Doku zum Thema Fracking (Öl- und Gasfördermethode/Tiefbohrungen)

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Wieso? Im kleinen Örtchen Asse gibt es doch ein Endlager mit hochradiaktivem Müll.
Endlager für die nächsten 40 Jahre. Oder für immer im Umkreis um Asse.

Und diese global führende Pilotanlage ist sogar so verdammt gut, dass sie das Merkelsche Gütesiegel trägt, da lenken auch gewisse Problemchen nicht von ab, die so unbedeutend sind, dass eine schwarz-gelbe Regierung selbst Jahre nach deren Entdeckung keinerlei Handlungsbedarf sieht.
Was aus den Personen/Anlagen wird, denen Merkel ihr volles Vertrauen ausspricht, sollte inzwischen klar sein. :fresse:

Die Chemikalienrezepturen sind Firmengeheimnis (was man so an Auszügen liest klingt eher nach "nehmt, was billig zu haben ist, weil es sonst teuer entsorgt werden müsste") und es sind afaik auch keine Auflagen diesbezüglich geplant.
Was hast du bisher so gelesen? Ich bin bei dem Thema nicht wirklich im Bild und muss das bei Gelegenheit unbedingt mal ändern.

Der aktuelle Entwurf sieht nur ein Verbot in Trinkwasserschutzgebieten vor (ich war überrascht, dass man das Zeug da überhaupt aus einem Laster rauspumpen dürfte, geschweige denn in den Erdboden - aber für große Unternehmen ist wohl alles möglich) und eine "strenge Umweltverträglichkeitsprüfung" überall anders. Auf diese Altmaierei kann man also wirklich gespannt sein, denn bislang gibt es deutschlandweit ja fast nur so-lasch-das-nutzlos Umweltverträglichkeitsprüfungen :schief:
Vielleicht kommen ja wirklich mal strenge Prüfungen. (:D)

So oder so: Von "Einschränkung" sollte man nicht sprechen. Denn bislang gibt es nur Verbote und das neue Gesetz will Fracking ausdrücklich erlauben. Es ist eine Erleichterung für die Gasindustrie.
Wenn es wirkliche Prüfungen werden und nicht nur ein "Haben alle Arbeiter einen Helm auf? Gut, dann weiter zur nächsten Bohrung.", dann wär es wirklich eine Einschränkung.
 
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Weiß jemand bescheid welche Chemikalien genau beim Fracking in welcher Menge eingesetzt werden und was genau die Einschränkungen des aktuellen Plans sind?

Welche Chemikalien genau eingesetz werden,ist mir unbekant.
Umweltminister Peter Altmeier ( CDU ) und Wirtschaftsminister Phillip Rösler ( FDP ) haben sich jedoch darauf geinigt, Daß das Fraking
nur unter Strengen Auflagen erfolgen soll. Das heist dann, daß es in wasserschutzgebieten Verboten ist.

Hier noch ein Bericht auf Fockus Online:
Schiefergas-Förderung in Deutschland: Fracking: Fördermethode mit Risiken - Alternative Techniken der Erdölförderung - FOCUS Online - Nachrichten
 
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Weiß jemand bescheid welche Chemikalien genau beim Fracking in welcher Menge eingesetzt werden und was genau die Einschränkungen des aktuellen Plans sind?

bin dadrüber gestolpert

wird Diesel eingesetzt, was Toluol, Xylol, Benzol enthält. Andere Stoffe sind Methanol, Etyhlenglykolmonobutylether usw. Alle diese Stoffe haben eins gemein, sie sind extrem giftig und reichern sich im Körper an

In der Doku war die rede von über 800 Zutaten bei Fraking Flüssigkeiten, eine giftiger als die andere :D

RWE erzählt das was von nicht giftig^^

http://www.rwe.com/web/cms/de/712084/rwe-dea/know-how/foerderung/frac-technologie/fragen-antworten/

sonst WiKi

http://de.wikipedia.org/wiki/Hydrau...zte_Chemikalien.2C_Grundwassergef.C3.A4hrdung


Wie du schon sagst.
Die Industrie scheint einen Weg gefunden zu haben gefährliche Chemikalien nicht mehr kostenintensiv entsorgen zu müssen sondern kann sie jetzt ohne Auflagen einsetzen um den Gewinn zu steigern. :(
Das scheint Lobbyarbeit in Perfektion gewesen zu sein.

Schade dass sich scheinbar alle davon blenden lassen.

Praktisch denn anderen Müll Pumpen die in die Tiere und verkaufen das dann als Lebensmmittel
 
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Ich finde es unfassbar wenn auch nur darüber nachgedacht wird fracking bei uns zu erlauben. :what:
Beim fracking wird nicht nur für Jahrzente (eher Jahrhunderte) das Grundwasser verseucht, es werden auch Unmengen an Gasen frei die zum grossen Teil in die Atmosphäre entweichen wo sie extrem klimaschädlich wirken. Das CO2 das wir produzieren ist dagegen der reinste Kindergarten. Elendes schwarzgelbes Lobbyistenpack, die müssen dringenst raus aus der Regierung. :nene:
 
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Am besten da wo Fraking betrieben wird das Wasser in Flaschen abfüllen und günstig in die Konzernzentralen liefern :P Bundestag nicht vergessen :D
 
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Endlager für die nächsten 40 Jahre. Oder für immer im Umkreis um Asse.

state of the art high tech. Da weiß man, dass die Subventionen gut angelegt waren :daumen:

Was aus den Personen/Anlagen wird, denen Merkel ihr volles Vertrauen ausspricht, sollte inzwischen klar sein.

Hmm - geraten nicht normalerweise ...plags in Bedrängnis? Die Asse gehört aber zur großen Familie der ...leaks Plattformen. :fresse:


Was hast du bisher so gelesen? Ich bin bei dem Thema nicht wirklich im Bild und muss das bei Gelegenheit unbedingt mal ändern.

Eine vollständige Auflistung findest du hier:
List of additives for hydraulic fracturing - Wikipedia, the free encyclopedia

In Nachrichten hat man vor allen Dingen die Benzolverbindungen thematisiert, aber da sind auch noch ein paar weitere Dinge dabei, die man ohne Schutzeinrichtung nicht handhaben darf.


Wenn es wirkliche Prüfungen werden und nicht nur ein "Haben alle Arbeiter einen Helm auf? Gut, dann weiter zur nächsten Bohrung.", dann wär es wirklich eine Einschränkung.

Jetzt verwechselst du die angekündigten "strengen Umweltprüfungen" mit "strengen Arbeitssicherheitsprüfungen" ;)


Das heist dann, daß es in wasserschutzgebieten Verboten ist.

Ist dieser Satz jetzt zynisch oder gutgläubig?
 
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@ ruyven_macaran
Ist dieser Satz jetzt zynisch oder gutgläubig?

Es ist schon so, daß dieser Satz Glaubwürdig gemeint ist.
Es soll soweit wie ich es verstanden habe, so sein bzw. so kommen, daß das Fraking in Wasserschutzgebieten Verboten werden soll( laut dem, was ich bis jetz so in den Nachrichten Gehört habe ).
 
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Es soll soweit wie ich es verstanden habe, so sein bzw. so kommen, daß das Fraking in Wasserschutzgebieten Verboten werden soll( laut dem, was ich bis jetz so in den Nachrichten Gehört habe ).

Bis zur ersten Ausnahmeregelung ist es dann nicht weit und dann wird der Abstand zum Schutzgebiet noch verringert und schließlich erklärt man dass die Schutzgebiete nun keine Schutzgebiete mehr sind. ;)
 
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@ ruyven_macaran


Es ist schon so, daß dieser Satz Glaubwürdig gemeint ist.
Es soll soweit wie ich es verstanden habe, so sein bzw. so kommen, daß das Fraking in Wasserschutzgebieten Verboten werden soll( laut dem, was ich bis jetz so in den Nachrichten Gehört habe ).

Ja, das soll so sein. Mir ging es aber eher darum, dass du diese -imho selbstverständliche und ziemlich harmlose- Einschränkung als "unter strengen Auflagen" bezeichnet hast.
 
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RWE erzählt das was von nicht giftig^^
Wenn das stimmt, dann wär das schon mal nicht schlecht.

Hier sieht es etwas anders aus, aber wirklich extrem kritische Stoffe haben ich hier auf den ersten Blick auch nicht gefunden.

Ich finde es unfassbar wenn auch nur darüber nachgedacht wird fracking bei uns zu erlauben. :what:
Beim fracking wird nicht nur für Jahrzente (eher Jahrhunderte) das Grundwasser verseucht, es werden auch Unmengen an Gasen frei die zum grossen Teil in die Atmosphäre entweichen wo sie extrem klimaschädlich wirken. Das CO2 das wir produzieren ist dagegen der reinste Kindergarten. Elendes schwarzgelbes Lobbyistenpack, die müssen dringenst raus aus der Regierung. :nene:
So schnell würde ich nicht ohne nötige Informationen urteilen. ;)
Je nach Situation muss Fracking nicht das Grundwasser verseuchen und die Menge an freigesetzten Gasen ist auch nicht zwingend sehr hoch (je nach Methode kann sie sogar sehr klein sein).

Hmm - geraten nicht normalerweise ...plags in Bedrängnis?
Ja, meist scheitert die Person/das Vorhaben ziemlich schnell. :ugly:

Eine vollständige Auflistung findest du hier:
Wobei die Liste nur für die USA gilt.

In Nachrichten hat man vor allen Dingen die Benzolverbindungen thematisiert, aber da sind auch noch ein paar weitere Dinge dabei, die man ohne Schutzeinrichtung nicht handhaben darf.
Die Frage ist auch ob und wie lange die Verbindungen in der Tiefe stabil sind. Auch hoch giftige Verbindung können in relativ kurzer Zeit zu harmlosen Stoffen zerfallen/reagieren. In dem Fall ist die Handhabung über der Bohrung das größte Risiko.

Jetzt verwechselst du die angekündigten "strengen Umweltprüfungen" mit "strengen Arbeitssicherheitsprüfungen" ;)
Das war ja auch nicht ganz ernst gemeint. ;)
 
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So schnell würde ich nicht ohne nötige Informationen urteilen. ;)
Je nach Situation muss Fracking nicht das Grundwasser verseuchen und die Menge an freigesetzten Gasen ist auch nicht zwingend sehr hoch (je nach Methode kann sie sogar sehr klein sein).

"muss nicht" reicht bei Grundwasser aber nicht, da wird "kann nicht" gefordert. Und das nicht gewährleistet und diejenigen, die sich für eine Freigabe einsetzen, arbeiten auch nicht an Wegen, um das zu ändern.

Wobei die Liste nur für die USA gilt.

Anforderungen, Firmen und Methoden sind in Deutschland die gleichen. Ohne massive Verbote werden also auch die gleichen Substanzen gewählt werden.

Die Frage ist auch ob und wie lange die Verbindungen in der Tiefe stabil sind. Auch hoch giftige Verbindung können in relativ kurzer Zeit zu harmlosen Stoffen zerfallen/reagieren. In dem Fall ist die Handhabung über der Bohrung das größte Risiko.

Die meisten dieser Stoffe sind über längere Zeit stabil und letztlich ist das ja auch Teil des Konzeptes: Die Stoffe sollen u.a. die Poren im Gestein offen halten. Da in der Einsatztiefe sämtliche gängigen Beschleuniger für einen Abbau fehlen (kein Luftsauerstoff, kein UV-Licht, keine biologische Aktivität), ist also von einer gewissen Lebensdauer auszugehen. Und wir reden hier nun einmal von einem Verfahren, bei dem Stoffe prinzipipiell und nachweislich auch praktisch innerhalb weniger Jahre ins Grundwasser gelangen können (bei Unfällen sicherlich noch schneller - ein Bohrloch funktioniert nun einmal in beide Richtungen) und das ist für die meisten Chemikalien kein langer Zeitraum.
 
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"muss nicht" reicht bei Grundwasser aber nicht, da wird "kann nicht" gefordert.
Das ist klar, aber auch an vielen Stellen gegeben. Um den Rest auszuschließen ist die Politik da, entsprechend ist es einfach entscheidend, wie genau die Einschränkungen sind bzw. werden. Ein generelles "Fracking ist doof" ist nicht angebracht.

Und das nicht gewährleistet und diejenigen, die sich für eine Freigabe einsetzen, arbeiten auch nicht an Wegen, um das zu ändern.
Jain. In D ist die Akzeptanz für solche Umweltverschmutzungen, wie sie in den USA durch das Fracking entstehen, nicht gegeben. Entsprechend sind die Energieerzeuger durchaus daran interessiert, dass nichts passiert (oder es niemand erfährt :ugly:). Auf der anderen Seite gibt es die Politik, die das grundsätzlich regeln sollte. Wie die Regelung jetzt genau aussehen soll ist eben die Frage.

Anforderungen, Firmen und Methoden sind in Deutschland die gleichen. Ohne massive Verbote werden also auch die gleichen Substanzen gewählt werden.
Die Anforderungen und Methoden sind eben nicht zwingend die gleichen. Zusätzlich kann es sein, dass in D schon Gesetze in Kraft sind, die den Einsatz bestimmter Stoffe stark einschränken. (Andersrum könn(t)en es natürlich auch in den USA Gesetze für die Umwelt geben. :ugly:) Die Rechtliche Lage ist mir einfach noch nicht bewusst, falls jemand mehr weiß, dann bitte ich um Aufklärung.

Die meisten dieser Stoffe sind über längere Zeit stabil und letztlich ist das ja auch Teil des Konzeptes: Die Stoffe sollen u.a. die Poren im Gestein offen halten.
Die Poren werden v.a. von Sand offen gehalten. Die Chemikalien haben v.a. andere Aufgaben.

Da in der Einsatztiefe sämtliche gängigen Beschleuniger für einen Abbau fehlen (kein Luftsauerstoff, kein UV-Licht, keine biologische Aktivität), ist also von einer gewissen Lebensdauer auszugehen.
Die gängigsten Beschleuniger sind Temperatur- und Druckänderungen. Beides ist gegeben. Klar gibt es eine gewisse Lebensdauer, aber es fehlen einfach die Infos, was man unter ihr verstehen darf. Ein Monat? Ein Jahr? 10 Jahre? 100 Jahre? Länger?

Und wir reden hier nun einmal von einem Verfahren, bei dem Stoffe prinzipipiell und nachweislich auch praktisch innerhalb weniger Jahre ins Grundwasser gelangen können (bei Unfällen sicherlich noch schneller - ein Bohrloch funktioniert nun einmal in beide Richtungen) und das ist für die meisten Chemikalien kein langer Zeitraum.
Beides trifft auf jedes Chemieunternehmen in größerem Umfang zu. Die Frage ist einfach, wie wahrscheinlich ist es bzw. wie senkt die Gesetzeslage die Wahrscheinlichkeit und was ist der beste Kompromiss aus Sicherheit und Kosten.
 
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So schnell würde ich nicht ohne nötige Informationen urteilen. ;)
Je nach Situation muss Fracking nicht das Grundwasser verseuchen und die Menge an freigesetzten Gasen ist auch nicht zwingend sehr hoch (je nach Methode kann sie sogar sehr klein sein).

Also mir reichen meine Informationen. Man sollte seine Infos auch nicht gerade aus den Werbespots der "Fracking" Firmen holen. ;)
Beim Fracking ist noch selten etwas gutes rausgekommen, ausser dem Gewinn der Konzerne welche das Fracking betreiben.
 
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Ich bin klar GEGEN das fracking...Als nebenwirkung gesagter Technik mal eben die Gesundheit mehrerer Tausend bis Zehn oder gar Hunderttausender zu gefährden indem das Grundwasser verseucht wird, find ich nicht ok. Profitieren tun davon nur wenige richtig, die meisten leiden darunter...Früher oder später...
 
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Ja, die Franzosen machen das richtig. Generelles Verbot und fertig. Keine Auflagen die früher oder später umgangen oder aufgeweicht werden.
 
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Beim Fracking ist noch selten etwas gutes rausgekommen, ausser dem Gewinn der Konzerne welche das Fracking betreiben.

Ich kenne die Filmausschnitte in denen gezeigt wird dass das Wasser aus dem Wasserhahn sogar entzündlich ist.
Wie weit muss es denn kommen damit sowas passiert?
Und will das überhaupt einer? Ich meine jetzt außer den Energieunternehmen denen das scheinbar egal ist was langfristig passiert.
 
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Also mir reichen meine Informationen. Man sollte seine Infos auch nicht gerade aus den Werbespots der "Fracking" Firmen holen. ;)
Ich versuche durchaus mich unabhängig und möglichst objektiv zu informieren, dazu zählt aber auch, dass ich keine Vorurteile haben will, die aus ganz anderen Situationen stammen. Trotzdem muss man natürlich auch diese anderen Situationen beobachten und unteruchen ob das hier auch passieren kann bzw. wie es vermieden werden kann.

Beim Fracking ist noch selten etwas gutes rausgekommen, ausser dem Gewinn der Konzerne welche das Fracking betreiben.
Bei welchem Rohstoffabbau ist das anders? :P

Als nebenwirkung gesagter Technik mal eben die Gesundheit mehrerer Tausend bis Zehn oder gar Hunderttausender zu gefährden indem das Grundwasser verseucht wird, find ich nicht ok. Profitieren tun davon nur wenige richtig, die meisten leiden darunter...Früher oder später...
Es muss eben nicht zwingend das Grundwasser verseucht werden und es muss auch nicht die Gesundheit gefährdet werden. (Siehe "Clean Fracking".)
Zum Profit s.o.
 
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Es muss eben nicht zwingend das Grundwasser verseucht werden und es muss auch nicht die Gesundheit gefährdet werden. (Siehe "Clean Fracking".)

Du weiß also was in 50 Jahren ist wenn so lange Fracking in einer Region betrieben wird?
In 50 Jahren gibt es die Konzerne nicht mehr die das gemacht haben oder pochen auf Verjährung und am Ende muss den Schaden an der Umwelt der Staat sprich Steuerzahler zahlen.

Ich weiß dass ich jetzt abschweife. :D
Aber schau dir doch die Kohleförderung in Deutschland an.
Dort wurde jahrzehntelang gebuddelt und gefördert. Jetzt sind große Landstriche verwüstet bzw. der Untergrund ausgehöhlt.
Zahlen die Unternehmen den entstandenen Schaden oder muss die Allgemeinheit dafür aufkommen?
 
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Das ist klar, aber auch an vielen Stellen gegeben. Um den Rest auszuschließen ist die Politik da, entsprechend ist es einfach entscheidend, wie genau die Einschränkungen sind bzw. werden. Ein generelles "Fracking ist doof" ist nicht angebracht.

Jain. In D ist die Akzeptanz für solche Umweltverschmutzungen, wie sie in den USA durch das Fracking entstehen, nicht gegeben. Entsprechend sind die Energieerzeuger durchaus daran interessiert, dass nichts passiert (oder es niemand erfährt :ugly:). Auf der anderen Seite gibt es die Politik, die das grundsätzlich regeln sollte. Wie die Regelung jetzt genau aussehen soll ist eben die Frage.

"Fracking ist doof" ggf. nicht, das ist einfach nur platt. Aber für "Fracking ist derzeit nicht sicher" gibt es mehr als genug Anhaltspunkte. Und es ist imho nicht Aufgabe der Politik, sich zu überlegen, wie man das ändern könnte, sondern es ist Aufgabe der Industrie es eindeutig zu demonstrieren (gerne erstmal in den USA...), wenn (wenn!) sich das mal ändern sollte. Stattdessen hört man jetzt aber schon die ersten Stimmen, die mehr "Grundlagen"Forschung z.B. in Form von Probebohrungen und Gesteinsuntersuchungen fordern, weil man ja nicht mal wüsste, wo wieviel Gas liegt.
Das ergibt unterm Strich das alzu oft gesehene Bild: Die Industrie will eine potentiell hochgefährliche Technik z.T. auf Staatskosten installieren, um dann die Gewinne abzuschöpfen. Der von einigen Politikern getätigte Vergleich mit der Atomindustrie ist zwar vielleicht ein bißchen überspitzt, aber der Grundgedanke ist in der Tat der gleiche.

Die gängigsten Beschleuniger sind Temperatur- und Druckänderungen.

Welche komplexe Chemikalie zersetzt sich denn bitte selbst, nur weil der Druck steigt? Es gibt ein paar Sprengstoffe, die bei extrem starker (und bevorzugt plötzlicher) Druckeinwirkung zünden, aber ansonsten stabilisieren hohe Drücke komplexe Moleküle eher noch. Nur wenn man eine Umsetzung mit einem externen Stoff hat, dann kann es zu einer Reaktionsbeschleunigung kommen. Aber wie schon gesagt: Da unten hat man keinen Sauerstoff. Sondern nur ziemlich reaktionsunwillige Gesteine und Wasser. Entweder die Chemikalien sind selbst instabil, oder sie bleiben erhalten.

Klar gibt es eine gewisse Lebensdauer, aber es fehlen einfach die Infos, was man unter ihr verstehen darf. Ein Monat? Ein Jahr? 10 Jahre? 100 Jahre? Länger?

Warten wir doch einfach mal ab, bis die in den USA verseuchten Grundwasserschichten wieder genießbar sind. Dann kann man erneut darüber nachdenken, ob Fracking eine gute Idee ist.
Ich persönlich tippe eher auf die 100 Jahre - und ich würde alles über 100 Stunden für höchst bedenklich halten. Schließlich käme es zu einen großflächigegen Ausfall der gesamten Trinkwasserversorgung. Sowas darf nicht länger anhalten.

Beides trifft auf jedes Chemieunternehmen in größerem Umfang zu.

Nein. Bei einem Chemieunternehmen treten, außer bei auch als solchen anzuzeigenden Störfällen, nichts aus. Und selbst dann gibt es sekundäre Auffangssystem, die in aller Regel jegliche Grundwassergefährdung verhindern und wenn selbst die nicht mehr ausreichen, sind immer noch großflächige Sanierungsmaßnahmen möglich, die die Substanzen der Umwelt entziehen, bevor diese bis ins Grundwasser wandern können.

Wenn die Gasindustrie bereit ist einen vergleichbaren Aufwand zu treiben, also das gesamte Gasreservoir als chemischen Sicherheitsbereich zu behandeln und zu isolieren, spräche aus dieser Sicht nichts mehr gegen Fracking.
Aber das Einziehen der Schutzwände würde bedeuten, dass Erdgas neuerdings im Tagebau gewonne wird :ugly:

Die Frage ist einfach, wie wahrscheinlich ist es bzw. wie senkt die Gesetzeslage die Wahrscheinlichkeit und was ist der beste Kompromiss aus Sicherheit und Kosten.

Der beste Kompromiss aus Sicherheit der Bevölkerung und Kosten für Unternehmen, an denen bis dato nicht einmal Arbeitsplätze hängen, ist: 100% Sicherheit. Darüber muss man nicht streiten, oder?


Ich kenne die Filmausschnitte in denen gezeigt wird dass das Wasser aus dem Wasserhahn sogar entzündlich ist.
Wie weit muss es denn kommen damit sowas passiert?

Dafür muss es gar nicht sooo weit kommen (es gibt auch natürliche Quellen, die man anzünden kann. Ganz ohne Fracking), Gas ist schließlich deutlich schwerer abzudichten, als die flüssigen Chemikalien. Abseits einer bei sehr hohen Konzentrationen ggf. resultierenden Brandgefahr in Gebäuden ist das aber auch kein Problem. Nur ein Indiz dafür, dass die Fracking-Bohrungen eben alles andere als dicht sind und bei noch ein bißchen mehr Undichtigkeit ggf. gar kein Wasser mehr genutzt werden kann.
 
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