In punkto Strukturbreiten will Nvidia wieder mit ATi gleichziehen. Die Kollegen von VR-Zone durften einen Blick auf die GeForce GTX 295 werfen, welche in 55 Nanometern gefertigt ist.
Wie man auf dem Bild erkennen kann, beansprucht die GTX 295 zwei Slots, ähnelt also dem Konzept her der GeForce 9800 GX2. Auf der oberen Kartenhälfte sind die beiden DVI-Ausgänge untergebracht, während man unten die HDMI-Buchse sieht. Die SLI-ähnliche Kabelverbindung rechts verbindet beide Leiterplatten. Das Modell besitzt zwei GT200b-GPUs, wobei der kleine Suffix "b" andeutet, dass die Architektur dieser Chips im wesentlichen mit dem älteren GT200 übereinstimmen und keine bahnbrechenden Neufunktionen zu erwarten sind. Stattdessen eröffnet der Die-Shrink von 65 auf 55 Nanometer mehr Ausbeute, höhere Taktraten und geringeren Energiebedarf - sofern bei der Produktion alles klappt. Dennoch kann man auf die Hilfsspannungsversorgung (8 Pin bzw. 6 Pin) nicht verzichten.
Verbaut werden auf der GTX 295 insgesamt 1. 792 MByte Grafikspeicher, wobei jeder GPU 896 MByte zur Verfügung steht. Offiziell soll die GTX 295 auf der CES vorgestellt werden, die in der zweiten Januarwoche 2009 stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt dürfte auch die Geforce GTX 285 erscheinen, welche die GTX 280 ersetzen soll.
Aufgrund der Namensgebung gibt es einige Spekulationen, denn eine "GTX 290" mit 65 Nanometern als Vorlage gibt es nicht. So gibt es keine eindeutigen Hinweise, ob die GTX 295 mit 216 oder 240 ALUs ausgestattet ist.