News Endless OS 6: Linux-Distribution für Schüler und Spieler

@Schinken

Ich wollte mit meinem Post nur sagen, würde es auf einer Seite alle diese Informationen geben, wären viel mehr Menschen an Linux interessiert als jetzt.
Gibt es ja hundertfach.
Man muss leider bei Linux viel Googlen. Man muss viel lesen und man muss es dann auch noch verstehen.
Ja naja, um neue Dinge zu lernen muss man lesen und verstehen.
Und das Wissen Windows zu bedienen ist in die Wiege gelegt? Kann jeder von Geburt an?
Abgesehen davon muss man bei Windows natürlich auch dauernd was googlen. Oder hast du da alle Einstellungen im Kopf?
Am besten ohne je was dazu gelesen zu haben.
Bin extra nicht auf SUDO eingegangen. Das alleine ist ja schon fast ein Studium für die meisten.
Oh ja, sudo ist so kompliziert wie ein Rechtsklick->Als Admin ausführen.
Ich mein, das wars auch schon. Schreibt man sudo vor einen Befehl, wird er mit höheren Rrchten ausgeführt.
Kein Studium nötig. Und wer Rechtemanagement an sich nicht versteht, hat auch bei Windows seine Problemchen.
Ich fände es einfach super wenn man für jeden Windows User, der den PC nach dem Kauf einschaltet und nur seine Software installiert, diesem einen Guide für Linux zu zeigen damit er umsteigen kann.
Dann missverstehst du Menschen.
Es gibt in keinem Bereich eine Anleitung die ohne Lehrer und Nachfrage für alle Menschen gleich gut funktioniert.
Manche lernen besser autodidaktisch, manche brauchen Videos, manche lernen besser aus detaillierten, fachsprachlichen Anweisungen.
Manche brauchen Hintergrundinfos andere wollen nur eine Schritt-für-Schritt Anleitung der sie folgen können.

Für das was dein Windows User da vorhat, Linux hochfahren und Software installieren, braucht es keinen Guide. Die Installation ist ebenso geführt wie bei Windows, nach dem hochfahren Software installieren benötigt genau eine Info: Du installierst nicht von Websites sondern suchst wie beim Appstore auf dem Handy die Programme.

Ich verstehe, dass Linux kompliziert wirkt. Wer nichts neues lernen will sollte sich auch davon fernhalten. Aber selbst DAUs können ein installiertes Linux bedienen, die Schaltflächen sind nämlich schlicht beschriftet. Es ist halt nicht schwerer als irgendein anderes neues Programm zu bedienen lernen.
 
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Warum sollte es verschwendete Entwicklerzeit sein?
Kommt drauf an:

Ziel: Ich will alleine (oder in einer Kleingruppe) Spaß haben eine Distribution zu bauen.
-> Keine verschwendete Entwicklerzeit, weil es ums Spaß haben ging. Aber dann braucht man sie vielleicht nicht groß veröffentlichen, weil sie schon nächstes Jahr nicht mehr gepflegt wird?

Ziel: Ich will an der Community Teil haben und ihr was zurückgeben.
-> Dann ist die Entwicklerzeit vermutlich bei einer der Dutzenden schon vorhanden Distributionen besser aufgehoben, anstatt noch eine neue Distribution rauszubringen, die sich 0,x % vom Rest unterscheidet und 1 Jahr später keine Pflege mehr erfährt?

Oder?
 
Ihr stellt eure Meinung als Fakt dar, dass es eine Verschwendung sei. Ist es aber nicht. Ich glaube eher, ihr kennt die Details des Entwicklungsprozesses und der Organisation nicht. Der Entwicklungsaufwand, der in eine Distri geht ist nie verloren. Üblicherweise wird Zusatzfunktionalität in Form von Paketen zur Verfügung gestellt, und die kann auch von anderen Distris ohne großen Aufwand verwendet werden. So wird für alle die Anzahl und Vielfalt größer, und wenn irgendwo mal ein großer Wurf dabei ist wird es auch für Standarddistris übernommen oder adaptiert.
 
wir die wir Lunix nutzen
Aha ...

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wir die wir Lunix nutzen wissen ja was davon stimmt
Ihr, die ihr Linux nutzt, argumentiert lediglich für eine Ideologie, die ich in dieser Ubuntu-Immer-Wieder-Klonen-Ausprägung für unsinnig bewerte.
 
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Ja. wir die wir Linux nutzen. Wie soll ich uns sonst nennen, wenn es doch nur ums nutzen geht?
Ihr, die ihr Linux nutzt, argumentiert lediglich für eine Ideologie, die ich in dieser Ubuntu-Immer-Wieder-Klonen-Ausprägung für unsinnig bewerte.
Eigentlich argumentiere ich für gar nichts. Ich hab versucht dir zu erklären, warum deine Kritik an der Sache vorbei geht. Hat scheinbar nicht geklappt. Gibt schlimmeres.
Um dieses Missverständnis aber noch kurz auszuräumen: Ich bin nicht explizit für hunderte verschiedene Distros, ich sehe nur ein, dass es in der Natur der Sache liegt und ein "Kampf" dagegen nicht nur aussichtslos wäre sondern auch keinen Nutzen bringt. Ubuntu wird ja nicht einfacher weil es nur noch 5 Distros gäbe. Aber ich fürchte das ist der Punkt den du nicht hören magst. Passt mir, dann sind wir hier durch.
 
Ubuntu wird ja nicht einfacher weil es nur noch 5 Distros gäbe.
Ubuntu nervt mit seinem ganzen Cloud-Gedöns und dem Drang, Snap als Installationsformat durchzudrücken.

Und ich denke, da hast du den Kern meiner Aussage nicht verstanden, wo es doch eher darum geht, nicht noch einen unnützen Klon eines nicht gerade optimalen Systems in die Welt zu pressen. Wenn man meint, dass Ubuntu nicht den richtigen Weg geht, ja, mei, dann fange was Eigenes an, aber kopiere nicht etwas nicht gutes und mache es dann kaum bis gar nicht besser, nur um es dann unter einem anderen Label unter die Leute zu bringen.

Dazu gab es dieser Tage einen passenden Text bei heise+ zum Thema Mint 22. In der Einleitung steht:
Das Erfolgsrezept von Linux Mint besteht darin, Bewährtes aus der Linux- und Open-Source-Welt zu nehmen, nur das zurechtzubiegen, was anderswo nervt, und nur selbst zu entwickeln, was für die eigene Vision eines Linux-Desktops nötig ist. Konkret heißt das, sich die Vorarbeit von Ubuntu (oder Debian) zu schnappen, die Gnome-Shell und den Paketmanager Snap herauszuwerfen und den eigenen Desktop Cinnamon draufzusatteln. Das wird für das kleine Team um Clement Lefebvre in Zukunft aber immer schwieriger werden, was sich schon in Linux Mint 22 zeigt.

Grund für diese Aussage ist, dass das Team nur sehr klein ist und mit immer mehr Anpassungen beschäftigt ist. Wayland mit Cinnamon? Große Baustelle. GTK4 mit Libadwaita? Backport geschrieben. Das nur mal als große Dinge. Dazu kommen immer mehr Installationspakete, die man nicht von Canonical übernehmen kann/will, weil man Snap (wie ich) ablehnt. Kurzum, die kommen nicht mehr hinterher. Und genau da setzt meine Kritik an. Ich halte den Aufwand, den man da treibt, für Verschwendung von Ressourcen.

Konkret sollten sich z.B. die Mint-Entwickler mMn auf Cinnamon konzentrieren. Der Desktop ist ganz brauchbar. Vor allem, weil GNOME für mich nur noch eine Karikatur eines Desktops darstellt, ich den Look von GTK-Anwendungen aber durchaus lieber habe als bspw. den von KDE - obwohl das mein Daily Driver ist.
 
Ubuntu nervt mit seinem ganzen Cloud-Gedöns
Rein interessehalber: Wo soll Ubuntu da einem genau nerven?
dem Drang, Snap als Installationsformat durchzudrücken.
Kubuntu und Lubuntu in der 24.04 und als Minimal Install kommen komplett ohne Snap. Aufpassen muss man nur wenn man was via "sudo apt install <...>" installieren will, ansonsten schiebt es einem das gleich wieder unter:
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Rein interessehalber: Wo soll Ubuntu da einem genau nerven?
Eigentlich nur mit der Installation "ab Werk" bei den Servern. Wenn ich Docker will, dann kann ich auch Docker nehmen, und muss mir nicht per Cloud-Init wieder was "Neues" reinholen. Aber das ist halt Canonical. Für alles Existierende denkt man sich ständig was anderes (Unity, Snap, Cloud-Init, Netplan) aus - und fast keiner außer denen will es freiwillig benutzen. Es ist so mühselig mit denen.

Kubuntu und Lubuntu in der 24.04 und als Minimal Install kommen komplett ohne Snap. Aufpassen muss man nur wenn man was via "sudo apt install <...>" installieren will, ansonsten schiebt es einem das gleich wieder unter:
Was ja auch nicht sein kann, dass man mit der ersten Installation eines Paketes Snap wieder untergejubelt bekommt. Für diese Sonderwege meide ich Canonical mittlerweile. Was an Ubuntu Server VMs lief, dass habe ich Stück um Stück auf Debian umgestellt.

Das aber nur am Rande, denn eigentlich ist das meine ganz persönliche Geschichte mit Ubuntu. Dein Beispiel hier unterstreicht aber sehr genau, warum man von Ubuntu keine Forks anlegen sollte - vor allem nicht, wenn man mit wenig Manpower deren ganze Schnitzer ausräumen muss, um danach auch noch etwas Individuelles draus zu machen.
 
vor allem nicht, wenn man mit wenig Manpower deren ganze Schnitzer ausräumen muss, um danach auch noch etwas Individuelles draus zu machen.
Selbst wenn man Seitens Mint offen sagt, dass Ubuntu so einige Schnitzer hat, die einem Teils mächtig auf die Eier gehen, muss es einen genaueren Grund geben, warum man es noch nicht an den Nagel gehangen hat und sich komplett auf LMDE konzentriert. Gleiches auch für soetwas wie Popos, Tuxedo oder ZorinOS. Selbst IgelOS ist meines Wissens nach Ubuntu LTS basierend und Proxmox nutzt, obwohl Debian-basierend, den Ubuntu-Kernel. Wobei es von letzteren dafür sogar eine ausführliche Begründung gibt:
besides hardware support and having a fairly "recent" kernel version, the other big point back then was that with the switch from OpenVZ to LXC as container stack, we needed good apparmor and namespace support. not all desired apparmor and namespace features were upstream/mainline at that point, apparmor and LXC being mostly developed by Ubuntu (at least back then) meant that the Ubuntu kernels had all of those already without the need of maintaining huge patch stacks. nowadays that delta is basically not existing anymore thankfully.

before that we also didn't use the stock Debian or mainline kernels, but the OpenVZ-patched kernel that had RedHat as base..
Quelle

Unix für den C64.
 
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