AW: DirectX 12 versus DirectX 11: Bessere Mehrkernunterstützung verhilft angeblich zu Leistungssprüngen
Aber wenn wir schon von Spekulationen und Gerüchten reden, deine Aussage hier halte ich auch für sehr spekulativ. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Maxwell 2.0 Mitte 2013 schon fertig entwickelt war. Was haben die dann ein Jahr lang gemacht? Däumchen gedreht? Sorry, aber die Welt der PC Hardware ist so schnelllebig, das ist ein Jahr eine halbe Ewigkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nvidia im Kampf mit AMD um Markenanteile derart lahmarschig im Übergang von Entwicklung zur Produktion vorgeht...
Mal ganz davon abgesehen, dass der Kollege Schaffe gerne mal sehr heiß läuft und emotional drauf losdiskutiert, des öfteren mal auch was falsch verstehen will bzw einem Worte in den Mund legt hat er hier nicht unrecht:
Ein Chip bevor er nun wirklich den Markt betritt ist oft schon 1 Jahr alt. Sprich das Design das zu allererst zu einer Testfertigung in die Produktion geschickt wird bei TSMC (oder ähnlich) ist noch ein sehr fehlerbehaftetes. Wird produziert, zurückgeschickt, dann werden die Miliarden Transistoren auf fehlendes Design untersucht. Wenn der Fehler gefunden wurde, muss wieder "zurück ans Zeichenbrett" gegangen werden, Workarounds entworfen werden und Bugs ausgebessert.
Dann wieder in die Fabrik. Das passiert gerne 2-3x oder gar öfter, je nachdem wie gut man den verwendeten Prozess schon kennt (bei einem neuen Prozess gilt es neue Dinge zu beachten) und die Designsoftware schon angepasst ist. Auch die Komplexität des Chips ist entscheidend (wie viele Transistoren) und ob es eine unbekannte Architektur mit vielen Änderungen ist. Eine neue Architektur hat ja noch nichtmal stabile Treiber zum testen. Deshalb nimmt man fast nie eine völlig neue Architektur UND einen neuen Prozess. Risiko pur und Verspätungen beim Launch sind vorprogrammiert. Am besten testet man immer einen neuen Prozess mit einem ausgereiften, KLEINEN Chip um zu sehen welche Auswirkungen der neue Prozess auf diese schon ansonsten bekannten "Variablen" sind. Was ist leichter zu Lösen: Gleichungen mit mehreren unbekannten oder doch nur einer?
Also zwischen erstem Schicken in die Fabrik, bis zum Start der Massenproduktion vergeht gerne ein Jahr oder mehr. Das ist übrigens REINES BUGFIXING (und finalisieren des Taktes). Dass die letzten NEUEN Ideen schon davor einfließen müssen ist somit auch klar. Ein Grafikchip der nun "ganz neu" Aufm Markt ist, hat also das Designteam schon vor 1.5 Jahren verlassen, ist also dementsprechend "alt", wenn man so will. Wenn der Prozess neu ist, und noch nicht rund läuft, kann das außerdem nochmal EINIGE Monate länger dauern (siehe Intels 14nm Einführung, siehe alle Grafikchips seit der 40nm Einführung (selbst der kleine, RV740 hatte einiges an Verspätung und Lieferprobleme, ganz zu Schweigen von der Raden HD5xxx Serie).
Schaffe hat also hier recht, wenn er davon ausgeht, dass Maxwell mitte 2013 oder gar davor schon fertig designed war.
Aber auch die Bugs können zu massiven Problemen führen bei der Einführung. Ist bei einer überarbeiteten, und nicht völlig neuen Architektur wie Maxwell sicher kein Problem gewesen (noch dazu im Jahrealten und bekannten 28nm Prozess), sehr wohl aber ist das schon einigen auf den Kopf gefallen:
3dfx Rampage, AMDs Bulldozer (sollte ursprünglich 2009 kommen), Intel mit einem gröberen Bug im Pentium 3 oder den gar gecancelten "Tejas" - als er schon das "Tape-Out" hinter sich hatte (und man festgestellt hat, dass der Prozess und der Prozessor keine 7Ghz vertragen bzw zu heiß wird und außerdem nicht besonders schnell (die Piepeline war angeblich 50 Stufen lang)
Es ist noch nicht bekannt welche und ob DX12 in der ersten Releaseversion neue Features hat (kann auch sein, dass erst mit 12.1 oder 12a neue Features kommen), führt man keine neuen Features ein, ist es quasi DX11 Featurekompatibel und Nvidia bzw Microsoft muss die Befehle nur an bestehende Hardware anpassen und direkteren zugriff ermöglichen. Rein theoretisch könnte das also sogar bis zu einer Radeon HD 5xxxx Serie runtergehen - je nachdem was Microsoft in der Hardware als "DX12" voraussetzt (Buffergrößen, eigenschaften der TMUs oder Shader oder was auch immer, soweit bekannt ermöglicht DX12 nur einen direkteren Hardwarezugriff auf DX11 Featurekompatible GPUs).
Natürlich will man in DX12 nicht wieder Hardwarekompatibel zu Grafikkarten sein die schon ein halbes Jahrzehnt alt sind - das würde die API wieder unnötig aufblasen.
Nvidia und MS und AMD und Intel arbeiten daran und dir dürfte bewusst sein, dass Nvidia damals als sie die GTX 680 brachten, die Lüge verbreitet haben, Nvidia würde Directx11.1 unterstützen.
Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, ergo abwarten und nocht voreilige Schlüsse ziehen.
Naja da dürfte man keinem Hersteller mehr trauen. Hab mich da immer wieder geschnitten:
AMD "der Sockel 939 wird über viele Jahre mit den neuesten und modernsten Prozessoren versorgt werden". Dann kam Sockel AM2 und man kann sich an nichts mehr erinnern. ATIs Treibertricks oder Intels Benchmarkcheats usw usf.
Von den Bluray 3D Lügen bei Ilano will ich gar nicht mehr anfangen

JEDE der großen Firmen hat hier schonmal richtig ins Gesicht gelogen