Ein schaltbares Getriebe bei dem Drehmoment? Vergiss es, das wiegt 50kg....
Und dann eine Kupplung, das würde das ganze Konzept zerstören. Viellecht ein
einstufiges Planetengetriebe, die haben bessere Eingriffverhältnisse der Zähne,
aber wa kostet sowas...
Es ist ja gerade der Sinn der Elektromotoren, keine Getriebe nutzen zu müssen,
Tesla war schon in der Vergangenheit sehr kreativ bei "vergleichbaren Leistungsangaben". D.h. ich gehe davon dass sie mit "10000 Nm" das Drehmoment am Ende des Antriebsstrangs meinen, HINTER dem integrierten Getriebe. Alles adnere würde, wie erwähnt, den Bau zehnmal stärkerer, also auch näherungsweise zehnmal größerer Motoren erfordern, wofür kein Platz wäre und woran eigentlich kein Bedarf besteht. Geht man von einem, genauer gesagt drei Untersetzungsgetrieben in der Leistungsklasse der bisherigen Motoren aus, sind entsprechend robuste Planetengetriebe kein Problem. Eine Kupplung sowieso nicht - wenn man eine hochpräzise Kontrolle über die Drehzahl des Motors hat, zwei weitere Motoren und ohnehin nur 2-4 mal pro Fahrt Bedarf an einem Schaltvorgang, dann passt man die Motordrehzahl so an die Achsdrehzahl an, dass keine Last auf den Zahnrädern liegt, nimmt einen Gang raus, regel den Motor entsprechend des anderen Gangs und legt diesen dann ein. Kupplung braucht man nur für einen finalen Drehzahlangleich bei einem menschengesteuerten Verbrenner. Meine These:
- normale Motoren aus dem S
- mit 2-Gang-Planetengetriebe
- erster Gang bis circa 50 oder 60 sinnvoll, bis 80 möglich. Durch die gesteigerte Untersetzung hauptverantwortlich für die neue Nm-Angabe.
- zweiter Gang Faktor 5-10 länger. Zum Anfahren unbrauchbar bzw. hätte für miserable Beschleunigung unterhalbe von 40 km/h gesorgt, aber für "400" zwingend nötig
- idealerweise unterschiedliche Gangabstimmung bei jedem der drei Motoren (oder zumindest Vorder- und Hinterachse - k.A., ob die beiden hinten gemeinsam die Achse oder je ein Rad antreiben, in letzterem Fall müssten sie natürlich synchron arbeiten), so dass die optimalen Schaltpunkte 10 km/h auseinanderliegen.
- Da der Überlappungsbereich zwischen den Gängen bei E-Motoren riesig ausfällt muss immer nur dann geschaltet werden, wenn von unter 40 km/h auf über 100 km/h beschleunigt wird (ggf. 110/120, für sauberer 0auf100 Zeiten), also in der Stadt nie, oder wenn über 100 auf unter 40 abgebremst wird, also während Langstreckenfahrten nie (Stau ausgenommen). Sondern nur beim Auffahren auf und verlassen von Schnellstraßen und da ist da braucht es dann auch keine Kupplung für schnelle Schaltvorgänge, zumal der Tesla je nach Routenplanung vorsorglich die Gänge sortieren könnte.
Am "Anfang" war ein SUV auch noch ein relativ kompaktes Fahrzeug. Der erste seiner Art war afaik der Toyota RAV4 (Mitte der 90er?), ein ~1200Kg SUV (mit permanentem Allrad). Und eine Getriebeuntersetzung (= Kriechgang) haben - oder mittlerweile vielleicht auch hatten - so manche SUVs. Hier hab ich nicht den genauen Überblick, kann mich aber an so manchen SUV-Test erinnern, bei dem eine Untersetzung (auch Geländegang genannt, und natürlich nicht mit der Untersetzung "echter" Geländewagen/Traktoren o.ä. vergleichbar) vorkam. Aber klar, die Entwicklung der SUVs ging dann in ein ziemlich breites Spektrum über. Dass es SUVs ohne Allrad gibt hab ich erst vor gar nicht allzu langer Zeit erfahren. Allerdings ist es mMn ohne Allrad auch kein "richtiges" SUV. Zumal gerade der (zuschaltbare) Allrad quasi das einzige ist, was auch im Straßenverkehr Sinn machen kann (im Winter will ich den Syncro-Allrad (welcher quasi baugleich mit dem Quattro-System von Audi ist) meines alten Passat 3B V6 nicht missen^^)
Ob die geländeuntauglichen SUVs in der Zulassungsstatistik als solche gezählt werden, weiß ich auch nicht - gehe aber davon aus, denn für Geländewagen gibt es eine getrennte Auflistung. Für Normalverbraucher und Autokonzern-Anzeigengestalter sind das auf alle Fälle "echte SUVs". Mit der Begriffswahl kann ich persönlich auch leben, umgekehrt gilt dann eben auch dass ein "SUV" kein Geländewagen ist.
Den RAV4 gibts heute übrigens z.T. nicht mal mehr optional mit Allrad

. Die ersten dicken SUVs, die im Gegensatz zum Jeep-Light RAV4 das heutige Problem losgetreten hat (Touareg, X5, M-Klasse) verzichteten meiner Erinnerung nach alle auf Geländeruntersetzung (vielleicht hatten sie nen kurzen 1., k.A.), mechanische Differentialsperren, etc.. Gerade bei Mercedes wurde das rauf und runter diskutiert als es um das Ende des G-Modells ging. Richtung absurd wurde es dann als SUVs kein zusätzliches Produkt ohne real existierende Nische, sondern Ergänzungen einer absolut unSUVigen Modellpalette wurden. Z.B. 2,5 Tonnen Sportwagen (Cayenne S) und tiefergelegte Geleändewagen (Range Rover Sport).
Ausnahmen bestätigen die Regel. Dass es irgendwo auch mal ne holprige "Straße" gibt bestreitet ja keiner, nur fahren da 99,9% der zugelassenen SUV und Geländewagen niemals lang. Ich darf auch bei unserem Badeweiher legal mit dem Auto über die Liegewiese fahren, aber dafür braucht man auch keinen Geländewagen.
/sign. Als die erste Generation noch eine Randerscheinung war habe ich mir auch gesagt: Okay, es gibt halt auch Bauern mit Geld und Bedarf an einem etwas besser für Straßen geeigneten Fahrzeug als den Defender und es gibt Boots/Pferd/...-Besitzer, die auch mal was schweres einen Feldweg langziehen müssen. Aber heute habe ich für "SUV" schon ernsthaft die Übersetzung "Stadtgeländewagen" gesehen. WTF!?!? Das tut doch schon beim Tippen weh.
Wie gesagt, ich fahre seit Ewigkeiten selbst Allrad, und kenne die Vorzüge eines solchen Antriebes nur zu gut. ^^ ("wie auf Schienen" und so)
"wie auf Schienen" fuhr Opel, B3 & Konzernbrüder fahren bekanntermaßen "überall hin"

(wenn sie nicht aufsetzen :-/. Hat der Synchro eigentlich eine größere Bodenfreiheit?)
Hast du nicht kürzlich noch anhaltend die Sicherheit solcher Kleinstfahrzuge kritisiert? Oder galt das nur den da von mir erwähnten/aufgezählten (~500Kg) Fahrzeugen asiatischer Herkunft? Ich persönlich würde ja sofort einen CityEl 2.0 (also eine 2017er Version) oder ähnlich kaufen und fahren (dann aber lieber wieder mit E-Antrieb, die Laufruhe eines E-Fahrzeuges ist eben schon sehr Premium). Hätte Renault beim Twizy etwas besser nachgedacht (keine Türen? WTF), ich würde mir sogar so einen kaufen. Wobei ich den CityEl schon "geiler" finde (falls noch nicht passiert, und wenn du kannst, setz dich mal in einen CityEl, oder fahr mal ne Runde damit - und laß dir dann durch den Kopf gehen dass dieses Konzept schon 30 Jahre alt ist)
Ich habe auf die Sicherheitsdefizite der real existierenden hingewiesen, ja. Aber zwischen beiden Aussagen steckt noch ein viel größerer Unterschied: Auf der einen Seite kann man 95% der Fahrten mit so einer Kiste absolvieren, aber auf der anderen Seite gehört zum heutigen Mobilitätsverständnis ein Fahrzeug für 100% aller Touren. In der Stadt hätte ich mit etwas in der Gewichtsklasse überhaupt kein Problem, auch wenn ich jetzt nicht weiß, wie gut die Crash-Sicherheit beim CityEL konkret ist (vermutlich nicht schlechter als bei meinem Fahrrad. Das sogenannten Stadtautos aber eine ganze Menge anderer Vorteile voraus hat). Aber auf Autobahnen und insbesondere Bundesstraßen wird es problematisch. Da ausreichende Sicherheit zu bieten ist zwar keine Frage des Gewichts (wie gesagt: Knautschzonen dienen vor allem dazu, die eigene Energie abzubauen - und da 80 kg Insasse da kaum einen Anteil darstellen sinkt der Bedarf beim Wechsel von 2000 auf 500 kg genauso, wie das Materialangebot), aber man braucht das volle technische Know-How und muss den vollen Entwicklungsaufwand treiben. Und das macht kein Hersteller. Die kleinen nicht, weil sie es schlicht nicht können und die großen nicht, weil man diese Investitionen bei einem Drittwagen für möchtegern Ökos nicht wieder reinbekommt. Da sind wir wieder bei den Mobilitätstansprüchen und -Konzepten - die Leute wollen erstmal ihren SUV, alles andere kann warten.
(Das übrigens auch der Grund für die fehlenden Türen beim Twizy: Das Ding erfüllt diverse Anforderungen, insbesondere im Bereich Sicherheit nicht, die es als "Auto" juristisch erfüllen müsste. Deswegen ist es auch kein Auto, sondern ein vierrädriges Leichtfahrzeug alias Quad. Und Quads dürfen nicht nur keine 50 fahren, sondern auch keine (vollwertigen) Türen haben - obwohl beides für einen Twizy technisch gar kein Problem wäre. In den USA gibt es z.B. auch eine Fassung, die 80 fährt und man kann nicht nur Türen, sondern auch Fenster nachrüsten. Aber wollte Renault ihn so in der EU verkaufen, müssten sie Crashtests bestehen - und die Entwicklungskosten um das zu schaffen, die wollte niemand investieren.
Hier ist die Intention auch eher (sagt er ja selber) dem Verbrenner einen "Todesstoß" zu versetzen. Und da ist es bzgl. Image (des E-Autos, nicht der Firma) nicht so verkehrt, oben anzufangen.
Es erleichtert die Sache zumindest deutlich: Wenn man ein Konzept hat, dass zu teuer ist und nur ein paar Meter weit fahren kann, dann sollte man in einen Markt mit deutlich sechsstelligen Verkaufspreisen und dreistelligen Lebens-km-Leistungen gehen

Der Umwelt wäre damit aber nicht einmal dann geholfen, wenn wir E-Autos in einem halben Jahrhundert mit was besserem als Kohlestrom betanken. So ein Schaufenstermodell wird mit ziemlicher Sicherheit nie die bei der Produktion verbrauchte zusätzliche Energiemenge einsparen können, weil es halt ein reines Spaßmobil zu einem Verkaufspreis ist, den sich nur Leute ohne Freizeit leisten können.
Außerdem muß man ja keine 400km/h fahren, man kann ja auch gemütlich damit fahren - und dann fast 1000KM weit. Aber der Roadster 2.0 haut ein paar Zahlen in den Teer, die vermutlich niemals von einem Verbrenner-SSW mehr geschlagen werden. Ich bezweifel dass es auch nur einen Verbrenner-SSW gibt, der egal wie sparsam gefahren mit einer Tankfüllung auch nur annähernd soweit kommt. Für das Image der E-Mob nicht gerade unwichtig.
Bei "mit einer Tankfüllung" wäre ich mir nicht so sicher. Zwar sind Sportwagen schlichtweg gar nicht auf Verbrauch optimiert (ein z.B. Lotus ist zwar sparsamer, als die meisten deutschen Alltagsautos, aber verglichen mit seinem Gewicht immer noch ein Säufer), aber einige kompensieren das mit sehr großen Tanks. Der kleine Ferrari GTC4 ist z.B. mit 8,6 l/100 km außerorts angegeben und 91 l Tankvolumen. Da sollte in der Praxis mehr drin sein, als beim Tesla. Wenn die Sportwagenhersteller bei den Verbrauchsmessungen nicht schummeln (und ganz ehrlich: Würde irgend ein Käufer diesen zusätzlichen Entwicklungsaufwand honorieren?) würde ich beispielsweise auch beim Louts Evora (6,5 l außerorts, 60 l Volumen) eine 1000 km Tour für möglich halten. Stellt sich nur die Frage, wen das bei solchen Autos interessiert?
Oder eine stufenlose Automatik.
Wenn du damit keinen leistungsfressenden Drehmomentwandler/eine hydraulische Kraftübertragung meinst, sondern ein mechanisches stufenloses Getriebe in dieser Leistungs- und Größenklasse bauen kannst, dann solltest du dir ganz schnell einen sehr, sehr gut bezahlten Ingenieursjobs sichern

Bislang ist das jedenfalls niemandem gelungen und ich würde vor dem Ende des Verbrennerzeitalters irgendwann 21X0 auch nicht mehr damit rechnen.
Allerdings wäre bei einem entsprechenden Drehmoment - über welches der Roadster scheinbar verfügt - auch eine simple Erhöhung der primären Übersetzung ausreichend, um auf eine solche Geschwindigkeit zu kommen. Das (Erhöhung des Topspeed) wäre ja auch schon beim Model S/X möglich, nur wäre der Anzug dann auf den ersten Metern deutlich schwächer. Hier könnte der 3te Motor ein Hinweis sein, denn dieser könnte einfach die Initial-Beschleunigung übernehmen (oder einfach nur das für einen zügigen Start bei einer längeren Übersetzung benötigte Anfangsdrehmoment liefern).
Siehe oben: Wechselnde Getriebeabstimmungen für die einzelnen Motoren halte ich auch für realisitisch. Aber die gleichzeitige drastische Steigerung der Höchstgeschwindigkeit und der Beschleunigung gegenüber dem S bekommst du damit nicht hin. Für 400 muss Tesla das Getriebe mindestens doppelt so lang abstimmen und sie brauchen da oben für den hohen Luftwiderstand auch absolut mehr Leistung, können den dritten Motor also nicht als reine Anfahrhilfe verbauen. Ich bleibe bei "mit Schaltung" und das noch einmal deutlich verbesserte Antrittsverhalten ist die Tugend aus der Not heraus - wenn man eh einen zweiten Gang für 400 braucht, dann muss der erste auch nicht bis 250 reichen, sondern kann einem bei 25 so richtig in den Arsch treten.
Ich find es jedenfalls spannend. Genau wie die Trucks von Tesla. Was mich hier am meisten ärgert: Er baut in die LKW einen zentral/mittig platzierten Fahrersitz ein. Auch wenn ich mich wiederhole: Warum zum Teufel macht sowas keiner bei nem "normalen" PKW? Die meisten Fahrten passieren mit 1 Person im Auto, warum gibts da kein passendes Angebot an Fahrzeugen? Siehe zb. die Mia-EV, vorne in der Mitte sitzt der Fahrer, hinten können 2-3 Passagiere sitzen, und das Ding hat Schiebetüren. Soweit mir bekannt das einzige Fahrzeug mit einem solchen Konzept. Dabei ist es das perfekte Konzept für die Massen. Gut, den Twizy gäbe es da noch, das wars aber auch schon.
Maclaran hatte da mal was im Angebot
Aber Grundsätzlich ist eine mittige Fahrerposition erstmal eine große Umstellung und ggf. auch danach noch ein Sicherheitsnachteil. Zumindest in Europa gibts auf der linken Seite wesentlich mehr zeitkritische Ereignisse zu beobachten und z.B. Überholen auf Landstraßen wird mit mittiger Fahrerposition komplett unmöglich, weil man nicht am Vorderman vorbeischauen kann ohne schon 1 m in den Gegenverkehr zu ragen. Im Fahrzeug wiederum sind drei Leute pro Reihe immer sehr eng und eine weitere Reihe extra für den Fahrer kostet viel Platz. Das können sich nur Fahrzeuge ohne Motor vorn (easy für E-Autos) UND ohne Knautschzone (not-so-easy...) erlauben, in dem sie zusätzlichen Platz zwischen den Vorderräder aquierieren. Netto betrachtet finde ich das dann aber auch nicht optimal, denn wen man den Fahrer schon direkt hinter der Stoßstange platziert, kann man da auch gleich noch einen Beifahrer unterbringen (viele Leute, insbesondere Eltern, dürften das auch kommunikationstechnisch bevorzugen), siehe Subaru Limbero/Sambar. 6 Personen auf unter 5 m² - so hat Stadtverkehr vielleicht noch eine Zukunft.
Dabei gabs ja schon Studien in die Richtung, siehe zb. den L1 (1 Liter) von VW:
Und mal ehrlich, sieht der nicht scharf aus?

Und den optional hinten noch etwas breiter, damit hinten 2 Personen sitzen können (und man mehr Stauraum zum einkaufen hat), und statt nem Verbrenner zwei E-Motoren und Allrad (oder 4 Hub-Motoren und Wegfall der Gelenkwellen usw... - gut, wegen mir auch nur Front- oder Heckantrieb^^). Und so wie er da steht optional als 1-Sitzer mit dafür entsprechendem Stauraum hinterm Fahrersitz. Dazu noch nen fairen Verkaufspreis, fertig.
Tjo. Ich hab die Entwicklung damals durchaus mit Aufmerksamkeit verfolgt (auch wenn ich selbst auf >50% meiner Fahrkilometer etwas deutlich größeres brauche), aber es ist ja bekannt, was draus wurde...