Festplatte tot

Whoosaa

BIOS-Overclocker(in)
Servus Leute,

Ich habe ein riesiges Problem - meine Laptop-Festplatte hat nach gerade einmal 10 Monaten den Geist aufgegeben. (Toshiba 500GB)
Jetzt bin ich verzweifelt, weil dort teils wichtige Dokumente drauf waren. Ich hoffe, dass ihr noch irgendwelche genialen Ideen habt, was man tun könnte.
Bisher habe ich die Windows 7 CD + Computerreparaturoptionen probiert, eine Ubuntu Live CD, sowie die Platte an einen anderen PC gehangen - keine Chance, wird nicht erkannt.
Dann habe ich mich auch mal erkundigt, was so eine Datenrettung kosten würde - 1500-2800 Euro???!
Kann das sein? Und wenn ja, was könnte ich denn noch probieren, weil das könnte ich mir nicht leisten.. :-/

Wäre echt genial, wenn ihr noch andere Ideen habt!

Verzweifelte Grüße
 
Wird die Platte schon im BIOS nicht erkannt, ist Schluß mit Datenrettung im Privatbereich.
Wird diese Platte im BIOS angezeigt, gibt es noch Möglichkeiten, etwa ddrescue,
dazu mußt du aber in Linux/Gnu bewandert sein (bzw. jemanden hilfsbereiten kennen, der das ist)
und eine 2. freie Festplatte zur Überspielung des Images der defekten Platte haben, auf der dann die
eigentliche Datenrettung erfolgt.
Ddrescue - Forensics Wiki
 
Kann auch sein das es den Festplattencontroller übern Jordan gejagt hat.....
Könntest mal den alten mit nem neuen austauschen (Selbes model!!!) Villt klappt's ja.....
 
@alex2210:
Wenn du mit Festplattencontroller die Elektronik der HDD meinst, vergiß es. Nach einem Tausch desselben, bzw. der Platine als ganzes, ist es in 99,8 % der Fälle bei aktuellen bzw. aktuelleren (jünger als etwa 7-8 Jahre) HDDs trotzdem nicht möglich an die Daten zu gelangen.
Bei älteren Platten (PATA/IDE, SATA I teilw.) konnte ein ROM mit den Adaptionsdaten mit ungelötet werden, den gibt es bei den jüngeren Platten nichtmehr (Stichwort Kosten sparen bei der Produktion).
 
Wie in leider beinahe allen Threads zu dem Thema gilt auch hier:

Wenn nicht vorher ein Backup der Daten angelegt wurde auf einem intakten Datenträger dann ist die Wiederherstellung der verlorenen Daten entweder unmöglich oder extrem teuer (mehrere Tausend Euro sind durchaus realistisch).

Deswegen sollte man immer Kopien wichtiger Daten auf verschiedenen Datenträgern aufbewahren, bei der Größe vieler Dokumente reichen da ja oft schon günstige Sticks (die Wahrscheinlichkeit, dass 3 Sticks für je 4,99€ gleichzeitig ausfallen ist quasi Null).
 
Ich würde die Platte mal anderweitig anschließen, denn evlt. ist gar nicht die Platte defekt, sondern was am Laptop. zB ein externes Gehäuse für 2,5Zoll Platten besorgen und mal ausprobieren.

Aber ansonsten kann man da nur gegen viel Geld noch was machen, wobei es auch Dienste gibt, die das für unter 500€ evlt hinkriegen je nach dem, was die Ursache ist. Kann aber auch locker vierstellig werden.

Aber grad wenn es "nur" um Dokumente geht, also Texte und Tabellen, kann ich es auch nicht verstehen, warum man - wenn die ach so wichtig sind - so was nicht woanders sichert ^^ Denn da handelt es sich ja im Gegensatz zu zB einer Film+Song-Sammlung nur um wenige MB an Daten, die man locker mal auf CD brennen, nen Stick kopieren oder sogar Online hätte hochladen können - da ist also nicht mal eine Ausgabe von 60€ oder mehr für eine externe HDD nötig.
 
Man könnte die HDD doch einfrieren.
Angeblich soll sie danach für ein paar Stunden benutzungsfähig sein.

Was soll DAS denn bringen?
Mir fällt kein Defekt ein wo eine geringe Temperatur bei Festplatten von Vorteil wäre :huh:
(mal ganz abgesehen davon dass wenn es sowas gibt die Chance, dass grade DER Defekt hier vorliegt quasi 0 sein dürfte^^).
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was glaubst du was die Temperatur für einen Einfluss auf die mechanisch zerstörte Oberfläche der Platter nach einem Headcrash haben könnte?
Das ist in etwa so wie wenn du ne CD zerkratzt bis nichts mehr lesbar ist und dann sagst: Leg sie innen Kühlschrank dann gehts wieder... :ugly:
 
Incredible Alk schrieb:
Und was glaubst du was die Temperatur für einen Einfluss auf die mechanisch zerstörte Oberfläche der Platter nach einem Headcrash haben könnte?
Das ist in etwa so wie wenn du ne CD zerkratzt bis nichts mehr lesbar ist und dann sagst: Leg sie innen Kühlschrank dann gehts wieder... :ugly:


Ich hab das im Inet mal gelesen und es hat funktioniert.
 
Na zum Glück stimmt nicht immer alles was im Internet steht :D

Ich wills ja nicht komplett für unmöglich erklären dass es tatsächlich nen Defekt gibt der durch eine geringe Temperatur kurzzeitig behoben werden kann, aber nach allem was ich über Festplatten als Datenträger so auf der technischen Seite weiß halte ich das ziemlich sicher für ne Ente.
Würde sogar eher drauf tippen dass eine Temperatur weit unter den zulässigen Specs durch entsprechende Materialreaktionen (zusammenziehen) eher einen Headcrash provoziert anstatt ihn zu vermeiden/beheben.^^

Diese Materialausdehnungen auch in Folge von normaler Wärmeausdehnung im Betrieb werden von festplatten automatisch korrigiert um "die Spur zu halten", vielleicht liegt da sogar der Hund begraben dass man dieses System durcheinanderbringen kann und da irgendwas irgendwie retten kann aber das ist nun wirklich wüste Spekulation. :P

EDIT: Ich hab ein wenig geforscht, es gibt tatsächlich Berichte im Netz von eingefrorenen Festplatten aber das ist alles immer sehr wage gehalten, der Defekt ist unbekannt und irgendwie lief sie vielleicht nochmal, meistens war sie dann aber erst recht kaputt. Klingt für mich nicht so als hätte das frosten da irgendwo mal nen wirklichen Einfluss gehabt^^
Fakt ist aber: bei nem Headcrash (http://www.datarecovery-service.eu/info/head_crash.jpg) bringt einfrieren definitiv nix.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm, okay, danke Jungs.

Bin leider im Moment unterwegs, kann jetzt nichts ausprobieren.. ist einer von euch zufälligerweise in München, kennt sich mit Linux aus und würde mir dabei helfen? Dann könnte ich das ddrescue ausprobieren, afair hatte das BIOS nämlich noch was angezeigt..

Wenn es dann tatsächlich dazu kommen sollte - könnt ihr Datenrettungsunternehmen empfehlen? Ich habe da nämlich absolut keine Ahnung.. aber 1500+ Euro kann ich mir nicht leisten.

Und gesichert habe ich ganz einfach deswegen nichts, weil ich darauf überhaupt nicht gefasst war, dass die Drecksplatte nach 10 (!!!) Monaten abschmiert.. ich habe hier noch eine 320GB Billig-Maxtor aus 2005 rumstehen, läuft wie am ersten Tag. Darum, habe überhaupt nicht damit gerechnet..
 
@Whoosaa: stelle bitte definitiv fest, ob die HDD im BIOS noch angezeigt wird.
Zur Datenrettung: Datenrettung-Infoportal. Datenretter im Vergleich.

@Incredible Alk: einfrieren soll wohl das Hintergrundrauschen verringern, um schlecht lesbare Daten auslesen zu können.
Die von dir angesprochenen Probleme dabei sind neben den mechanischen Problemen auch die nur kurzfristige Wirkung und Kondenswasserbildung im Gehäuse.
 
Und gesichert habe ich ganz einfach deswegen nichts, weil ich darauf überhaupt nicht gefasst war, dass die Drecksplatte nach 10 (!!!) Monaten abschmiert.. ich habe hier noch eine 320GB Billig-Maxtor aus 2005 rumstehen, läuft wie am ersten Tag. Darum, habe überhaupt nicht damit gerechnet..
Das ist ein Trugschluss, denn jede Platte kann Dir jederzeit kaputtgehen - es gibt keine Garantie, dass eine PLatte immer mind 2 Jahre hält oder so. Jede kann nach nem tag, nem Monat, 5 Monaten, 2 Jahren oder erst nach 20 Jahren hopps gehen - man weiß das nie. Und es hätte ja auch jederzeit passieren können, dass Dir das eingeschaltete Notebook runterfällt oder so, und auch dann ist die Platte oft hin. Oder einer klaut dir das Notebook (falls Du es auch mal mitnimmst).

Wegen der Datenrettung: wo wohnst Du denn? In München, oder bust Du nur AKTUELL kurz dort?
 
Also, die hier sehen ganz okay aus: Data Recovery kostenloses Angebot mit Festpreis, und wenn es Dir zuviel ist, kostet es dich nichts. Du kannst Dich ja erkundigen, ob man die PLatte dort auch persönlich abgeben kannst.
 
Muss mal morgen schauen.. wegen BIOS: mittlerweile zeigt es leider nichts mehr an. Ich bin mir jedoch 100% sicher, dass das am Sonntag direkt nach dem Absturz noch nicht der Fall war - da stand da nämlich noch etwas von wegen "Toshiba 500GB" unter Fixed HDD, obwohl das System da auch nicht gebootet hat.

Außerdem - am Sonntag wie heute - kommt immer diese Meldung, wenn er versucht, über HDD zu booten:

ForumRunner_20120913_004315.png

Vielleicht steckt da ja noch eine verschlüsselte Botschaft drin.
 
Wie ich schon vorher schrieb: vlt. ist gar nicht an der PLatte, sondern am Laptop was defekt. Geh mal in nen PC-Laden, in München gibt es doch bestimmt irgendeinen bekannteren Laden wie arlt, atelco oder kmelektronik, und kauf Dir ein Gehäuse für 2,5Zoll-Festplatten (da das Notebook kein Jahr alt ist, hat die Platte mit Sicherheit SATA), gibt es um die 10€. Dann baust Du die Platte da ein und testest mal an einem anderen PC, ob sie erkannt wird.

und vorher mal ins BIOS gehen und die Standardwerte laden, vlt ist ja auch nur da was schiefgelaufen.
 
Die Botschaft in PXE-E61 heist: im BIOS ist booten über Netzwerk als 1. Bootoption eingetragen und es kann keine Verbindung zu einem OS via Netzwerk hergestellt werden. Das kann bei gröberen Problemen passieren, dabei kann die Bootreihenfolge bis auf das Netzwerk zurückfallen. Nachdem du die Default Settings im BIOS geladen hast, wie Herbboy bereits geschrieben hat:
1. Überprüfe die Bootreihenfolge (1.CD/DVD, 2.HDD, 3.USB,..letztes: Netzwerk)
2. Teste ob du jetzt von der HDD booten kannst, wenn nein:
3. Teste ob du via CD/DVD booten kannst.
Wenn ja, ist die Festplatte tot oder ihre Verkabelung locker oder defekt, wenn nein ist der SATA Controller des Motherboard im Eimer oder alle SATA Kabel locker/defekt.
 
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