Link bitte, ich muss meine eigenen Plänen durchdenken
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Die Preise variieren u.a. je nach gewähltem Standort und Mietzeitraum. Wo mir letzte Woche noch ab 200€ für nen Kombi (aus Frankfurt) inkl. 3000KM angezeigt wurden, sind es heute 245€ (und 3750KM). Vielleicht hab ich auch nen anderen Tag zum abholen/abgeben angegeben. Und das ist auch einfach nur der erste Treffer bei der Suche nach "Mietwagen" in Google.
? Wie das eine Antwort auf meine Frage sein kann, musst du mir nochmal erklären.
Dann hab ich wohl die Frage nicht verstanden.
Hab ich doch erklärt? Faktor 1: Heutige Taxis sind aus Nutzersicht autonom, werden aber auch bei leichter Verfügbarkeit kaum genutzt. Einzig naheliegender Grund wäre der Preis, autonome Taxis müssen also deutlich niedrigere Preise aufrufen, um die Mobilität nachhaltig zu verändern. Wenn dir ein besserer Grund einfällt - das hier ist ein Diskussionsforum.
Naja, ich verstehe nach wie vor nicht wieso 10x günstiger sein muß. 25% günstiger wäre zb. schon ein Anreiz, oder auch 50%. Aber gleich um den Faktor 10 günstiger?
Faktor 2: Der einzige funktionale Nachteil heutiger Taxis, der mir einfallen würde, ist die oft nicht gegebene oder mit Wartezeiten verbundene Verfügbarkeit. Die einzige Möglichkeit, diese mit autonomen Taxis zu verringern, ist eine deutlich größere Flotte.
Deutlich größer müsste sie eigentlich gar nicht sein. Die Aufteilung (auch der Warte-/bzw. Ladestationen) würde ja anhand der Nachfrage geregelt. Heute sammeln sich ja alle Taxen an bestimmten Plätzen, zb. dem Bahnhof, Flughafen usw, entsprechend sind die Anfahrtszeiten bei einem Anruf von außerhalb. Ohne Taxifahrer sind die Kosten beim warten deutlich geringer, ergo kann man einzelne Taxen auch mal außerhalb warten lassen, ohne das die Unkosten explodieren, selbst wenn es mal eine Weile nicht gerufen wird (durch niedrigere Preise werden sie aber sehr wahrscheinlich auch außerhalb wieder öfter gerufen).
Und die Einsparmöglichkeiten beim Personal sind beschränkt, denn Taxifahrer verdienen schon ziemlich schlecht und übernehmen auch Reinigungsaufgaben, die bei autonomen Taxis jemand anders übernehmen muss. Die autonomen Fahrzeuge selbst müssen also einen Teil der erheblichen Einsparungen beitragen - und wie das mit technisch aufwendigeren Autos gehen soll, muss mir erstmal einer erklären.
Der Taxifahrer ist der mit Abstand größte Unkostenfaktor. Und er reinigt auch nur sein Fahrzeug. Bei autonomen Taxen erfolgt das Reinigen eben in Sammelstellen, und da kann 1 Person in 8h locker 20 Taxen sehr gründlich reinigen, die Betriebsmittel (Scheibenreiniger) checken, evtl. sogar direkt Wartungsaufgaben übernehmen (Verschleißteile überprüfen). Und je nach Auslastung wären sogar Wechselakkus denkbar/möglich, damit ein Taxi nicht ggf. X-Stunden täglich mit Nachladen verbringen muß (= Reduzierung der benötigten Fahrzeuge).
Ausnahmesituationen wie "auf eine Hauptstraße einfädeln"? "LKW auf der Straße erkennen"? "Überholmanöver auf Straßen mit mehr als 30 km/h Geschwindigkeitsunterschied planen"? "Straßenschilder mit kleinem Aufkleber erkennen"?
Das sind keine Ausnahmesituationen, und Straßenschilder mit Aufklebern sind nun wirklich das kleinste Problem (wenn man davon absieht, dass das Auto eigentlich keine Straßenschilder erkennen muß).
Wo man Berichte von Prototypen in der Innenstadt hört, sind die Systeme regelmäßig mit Situationen überfordert, die der durchschnittliche Fahranfänger in seiner ersten Stunde außerhalb des Übungsplat meistert und die in meiner Jugend für Fünftklässler auf dem Weg zur Schule keine Seltenheit waren.
Das sind Ausnahmen, genau wie Menschliche Fahrer die mit solchen "Standard-Situationen" regelmäßig überfordert sind. Schau dir mal ein paar Videos auf Youtube an, in welchen Situationen der Mensch so alles versagt. Du stellst den Mensch, so kommt es mir jedenfalls vor, deutlich "fähiger" hin, als er tatsächlich ist. Und das autonomes Fahren noch etwas dauert, ist auch kein Geheimnis mehr. Selbst bei Tesla, wo du für tausende €uro eine bessere Sensorik für autonomes Fahren optional dazu bestellen kannst, werden ja noch lange nicht alle Funktionen auch freigeschaltet.
Nicht erst seit heute sind es teilautonome Systeme wie zb. der Bremsassistent, die zunehmend den Fahrer unterstützen, und Leben retten (zb. wenn jemand sehr knapp vors Auto rennt, den der menschliche Fahrer schon aufgrund seiner Reaktionszeit überollen würde, der Bremsassistent aber nicht).
Jede einzelne Studie und jede einzelne Alltagserfahrung, die ich kenne, sprechen dafür, dass fahrerische Qualitäten ohne Übung rapide nachlassen (sowohl kurzfristig -man kann nicht binnen Sekunden die Kontrolle übernehmen- als auch langfristig -nach einigen Monaten bis wenigen Jahren verliert man massiv an Verkehrssicherheit). Das teilautonome Auto, dass schwierige Passagen einem Menschen überlassen will, der in Standard-Situationen nicht mehr fährt, ist mit Abstand die unsicherste Lösung.
Das ist die Antwort auf meine Aussage, dass es noch etwas dauert bis man sich in ein Auto komplett ohne Lenkrad setzen kann? Das teilautonome System ist lediglich eine Unterstützung des Menschen. Ihm werden ermüdende Aufgaben abgenommen (zb. ohne Tempomat auf der Autobahn mit dem Gasfuß die Geschwindigkeit zu halten).
Den Verkehr soll der Fahrer dabei natürlich nach wie vor im Auge behalten. Wenn aber manche Autofahrer meinen ein Nickerchen machen zu können, dann ist das ein Problem des Menschen, nicht des teilautonomen Systems. Abstandsradar, Abstandsregeltempomat, Bremsassistent, Spurhalteassistent usw, all das sind Systeme die aktuell nichts weiter machen, als "parasitäre" Aufgaben zu übernehmen (Steuerung/Bedienung des Fahrzeuges). Genau dadurch hat der Fahrer ja erst "Ressourcen" frei, um sich sogar noch besser auf den Verkehr kümmern zu können.
Wenn er dabei natürlich Videos anschaut, und deswegen unter einen LKW knallt, dann hat er das mit der "Teilautonomi" nicht so richtig verstehen wollen. Hier ist aber der Mensch das Problem (wie bei 98% aller Unfälle), nicht der Computer.
Da bin ich ehrlich gesagt anderer Meinung und frage mich, wieso das immer so hochgepuscht wird. Kein Mensch entscheidet in diesen hypothetischen Szenarien irgend etwas rational. Wo immer ein Mensch die Möglichkeit, etwaige Folgen zu durchdenken, hat er ohnehin mehr als genug Zeit für "erfolgreiche Vollbremsung". Und quasi alle derartigen Szenarien gehen auch auf Situationen zurück, in denen die Frage entweder ethisch einfach ist oder sich technisch ebenfalls nicht stellt: Wenn es keinen potentiell schadensfreien Ausweg gibt, dann hat entweder jemand plötzlich den Weg versperrt und das Auto sollte mit einer Vollbremsung reagieren, um den Schaden möglichst gering zu halten, aber nicht ausweichen um den Schaden auf bis dato unbeteiligte zu verlagern. Oder aber es gab nie einen freien Weg und das autonome Auto fährt aufgrund seiner eigenen Unfähigkeit un(zureichend )kontrolliert auf seine Opfer zu. Dann hat es auch keinen Anlass, darüber nachzudenken.
Dass der Mensch in den wirklich knappen Situationen nicht unbedingt rational entscheidet ändert nichts daran, dass der Computer in der Situation durchaus eine zahlreiche Menge an "Überlegungen" anstellen kann. Und "nicht ausweichen um den Schaden auf bis dato Unbeteiligte zu verlagern"? Und wenn die Zahl der potentiellen Opfer bzw. die Wahrscheinlichkeit schwerer Verletzungen damit reduziert werden kann? Der Mensch brauch zwar etwas länger, aber auch er kann in sehr kurzer Zeit wichtige Entscheidungen treffen. Nur dass die dann sehr oft nicht in der optimalsten Handlung resultieren.
Wenn also zb. plötzlich eine Gruppe Kinder knapp vor einem Fahrzeug auf die Fahrbahn läuft, auf der Gegenspur gerade ein Auto angefahren kommt, und rechts auf dem Bürgersteig sich auch noch Kinder aufhalten, dann macht man dem Menschen vielleicht keine Vorwürfe wenn er falsch reagiert. Aber von einem Computer erwartet man natürlich, dass er sich für die Lösung mit der geringsten "Opferanzahl" (Beschädigung von Menschen) entscheidet. Übrigens ein Beispiel für die überlegene Sicherheit durch vernetzte autonome Fahrzeuge. Denn hier würde dein Wagen zb. ein Signal an den Gegenverkehr (bzw. alle potentiell betroffenen Fahrzeuge) senden, der direkt eine Notbremsung einleitet, und dir damit zumindest ein Ausweichen in den Gegenverkehr mit deutlich weniger schlimmen (wenn überhaupt) Folgen ermöglichen würde.
Denn auch wenn der vorderste Fahrer einer Gefahrensituation vielleicht gerade so noch entkommen kann, der Nachfolgende Verkehr kann das sehr oft nicht. Bei einer Vernetzten Mobilität könnten direkt alle Fahrzeuge, die von der Situation betroffen wären, Maßnahmen ergreifen (ausweichen, bremsen), lange bevor die entsprechenden "Fahrer" überhaupt etwas von der Situation mitbekommen könnten.
Und im Straßenverkehr kommt es sehr oft zu Sitationen, in denen primär die (spontane oder überlegte) Reaktion eines Fahrers darüber entscheidet, wie hoch oder ob überhaupt der Schaden an eigentlich unbeteiligten wird. Du kannst dir ja auf Youtube mal Videos anschauen, wo eine Situation eigentlich gar keine Opfer erfodert hätte, aber das Fehlverhalten eines Fahrers direkt zu einem Massenunfall mit zahlreichen Opfern (Tote und Verletze) geführt hat. Und sehr oft ist derjenige, der dann noch mit einem "blauen Auge" davongekommen ist, der Verursacher des ganzen Chaos.
Wäre er dagegen aufmerksam unterwegs, hätte er bei Innenstadtgeschwindigkeiten rechtzeitig anhalten können.
Du solltest dir wirklich mal einige Dashcam-Videos auf Youtube anschauen. Es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten, wie jemand der beim Fahren alles 100%ig korrekt macht, trotzdem plötzlich in eine Situation kommen kann, wo seine "spontane Reaktion" über Leben oder Tot entscheidet. Nicht nur wenn jemand sehr knapp vor dein Auto läuft. Es reicht schon wenn ein Dritter (Fahrer) einen Fehler macht, der dich innerhalb von Sekunden aus deiner fehlerfreien Fahrt in einen Alptraum katapultiert. Ich hab mittlerweile schon so viele Menschen (Fahrer und Beifahrer) sterben sehen, die überhaupt nichts falsch gemacht haben. Die entweder schon tot waren bevor sie reagieren konnten, oder die sich spontan von allen möglichen Optionen leider gerade für eine der ungünstigsten entschieden haben. Die sehr oft einfach keine Chance mehr hatten, die vielleicht einzig richtige Entscheidung zu treffen.
Schilder werden geplant? Das mag auf dem Papier so stehen. Guck dir eine x-beliebige Baustelle abseits von Autobahnen an, da weiß die Stadt bestenfalls, dass sie die Schilder rausgegeben hat.
Ich sprach natürlich primär von normalen Straßenschildern. Baustelle? Die wird mir bei meiner Navisoftware heute schon spätestens dann angezeigt, wenn ein paar andere Navi-Nutzer mit Internet eingeschaltet dort mit verringerter Geschwindigkeit vorbeigefahren sind. Nur das solche Systeme heute optional sind, und vom tlw. vom Nutzer gesteuert werden (die Nutzer können Baustellen usw. auch mit 2 Klicks selber melden). Bei vernetzten Autos würde sich jede Änderung im Straßenverkehr in Echtzeit ausbreiten können, ganz ohne externen Zugriff (nicht nur eine Veränderung der Geschwindigkeit, auch die Anzahl an aktuell genutzten Spuren usw). Ganz abgesehen davon das bei vernetzter Mobilität auch die Position jedes Autos an die Fahrzeuge in einem bestimmten Umkreis übertragen werden könnte (unabhängig davon ob selbst per GPS übermittelt, oder von den Sensoren anderer Fahrzeuge).
Sowas auch nur technisch umzusetzen ist in meinen Augen bis auf weiteres nicht zu schaffen.
Sowas hab ich schon bei vielen Dingen gehört, die heute völlig normal sind.
Nebenstraßen werden vielleicht alle paar Jahrzehnte markierungstechnisch behandelt, wenn überhaupt. Darauf können autonome Autos nicht warten.
Tesla bewirbt seine optional erhältliches Sensoren-Pakete (das erste Upgrade kostet 6000€ Aufpreis, das zweite noch mal 3600€) beim Model S schon damit, dass durch die neuen Sensoren (es gab eine deutlich Aufwertung im Vergleich zum Vorgänger) eine Navigation auch komplett ohne Fahrbahnmarkierung möglich ist.
Stufe 2:
Stufe 3:
Daher denke ich, selbst wenn dieses Hardware-Setup noch nicht ausreichend sein sollte, spätestens das nächste wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sein. Und dann sind wir erst am Anfang, und immer noch bei Autos mit Lenkrad (also mMn noch nicht der wirklich vollautonomen Generation). Die Verbesserungen ggü. dem Vorgänger sind schon sehr erheblich, und werden in 1-2-3 Jahren sicher wieder erheblich ausfallen. Bis der vollautonome Betrieb im Straßenverkehr mal zugelassen wird (was ja durchaus bedeuten kann, das selbst aktuelle oder noch kommende Tesla-Modelle die dann gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen!), werden die Unzulänglichkeiten die du heute bemängelst (falls sie mit der aktuellen Sensorik nicht schon obsolet sind) kein Thema mehr sein. Und das muß nicht länger als 3-5 Jahre dauern.
Und ja, ich weiß (und habe berücksichtigt) dass die Aussagen von Tesla durchaus eine Spur zu optimistisch sein können. ^^
Ja, mit der Einstellung scheinen einige Autofahrer unterwegs zu sein...
Zur Erinnerung: Radfahrer und Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer mit Verkehrsrechten und typischen Verhalten, das vorrausschauend zu berücksichtigen ist. Wenn man nicht erkennt, mit was man es zu tun hat, kann man auch das Bewegungsspektrum nicht berücksichtigen. Ein Fußgänger kann z.B. seine Richtung schlagartig um 90° ändern, aber nur sehr beschränkt beschleunigen. Ein Radfahrer dagegen ist deutlich flotter unterwegs und wird zum Beispiel bei Annäherung an parkende Autos deutlich weiter in die Spurmitte rücken und dies nur kurz vorher durch eine Körperbewegung (aber keine Lichtsignale - Danke lieber Verkehrsminister) andeuten. Ein Fahrer ist da (mehr oder minder) drauf vorbereitet, ein Auto dass nichtmal erkennt, um was es da geht...?
Kann oder könnte hat hier mMn keine Relevanz. Auch der Radfahrer könnte seine Richtung annähernd schlagartig um 90° ändern (muß ja nicht mal gewollt sein), ein sportlicher Fußgänger schneller als ein Radfahrer (oder Auto) beschleunigen. Deswegen ist es gar nicht erforderlich die einzelnen Objekte absolut zu definieren. Ich sagte ja, Art (Mensch oder Tier), Position, Bewegungsgeschwindigkeit und Richtung. Und das in einem Intervall so hoch wie möglich. Es spielt überhaupt keine Rolle was das einzelne Objekt theoretisch könnte, es zählt was es aktuell tut. Sonst dürfte auch ein menschlicher Fahrer nur im Schrittempo durch die Stadt fahren, denn fast jeder Fußgänger an dem er vorbeifährt könnte plötzlich eine 90° Drehung samt Spurt auf die Straße vor das Auto hinlegen. Aber in der Regel wird er das nicht tun. Entscheident ist hier nur das Verhalten des Fahrers, wenn der Fußgänger es tut.
Daher sollte man besser davon ausgehen, dass jedes dieser Objekte sein Bewegungsverhalten (Richtung und Geschwindigkeit) schlagartig ändern könnte. Aber reagieren muß das Fahrzeug erst, wenn sie es tun. Und welche Rolle spielt es dann, ob ein Radfahrer oder ein Fußgänger mit 20km/h den Fahrweg unvorhergesehen kreuzen? Oder ein Radfahrer der neben seinem Bike läuft? Und seit wann können Fußgänger nur beschränkt beschleunigen? Auf den ersten Metern renn ich "alter Sack" dir jedem Radfahrer davon.
Und du hast als Autofahrer zu einem Radfahrer den gleichen Abstand einzuhalten wie zu einem Mofa, Moped oder Motorradfahrer.
und damit meine ich nicht die, die Querbeet fahren "und selbst an ihrem Tod schuld sind"
Selbst schuld oder nicht, ein computer kann einem solchen Radfahrer eher das Leben "retten" als ein fahrer. Denn darum geht es schließlich im Straßenverkehr, auch immer mit den Fehlern anderer Teilnehmer zu rechnen. Zwei Punkte deren Einhalten mMn >70% der Unfälle verhindern könnten, an die sich aber viele Fahrer nicht halten: Vorrausschauendes Fahren mit angepasster Geschwindigkeit. Egal ob innerstädtisch, auf der Landstraße oder der Autobahn, wer vorrausschauend und mit einer angepassten Geschwindigkeit fährt, hat für die meisten Situationen genug Zeit und Abstand um entsprechend reagieren zu können.
Der Straßenverkehr ist nämlich nicht der geeignete Ort, um die Zeit reinzuholen, die man vorher beim masturbieren, länger schlafen oder sonstigen Tätigkeiten vertrödelt hat. Aber genau das denken sehr viele Fahrer. Jede Minute die man hier einsparen kann, kann man anschließend für wichtigere Aufgaben nutzen. Auch wenn man damit das Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmer hier und da direkt mal exponentiell erhöht.
Das Problem für mich wäre daher nicht mal der Radfahrer der sich dummerweise gerade selbst aus dem Spiel nimmt, sondern der schwere LKW, der vielleicht gerade noch völlig erschrocken versucht auszuweichen, und dabei frontal in den Kombi auf der Gegenfahrbahn knallt - und vielleicht eine ganze Familie ausradiert. Und da sind wir wieder bzgl. der ethischen Frage. Ein autonomer LKW hätte vielleicht einfach nur gebremst, und dabei unausweichlich "nur" den Radfahrer in den Teer massiert.
Die Bahn ist, mit "etwas" Optimierung und vor allem mit Direktverbindungen sicherlich eine Alternative zum Flieger.
Aber wie du selbst schon sagst: Das ist eine andere Form von Urlaub als die, für die man ein Auto nimmt.
Das stimmt, denn 1000-1500KM (oder mehr) mit dem Auto in den Urlaub fahren ist deutlich weniger "entspannend", selbst wenn man 1-2x mit seinem Gepäck umsteigen muß. Eigentlich sollte das Fahren solcher Strecken grundsätzlich unattraktiver als die Alternative sein. Und wenn das Personal sich um das Gepäck kümmert, kann es das auch problemlos sein. Und das eigene Auto von zu Hause muß man im Zielgebiet auch nicht unbedingt dabei haben. Wir sind auch schon monatelang im VW-Bus durch Südafrika gefahren, oder haben Jeep-Touren durch Nordafrika gemacht. Auch alles im eigenen Auto. Aber das haben wir uns einfach dort gekauft.
Siehe oben: Du hast da Preise, die gefühlt eine Größenordnung unter dem liegen, was ich so kenne. (Mal spontan bei Sixt geguckt: Mein letzter Camping-Urlaub auf dem Balkan wäre sogar unmöglich gewesen, da das Land nicht in "Zone1" liegt, es aber keinen Kombi gibt, mit dem man in "Zone 2" fahren darf.)
Auch unter dem was ich so kannte. Aber wenn ich ehrlich bin, ich hab seit Jahren nicht mehr nach Mietwagen geschaut. Wegen dir hab ich sogar zum ersten mal einen Preisvergleich für Mietwagen benutzt, ich wusste nicht mal dass es sowas gibt. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft, und Mietwagen bekommst du heutzutage (scheinbar) hinterher geworfen.
Und eine Möglichkeit die wir (zumindest ich) bisher noch gar nicht bedacht haben: Langstrecken-Mietwagen mit E-Antrieb. Also E-Mietwagen die speziell auf lange Strecken ausgelegt sind. Schön groß für viel Gepäck (Kombi/Van), sparsamer E-Antrieb, und maximaler Akku mit Superschnellladefähigkeit. Alle zb. 600-700Km mal nen Stündchen oder anderthalb Pause sollte doch nun wirklich kein Problem sein.
Du hast einen Zirkelschluss:
=>"Puffer sind kein Problem, weil in den Elektroautos"=>"kein Problem bedeutet keine hohen Kosten"=>"Elektroautos werden akzeptiert"=>"Elektroautos belasten das Stromnetz"=>"Stromnetz ist kein Problem mit Puffern"=>
Jain. Aktuell wird sehr viel vom erzeugten Strom (primär wohl Öko-Strom, wegen der Spitzen) verkauft, oder einfach in ausländische Netze gepuffert, oder sehr oft direkt am Erzeugungsort (PV, Windkraft) in den Boden geleitet. Diesen ganzen temporären Überschuß könnte man schon mal in intelligente Akkus puffern, bzw. in Reichweite umsetzen. Das dürften schon heute eine ganze Menge elektrische Kilometer für E-Mob sein. Und mit zunehmdem Ausbau von grünem Strom (für zunehmde E-Mob ja auch erforderlich, wenngleich der mit Abstand größte Bedarf ja unsere allgemein benötigte Energie ist), wäre eine zunehmende E-Mob (mehr Akkus) quasi von Vorteil. In einem nicht gerade kleinen Rahmen würde sich die schrittweise Expansion beider System ergänzen.
In der Realität sieht es eher so aus:
potentieller Autokäufer: Das Ding ist teuer und die Infrastruktur fehlt!
Stromversorger: Wieso sollte ich die Infrastruktur bezahlen in der Hoffnung, dass manchmal eins dieser quasi nicht gekauften E-Autos da steht, wenn ich den Akku einfach direkt kaufen und unter eigener Kontrolle nutzen kann?
Weil zumindest beim aktuellen Mobilitätskonzept (was wohl noch einige Jahre bestehen wird) der mobile Akku die mit Abstand meiste Zeit nur rumsteht - und damit ein stationärer Akku ist. Das Aufteilen der Kosten auf Fahrer (Besitzer) und Versorger würde für beide Seiten geringere Kosten pro nutzbarer Kapazitätseinheit bedeuten. Und das auch dann, wenn der Erzeuger einen Teil zur Ladeinfrastruktur beisteuert (er verdient ja am Ladestrom wieder), um zb. bei Arbeitgebern für entsprechende Lademöglichkeiten zu sorgen. Der Autofahrer könnte per Software definieren, wieviel seiner Kapazität er für intelligentes Puffern bereitstellt, und dafür dann zb. optional mit entsprechenden Nachlässen beim Stromkauf belohnt werden (er puffert dann vielleicht überschüssigen Strom in seine Nutzkapazität, kauft ihn aber als Ladestrom vergünstigt ein). Möglichkeiten zur Ausgestaltung gäbe es hier zahlreiche.
Und wenn die Versorger schlau wären, würden sie dem Trend der dezentralen Versorgung auch viel mehr entgegen kommen, und sich selbst verstärkt an Heim-PV beteiligen. Dann könnte man sich als Versorger zumindest Nutzungs-Anteile an den Heim-Speichern sichern. Denn über kurz oder lang werden, nicht zuletzt durch sinkende Preise der PV und Pufferspeicher, quasi alle Immobilien mal mit PV eingedeckt werden. Dezentrale Erzeugung/Versorgung ist eben am sinnvollsten. Wofür Felder mit PV vollstellen und dann den Strom puffern und verteilen, wenn er direkt beim Verbraucher erzeugt und gepuffert werden kann.
Und wie schon mehrfach dargelegt: Bis wir ein Stromnetzt und erneuerbare Kraftwerke in Überzahl haben, zahlt sich E-Mobilität für die Umwelt eben gar nicht aus.
Das sagst du jedes mal, ist aber nicht nur mMn einfach nur falsch. Damit sich die E-Mob auszahlt muß sie nur sauberer als aktuelle Verbrenner sein, und das ist sie quasi aus dem Stand.
... ist verlorenes Potential für sinnvolleres.
Da geb ich dir ja ja wie gesagt ein Stück weit recht. Der Unterschied ist, dass die Investitionen der E-Mob zu einem größeren Teil (natürlich nicht nur) dem "Volk" zugute kommen. Denn die bekommen dafür E-Autos. Die deutlich sinnvolleren Zuschüße bzgl. der Erzeugung kommen zu 100% erstmal den Erzeugern/Versorgern/Unternehmen zu Gute. Die machen aber jährlich zweistellige Milliardenbeträge Gewinn. Also sollte es deren Aufgabe sein, in die Erzeugung zu investieren. Die fahren die dicke Kohle ein, und wir Kunden sollen mit unseren Steuern auch noch zusätzlich deren Infrastruktur erneuern? WTF. Das ist zumindest nicht sehr schlüssig. Genau wie eine direkte (nicht über einen Zuschuß zum Kaufpreis) Subventionierung der Autobauer, damit die auf unsere Kosten umrüsten, obwohl auch die Milliarden Gewinne einfahren. Sowas ist an "Schwachsinnigkeit" ja fast nicht mehr zu überbieten. Dann müssen eben Gesetze geschaffen/geändert werden. Oder entsprechende Zuschüsse nur noch als Darlehen gewährt werden.
Power to Gas wird heute schon in kleinem Maßstab genutzt und sollte in fünf Jahren bereit für den Masseneinsatz sein. Die Frage, ob gasgetriebene Fahrzeuge Zukunftspotential haben, hängt dann allein davon ab, ob in den folgenden Jahrzehnten eine bessere Langezeit-Speichertechnik für überflüssigen Strom findet. Bislang wird keine hoch gehandelt.
Du meinst Strom zu Gas, Gas zu Verbrenner? Oder dann wieder Gas zu Strom? Dass der Verbrenner, egal mit welchem Treibstoff genutzt, nicht die Zukunft ist, ist für mich in Stein gemeißelt. Nicht nur wegen der Effizienz, auch wegen der Belastung durch die Instandhaltung. Und das selbst mit Keramiklegierung (kein Verschleiß, kaum bis keine Schmierstoffe nötig), kalter Verbrennung, und was in der Theorie noch alles möglich wäre. Der Elektromotor ist einfach der sauberste Antrieb. Und sauberen Strom brauchen wir primär schon für unseren allgemeinen Energiebedarf.
Ein Großteil der aktuellen Ausbauten zielt nicht auf den Bedarf pro Auto, sondern pro Fläche ab. Ein geschlossenes Netz brauchst du halt eigentlich schon seit dem ersten Fahrzeug, dass ein vollwertiger Ersatz sein soll. Stattdessen hat man nicht einmal ein einheitliches, zufriedenstellendes System...
Was aber auch nicht der Technik geschuldet ist, sondern den "dusseligen" Entscheidungsträgern. Und das Netz muß nur den Ansprüchen der aktuellen Nutzer bzw. deren Ansprüchen genügen. Es sollte daher intelligent mitwachsen, statt jetzt schon für ein Szenario mit 60mio E-Autos ausgelegt zu sein/werden. Dass das nur eingeschränkt möglich ist ist mir klar, aber soweit möglich sollte man sich daran halten.
Quad- und Motorrad-
zur-Arbeit-Fahrer gibt es fast gar nicht. Und Fahrad-/Mofa-/
Fußfahrer eben leider ziemlich wenige - sonst könnten wir uns die ganze Diskussion hier sparen
Wobei die Fußfahrer schon äußerst selten sind.

Und ich sprach nicht vom Weg zur Arbeit, sondern von Fahrern allgemein (wegen deinem ständigen "Crashtest-Argument" - oder redest du von speziellen "zur-Arbeit-fahren-Crashtests"?

)
Und genau das mein ich ja. Ich bekomme was, 4000€ zum E-Auto als Zuschuss? Warum dann nicht nen Tausi oder zwei zum Pedelec/E-Roller? Wäre das nicht sinnvoller?
PS: Wow, nice. Kurz vor Ende meiner Wall of Text schenkt Win10 mit nen Bluescreen. Danke an die Forensoftware, die mir annähernd mein komplettes Posting nach den Neustart wiederherstellen konnte. Ich war gerade ziiiiiiiiemlich angepisst............ (schnell auf "Antworten" klicken^^)