Deutschland - Die Wirtschaftsmacht von gestern?

Und was verstehen viele unter 'leben können'?
Ein Bekannter von mir verdient zwar mehr als ich, hat aber wegen der Miete etwas weniger als ich zum Ausgeben und beschwert sich, dass er zu wenig hat.
Neues Smartphone, Kippen, jedes WE Party, aber er kann von seinem Geld nicht leben.

Ein Arbeitskollege hat bis vor kurzem noch pro Monat 1450€ an Alimenten für drei Kinder gezahlt.
Dafür hatte er sich, als er noch mit seiner Ex zusammen war, unbedingt ein Auto mit 7 Sitzen zulegen müssen, weil einmal im Monat noch jemand mit gefahren ist und natürlich auf Leasing, weil er es sich sonst nicht leisten hätte können.
Dann hat er danach noch nebenbei mit dem Rauchen angefangen und sich ein Motorrad gekauft, obwohl er sowieso schon Schulden hatte und nicht weiß, wie er mit der Kohle zurecht kommen soll, aber er will ja auch leben können.

Klar, viele Leute verdienen wirklich zu wenig, aber genau dafür sollte der Sozialstaat da sein und nicht für die, die es gar nicht brauchen und diesen Punkt habe ich ja schon erwähnt.
Mich nerven nur die ganzen jammernden Spezialisten, die sich sofort benachteiligt fühlen, nur weil sie weniger als die Reichen, weniger als die Manager, weniger als die Politiker,... verdienen.


Bei uns in der Firma haben wir aber wirklich einen Mangel an Fachkräften im Metallbereich.
Irgendwie will bei uns kaum jemand arbeiten. :ugly:
Und wieso man unbedingt studieren muss, werde ich wohl nie verstehen.
Wir können etwas, das China nicht kann und das ist Qualität produzieren und das kann einer mit einem Dr. Titel nicht, denn der will ja seiner Ausbildung nach gehen.
Ja, wir brauchen natürlich auch solche Leute, aber nicht unbeschränkt.
 
Nunja, nenn es Neid - wie genau ich es nennen soll weiß ich selbst nicht aber wenn ein Manager der zuerst die deutsche Bahn zu grunde richtet, dann mit dem BER weiter macht und dann trotzdem noch ne Million Abfindung bekommt ist das ok? Da gibts genügend Beispiele...

Für ne Million Abfindung + das vorhergehende Gehalt hätte ich die zwei Unternehmen mindestens genau so gut gegen die Wand gefahren!

Manager o.ä. Ist ja auch ein Posten den mit guter Leistung niemand erreicht... Ansonsten würde sowas nicht immer wieder passieren...

Zum Thema genug haben... Ein leidiges Thema... Ich selbst habe halt eine sehr kleinkarierte Weltanschauung und das weiß ich auch... Sieht man ja an meiner Einstellung zu bwlern... Mit denen meiner Meinung alle Probleme erst angefangen haben... Zwar nicht alle aber viele bwler verdienen viel Geld... Zu viel... Die werden da eingesetzt wo gelernte Kaufleute die gleiche Arbeit verrichten können nur das sie jenachdem 500-1000€ mehr im Monat bekommen (und teilweise noch mehr). Das sind aber unter anderen die Menschen die sich beschweren sie wären unterbezahlt weil sie ja auch nur ein paar hundert Euro mehr verdienen als ein gelernter... Garnichts sollten die eigentlich mehr verdienen wenn die die gleiche Arbeit machen!

Zudem kommt oft noch Dummheit... Egal ob studiert oder nicht, oft habe ich das Gefühl studierte sind noch blöder, paradoxer Weise weil sie sich für sehr viel intelligenter halten...

Hier aber mal ein Bsp mit ungelernten Kräften... Ich weiß zB das eine ungelernte Kraft im Unternehmen meiner Eltern mit etwa 1200€ am Ende raus kommt... Ich hab zwar in einer wg gelebt aber ich bin monatlich mit der hälfte ausgekommen... Hätte ich anstatt 250 miete dann sagen wir mal 500 für mich alleine für ne kleine Wohnung bezahlt hätte ich noch 700 über... Natürlich mach ich damit keine Luftsprünge aber wer sagt das er als Beispiel von 700€ im Monat nicht leben kann wenn die Wohnung schon bezahlt ist, hat meiner Meinung nach nie gelernt mit Geld umzugehen und würde whs das gleiche sagen wenn er am Ende noch 1600€ über hätte.... Die Mitarbeiter in der Firma meiner Eltern sind alles andere als zufrieden mit diesem Lohn... Was diese aber nicht verstehen wollen - es wäre billiger die Pakete die diese Ausfahren mit der Post zu verschicken als den Fahrern mehr als diese 1200€ zu geben (für den Arbeitgeber kommen ja noch weitere Kosten dazu)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bezog mich ja auf ungelernte Kräfte und wenn ich einen Beruf lerne, bei dem ich nur 800€ bekomme, habe ich definitiv eine falsche Entscheidung getroffen.

Ich bezog mich aber zu keinem Zeitpunkt auf ungelernt Arbeitskräfte da diese nicht als Maßstab dienen können und sollten. Wer meint das er keine Ausbildung braucht sollte sich halt auch vor Augen halten das ihn dann in aller Regel kein Leben in Luxus erwarten kann.

Und was verstehen viele unter 'leben können'?
Ein Bekannter von mir verdient zwar mehr als ich, hat aber wegen der Miete etwas weniger als ich zum Ausgeben und beschwert sich, dass er zu wenig hat.
Neues Smartphone, Kippen, jedes WE Party, aber er kann von seinem Geld nicht leben.

Ein Arbeitskollege hat bis vor kurzem noch pro Monat 1450€ an Alimenten für drei Kinder gezahlt.
Dafür hatte er sich, als er noch mit seiner Ex zusammen war, unbedingt ein Auto mit 7 Sitzen zulegen müssen, weil einmal im Monat noch jemand mit gefahren ist und natürlich auf Leasing, weil er es sich sonst nicht leisten hätte können.
Dann hat er danach noch nebenbei mit dem Rauchen angefangen und sich ein Motorrad gekauft, obwohl er sowieso schon Schulden hatte und nicht weiß, wie er mit der Kohle zurecht kommen soll, aber er will ja auch leben können.

Mir geht es mit nichten darum das jemand der angestellt ist so gut verdienen muss wie einer der eine leitende Position inne hat, das missverstehst du. Ich finde nur das jemand der eine leitende Position inne hat auch im Blick haben sollte das seine Angestellten gemessen an Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten entsprechend entlohnt werden und zwar so das ein angemessenes Leben mit Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben möglich ist.
Dabei geht es nicht darum das sich jemand einen 500slk von Mercedes leisten können muss, oder sich mindestens 2 mal im Jahr einen 5000 Euro Fernsehr kaufen kann.
Was deine Bekannten angeht, so kann man bei dem Gehalt wohl nicht behaupten die Herrn verdienen zu schlecht. Was jemand dann privat mit seinem Geld misswirtschaftet ist eine Geschichte die Sie mit sich selbst ausmachen müssen. Dafür hat die Natur dem Menschen ja eigentlich Vestand gegeben.

Klar, viele Leute verdienen wirklich zu wenig, aber genau dafür sollte der Sozialstaat da sein und nicht für die, die es gar nicht brauchen und diesen Punkt habe ich ja schon erwähnt.
Mich nerven nur die ganzen jammernden Spezialisten, die sich sofort benachteiligt fühlen, nur weil sie weniger als die Reichen, weniger als die Manager, weniger als die Politiker,... verdienen.

Nein, da liegst du absolut falsch. Der Sozialstaat ist eben nicht dafür da den Niedriglohnsektor zu subventionieren so wie es momentan millionenfach der Fall ist. Der Sozialstaat soll dann eingreifen wenn eine Person, aus welchen Gründen auch immer, arbeitslos wird und so seinen Lebensunterhalt nicht durch eigene Kraft aufbringen kann. Es kann aber nicht sein das dieses System so pervertiert wird, wie im Moment, das ausgebildete Leute Vollzeit Arbeiten gehen und trotzdem auf Aufstockung durchs Amt angewiesen sind, nur weil Unternehmen schlecht formulierte, ob absichtlich oder nicht sei an der Stelle dahingestellt, gesetzliche Regelungen ausnutzen um Arbeitnehmer für Hungerlöhne zu beschäftigen.
 
Ich hab mir mal Kurse für den Gebäudereiniger angeschaut: Klick
Hab ich da was falsch verstanden, oder soll das ein Beruf sein, bei dem man 1000€ verdienen soll?

Das mit dem Verstand ist oft ein Problem.
Da kommen Gruppenzwang, Neid und vielleicht noch generelle Unfähigkeit zusammen und man hat plötzlich ein Auto auf Leasing, ein Smartphone mit teurem Vertrag, die Möbeln werden auf Raten abbezahlt und die hübsche Wohnung in der Stadt kann man sich eigentlich gar nicht mehr leisten, aber man stellt ja Ansprüche, weil man ja was vom Leben haben will.
Mit dieser Unfähigkeit verdienen viele Läden extra, denn auf Raten kann man heute schon zu viel kaufen.
In meiner Jugend ging das noch nicht, aber da gab es nicht so viel, was man wegen anderen haben wollte.

Natürlich soll der Sozialstaat den Niedriglohnsektor subventionieren, wenn es sich eben um niedere Dienste handelt.
Er soll aber auch dafür sorgen, dass deine erwähnten gesetzlichen Lücken nicht ausgenutzt werden, aber er darf nicht dafür da sein, um Leute zu unterstützen, die es nicht brauchen, denn das hat mit sozial nichts zu tun und das war es, was ich ursprünglich auch meinte.
 
Jetzt bitte klar Nachdenken:

Erstmal zum Thema DE als alte Macht (Wirtschaft):

Die Auto und Chemieindustrie wird nicht aussterben, sie werden bleiben und wachsen. Chinesen verdienen immer mehr das wäre ein neuer Markt für Autohändler.

Außerdem glaub ich kaum dass morgen die Aliens kommen und uns zeigen wie man ohne Autos fahren kann und ohne Chemiemittel Lebensmittel(Cola), Medikamente und Reinigungsmittel herstellen kann.

Löhne und Sozial:

Jetzt bitte die Weltkarte vorstellen. Wir sind in DE und gucken nach Westen, da liegt Frankreich. Die Franzosen verdienen weniger und bekommen weniger Sozialgelder, sie machen jetzt eine Wirtschaftskrise.

Jetzt nach Norden: Da sind die Dänen und Norweger/Schweden. Dennen gehts gut, die verdienen gut alles ist gut.

So jetzt nach Osten und hier beginnt der Spaß.

Hier liegt Polen und dass Paradebeispiel für die super Löhne in EU. Ein gut verdientender Arbeiter kriegt so 10-12zl/Stunde nicht € (1€=4zl). Also ganze 2,5-3€/Stunde. Außerdem kriegt er 15€ Kindergeld, bezahlt eine höhere Miete als in DE und muss die Bücher und das ganze Schulzeug selbst bezahlen. Das ist schon zwischen 250-500€ also 1-2 Monatslöhne.

In Süden finden wir Ösis und Italien.

Die Ösis verdienen gut und alles ist iO.

Die Italiener sind in der Krise, vorallem die Bauern(Putins Sanktionen).

Hoffe so manch einer wird verstehen worum es geht.
 
...denn auf Raten kann man heute schon zu viel kaufen.

Das wird der europäischen Bevölkerung auch bald den Rücken brechen.
Die Verschuldung pro Kopf in Europa geht Richtung amerikanisches Niveau.
Und bei der nächsten Krise wenn die ganzen Raten nicht mehr zurück gezahlt werden können wird es einige private Insolvenzen geben.

Da wären meiner Meinung nach eine Regulierung von Seiten den Staates nötig, damit Leasing erst ab Summen von 10'000+ möglich ist. Natürlich mit entsprechenden Bonitätsabklärungen.
Jedoch wird das ziemlich sicher nicht zustande kommen, da die Politiker von der Wirtschaftslobby mit dem Argument bedrängt würden, dass der Absatz im heimischen Markt dramatisch sinken wird.
Ebenso werden die pseudo Selbstbestimmer aus den Ecken kriechen und eine Beschneidung ihrer Rechte fürchten.

Natürlich könnte man auch ein entsprechendes Unterrichtsfach in den Schulen einführen. Aber solange die Eltern einen Fernseher für 400€ leasen, kann man dem Kind noch lange etwas in der Schule beibringen...
 
@Specnaz
China produziert selbst Autos und solange sie es in ihrem Land verkaufen, können die auf alle Patente sch...en.
Es ist dort zwar ein interessanter, aber auch sehr gefährlicher Markt.

Als Beispiel:
Auf einer Messe wurde eine Schweißanlage vorgeführt und ein Techniker dieser Firma hat die selbe Anlage dann mal bei den Chinesen gesehen.
Blöderweise war aber der Firmenaufkleber spiegelverkehrt auf der Maschine und die Chinesen hatten das bei ihrer Version exakt gleich gemacht.
Die Anlage sah aber nur optisch so aus und war technisch der letzte Dreck.

China will in ca. 15 Jahren Qualität produzieren und wenn sie das schaffen, haben wir ein Problem, denn mit deren Löhnen können wir nicht mithalten und das dort ist eine reine Leistungsgesellschaft.
Normale Arbeiter investieren dort auch zwei Drittel ihres Lohnes für die Ausbildung ihres Kindes und bei der Matura sitzen die mit einer Infusion da, damit sie ihre Leistung steigern können.

Mit China und anderen asiatischen Ländern müssen wir uns mal messen und da kommen wir mit unserer "Sozialen Gerechtigkeit" nicht mit.
 
@Specnaz
China produziert selbst Autos und solange sie es in ihrem Land verkaufen, können die auf alle Patente sch...en.
Es ist dort zwar ein interessanter, aber auch sehr gefährlicher Markt.

Als Beispiel:
Auf einer Messe wurde eine Schweißanlage vorgeführt und ein Techniker dieser Firma hat die selbe Anlage dann mal bei den Chinesen gesehen.
Blöderweise war aber der Firmenaufkleber spiegelverkehrt auf der Maschine und die Chinesen hatten das bei ihrer Version exakt gleich gemacht.
Die Anlage sah aber nur optisch so aus und war technisch der letzte Dreck.

China will in ca. 15 Jahren Qualität produzieren und wenn sie das schaffen, haben wir ein Problem, denn mit deren Löhnen können wir nicht mithalten und das dort ist eine reine Leistungsgesellschaft.
Normale Arbeiter investieren dort auch zwei Drittel ihres Lohnes für die Ausbildung ihres Kindes und bei der Matura sitzen die mit einer Infusion da, damit sie ihre Leistung steigern können.

Mit China und anderen asiatischen Ländern müssen wir uns mal messen und da kommen wir mit unserer "Sozialen Gerechtigkeit" nicht mit.

Da könntest du auch nicht konkurieren wenn du ein quasi nicht vorhandenes Sozialsystem und Dumpinglöhne hättest, da es noch diverse andere Faktoren gibt wo wir nicht mit China konkurieren können, nur als Beispiel, die äußerst laschen Umweltschutzbestimmungen.

Es darf auch garnicht unser Ziel sein mit China auf so einem Niveau konkurieren zu wollen. Das Ziel sollte eigentlich viel mehr sein durch Entwicklung, Forschung, und Bildung Vorteile zu schaffen die uns auch in Zukunft gegenüber dem asiatischen Markt sichern. Das in Verbindung mit qualitativ hochwertiger Produktion würde auch ausreichen um Deutschland gut aufzustellen.
Blöd nur das unsere Deppendödel in der Politik genau entgegengesetzt handeln und ehr dafür sorgen das qualifizierte Kräfte für immer weniger Geld immer länger Arbeiten müssen. Das geht, wie ich schon früher angemerkt habe, so weit das man qualifizierte Kräfte teilweise zu lachhaften Löhnen arbeiten läst und sie dann ggf. beim Amt aufstockt.

Wir schießen uns dadurch und auch damit das wir unsere Hochtechnologie, wie zum Beispiel den Transrapid, ins Ausland quasi "verschenken" selbst ins Knie und katapultieren uns ins Abseits.
Immerhin gehört Deutschland mit zu den Industrienationen die so wenig wie kaum ein anderes Land in ihre Bildung, und auch Forschung, investieren.
Unsere einzige Ressource, intelligente Köpfe und Inovationen behandeln wir als wären wir garnicht darauf angewiesen. Stattdesen tut man so als müsse und könne man garnicht anders konkurieren als indem man den Lebensstandard der Menschen hier systematisch verschlechtert.

Aber das wird sich in einigen Jahrzehnten spätestens rächen. China ist bei Elektroautos schon jetzt in der Entwicklung weiter als alle deutschen Autobauer zusammen und auch bei anderen Industriezweigen holt China spürbar auf und ist auch fleißig dabei in die Forschung zu investieren.

Deutschland hat jeden Trend der letzten 30 Jahre verschlafen, blockiert, oder ignoriert. Sei es die Schaffung von IT-know how wie in den USA, sei es Genforschung, sei es der Mobiltelefon Markt.
In all diesen Bereichen gibt es kaum bis keine nennenswerten deutschen Beiträge, oder Unternehmen.
Man ruht sich auf den Bereichen aus in denen man bereits vor 80-100 Jahren stark war und stellt in neuen Zweigen keine Kompetenz dar.

Aber wie immer wird man diese Missstände erst erkennen wenn der Karren bereits 2 Meter tief im Dreck steckt und eigentlich nicht mehr herrausgezogen werden kann.
 
Es darf auch garnicht unser Ziel sein mit China auf so einem Niveau konkurieren zu wollen. Das Ziel sollte eigentlich viel mehr sein durch Entwicklung, Forschung, und Bildung Vorteile zu schaffen die uns auch in Zukunft gegenüber dem asiatischen Markt sichern. Das in Verbindung mit qualitativ hochwertiger Produktion würde auch ausreichen um Deutschland gut aufzustellen.
Gleich ziehen ist auch nicht notwendig, aber mithalten müssen wir können und dass die Lohnkosten für viele Firmen ein Problem darstellt, ist ja nichts Neues, sonst hätten sie die Produktion nicht verlagert.

In meiner letzten Firma haben sie die Produktion in die Tschechei verlagert, obwohl die gar nicht die Qualität liefern konnten, aber das war egal, Hauptsache billige Arbeiter.

Blöd nur das unsere Deppendödel in der Politik genau entgegengesetzt handeln und ehr dafür sorgen das qualifizierte Kräfte für immer weniger Geld immer länger Arbeiten müssen. Das geht, wie ich schon früher angemerkt habe, so weit das man qualifizierte Kräfte teilweise zu lachhaften Löhnen arbeiten läst und sie dann ggf. beim Amt aufstockt.
Hast du dir den Link bzgl. der Reinigungskräfte angeschaut?
Ist das die Ausbildung, für man 1000€ im Monat bekommen soll?
 
Gleich ziehen ist auch nicht notwendig, aber mithalten müssen wir können und dass die Lohnkosten für viele Firmen ein Problem darstellt, ist ja nichts Neues, sonst hätten sie die Produktion nicht verlagert.

In meiner letzten Firma haben sie die Produktion in die Tschechei verlagert, obwohl die gar nicht die Qualität liefern konnten, aber das war egal, Hauptsache billige Arbeiter.

Es ist aber utopisch zu meinen man könnte mit chinesischen, oder auch teilweise osteuropäischen Löhnen konkurieren. Somal die Lohnnebenkosten immer gerne vorgeschoben wird von der Industrie. Dabei lag Deutschland bereits 2010 nur im Mittelfeld was die Lohnnebenkosten angeht (siehe auch die Vergleichstabelle zu den Lohnnebenkosten in der EU von 2010: Lohnnebenkosten )

Man kann also nur schwer anführen das Deutschland da nicht konkurenzfähig im europäischen Vergleich wäre.
Das Problem liegt wo ganz anders, nemlich dort das die Unternehmen und Anleger den Hals schon garnicht mehr voll genug, bzgl. der Gewinne/Rendite, bekommen können und man deshalb die Produktion auslagert.
Das ist das Elend des Kapitalismus. Alles was Profit und Umsatz steigert ist in Ordnung. Der soziale Aspekt wird dabei völlig aus dem Blick verloren. Denn eigentlich haben wir in Deutschland keinen reinen Kapitalismus sondern eine soziale Marktwirtschaft. Die kann aber nur funktionieren wenn alle beteiligten, auch die Wirtschaft sich an die Spielregeln halten, was momentan nicht gemacht wird.
Da werden Löhne gedrückt, Lohnerhöhungen über Jahre abgelehnt, der Staat ausgenutzt um billige Arbeitskräfte zu bekommen und Kosten auf die Allgemeinheit umgelagert, wie im Fall der Energiekosten für Energieintensive Unternehmen. Und bekommt man seinen Willen nicht droht man damit die Produktion halt nach China zu verlagern. Was hier stattfindet grenzt schon an Erpressung des Volkes durch die Wirtschaft und die Politik macht fleißig dabei mit und hält noch die Hände auf.

Hast du dir den Link bzgl. der Reinigungskräfte angeschaut?
Ist das die Ausbildung, für man 1000€ im Monat bekommen soll?

Wie kommst du da auf die 1000 Euro? Das sind Kurse für einzelne Qualifikationen die du dir da rausgesucht hast. Die kannst du doch nicht einfach zusammenrechnen und daraus auf den Lohn schließen? :what:

Hier ein recht ausführlicher Artikel zum Beruf von Wikipedia, mit Angaben zum Lohn, bezugnehmend auf den Beruf in Deutschland:
Gebäudereiniger
 
Äh, danke für den Link, jetzt verstehe ich auch, was du meinst.
Ich hab aber schon erwähnt, dass man sich nicht über den Lohn für so eine Arbeit beschweren soll, wenn man sich für so eine Ausbildung entscheidet.

Ich will auch nicht, dass die Löhne gesenkt werden, aber mehr als ein Inflationsabgleich mit einer kleinen zusätzlichen Erhöhung ist pro Jahr nicht notwendig.
Wenn man mehr will, muss man eben eine entsprechende Ausbildung machen und für die, die wirklich zu wenig verdienen, muss der Staat herhalten, denn soziale Leistungen sollen nur für bestimmte Leute verfügbar sein.
 
Äh, danke für den Link, jetzt verstehe ich auch, was du meinst.
Ich hab aber schon erwähnt, dass man sich nicht über den Lohn für so eine Arbeit beschweren soll, wenn man sich für so eine Ausbildung entscheidet.

Ich will auch nicht, dass die Löhne gesenkt werden, aber mehr als ein Inflationsabgleich mit einer kleinen zusätzlichen Erhöhung ist pro Jahr nicht notwendig.
Wenn man mehr will, muss man eben eine entsprechende Ausbildung machen und für die, die wirklich zu wenig verdienen, muss der Staat herhalten, denn soziale Leistungen sollen nur für bestimmte Leute verfügbar sein.

Ja, aber genau das findet nicht statt, davon rede ich doch. Das effektive Lohnniveau ist in Deutschland seid 2001 stetig gesunken. Es findet in vielen Berufszweigen nicht einmal ein Ausgleich der Inflation statt.
Im gleichen Atemzug sind die Bezüge von Managern und Inhabern aber kontinuierlich gestiegen.

Fällt dir jetzt evt. die Diskrepanz an der Sache auf?
 
Ich will auch nicht, dass die Löhne gesenkt werden, aber mehr als ein Inflationsabgleich mit einer kleinen zusätzlichen Erhöhung ist pro Jahr nicht notwendig.

In Deutschland sind die Reallöhne innerhalb der letzten 10-15 Jahre deutlich gesunken.

Angefangen hat dieser Prozess mit der radikalen Reform des Arbeitsmarktes und einer gravierenden Änderung des Steuerrechts für Unternehmen.

Daraufhin worden massenweise Stammbelegschaften großer Unternehmen ausgelagert an Sub-Unternehmen, Zeitarbeitsfirmen und Konsorten.

Das verkauft die derzeitige Politik als "wettbewerbsfähig machen". :ugly:

Und was den Inflationsausgleich betrifft:
Man schaue mal nach, was in den Berechnungen der zuständigen Behörden einfließt,
deren Warenkorb der Berechnungsgrundlage ist völlig realitätsfremd.

Wenn man mal die Güter des täglichen Gebrauchs, wie Strom, Benzin, Lebensmittel, Miete usw. höher bewerten würde,
dann würde die jährliche Inflationsrate bedeutend höher ausfallen.

Und diese Kosten fallen monatlich an.
 
Deutschland wird die kommenden Jahrzehnte so oder so unwichtiger, egal ob es sich zum Guten oder Schlechten entwickelt. Es gibt nun mal zahllose Länder mit einer größeren und vor allem auch jüngeren Bevölkerung auf diesem Planeten. Viele davon befinden sich im Aufwind, sodass Deutschland irgendwann nur noch einer von vielen ist. Habe ich kein Problem mit. Es gibt kein Anrecht darauf, zusammen mit einer Handvoll anderer Staaten zu einem Eliteclub zu gehören.

Letztlich wird auch unser Wohlstand völlig zu Recht sinken. Der Durchschnittsdeutsche verbraucht bereits seit Jahrzehnten mehr, als die Erde zu liefern imstande ist. Das ist überhaupt nur möglich, weil viele andere Menschen auf dieser Welt wesentlich weniger haben. Das ist aber alles nur eine Frage der Zeit, bis sich die Zustände ändern. Produktiver werden wir nicht mehr und die teils bereits massiv ausgebeuteten Rohstoffe fallen auch nicht so vom Himmel. Langfristig wird man den Gürtel in vielen Bereichen enger schnallen müssen - und da kann man nicht einfach gegen die Globalisierung und die Politiker hetzen. Kolonialismus ist in einer Welt voller Gleichberechtigter mit Sicherheit nicht durchzusetzen ...

An einem gesundgeschrumpften Wohlstand wird aber keiner zugrundegehen. Ich mache mir dennoch einige Sorgen, weil unsere Elite zu einem großen Teil offensichtlich nur noch aus Irren besteht. Dadurch wird alles viel schlimmer, als es kommen müsste. Nehmen wir beispielsweise Frau Nahles mit ihrem hirnamputierten Rentenpaket. Damit zementiert die Minderleisterin ein System, das wegen der demographischen Entwicklung in Zukunft kaum noch zu finanzieren sein wird. Angeblich sei es gerecht, wenn ausgerechnet die Jahrgänge eher in Rente gehen dürfen, die am allermeisten von den zahllosen Wahlgeschenken seit Anfang der 70er profitiert haben. Nachfolgende Generationen, die sowieso schon überproportional belastet werden, müssen den ganzen Irrsinn bezahlen. Zusammen mit dem immer größer werdenden Schuldenberg.

Mittlerweile sitzen nur noch Parteien in den Parlamenten, die sich gegenseitig auf der linken Spur zu überholen versuchen. Selbst die Union ist mittlerweile extrem leistungsfeindlich. Seit 2006 hat sich die Zahl der Einserabiturienten vervielfacht, dabei hätten viele von denen vor 20 Jahren nicht einmal die Zulassung geschafft. Hochschulen müssen mittlerweile Vorvorkurse anbieten, weil Abiturienten mit Bestnoten keine Bruchrechnung können. Im Rahmen der Chancengleichheit bekommt eben jeder ein Abitur nachgeschmissen. Völlig unabhängig davon, ob er sich für ein Studium eignet oder nicht. Notfalls plustert man halt das Angebot an brotlosen Geschwätzkünsten an Universitäten und Fachhochschulen auf, damit man sich in die Tasche lügen kann, wie toll Deutschland doch im OECD-Vergleich aufgeholt hätte.

Dabei spielen wir (noch) ganz oben mit. Die deutsche Ausbildung ist vielen Hochschulabschlüssen im Ausland überlegen - trotzdem berücksichtigt man den Gesellenbrief im internationalen Vergleich nicht. Die Politik entscheidet wegen des angeblich schlechten Abschneidens, mehr und mehr Leute in nutzlose Studiengänge zu treiben, während Unternehmen keine qualifizierten Lehrlinge mehr finden. Die Reaktionen der Politik sind einfach nur hirnverbrannt. Das sich mit jeder Reform verschlechternde Bildungssystem - demnächst wird etwa die Schreibschrift abgeschafft - war viel besser, als immer behauptet wird. Das vermeintlich schlechte Abschneiden ist nur das Ergebnis einer völlig verfehlten Integrationspolitik. Wenn man die Zuwandererkinder herausrechnet, kommen nämlich hervorragende Ergebnisse raus, bei denen Deutschland international gut mitspielt. Aber wen interessiert`s? Nun gibt es halt Einheitsschulen und Nullniveau für alle. So sind immerhin alle gleichblöd, wenn schon nicht jeder Bestleistungen erzielt. Kann man wunderbar als Chancengleichheit verkaufen. Dabei gäbe es genug andere Wege, Leute zu erreichen, bei denen es beispielsweise nur an mangelnden Sprachkenntnissen liegt.

Mit dem technikfeindlichen Deutschen ist auch kaum noch eine Innovation zu machen. Entweder gehen die Leute wutschnaubend auf die Straße - oder der breitgesessene Beamtenapparat stellt sich quer, weil er das offenbar zum Selbsterhalt braucht oder einfach nur korrupt ist. In Sachsen-Anhalt steht beispielsweise seit Monaten ein riesiger, hochinnovativer Recyclingkomplex still, weil er etablierten Firmen ein Dorn im Auge ist. Aus rechtlicher Sicht gibt es keinerlei Bedenken mehr, dennoch stellen sich die Behörden quer. Wie in einer Bananenrepublik ist die Konkurrenz eng mit der etablierten Politkaste verwoben - und so wird das neue Unternehmen mal eben mit den absurdesten Ausreden in den Bankrott getrieben.

Überhaupt frage ich mich, wie man diesen gigantischen Staatsapparat mit all seinen Leistungsbeziehern langfristig durchfüttern will. Es gibt nicht mal die Kohle, um den geburtenstarken Jahrgängen ihre Pension zu zahlen, wenn sie den kommenden 10 bis 20 Jahren aus dem Beamtentum ausscheiden. Vielleicht hat die Schuldenkönigen Frau Kraft ja irgendwo unterm Bett noch einen Sparstrumpf? Ich verstehe nämlich nicht, warum unsere Elite diese immense, nirgends verzeichnete Zusatzschuldenlast ausblendet, als ginge es dabei um den Besuch einer ungeliebten Tante, für den man notgedrungen ein paar Stunden die Zähne zusammenbeißt, um dann wieder ein Jahr Ruhe zu haben.

Es gibt so viele nutzlose Behörden und Institute, in denen Milliarden an Steuergeldern verschwinden. Schäuble registriert seit Jahren Rekordeinnahmen und doch reicht es an allen Enden und Ecken nicht aus. Dabei gäbe es so viel Sinnvolles, wo mal endlich wieder Geld reinfließen müsste. Aber man möchte sich ja weiterhin 16 Bundesländer samt rappelvoller Parlamente leisten. Im letzten Jahr ist sogar der Bundestag noch mal vergrößert worden, um dem neuen Wahlrecht nachzukommen. Dabei hätte man ihn bei der Gelegenheit auch genauso gut verkleinern können. Aber dann gäbe es ja weniger Posten, die man untereinander verteilen kann. Ist bei den Krankenkassen nicht besser. In ein paar Jahren fliegt uns das ganze Versicherungssystem um die Ohren, weil die ganzen Rentner und Pflegefälle nicht mehr zu finanzieren sein werden. Dabei könnte man die Probleme ganz leicht abmildern, wenn man die Zahl der Krankenkassen massiv zurückschraubt. Es gibt in Deutschland über 100 Krankenkassen - alle mit eigenen Vorständen und minderleistenden Funktionären.

Traurig finde ich, wie weit die Fangarme der rotrotgrünen Politik mittlerweile reichen. Inzwischen wird alleine eine Milliarde Euro für die unwissenschaftliche Genderforschung rausgepulvert. Da fachsimpeln irgendwelche Armleuchter, bei denen es offensichtlich nicht für ein anständiges Studium gereicht hat, über die Nichtexistenz der Geschlechter, anstatt sich mal Gedanken darber zu machen, wie wir unsere Bevölkerung stabil halten können und dafür sorgen, dass die richtigen Leute wieder Kinder bekommen und nicht nur solche, die auf irgendeine Weise am Staatstropf hängen. Während die Bundeswehr in Ermangelung an flugfähigen Helikoptern am Boden bleibt, ist ein ganzes Heer an Sozialarbeitern damit beschäftigt, uns gebetsmühlenartig von der immensen Armut in Deutschland zu überzeugen. Angeblich sei jeder arm, der nur 60 Prozent des Durschnitteinkommens hat. Egal ob es sich dabei um Auszubildende oder Studenten handelt, die naturgemäß noch nicht das Gehalt eines Facharbeiters haben. Nach deren Rechnung sind immer Millionen Menschen arm. Wäre das Durchschnittsgehalt doppelt so hoch, kämen da identische Zahlen raus. Manchmal habe ich das Gefühl, man will uns den Sozialismus durch die Hintertür schmackhaft machen. Denn erst wenn alle gleich viel verdienen, gibt es keine Menschen mehr, die weniger als der Durchschnitt haben. Wir bräuchten eigentlich eine viel stärkere Entlastung der Leistungsträger, um die Wertschöpfung wieder attraktiver zu machen. Predigen tun es Politiker seit Jahren, aber sie schaffen es nicht mal, die kalte Progression abzumildern. Viel wichtiger ist es anscheinend, Geld für Pleitestaaten und Banken rauszuhauen.

Seit Jahren verkünden Politiker alle Couleur, dass Deutschland ein Zuwanderungsland sei und sich auch so zu verhalten habe. Da sehe ich bis heute nichts von. Die klassischen Einwanderungsländer verhalten sich ganz anders als Deutschland. Da gibt es eine stark nach Leistungsbereitschaft und Qualifikation organisierte Zuwanderung. Hier schafft man es nicht mal, abgewiesene Flüchtlinge zeitnah des Landes zu verweisen. Die werden einfach den Kommunen aufgebrummt, die so schon keine Kohle mehr fürs Nötigste haben. Wird eben die Grundsteuer erhöht. Der deutsche Michel hat ja. In Berlin wird beispielsweise seit Monaten eine Schule von illegalen Flüchtlingen rechtswidrig besetzt. Hat den Bezirk mittlerweile so viel Geld gekostet, dass es in Behörden kein Geld mehr für Toilettenpapier gibt. Auf der anderen Seite wirft man anerkannten Flüchtlingen Steine in den Weg, indem man sie nicht arbeiten lässt, oder wirft Leistungsträger wegen bürokratischer Lappalien wieder raus. Für Gebetsräume scheint aber immer genug Geld vorhanden. Wenn das so weitergeht, endet Deutschland wohl wie eines der zahlreich gescheiterten muslimischen Länder.

Wenn sich die Politik weiterhin in die Belange der wertschöpfenden und eigentlich alles finanzierenden Industrie einmischt, sehe ich schwarz. Was hat es beispielsweise die Regierung zu kümmern, was Führungskräfte zwischen den Beinen haben? Und was soll der ganze Schmarn mit Russland. Es kümmert die EU auch nicht, dass die Türkei seit Jahrzehnten illegal EU-Gebiet besetzt und von einem geisteskranken Islamonationalisten regiert wird. Mit dem wird immer munter weiter verhandelt. Aber ans böse Russland dürfen Unternehmen nicht mehr liefern, selbst wenn die Verträge Jahre zurückliegen. Durch die Sanktionen gegen Russland ist der Export im vergangenen Quartal bereits eingebrochen. Ich warte eigentlich nur darauf, dass Putin uns den Gashahn zudreht. Mal schauen, ob sich das Industrie und Bürger auch noch gefallen lassen. Wahrscheinlich führt die Regierung dann einen Steuernachlass für das dann stark verteuerte Erdgas ein, den Deutschland am besten noch für ganz Europa übernimmt. Können ja wieder künftige Generationen abtragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Auto und Chemieindustrie wird nicht aussterben, sie werden bleiben und wachsen.

Wo wachsen die denn noch?
VW produziert doch inzwischen jetzt schon mehr Autos als sie überhaupt absetzen können.
Und vor allem die deutsche Automobilindustrie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen alles was kommt und hat mit Merkel den größten Fürsprecher.
Denn gerade die Union tut für ihre Industrie alles und ignoriert jeden Trend und jede Entwicklung.
 
In Deutschland sind die Reallöhne innerhalb der letzten 10-15 Jahre deutlich gesunken. Angefangen hat dieser Prozess mit der radikalen Reform des Arbeitsmarktes und einer gravierenden Änderung des Steuerrechts für Unternehmen. Daraufhin worden massenweise Stammbelegschaften großer Unternehmen ausgelagert an Sub-Unternehmen, Zeitarbeitsfirmen und Konsorten. Das verkauft die derzeitige Politik als "wettbewerbsfähig machen". :ugly: Und was den Inflationsausgleich betrifft: Man schaue mal nach, was in den Berechnungen der zuständigen Behörden einfließt, deren Warenkorb der Berechnungsgrundlage ist völlig realitätsfremd. Wenn man mal die Güter des täglichen Gebrauchs, wie Strom, Benzin, Lebensmittel, Miete usw. höher bewerten würde, dann würde die jährliche Inflationsrate bedeutend höher ausfallen. Und diese Kosten fallen monatlich an.
Eine genauere Berechnung der Inflation habe ich anfangs schon erwähnt und ich kann mich leider nur auf Sachen beziehen, die ich mitbekomme.
Das was die IG Metall damals gefordert hat, war einfach nur schwachsinnig und darauf und ähnliche Aktion beziehe ich mich ja.

Immerhin dürften wir in dem Punkt so ziemlich einer Meinung sein.

@sfc
Schöner Beitrag und bei uns sieht es so ähnlich aus.
 
Wir haben hier in Österreich so ziemlich die selben Probleme wie ihr.
Die ältere Bevölkerung trifft Entscheidungen, der Netzausbau ist ein Witz und die Politiker ruhen sich auf dem Erreichten aus und verwalten den Stillstand.

Dieses "Problem" hat nahezu jedes Land. Zieht man diejenigen ab, deren Kenntnisse für Entscheidungen nicht reichen (siehe Thread zum Wahlalter - nicht zwingend (nur) alle unter 18), bleiben vorwiegend Ältere. Und in Führungspositionen an der Spitze kommen per se Leute, die ihre Qualitäten schon mehrfach irgendwo bewiesen haben. Auch das kann niemand sein, der gerade erst anfängt.

Ärgerlich ist eher, dass die "Qualitäten", die die Wähler honorieren, gute Lobby-Kontakte wie bei SPD und FDP sind oder inhaltslose, phrasendreschende Selbstinszenierung wie bei "Mutti"s-Verein (hinter der letztlich auch diverse Lobbies auftauchen). Aber solange Themen wie Netzausbau, Veggie-Tage oder mangelnde Bevorteilung von Ehen nach christlichem Vorbild die wahlentscheidenden Probleme der Wähler sind, gibt es halt auch nichts wichtiges für Politiker zu tun :schief:

Weiters sehe ich die Gewerkschaften als Problem:
Ich weiß ja nicht, wie es bei euch läuft, aber bei uns gibt es Betriebsräte, die Gewerkschaften und die Arbeiterkammer.
Drei Gruppen von Personen, die eigentlich für die selben Sachen zuständig sind.

Letztere wäre mir aus Deutschland nicht bekannt. Und wenn irgend jemand an fairer Entlohnung interessiert wäre, könnte man ohnehin alle beteiligten Vereine abschaffen. Ist aber niemand. Fairness passt nicht zu einer egoistischen Leistungsgessellschaft, in der sich jeder immer in einem alles zerfleischenden Konkurrenzkampf beweisen muss.

Weiters sollte mit der Förderung der Neidgesellschaft aufgehört werden.
Es gibt immer wieder Sozialisten, die das Geld von den Reichen holen wollen, weil die es ja haben, dabei zählen bei uns Gut-, Besser- und Spitzenverdiener den Großteil der Lohnsteuern, aber die mit Negativsteuer jammern am meisten.
Wenn man denen mehr auf die Pelle rückt, werden sie weiter abwandern und was bringt einem Arbeiter ein gut bezahlter Job, den er nicht mehr hat?

Dass Manager und Politiker einfach mehr verdienen als normale Arbeiter ist nunmal so

Gab mal Zeiten, da "war es halt so", dass Frauen nichts zu sagen haben, Arbeiter als Eigentum zählen und mit der Peitsche motiviert werden.

Wieso wird bei uns im Urlaub und Krankenstand der Überstundenschnitt weiter bezahlt, obwohl man nichts leistet?
Wieso gibt es überhaupt Urlaub? Oder Feiertage? Oder gar Wochenenden? Eigentlich könnte man diese nicht-Arbeiter jeden Abend feuern, wenn sie nach Hause gehen und die Frechheit haben, nichts produktives zu machen!

Den Generationenvertrag muss man dann auch noch abschaffen, da er nicht funktioniert, weil er auf ständiges Bevölkerungswachstum setzt.
Dafür muss man, da die Geburtenrate zu niedrig ist, ständig neue Leute ins Land holen, während die eigene Bevölkerung immer älter wird.
Es bringt aber nichts, wenn man mehr Rentner und mehr jugendliche Arbeitslose hat, da dann zu wenige einzahlen.

Also entweder ja man zuwenig jugendliche arbeitsfähige oder man muss für den Generationenvertrag auch niemanden ins Land holen :schief:

Das das wirkliche Problem nicht zuwenig Arbeiter und auch nicht zu wenig Arbeit ist, sondern zu wenig Lohn, dass wird aber vermutlich nie in einen 4-Jahres-Denkrahmen passen - genauso wie generelle Problematik der Wachstumsabhängigkeit.


Doch nur damit mehr Profit gemacht wird denn es geht nur noch um Profit.
Ich denke dass wir eine Kapitalismuskrise haben. Nichts anderes.

Was du beschreibst, ist das Grundkonzept von Kapitalismus…
Wir haben keine Krise des Kaptialismus, unsere Krise ist der Kapitalismus. Bzw. die Tatsache, dass so langsam aber sicher nicht mehr wir diejenigen, die eine Dauerkarte für das Gewinner-Ende haben.


Das Problem muss aber der Staat lösen, also im Endeffekt die Wähler und das ist das Problem bei der Demokratie, denn die Meisten wählen nur die Partei, die einem am meisten bringt und nicht die, die dem Land am meisten bringt.

Bei der Kapitalismuskrise stimme ich dir aber zu, nur dass ich den Punkt wohl etwas anders sehe.
Ich finde es eher problematisch, dass jeder alles haben will und viele das Wort 'Verzicht' nicht mal kennen.

Again: "einem am meisten" "alles haben" und "kein Verzicht" sind die grundlegende Antriebskraft des Kapitalismus.


Jetzt bitte klar Nachdenken:

Erstmal zum Thema DE als alte Macht (Wirtschaft):

Die Auto und Chemieindustrie wird nicht aussterben, sie werden bleiben und wachsen. Chinesen verdienen immer mehr das wäre ein neuer Markt für Autohändler.

Für chinesische Autohändler. Und die Chemieindustrie wird auch zunehmend unproftabler, je weniger Umwelt zum zerstören übrig ist und je mehr die Leute auf ihre Gesundheit achten.

Außerdem glaub ich kaum dass morgen die Aliens kommen und uns zeigen wie man ohne Autos fahren kann und ohne Chemiemittel Lebensmittel(Cola), Medikamente und Reinigungsmittel herstellen kann.

Nö. Aber übermorgen kommt das Meer und zeigt uns, das man ohne Straßen nicht Auto fahren kann :schief:
*Wechsel auf höherwertige Beispiele anreg*


Wo wachsen die denn noch?
VW produziert doch inzwischen jetzt schon mehr Autos als sie überhaupt absetzen können.
Und vor allem die deutsche Automobilindustrie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen alles was kommt und hat mit Merkel den größten Fürsprecher.
Denn gerade die Union tut für ihre Industrie alles und ignoriert jeden Trend und jede Entwicklung.

Größten seit Schröder, soviel Zeit muss sein.
Und z.T. kann die Union sehr schnell auf Trends reagieren. Man erinnere sich daran, wie Deutschland beinahe führend in den Zukunftsbranchen Solar- und Offshoreenergie wurde. Das konnte nur mit massivem Einsatz des halben Kabinetts Merkel II abgewendet werden.



@Topic:
Deutschland hat keine Ressourcen, Deutschland hat keine Fläche, Deutschland nicht einmal übermäßig viel Bevölkerung - und die ist eigentlich nur im konsumieren richtig gut. "Wirtschaftsmacht von morgen"? Es gibt kein deutsches Monopol auf gute Ideen und es gibt nahezu 0 Gründe für Leute mit guten Ideen, hierher zu kommen. Und die, die zufällig hier sind, können ihre Ideen auch ins Ausland verkaufen und müssen wenig von dem abgeben, was sie dafür bekommen. So wird man garantiert nicht zur Wirtschafts"macht".

Stellt sich die Frage, ob man das überhaupt sein muss, oder ob man zur Abwechslung mal versuchen könnte, sich nicht über die Beherrschung anderer zu definieren?
 
Dieses "Problem" hat nahezu jedes Land. Zieht man diejenigen ab, deren Kenntnisse für Entscheidungen nicht reichen (siehe Thread zum Wahlalter - nicht zwingend (nur) alle unter 18), bleiben vorwiegend Ältere. Und in Führungspositionen an der Spitze kommen per se Leute, die ihre Qualitäten schon mehrfach irgendwo bewiesen haben.
Kannst du mir das anhand von Herrn Mehdorn erklären?


Also das mit den mehrfach bewiesenen Qualitäten?
 
Was du beschreibst, ist das Grundkonzept von Kapitalismus…
Wir haben keine Krise des Kaptialismus, unsere Krise ist der Kapitalismus. Bzw. die Tatsache, dass so langsam aber sicher nicht mehr wir diejenigen, die eine Dauerkarte für das Gewinner-Ende haben.

Richtig. Profit machen. Damit habe ich auch kein Problem.
Aber in den letzten 20 Jahren hat sich die Art des Profit machens deutlich geändert.
Und das ist eben das was ich kritisiere und daher bin ich immer noch der Meinung dass wir eine Kapitalismuskrise haben.
Denn der Kapitalismus der heute in der Welt existiert und immer weiter verbreitet wird ist ein anderer Kapitalismus als der den ich zu meiner Jungendzeit kennen gelernt habe -- als ich mich erstmals mit dem Thema beschäftigte.
 
Richtig. Profit machen. Damit habe ich auch kein Problem.
Aber in den letzten 20 Jahren hat sich die Art des Profit machens deutlich geändert.
Und das ist eben das was ich kritisiere und daher bin ich immer noch der Meinung dass wir eine Kapitalismuskrise haben.
Denn der Kapitalismus der heute in der Welt existiert und immer weiter verbreitet wird ist ein anderer Kapitalismus als der den ich zu meiner Jungendzeit kennen gelernt habe -- als ich mich erstmals mit dem Thema beschäftigte.

Oder du hast Heute einfach eine andere Sichtweise auf die Dinge?
 
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