ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Eingeschränkt, weil es indirekt das Fehlen von Fahrzeugen mit entsprechenden Fähigkeiten suggeriert.
Die Fähigkeiten z.B. die Einhaltung von Tempolimits technisch zu erzwingen, haben wir seit mindesten anderthalb Jahrzehnten. Alkoholtester für (dann-nicht-)Fahrer gibt es noch länger. Müdigkeit am Steuer kann seit 5-10 Jahren erfasst werden,...
Es gäbe mehr als genug Möglichkeiten schon heute einen erheblichen Teil der riskanten Fahrmöglichkeiten mit Zwangsmaßnahmen zu unterbinden, aber es gibt eine ganze Reihe von Gründen (die hier, wie gesagt, den Rahmen sprengen würden), warum dies in keinem einzigen Punkt gemacht wird. Mit vollautonomen Autos würden sich das Potential noch einmal erweitern, aber die Gründe nicht einmal den ersten Schritt zu machen, blieben unverändert.
Eben nicht. Ja, es würde beiden Objekten die Möglichkeit zugestehen, gleichermaßen zu einer Gefahr werden zu können. Aber durch die bessere Reaktionszeit, und die Möglichkeit sehr viele dieser Objekte parallel beobachten zu können, würde es nicht so vorsichtig fahren müssen wie ein Mensch, um die gleiche "Sicherheit" zu erreichen. Es würde daher normal fahren, und erst beim eindringen in den virtuellen Sicherheitskäfig reagieren - egal ob es ein Kind oder ein Erwachsener wäre.
Sorry, aber das ist Schönrederei weitab jeder Realität. Ein Person 50 cm neben der Fahrbahn ist eine stinknormale Situation im städtischen Verkehr beinhaltet, dass diese Person binnen einer Sekunde (mit Absicht weniger) zum Hindernis mitten auf der Fahrbahn wird, dass eine Vollbremsung erfordert. Das reicht selbst unter optimalen Bedingungen bestenfalls für Tempo 30 und somit nicht für "normales Fahren" - auch bei 0 Reaktionszeit und die erreicht selbst ein autonomes Auto, dass mehrere Sensoren auswerten und ggf. mehrere dutzend Objekte tracken muss nicht. Wenn jemand an einer Ampel auf 20 cm an den Bordstein ranrückt, wäre vielleicht noch Tempo 10 möglich. Der einzige Weg, das Dilemma zu umgehen, ist eine Beurteilung der Bewegungswahrscheinlichkeit an Stelle eines starren Käfigkonzeptes.
Dazu kommt, dass auch Menschen im Straßenverkehr lernen müssen. Anders als bei Computern läßt sich hier das Gelernte aber nicht auf andere Fahrer übertragen.
Das Gelernte nützt aber nichts, wenn deine Systeme die Situation gar nicht erfassen können. Und genau damit begann dieser Diskussionsfaden doch: Was erkennen sogenannte autonome Autos überhaupt unter welchen Bedingungen?
Dazu kommt bei der vernetzten autonomen Mobilität auch immer noch, dass das Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer ebenfalls angepasst werden kann. Soll ein Fahrzeug mehr Abstand halten, weil am Straßenrand Kinder spielen, oder der Radfahrer am torkeln ist, könnte zb. der Gegenverkehr Platz machen, damit ein entsprechender Abstand gewährleistet ist.
Du brütest mal wieder Hühner aus bevor du das erste Ei gesehen hast. Solange noch nicht-vernetzte Autos auf den Straßen unterwegs sind (und das schließt auch ausdrücklich nicht nur für weitere drei Jahrzehnte regulär genutzten heutigen Autos, Oldtimer und etwaige Spezialfahrzeuge ein, sondern auch alle potentiell künftigen Autos mit ein, deren Kommunikationssysteme nicht eine Verfügbarkeit von mindestens 100,000% vollkommen unabhängig von Wartung, Alter und Umgebung erreichen), solange kannst du dich nicht auf korrdinierte Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer verlassen. Da weichen dir drei Autos aus und in das vierte krachst du frontal rein.
Das geht dann aber immer zu Lasten des entsprechenden Fahrers. Wenn jemand aufgrund des Verkehrsflusses gesetzliche Vorgaben "umgeht",
Ich sprach nicht von einer Umgehung gesetzlicher Vorschriften. (Abseits von Radfahrern) nicht einmal von einer Verletzung offizieller Empfehlungen.
Aber von autonomen Fahrzeugen kannst du nicht erwarten, dass sie die gesetzlichen Vorgaben missachten.
Mache ich nicht, wäre aber auch egal, denn das machen sie z.B. bei Tempolimits heute schon.
Die Haushalte könnten fast alle mit eigenen Speichern versorgt werden. Der Preis für 1kWh Lithium-Akku liegt aktuell btw. bei unter 250$, Tendenz relativ zügig sinkend.
Also "ein halbes Jahrtausend der gesamten Wirtschaftsleistung, zügig sinkend"
Na wenn das nicht nach einer baldigen Lösung klingt...
Das Hauptproblem ist hier der industriell verbrauchte Strom. Und die sollen sich selbst was überlegen.![]()
Es ist an der Stelle erstmal scheiß egal, wer das auf welchem Wege bezahlt. Verteilungsgerechtigkeit wäre zwar bei einer Umsetzung ein wichtiges Thema, aber hier geht es erstmal Möglichkeiten. Und das EINHUNDERTVIERZIGFACHE des gesamten Euroraumes allein in Deutschland zu investieren ist nicht möglich. Ende. Aus. Batterieplan gescheitert. Es bräuchte eine Reduktion um den Faktor 1000, um überhaupt denkbar zu werden und um den Faktor 10000 bis 100000, ehe man diese Zusatzausgaben gegenüber irgend jemandem (Steuerzahler, Wirtschaft, etc.) durchsetzen könnte.
Und nur noch mal zur Erinnerung: Das war nur eine Beispielrechnung, was es kosten würde, eine bereits vorhandene Speicherkapazität mit einer anderen Technik neue aufzubauen. Da geht es eigentlich nicht um "können wir das überhaupt" und auch nicht "können wir das überhaupt bezahlen", sondern um "sind es die Effizienzvorteile denn überhaupt wert oder wäre es nicht günstiger, einfach etwas mehr Primärenergie zu produzieren und die dann ineffizienter zu nutzen?"
Aber wo möglich (zb. Mobilität) würde ich gerne schon den E-Antrieb sehen. Warum einen Gasverbrenner, wenn man einen E-Antrieb nehmen kann, und man das Gas besser in hoch effizienten Gaskraftwerken in Strom umwandeln kann? Wegen mir auch Gas-Hybriden. Aber eben keine reinen Gas-Verbrenner.
Ob rein oder nicht rein, dazu habe ich nichts gesagt. (Plug-In-)Hybride wären meiner Meinung nach sogar für die Mehrheit der Autofahrer optimal, da sie im Stadtverkehr viel Effizienter und Langstreckentauglich sind. Die große Frage im Moment ist: Welche Infrastruktur brauchen wir großflächig, um den Autos Energie zuzuführen?
Und da macht es eben einen riesen Unterschied, ob wir ein paar zustätzliche Gastankstellen aufstellen und überschüssigen Strom über ptg ins Gasnetz einspeisen/speicehrn, oder ob wir ein stellenweise eine 20% Erweiterung des Stromnetzes nebst zehntausender Schnelllader und riesiger stationäre Batteriepuffer hochziehen wollen, was wir eigentlich die nächsten Jahrtausende hinweg nicht finanzieren können.
Die Grundfrage ist also: Strom ins Auto oder chemischen Energieträger ins Auto? Und das ist eine Effizienz-&Aufwandsrechnung. Stationäre Kraftwerke werden immer etwas effizienter arbeiten, weil sie schlicht schwerere und größere Energierückgewinungssysteme nutzen können, das ist klar. Aber dafür muss das Kraftwerk die erzeugte mechanische Energie erst in Strom umwandeln, den erzeugten Strom ins Netz einspeisen, das Netz muss ihn leiten, heruntertransformieren, dann muss er an der Ladesäule ins Auto transferiert werden (wo soviel in Wärme verbraten wird, dass man jetzt die Stecker mit Wasser kühlen will), dort muss er im Akku wieder in chemische Energie umgewandelt werden, der Akku muss je nach Jahreszeit möglicherweise noch beheizt werden um sie wieder abzugeben, nach der Rückumwandlung in Strom muss der über Leistungselektronik Motoren zugeführt werden (die beide in E-Autos gekühlt werden) um endlich wieder die mechanische Energie zu haben, die direkt nach dem Verbrennungsprozess schon einmal vorlag. Das sind zwar jeweils Schritte mit jeder für sich nicht allzu großer Ineffizienz, aber Ende addieren die sich ganz schön auf und am Ende wird auch noch mehr mechanische Energie benötigt, weil das Batterieauto eben mehrere hundert Kilo Mehrgewicht durch den Akku bei sonst gleicher Bauweise mit sich herumschleppt. Und als i-Tüpfelchen ist nahezu jeder einzelnen dieser Zwischenschritte mit hohen Investitionen verbunden - Investitionen, die in erneuerbare Kraftwerke gesteckt zu zusätzlicher Primärenergie führen würden, die etwaige Effizienzgewinne der langen Batterie-Auto-Kette (so es sie überhaupt gibt) mehr als aufwiegen könnten.
Wie gesagt: Ganz sicher bin ich nicht, wie diese Gleichung aufgehen würde. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir PtG ohnehin für Energiespeicher brauchen wären, so dass sich definitiv die Wahl zwischen diesen beiden Optionen stellt. Aber niemand stellt die Frage und rechnet sie durch.
Aber auch wenn Gas sauberer als Benzin/Diesel ist, es ist eine Übergangslösung. Strom ist einfach die sauberste Energie, und dessen Erzeugung (und die nötige Speicherung) auf diesen Level zu bringen ist eben die Aufgabe. Und wie mein Großvater immer sagte, "geht nicht gibts nicht".
"Geht so aber besser" wird leider oft übersehen.
Brauchen wir die? Und der Anteil an PV-Anlagen ist hier überdurchschnittlich hoch, wir haben Windräder bis zum Abwinken, fast jeder bezieht hier seinen Strom aus 100% "ökologischem Anbau", und unsere Autos stehen lange genug rum, um sie gänzlich ohne Supercharger einfach an der Steckdose aufladen zu können.^^
Wenn ihr keine Besucher wollt, kannst du die 100 Supercharger auch durch 10000 normale Lademöglichkeiten ersetzen. Erneut die Frage: Habt ihr die installiert?
Wenn nicht, dann habt ihr im Moment ein leistungsfähigeres Tanknetz für Gas- denn für Elektroautos.
Wenn fehlender Wille zu "strunzdoof" zählt, dann sind unsere Autobauer strunzdoof. Sag ich aber schon die ganze Zeit. Was wir könn(t)en und was wir tun sind 2 verschiedene paar Schuhe.
Weil es da eben noch ein paar mehr Aspekte gibt, von denen ich die ganze Zeit rede.
Und das obwohl scheinbar weniger als 50% der Haushalte ans Gasnetz angeschlossen sind. Aber ich gebe zu, die Tatsache das ich nicht mit Gas versorgt werde, und aktuell meine Wärme mit Strom erzeuge (obowlh ich nen Kamin und Öfen habe), hat meine Sichtweise beeinflusst.^^
Wer einmal als Mieter und somit ohne Möglichkeit für eigene PV Installation den Strom zur Wärmeerzeugung bezahlen musste, der weiß was für ein langer Weg vor uns läge...
Und bei der Anschlüsse der "Haushalte" musst du vorsichtig sein. Es gibt jede Menge Wohnblöcke mit hunderten bis tausenden Haushalten, zum Teil ganze Stadteile mit zehntausenden, von denen laut Statistik (kaum) einer ans Gasnetz angeschlossen ist. Aber bei allen führt ein Rohr vorbei - das zur zentralen Gasheizung/dem Heizkraftwerk führt

In meiner Verwandtschaft heizen quasi alle mit Gas und ein nicht unerheblicher Teil erzeugt auch das warme Wasser damit (die anderen Jammern), aber außer mir und meiner Schwester hat afaik niemand mehr eine eigene Therme in der Wohnung hängen.





