Was sind denn bitteschön "physikalische Annahmen"? Es gibt physikalische Beobachtungen (die nur in diesem Universum möglich sind) und physikalische Theorien, die auf diesen Aufbauen. Aber man nimmt in der Physik nicht einfach mal was an.
Klar macht man das. Es sagt nur niemand "ich mache jetzt eine pyhsikalische Annahme", das klingt zu sehr nach Paketdienst.
Aber man muss oft erst mal irgendwas annehmen, was so nicht direkt falsifiziert werden kann, aber als Startpunkt für weitere Korrekturen dient. Nehmen wir mal an, dass die Atome rund sind, dass Teilchen keine Wellen sind, dass p = ... ist, dass sich Licht durch den erähnten Äther bewegt ... - dann müsste XYZ bei Experiment ABC rauskommen.
? Na wenn dir dadurch neue Erkenntnisse kommen, herzlichen Glückwunsch.
Danke.
Nein, die "Natur" ist nicht per se allumfassend. Sonst würde sie schlicht "alles" heißen. Die Natur umfasst nur das physische Universum. Weder erstreckt sich der Geltungsbereich der Naturgesetze über die Grenze des Universums hinaus, noch behandeln Naturwissenschaften geistige Dinge.
Natürlich umfasst sie nichts geistliches, aber alles natürliche. Wenn es andere Universen gäbe, gäbe es auch entsprechende natürliche Regeln für ihre Entstehung und die Interaktion zwischen den Universen, auch das wäre ein Naturgesetz. Andere Universen, das innere der Schwarzen Löcher oder Singularitäten (sofern es sie gäbe) wären durch ihre Existenz etwas natürliches und Teil der Natur.
Nicht nur eventuell. Man hat etwas unbekanntes - man muss es vermessen. Das ist einer der beiden Grundpfeiler der Naturwissenschaft (mit Experimenten tun sich Astrophyisker immer so schwer

). Was keine Naturwissenschaft ist: Ich versteh da was nicht, deswegen rede ich darüber, wie es außerhalb unseres Univesums aussieht.
Ja schon, die Überlegung begründet anzustellen ist aber nicht automatisch "nicht-physikalisch" nur weil einem das Thema abstrus vorkommt.
Es gibt schon Experimente in der Astrophysik. Bzw. die Astrophysik bedient sich der Ergebnisse von Experimenten. Z.B. frühe Versuche mit Gravitationswaagen, Pendeln oder Sonnenstandmessungen oder heute Ergebnissen aus der Plasmaphysik, Spektroskopie und Lasertechnik.
Man sollte aber im Hinterkopf behalten, welche Teile des Namens durch Beobachtungen entstanden sind und welche nicht. Dunkle "Materie" hat beispielsweise mit "heller" Materie so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Man kann nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass dunkle Materie eine Gravitationsquelle ist, denn wir beschreiben damit nur die Abweichung zahlreicher Beobachtungen von den Vorhersagen unseres Graviations-Verständnis. Es kann gut sein, dass der Fehler da begraben liegt und es "dunkle Materie" gar nicht gibt; da sie abseits der beobachteten gravitaitonsartigen Auswirkungen keinerlei andere Gemeinsamkeit mit heller Materie hat, ist es aber sehr gut möglich, dass es sich gar nicht um eine Form von Materie handelt, weswegen man sie irgendwann nicht mehr so nennen wird. So wie heute niemand mehr Licht als Ätherwelle bezeichnet, nur weil es eine Gemeinsamkeit mit Wasserwellen hat. Die angedeutete Theses eines interstellaren Äthers hat dennoch über ein Viertel Jahrhundert lang die Gedanken der Gelehrten im Kreis laufen lassen. Genauso wie heute an allen Ecken und Enden für Erklärungen dafür gesucht wird, warum trotz jeder Menge "dunkler Materie" so rein gar nichts auf Materie hinweist.
Joar, kann schon sein, ist aber unwahrscheinlich, dafür sind andere Vorhersagen zu gut. Falls man irgendwann tatsächlich was finden sollte, gibt es davon bestimmt sowieso diverse Varianten und wie bei den "normalen" Teilchen greift man dann tief ins griechische Alphabet und "Dunkle Materie" wäre maximal noch der Überbegriff. Ich seh das nicht so eng.