AW: Ethernet bald mit 1 Tbit/s-Datenübertragung?
Wenn ich viele Leitungen unterbringen kann, brauche ich keine hohe Leistung auf einer Leitung

Desweiteren arbeitet Google mit vielen verteilten Rechenzentren, die entsprechend kleiner ausfallen können und die Aufgaben bei Google sollten parallelisierbar sein - also wozu überhaupt viele Daten konzentriert übertragen?
Das solltest du nicht unterschätzen. Die Datenbanken von Google sind einfach gigantisch. Die haben ja gar keine Chance ihre Daten zu verwalten
Jaja ich weiß, das hört sich verdammt unlogisch an, aber deren Datenbestand wächst schneller als Sie mit neuen Techniken zum sortieren und analysieren nach kommen. Das Hauptproblem ist aber eigentlich nicht mal das, sondern viel mehr das (schnelle) finden. Das man das Datum XY hat geht ja noch, aber WO wird dann schon schwieriger. Die Datenblöcke sind ja meist sehr klein, sprich einfach eine Liste machen geht nicht. Da hat man dann echt ein Problem. Daher sind die Datenmengen auch gar nicht so klein unbedingt. Jede Google Anfrage wird ja nicht von einem, sondern von dutzenden/hunderten von Servern bearbeitet. Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, das die so etwas wie einen FAT-Tree haben, und da wäre so ne Abindung schon klasse.
Aber auch die Anbindung der Festplattenarrays (NAS) würde ich nicht unterschätzen. Die sind schon sehr groß, und da hast du halt dann schnell einen Flaschenhals, weil man ja am liebsten mit jedem Server auf alle Daten zugreifen können will.
Ja ja klar, selbst ein einzelner Node hat nicht die Bandbreite, hab ich doch aber auch nicht gesagt oder? Bei so einem großen 1:1 Switch wäre diese extreme Bandbreite aber schon toll, einfach um zwei große Switches miteinander zu verbinden. Man muss sich ja mal überlegen, die 1TB/s Leitung ersetzt ja auch "nur" ca 25 40GB/s Leitungen. Und so nem 128er Switch wird wohl schon öfters eingesetzt. Zumal ein 128er Switch VIEL billiger ist als ein 256er. Man könnte die Skalierbarkeit also deutlich erhöhen.
Und was die Leitungen angeht, ja man hat platz, aber wenn man aus einem von den großen Switches raus geht, dann wars das dann meistens, wenn man ne 1:1 Verbindung haben will, oder man braucht halt extrem viele Anschlüsse. Ich durfte ja selbst vor ner weile einen alten Cluster mit über 100 Knoten zerlegen, der ne 1:1 Verbindung hatte

Das waren schon extrem viele Verbindungen! Da würde man sich wirklich freuen, wenn man die Switches mit einigen wenigen Kabeln dann untereinander verkabeln könnte. Die Glasfaserbündel waren da nämlich direkt im Zentrum mehr als Arm dick

Da war echt kaum noch Platz...
Von daher kann ich das schon nachvollziehen, das einem der Platz aus geht, selbst mit Glasfaser. Der Cluster war ja jetzt nicht gerade klein, aber 2-4 mal so groß wird wohl dennoch noch gewünscht sein bei einigen Anforderungen, und da wird es dann wohl richtig eklig...
Wenn IBM Verbindungen dieser Bandbreite entwickelt, um Power?-Module zu verbinden: Kein Thema, dafür braucht man sowas. Aber Google Server mit ihren Mini-Anfragen? Deren maximale exteren Transferrate ist durch die Internetanbindung des Rechenzentrums gegeben (vielleicht 1Gbit?) und die interne durch die Geschwindigkeit der Datenbankmedien. (und die wird nicht oberhalb von 100 GByte/s liegen. Erst recht nicht pro Node.)
Ja da wäre es auch interessant, um die einzelnen Racks miteinander zu verbinden, wobei hier ja von ETHERNET! die rede ist, und für HPC ist das dann total uninteressant, da zu hohe Latenzen. Für nen Mainframe wo man große Datenbestände durch jagt kann ich mir das aber durchaus vorstellen. Zumal ja IBM groß dabei ist Glasfaser direkt an den Chip zu koppeln. Da werden die Datenraten also in Zukunft wohl extrem ansteigen, wenn das am Markt ist. Da könnte es dann auch wieder deutlich interessanter werden, wobei Ethernet dann wieder zu langsam ist von den Latenzen her.