Ex-Intel Chefentwickler: Mooresches Gesetz bald zuende

Bei Intel gilt das moorsche Gesetz schon jetzt nicht mehr. Seit Sandy ist praktisch im Desktop-Sekment Stillstand :(


Leider haben sie ja auch von AMD derzeit nichts zu befürchten :daumen2: Da sind dann Sachen wie iGPU, Verbrauch, etc. im Fokus. Es fehlt einfach der Zugzwang.

Ich hätte Mitte 2009 auch nie erwartet das mein PC jetzt noch ohne Probleme mithält und dies wohl noch 1-1,5 Jahre einigermaßen schaffen wird.
 
Also ich finde, dass zumindest im GPU Bereich das moorsche Gesetz noch halbwegs erfüllt wird. Guckt euch einfach mal HD6970 -> HD7970 an. Und bald kommt auch schon die nächste Gen. Das alles innerhalb von 3 Jahren. Und ich glaube, dass eine HD9970 eine HD6970 um mehr als "nur" 100% übertreffen wird.
 
CB schrieb:
Moore's Law, benannt nach Gordon Moore, einem der Gründer von Intel und im Jahr 1965 formuliert, besagt eine Verdoppelung der Transistoren auf einer gegebenen Fläche rund alle zwei Jahre voraus. Moores Grundaussage ging anfangs von 12 Monaten aus und wurde 1975 von ihm auf zwei Jahre korrigiert. Heute geht man allgemein von einem Zeitraum von 18 – 24 Monaten aus. Moore selbst geht heute auch von einem Ende des Gesetzes um das Jahr 2020 aus, während Pat Gelsinger, Chef der Digital-Enterprise-Sparte bei Intel das Ende eher um das Jahr 2019 prognostiziert.
DARPA:

Vermutlich werden die Hersteller noch etwas länger durchhalten, aber bestimmt ist 2025 Schluss mit den Shrinks.
Dann kann man nur noch über die Architektur selbst Verbesserungen erreichen, oder nutzt ganz neue Technologien.
Bestimmt werden wir schon am Ende der kommenden Konsolen Gen deutliche Veränderungen in der IT erleben.

So wie es heute ist, dass viel auf den eigenen Geräten berechnet wird, so wird dass zukünftig nicht mehr sein.
Berechnungen in der Cloud werden dann der neue Leistungssprung sein.
Das "Shrink"-Problem betrifft dann eher Server-Hersteller/Farmen.
 
DARPA:
Berechnungen in der Cloud werden dann der neue Leistungssprung sein.
Das "Shrink"-Problem betrifft dann eher Server-Hersteller/Farmen.

Nein weil viel zu komplex und noch unsinniger, es wird nie so ein das man Berechnungen fern ab macht, weil es nur Anweisungen schwieriger macht. Man vereinfacht die Dinge dadurch nicht gerade wenn menschliche Köpfe im Spiel sind und keine Computer.
 
Was habt ihr hier alle mit der Leistung von Sandy/Ivy/Haswell bzw. aktuellen GPUs oder irgendwelchem Cloud-Zeugs?

Es geht um die Anzahl an Transistoren, die auf eine bestimmte Fläche passen. Und nicht um irgendwas mit Leistung und blabla.
Und die Verdoppelung dieser Transistoren ca. alle 2 Jahre ist tatsächlich endlich. Da helfen auch keine anderen Werkstoffe. Kleiner als ein paar Atome pro Transistor ist einfach nicht machbar.

Mit anderen Materialien könnte man dann nur noch höhere Frequenzen erreichen oder monsterchips Produzieren ohne ein Atomkraftwerk mitliefern zu müssen. Das hat dann aber was mit der Leistung pro Transistor oder der absoluten Anzahl der Transistoren zu tun und nichts mehr mit den Transistoren pro Fläche, worum es im Moorschen Gesetz aber geht.
 
kurz off topic aber geringes oc pottential bei den haswells find ich gemein! mein 4670k läuft mim brocken rund bei 4,5 ghz und ich find das schon ordentlich im vergleich zu c2d und c2q...
 
Nein weil viel zu komplex und noch unsinniger, es wird nie so ein das man Berechnungen fern ab macht, weil es nur Anweisungen schwieriger macht.
Die Geschwindigkeit in Internet wird anders als die bei CPUs/GPUs deutlich gesteigert. Ab einem gewissen Punkt lohnt sich eigenes Equipment kaum noch.
Über die Architektur selbst kann man kaum noch etwas steigern, und neue Technologien sind auch nicht in Sicht. Wenn es so weiter läuft wie bis jetzt, hätten wir dann in 10 Jahren die totale Stagnation. Die Hersteller wissen das aber und haben dafür bestimmt schon vorgesorgt. Intel, IBM, AMD, Nvidia, und viele andere investieren ja schon fleißig in die Cloud, und forschen an neuen Möglichkeiten.

Man vereinfacht die Dinge dadurch nicht gerade wenn menschliche Köpfe im Spiel sind und keine Computer.
Den Kontext verstehe ich nicht.

Es geht um die Anzahl an Transistoren, die auf eine bestimmte Fläche passen. Und nicht um irgendwas mit Leistung und blabla.
Ja natürlich geht es hier um das Moorsche Gesetz, aber auch um die Konsequenzen die sich daraus ergeben.

Welche Konsequenzen wird das für die IT haben, und wie wird sich nach 2020 der Markt entwickeln?
6 - 7 Jahre ist ja nicht mehr so viel Zeit.
 
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:huh: Moore's Law scheitert an dem ökonomischen Aufwand des Shrinks-Verfahrens? Glaube ich ehr nicht, schließlich wird doch immer mehr Leistung benötigt und im Highend-Server-Bereich werden gerne mal 3500€ für en Prozi oder 7000€ für ne Erweiterungskarte hingelegt und hier darfs auch gerne etwas mehr sein.

Naja, anders gesehen, wenn - in naher Zukunft - die ganze Welt den Banken gehört, wird der Technische Fortschritt und damit Moore's Law wahrscheinlich hinfällig sein, OK dann gibts auch kein Geld mehr... is aber auch wurscht.

Ich denke aber, dass das immer feinere Lithografieverfahren und die damit verbundenen erhöhte Komplexität der Chips Moore's Law irgendwann kippen wird, mit dem aktuellen Entwicklungsstand finde ich 2022 (5nm) recht realistisch. Das sind aber noch fast 10 Jahre, in der Halbleitertechnik eine Ewigkeit, da kann noch viel passieren. Theoretisch wären mit der Lithografie auch noch 1 nm möglich. Danach müssen zwangsweise neue Technologien her. Spätesten die Quantencomputer werden, meiner Meinung nach, Moore's Law wohl überfüssig machen.
 
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3dcenter schrieb:
Der Punkt der Wirtschaftlichkeit wird also auch noch zur weiteren Verlangsamung des Entwicklungstempos der Halbleiterindustrie beitragen – welche derzeit schon bemerkbar längere Schritte zwischen zwei (vollen) Fertigungsstufen hinlegt. Selbst Branchenprimus Intel ist hiergegen nicht gefeit und bringt seine ersten 22nm-Chips erst zwei Jahre und drei Monate nach den ersten 32nm-Chips heraus – wenn man sich die Verzögerung der sehr volumenstarken Zweikern-Modelle von Ivy Bridge ansieht, dann eigentlich sogar noch später. Grob ist man derzeit bei ca. 2½ Jahren Zeit zwischen zwei (vollen) Fertigungsstufen – und es spricht angesichts der letzten Jahre nichts dafür, daß diese Zeitraum künftig konserviert werden könnte, vielmehr wird dieser weiterhin anwachsen.
Stark steigende Kosten bei jedem neuen Fertigungsverfahren als Entwicklungsbremse der Halbleiterindustrie | 3DCenter.org

Die stark steigenden Kosten sind ja keine neue Information, wie dieser "alte" Artikel im 3dcenter zeigt.

Spätesten die Quantencomputer werden, meiner Meinung nach, Moore's Law wohl überfüssig machen.
Quantencomputer kannst Du in den nächsten 10 Jahren erst einmal vergessen.
Da ist man noch in der Grundlagenforschung und weit entfernt von einer Anwendung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr viel Leistung geht aber auch auf Softwareebene verloren. ZB die 7970 hat durch bessere Treiber ja noch ordentlich zugelegt, aber was alleine so ein Mac aus unterer Mittelklassehardware rausholt ist nicht schlecht im Vergleich mit Win. (Von Konsolen und Handys mal garnicht angefangen)
 
Vermutlich werden die Hersteller noch etwas länger durchhalten, aber bestimmt ist 2025 Schluss mit den Shrinks.
Dann kann man nur noch über die Architektur selbst Verbesserungen erreichen

...oder mit höheren Frequenzen...

...oder mit mehr Chipfläche...

Beides bietet ein enormes Potential, mit neuen Materialien könnten über 100GHz möglich sein, der Bau von 3D-Stacked Chips ermöglicht es sehr große Chipflächen zu erzielen. Das Moorsche Gesetz muss nicht mit der Verkleinerung der Strukturbreite enden.

Es gibt auch weitere Technologien mit einem großen Potential wie etwa integrierte Optische Schaltkreise.

Und die selbe Halbleiterindustrie die 50% der Chipfläche für eine nutzlose IGP verschwendet soll bitte aufhören über steigende Kosten zu weinen.

Spätesten die Quantencomputer werden, meiner Meinung nach, Moore's Law wohl überfüssig machen.

Quantencomputer werden nie ein Vollwertiger Ersatz für normale Computer sein da sie bestimmte Algorithmen (etwa Suche in großen Datenbanken, Produktzerlegung langer Zahlen) zwar sehr effektiv abarbeiten können, andere aber auch nicht, daher sind Quantencomputer bestenfalls eine Ergänzung zu digitalen Computern. Ein reiner Quantencomputer ist zwar denkbar aber sicherlich nicht sinnvoll. Ein weiteres Problem ist das Quantencomputer zumindest in absehbarer Zukunft sofern sie überhaupt realisiert werden können groß, teuer und empfindlich sind und damit größeren Rechenzentren vorbehalten bleiben. Den Quanten-PC (bzw. PC mit Quanten Coprozessor) wird es in absehbarer Zukunft nicht geben, selbst dann nicht wenn ein technologischer Durchbruch im Bereich der Quantencomputer erzielt wird.
 
Quantencomputer kannst Du in den nächsten 10 Jahren erst einmal vergessen.
Da ist man noch in der Grundlagenforschung und weit entfernt von einer Anwendung.

Quantenrechner sind schon längst im Einsatz. Nicht als Multi-Purpose-Rechner sondern im Bereich Sicherheit. Wenn Du eine Verbindung nach heutigem Stand der Technik auf maximale Sicherheit bringen willst, kommst Du an den Dingern nicht vorbei. Die Effekte der Quantenmechanik - Du kannst nicht verhindern, dass auch dabei einer Deine Daten abgreift, Du merkst aber, wenn es einer tut.
 
Ich lasse mich nicht auf eine Diskussion zu Quantencomputer ein.
Vielleicht liest Skysnake gerade mit, und erklärt Dir seinen Standpunkt dazu.

Wie geschrieben, Quantencomputer sind noch sehr weit entfernt von einer echten Anwendung.
 
Na ja, es gibt ja die D-Wave Computer aber was die wirklich können ist nicht (öffentlich) bekannt und daher umstritten. Jedenfalls können diese Computer den Shor-Algorithmus nicht (effektiv) lösen und sind damit für Kryptographische Anwendungen relativ uninteressant.

Quantenrechner sind schon längst im Einsatz. Nicht als Multi-Purpose-Rechner sondern im Bereich Sicherheit. Wenn Du eine Verbindung nach heutigem Stand der Technik auf maximale Sicherheit bringen willst, kommst Du an den Dingern nicht vorbei. Die Effekte der Quantenmechanik - Du kannst nicht verhindern, dass auch dabei einer Deine Daten abgreift, Du merkst aber, wenn es einer tut.

Du redest von Quanten-Commitment und Quanten-Schlüsseltausch, das ist ein völlig anderes Thema und hat mit einem Quantencomputer ungefähr so viel zu tun wie ein elektronischer Zufallsgenerator mit einem digitalen Computer.
 
Ich lasse mich nicht auf eine Diskussion zu Quantencomputer ein.
Vielleicht liest Skysnake gerade mit, und erklärt Dir seinen Standpunkt dazu.

Wie geschrieben, Quantencomputer sind noch sehr weit entfernt von einer echten Anwendung.
Nein will ich eigentlich nicht :P Das artet nur wieder aus, weil die Leute einige grundlegende Probleme nicht verstehen, was absolut ok ist. Ich verrenk mir da auch immer das Hirn bei :ugly:

Supwerwip hat aber was wichtiges angesprochen! Quantenkryptographie wird heute schon gemacht, bzw ist ziemlich nah dran, in der Industrie eingesetzt zu werden. Quantencomputing ist da was komplett anderes.

Der Hinweis auf D-Wave ist hier absolut richtig. Das Ding kann aber NUR! FastFourierTransformationen sehr schnell lösen wie es scheint. Richtig angeblich auch, was ja nicht zwingend ist.. :ugly: Das Problem ist, keiner kennt das System wirklich, und viele Physiker sind da SEHR skeptisch, ob das wirklich ein "Quantencomputer" ist laut definition, oder halt irgendwas anderes... Zerlegt hat das Ding meines Wissens nach aber noch keiner :D

Bzgl. Quantencomputer an sich, ist das halt ein Problem. QuBits sind in den letzten Jahren EXTREM! angestiegen. Man kann jetzt mehrere tausend erzeugen! Ich war da total von den Socken, als ich das gelesen habe (Meldung von 2011!). Ich war nämlich noch beim Stand, das man Probleme hat auch nur 3 QuBits zu realisieren. Was die große Anzahl an QuBits jetzt aber genau können, und wie lange Sie stabil sind, kann ich nichts zu sagen :-_-: Nur weil man viele erzeugen kann, heist das ja nicht, das Sie lang genug stabil sind, damit man damit auch rechnen kann :schief:

Die Fortschritte auf dem Bereich sind aber scheinbar echt extrem groß. Ich würde daher nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, das Geheimdienste wie die NSA nicht irgendwelche Prototypen von Quantencomputern haben, die 100 Millionen+ gekostet haben, und am Tag vielleicht 10 Minuten effektiv laufen, oder vielleicht auch nur einmal die Woche einige Sekunden laufen. Die Frage ist halt, reicht das aus um z.B. Nachrichten zu entschlüsseln.... Für Massenhaft garantiert nicht, aber für einzelne?

Für den Einsatz am Markt, sind wir aber noch locker 10 Jahre weg. Und mit locker meine ich, das es auch ohne Probleme noch 20/30 Jahre dauern kann, bis die Dinger wirklich produktiv eingesetzt werden können.
 
Vielleicht sind wir einfach auch nur ein bisschen zu verwöhnt! alles neue muss immer schneller schöner u noch billiger werden!! auch das hat Irgendwann mal auch ein ende! ich besitze momentan auch noch ein Sandy u bin sehr zufrieden damit u reicht locker noch für ein Jahr oder mehr!! trotz den geilen Ivy u Haswell:daumen:
 
Naja zu Ende wird da ne ganze Zeit lang nichts sein ^^ dafür ist das Computerzeitalter einfach noch zu jung. Gleichzeitig geht damit aber natürlich einher, dass die Fortschritte erstmal so enorm sind/waren, dass wir, wie du richtig gesagt hast, einfach ziemlich verwöhnt sind.
 
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