne Punkte auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Edit: Was ist eigentlich unter dem Punkt: Max. Dateigröße mit den Abkürzungen "Eib & ZiB gemeint" ?

Exabyte und Zetabyte ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem ich bald alles nochmal neu mache, aus Gründen, wollte ich fragen wofür verwendet ihr welches Filesystem?
Bis auf meinen Proxmox-Server, der ZFS nutzt, kommt bei mir (noch) überall ext4 zum Einsatz. Aber eher aus Bestandsgründen als irgendwas anderem. Gerade die COW-Snapshots klingen schon recht praktisch. Wenn mir ein Installer die Wahl lässt oder sogar btrfs als Standardeinstellung nutzt, würde ich das wohl so installieren, habe aber nicht wirklich eine Motivation, dafür jetzt irgendwas neu aufzusetzen.
Mint arbeitet selber mit ext4 (u.a.). Snapshots sind dann mit Timeshift trotzdem möglich.
Wobei die je nach Datenbestand deutlich ineffizienter sein können, weil jede Änderung dazu führt, dass eine ganze Datei neu gesichert werden muss. Außerdem weiß ich nicht, ob das genau so vollumfänglich und transparent ist, wie ein COW-Snapshot.
 
@_Oskar_ danke soweit war ich schon. Ich fragte auch deshalb nach euren Erfahrungen, denn der Maschine die sich was dazu reimt zu vertrauen kann I alleine auch.

Ich will wissen was ihr in der Praxis nutzt und warum, nicht was ki von sich gibt.
 
@_Oskar_ danke soweit war ich schon. Ich fragte auch deshalb nach euren Erfahrungen, denn der Maschine die sich was dazu reimt zu vertrauen kann I alleine auch.

Ich will wissen was ihr in der Praxis nutzt und warum, nicht was ki von sich gibt.

Derzeit ext4 Dateisystem mit OpenRC init Sys unter Artix Linux am anschauen über 2 Wochen schon, oder sind es 3 Wochen bereits ? Keine Ahnung ganz genau. :D

Die Tage werde ich das selbe mit einem init s6- s6 rc Sys Testen + dann direkt auf das XFS Dateisystem.

Edit: Schaue mir halt vieles gerne an derzeit, Kreuz und Quer.
 
Ich will wissen was ihr in der Praxis nutzt und warum, nicht was ki von sich gibt.
Ext4 ist bewährt und man macht nichts falsch. Wenn Du Datensicherheit benötigst Zfs. Btrf habe ich eine Zeit lang auch genutzt. Da ich die snaps nicht nutze bin ich auf ext4 zurück, Allrounder.
Gibt es einen Grund warum Du Fedora neben Cachy auf einen System haben möchtest?
 
@_Oskar_ danke soweit war ich schon. Ich fragte auch deshalb nach euren Erfahrungen, denn der Maschine die sich was dazu reimt zu vertrauen kann I alleine auch.

Ich will wissen was ihr in der Praxis nutzt und warum, nicht was ki von sich gibt.
Das ist nicht so leicht. CachyOS versteht sich als etwas dynamischer, daher sind die Btrfs-Snapshots passend zur Produktphilosophie. Wenn du viel ausprobieren und basteln willst, sind Snapshots eben ganz nice, weil du direkt in die alte Version booten kannst. Aber das bekommst du mit Timeshift-Snapshots eben auch hin. So oft passiert das aber nunmal nicht, daher ist das mit den Erfahrungswerten etwas dünn.
Was die FPS angeht, sollte der Unterschied kaum nennenswert sein, aber ext4 geht mit Daten schneller um als Btrfs (Link), wobei ich dazu keine direkt vergleichende Messung mit CachyOS kenne.
 
Wenn du viel ausprobieren und basteln willst, sind Snapshots eben ganz nice, weil du direkt in die alte Version booten kannst. Aber das bekommst du mit Timeshift-Snapshots eben auch hin.
Hast du das mal ausprobiert? Ich bin mir da wirklich nicht so sicher, zumindest, wenn es um rsync-Snapshots geht. Ich könnte mir vorstellen, dass man die eventuell nur aus einem gebooteten System wiederherstellen kann, während ein COW-Snapshot prinzipiell wirklich mount- und bootfähig sein könnte.
 
Hast du das mal ausprobiert? Ich bin mir da wirklich nicht so sicher, zumindest, wenn es um rsync-Snapshots geht. Ich könnte mir vorstellen, dass man die eventuell nur aus einem gebooteten System wiederherstellen kann, während ein COW-Snapshot prinzipiell wirklich mount- und bootfähig sein könnte.
Ja, rsync-Snaps via Timeshift auf ext4 mit Live-Boot; direkt aus Bootloader kann Btrfs.
 
Ja, rsync-Snaps via Timeshift auf ext4 mit Live-Boot; direkt aus Bootloader kann Btrfs.
Also sollte man mit der rsync-Variante noch ein Live-Medium oder zumindest ein Ausweichsystem, mit dem man eins erstellen kann, parat haben. Wobei beides ja nie schaden kann und man da ja auch nicht über etwas redet, was alltäglich vorkommt. Ich habe als Backup auch nur eine teilweise Kopie meines Home-Verzeichnisses. Aber ist vielleicht trotzdem ein wichtiges Detail. :)
 
Is so ein bissel ne Philosopie-Frage....
Tendenziell würde ich aber zur old-but-gold ext4 greifen.
Habe ich so auf den meisten Systemen laufen. Ein Zurücksetzen mit rsync ging bisher eigentlich auch.
außer das PopOS Update 2404->2204, aber das war auch vor Release, und ich hab manuell rumpfuschen müssen..
Auf dem Festrechner hab ich mich aber auch von btrfs hinreißen lassen, weil mir PikaOS (Debian sid - rolling release) das als Möglichkeit angeboten hat damals.
Bisher hab ich die Backup Funktion nicht gebraucht. Aber hatte vor einiger Zeit mal die Frage im Discord gestellt, warum man dann nach der Install den snapper manuell konfigurieren muss, wenn btrfs doch der Standard ist, kam von "Ferreo" (Founder) sowas wie ein "cause btrfs is shit". Artete dann in eine längere Diskussion mit verschiedensten Leuten aus, der ich nicht durchgängig beiwohnen konnte (und inhaltlich nicht immer folgen konnte.....^^). Den genauen Inhalt weiß ich nicht mehr so genau. Aber es zeichnen sich wohl durchaus noch Probleme mit der Versionierung und Wiederherstellen ab. Das CoW Verfahren bringt wohl durchaus noch Risiken mit, weswegen Pika wohl im Installer wieder auf ext4 gewechselt ist per Default.

Persönlich hab ich die snaps aber noch nie ernsthaft gebraucht, kann dazu also nicht zu viel sagen.
rsync braucht halt ne Menge freien Speicherplatz. Aber wenn das auf nem HDD Datengrab liegt, isses nicht mehr ganz so schlimm.
Für HDD sowieso nur ext4 wegen der Fragmentierung (bzw. KEIN btrfs).
Auf alten Rechnern ebenfalls nur ext4; die Zugriffszeiten merkt man dort schon deutlich (kann dann aber auch an den OS liegen, die eher für alte Kisten gedacht sind)

F2FS find ich interessant. Würde das gern mal auf ner Raspi-SSD ausprobieren. Leider bisher nur erfolglose halbherzige Versuche gehabt.
ZFS&XFS noch nicht getestet (ist da nicht irgendeiner davon aus dem Linux Support rausgeflogen? Oder verwechsel ich da was?)

just my 2 cents


Was mir noch so einfällt: Eine automatisierte Sicherheitskopie von nem btrfs Volume auf ein ext4 zu packen ist nicht so ohne weiteres möglich.
Ist bei anderen Filesystemen vielleicht ähnlich?
 
Zuletzt bearbeitet:
@Unfaced
Na da haste mit Deiner einfachen Frage fast schon wieder einen Glaubenskrieg entfacht. Egal. Also ich bleibe bei ext4. Alternativ nimmste halt das Dateisystem des Marktführers, des Industriestandards von diesem jungen inovativen Unternehmen aus Redmond. Sprich ReFS, NTFS oder Fat32/16, das muss da ja weltweiter Standard kompatibel sein.
 
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