Diese Indizes an sich sind nicht neu - es gab sie immer schon, wie ein Blick in eine ältere Ausgabe belegt. Wir haben sie nur auf eine neue Grundlage in Form neuer Benchmarks gestellt.
Zum CPU-Index: Natürlich sind Spielebenchmarks wichtig, doch Spiele sind nicht das Einzige, was man mit einem Prozessor anstellen kann; wir wollen eine umfassende Kaufberatung bieten, daher verwenden wir neben den Spiele- auch Anwendungsbenchmarks. Auch das haben wir übrigens immer schon getan, in praktisch jedem CPU-Test. Natürlich nutzt kaum jemand zu Hause POV-Ray (ein Renderprogramm) und niemand komprimiert den ganzen Tag lang Dateien mit 7-Zip, doch darum geht es auch gar nicht - diese Benchmarks repräsentieren Anwendungen im Allgemeinen. POV-Ray steht etwa für FPU-lastige Multi-Threaded-Anwendungen, 7-Zip für Integer- und Cache-lastige Programme. So erhält man einen guten Eindruck davon, was eine CPU im Arbeitsalltag leistet. Wenn Dich nur die Spielewerte interessieren: Nun, die einzelnen Fps-Werte drucken wir ja auch ab.
Dass das System nicht angegeben wurde, ist ein Fehler, den wir in der nächsten Ausgabe korrigieren.
Mir ist bewusst, dass ein CPU-Index schon lange in der PCGH existiert, da ich mir diese Zeitschrift von Beginn an jeden Monat kaufe. Neu sind aber die Benchmarks und dass der hinten bei den CPU-Listen aufgeführt wird.
Die Zeitschrift heisst trotzdem PCGamesHardware und nicht PCMultimediaHardware oder gar PCServerHardware. Was ich erwarte, ist mehr Konsequenz bei Neuerungen. Wenn ein neuer Index, dann richtig. In dem in der aktuellen Ausgabe ist noch nichteinmal angegeben, mit welchem System diese Werte erzielt wurden. Wahrscheinlich bei Phenom mit dem schönen "Uli M1695"-Chipsatz, wie bei den Spiele-Benchmarks.
Außerdem: POV-Ray ist unnütz um die Geschwindigkeit des PCs im Alltag anzugeben, weil es wenige Programme gibt, die so CPU-lastig mit Schwerpunkt auf die FPU agieren. Ich lasse mich gerne durch einige Gegenbeispiele von Gegenteil überzeugen, falls diese von einer gewissen Anzahl an Usern verwendet werden. Cache-lastige Programme sind wiederum Spiele....ich Spiele öfter und länger mal ein Spielchen als mit 7-Zip zu komprimieren. Immerhin wird in dem Leistungsindex kein SuperPi-Wert angegeben, sonst würd ich bis nach China schreien. Aber dies mach ich ja schon fast beim Cinebench...
Die PCGH muss viel mehr Dinge beim Wort nehmen (zum Beispiel den eigenen Namen) und wirklich transparente und vergleichbare Tests fabrizieren (nur als Beispiel: Artikel "Quad-Power"=> keine Transparenz und keine logischen Schlüsse aus den Zahlen, Spiele-Rubrik in der aktuellen Ausgabe bei allen Spielen: Phenom mit "Uli M1695" mit C2Q mit P45 vergleichen

, bei C2D und C2Q sind meist mehr Benchmarks als beim Phenom (warum?), Im Cpu-Index fehlen wichtige Angaben z.B. zum verwendeten Mainboard, Artikel über den Nehalem in der aktuellen Ausgabe: Man merkt in jedem Absatz eine Antipatie gegenüber dem Phenom => wo ist die Sachlichkeit z.B. alla Hardwareluxx-Printed. Es wird auch vieles pauschalisiert, obwohl man genau unterscheiden müsste (Beispiel: Braucht man 1GB VRam bei einer HD 4870...das kommt ganz drauf an, aber auf der Seite wird es unbedingt empfohlen). Dann die vielen Druckfehlen (richtige Legenden zu falschen Abbildungen). Der Selbstlob...jede Seite außer der PCGH macht weniger gute Benches...stinkt. Ich würde den Benchmark-Artikel auf der PCGH-Seite gerne breit diskutieren und viele Argumentationen widerlegen, die Spiele-Benches der PCGH seien besser als die konventionellen, doch fehlt mir die Zeit dazu, es gründlich zu tun. Mir würde noch viel mehr einfallen, aber ich habe gerade weder Lust noch Zeit Romane zu schreiben).
Von ComputerBild erwarte ich keine genauen Angaben und schlüssige Begründungen und VOR ALLEM Sachlichkeit, aber von einer PCGH schon. Und irgendwie vermisse ich das in letzter Zeit ab und an.