Entsorgung DP Ultra

Auf keinen Fall, deshalb stehts ja bei(muss man mittlerweile ja machen). Oder meinst du das "nicht ernst nehmen", denn das ist definitiv ernst gemeint?
 
@psalm64

Fahre doch einfach zum Wertstoffhof deklariere es als "Kfz-Kühlmittel", dann weiß der Typ bescheid wie er handeln muss (er wird da bestimmt keine Probe ins Labor schicken oder ein Lackmuspapiertest machen :D ) und du hast dein Umweltgewissen beruhigt ... so einfach kann das sein! :ka:
 
Hab mich das heute auch grad gefragt.

Wobei man sich halt fragen muss warum man bei Ethylen-Glykol so ein Geschiss drum macht aber es bei uns Problemlos möglich ist Kloreiniger in den Wasserkreislauf zu bringen
:lol:

Siehe Cillit Bang :
1,0g Natriumhypochlorit, <5% Bleichmittel auf Chlorbasis, <5% amphotere Tenside, <5% anionische Tenside, Desinfektionsmittel, Duftstoffe.

Oder Klostein reiniger :
Salzsäure, 2,2'- (Octadec-9-enylimino) bisethanol und Alkohole, C13-15, verzweigt und linear, ethoxyliert (8 E0), unter 5 % nichtionische Tenside, Duftstoffe

Ich denke die Filteranlagen kriegen das alles rausgefiltert, wenn ich die Wahl hätte würde ich lieber Wakü-Pampe mit reinem Ethylen-Glykol / Glysantin im Grundwasser haben als Salzsäure und Bleichmittel, wenn dann würde ich das Klozeugs zum Verwerter bringen bevor ich das Wakü wässerchen hinbringe. Ich glaub wenn das Zeug Rot oder Blau ist dann hat irgendeiner der die Gesezte gemacht hat wohl gedacht "WOW KÜHLERWASSER, DAS IM AUTO IST? POAH DAS MUSS ALS SONDERMÜLL BEHANDELT WERDEN, DAS IST JA ROSA, UND LÄUFT DURCH GUMMISCHLÄUCHE, DA SIND BESTIMMT VIELE GIFTSTOFFE DRIN".
:D
 
Oh, guter Hinweis:
Ich war damit beim Werkstoffhof und die haben das ohne große Nachfragen einfach entgegengenommen. :)
 
Hier noch ein kleiner Hinweis zum Ethylen-Glykol bzgl. verträglichkeit :

"Bei oraler Aufnahme von 30 ml oder mehr handelt es sich um eine schwere, bei mehr als 100 ml um eine lebensbedrohliche Intoxikation.["

In anderen Worten ist nicht schädlicher als reiner Alkohol, damit kannste dir (übertrieben gesagt) nen Vodka-O mixen, im Grundwasser würde nix dagegen sprechen. Also warum zum teufel MUSS das zum Verwerter? Gibt keine Logische Erklärung, vielleicht weiß ja jemand mehr. Laut Gesetz darf ich 100L Alkohol in die Toilette kippen... Also warum das nicht?
 
Gibt keine Logische Erklärung, vielleicht weiß ja jemand mehr. Laut Gesetz darf ich 100L Alkohol in die Toilette kippen... Also warum das nicht?
Das ist relativ einfach:
Alkohol im Sinne von Ethanol kann in den biologischen Abbaustufen normaler Klärwerke auf üblichem Wege abgebaut werden (da leben Bakterien die Ethanol einfach beispielsweise zu Acetaldehyd verstoffwechseln was dann weiter aufgefressen wird).
Ethylenglykol dagegen ist schwieriger abbaubar, wobei es auch da Organismen gibt die das zersetzen - aber das ist sehr aufwendig im Sinne von es dauert lange, hat viele Zwischenschritte und einen sehr hohen BSB (Biochemischer Sauerstoffbedarf), heißt man muss irre lüften und es behindert den Abbau "normaler" Stoffe die den Sauerstoff auch gerne hätten.

Alles, was vom Standard-Belebtschlamm von Klärbecken "gefressen" wird kannste in (fast) beliebigen Mengen ins Abwasser kippen. Die Begrenzung ist da nur was die Biostufe pro Zeit (und Sauerstoff...) abbauen kann ohne biologisch umzukippen. Chemikalien die nicht auf diese Weise abbaubar sind müssen dagegen mit anderen prozesstechnischen Verfahren rausgeholt werden was sehr aufwendig/teuer oder je nach Chemikalie auch (für übliche Klärwerke) unmöglich sein kann.

Chemisch gesehen ist da einfach ein riesen Unterschied zwischen Ethanol und Ethandiol.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch ist die Wirkung von Etylen unterschiedlich, je nach Organismus – wie eigentlich für bei allen Giftstoffen. Deswegen kann der Hobbygärtner sein Round-Up literweise verteilen und kriegt allenfalls Jahrzehnte später ein paar Tumore, aber die Insekten kippen sofort um. Im Falle von Ethylen sind meinem Wissen nach vor allem Fische und aquatische Weichtiere die Gefährdeten, weswegen es eben nicht in Gewässer gelangen darf. Abgesehen davon, dass die das Zeug nicht schlucken, sondern atmen müssen, verkraften sie offensichtlich weniger davon.

Säuren und Laugen dagegen sind nur eine Frage der Verdünnung beziehungsweise Vermischung. Mit einer Mischung aus 10 ml 1 molarer Salzsäure und 100 ml 0,1 molarer Natronlauge zu gurgeln, sollte meinem Wissen nach keine Probleme bereiten. Aber eine Nesselqualle, die Schildkröten ohne Probleme fressen, würde ich nicht in den Mund nehmen wollen.
 
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