Erfahrungen mit M-Disc

  • Ersteller Ersteller Gast201808272
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Diese drehende Ding (CD usw.) ist doch alles eh nicht das Wahre.
Mit der SSD sind wir im Grunde was drehendes losgeworden. Ja ich habe trotzdem mehr als genug HDD auf 4 PC's verteilt und dort meine Sicherungen der wichtigsten Daten.
Diese BluRay Dinger sind einfach immernoch zu teuer. Außer über Japan kriegt man 50GB sehr günstig gegenüber in Deutschland.
Wenn ich dran denke wenn eine 100er BluRay versaut wird, lass mal Stromausfall sein, sind 40 Euro und mehr verschleudert.
USB-Sticks sind leider alles andere als Sicher. Manche vllt schon, aber ewig kann mans nirgens drau lassen.
Diese M-Disk's sind auch Schweineteuer.
 
3,5" ist schon recht selten geworden und ich wäre auch sehr überrascht, wenn sich die älteren und die nicht-PC Formate noch so ohne weiteres auslesen lassen, 8" Disketten sind genauso tot wie 5,25", Datasette sowieso und wenn wir wirklich einen 50 Jahres-Zeitraum betrachten, dann würde sich sogar die Frage nach Lochkartenlesern stellen. M-Disc ist zudem kein weit verbreiteter Standard, genauso wie BD-Formate jenseits von DL. Die könnten genauso schnell aussterben, wie HD-DVD.
Selbst für normale BDs und DVDs würde ich schwarz sehen, sobald USB ausstirbt/die Abwärtskompatibilität aufgibt. Denn schon heute werden die viele neue Rechner/Notebooks ohne entsprechende Laufwerke verkauft, externe Laufwerke von vielen nicht nachgekauft. Für Schnittstellen, die erst in 5 oder gar 10 Jahren erscheinen, wird vermutlich niemand mehr ein optisches Laufwerk entwickeln. Und die Nutzbarkeit bestehender Laufwerke ist an SATA (inkompatibler Nachfolger frisch auf dem Markt) und USB (mal gucken...) bzw. PCIe (wenn man zusätzlich zu Laufwerken auch noch Controllerkarten auf Halde legt)

Wenn man in 15-20 Jahren noch auf seine Daten zugreifen möchte, muss man imho den kompletten Lese-Rechner mit konservieren oder (was mehr oder minder aufs gleiche rauskommt) auf NAS setzen. Ethernet ist jedenfalls schon deutlich länger am Markt und schafft pro Ausbaustufe locker 1,5 Jahrzehnte (Tendenz steigend) zzgl. legacy-Unterstützng und zumindest die nächste Generation ist noch voll abwärtskompatibel. Da würde ich auch 2040-2050 noch mit der Verfügbarkeit von (10 Gbit) RJ45-Karten rechnen.

Ungeachtet dessen hat bislang kein nicht-magnetischer, PC-beschreibbarer Datenträger auch nur annähernd die gewünschte Lebensdauer unter Beweis gestellt.

Datenträger die älter sind als der PC sind mit neueren aber kaum vergleichbar da mit dem Beginn des PC Zeitalters ein Trend in Richtung Abwärtskompatibilität und Standardisierung verstärkt wurde. Davor gab es oft Sonderlösungen, sowohl Datenträger als auch Schnittstellen zur Anbindung von Laufwerken die nur von wenigen Systemen genutzt wurden. Die 8" Diskette war noch am ehesten weit verbreitet aber ihre Verbreitung war nie auch nur ansatzweise so groß wie selbst jene von moderneren kurzlebigen Standards wie der HD-DVD oder der ZIP-Diskette einfach weil die dazugehörigen Systeme keine mit heutigen PCs vergleichbare Verbreitung hatten.

Für Uralt-Systeme ist es auch oft schwierig Treiber zu finden (oder zu programmieren) die auf modernen Betriebssystemen laufen aber dieses Problem gibt wird es mit aktuellen Laufwerken wohl nie geben.

Ich behaupte auch das man mit gutem Gewissen davon ausgehen kann das USB quasi ewig leben wird, ähnlich wie etwa RS-232 das es jetzt seit 1962 gibt womit es die älteste standardisierte Schnittstelle der Computertechnik überhaupt ist. Auch RS-232 wird in absehbarer Zukunft kaum aussterben auch wenn es im Consumerbereich leider seltener wird.
 
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