Der "Naturwissenschaften" Thread

Was sind denn bitteschön "physikalische Annahmen"? Es gibt physikalische Beobachtungen (die nur in diesem Universum möglich sind) und physikalische Theorien, die auf diesen Aufbauen. Aber man nimmt in der Physik nicht einfach mal was an.
Hast du schon mal etwas von Ideen oder Vorstellungen gehört?;)
Damit fangen eigentlich die Theorien erst an.
Albert Einstein hat nicht umsonst die Wichtigkeit der Vorstellungskraft betont.
 
Er hat seine Träume aber nicht "wissenschaftlich-physikalisch" genannt und darum geht es hier. Natürlich gibt es jede Menge Ideen und Vorstellungen, aber nicht jede davon wird zu Wissenschaft, nur weil sie ein Wissenschaftler äußert. Wenn ich mir allein angucke, wieviele Professoren der Physik oder Mathematik vorgerechnet haben, dass die Evolutionstheorie nur falsch sein kann...
(Natur-)Wissenschaft ist es nicht, eine Idee zu haben, sondern diese zu einer These auszuarbeiten und diese mit Beobachtungen, ggf. im Rahmen von Experimenten zu falsifizieren. Wie beabachtet oder experimentiert man noch mal gleich außerhalb des Universums?
 
Er hatte sich als kleiner Junge vorgestellt, wie es wohl sein würde, wenn man auf einen Lichtstrahl reiten würde.
Was daraus geworden ist sieht man ja heute ganz gut.
Ohne Fantasie keine guten Theorien.
 
Träumen kann man immer viel, aber letztendlich geht es darum, was empirisch überprüfbar ist.
Und ein Paralleluniversum gehört nicht dazu.
Genauso wenig werden wir jemals hinter dem Ereignishorizonts eines schwarzes Lochs blicken können.
 
Was sind denn bitteschön "physikalische Annahmen"? Es gibt physikalische Beobachtungen (die nur in diesem Universum möglich sind) und physikalische Theorien, die auf diesen Aufbauen. Aber man nimmt in der Physik nicht einfach mal was an.

Klar macht man das. Es sagt nur niemand "ich mache jetzt eine pyhsikalische Annahme", das klingt zu sehr nach Paketdienst.
Aber man muss oft erst mal irgendwas annehmen, was so nicht direkt falsifiziert werden kann, aber als Startpunkt für weitere Korrekturen dient. Nehmen wir mal an, dass die Atome rund sind, dass Teilchen keine Wellen sind, dass p = ... ist, dass sich Licht durch den erähnten Äther bewegt ... - dann müsste XYZ bei Experiment ABC rauskommen.


? Na wenn dir dadurch neue Erkenntnisse kommen, herzlichen Glückwunsch.

Danke.

Nein, die "Natur" ist nicht per se allumfassend. Sonst würde sie schlicht "alles" heißen. Die Natur umfasst nur das physische Universum. Weder erstreckt sich der Geltungsbereich der Naturgesetze über die Grenze des Universums hinaus, noch behandeln Naturwissenschaften geistige Dinge.

Natürlich umfasst sie nichts geistliches, aber alles natürliche. Wenn es andere Universen gäbe, gäbe es auch entsprechende natürliche Regeln für ihre Entstehung und die Interaktion zwischen den Universen, auch das wäre ein Naturgesetz. Andere Universen, das innere der Schwarzen Löcher oder Singularitäten (sofern es sie gäbe) wären durch ihre Existenz etwas natürliches und Teil der Natur.

Nicht nur eventuell. Man hat etwas unbekanntes - man muss es vermessen. Das ist einer der beiden Grundpfeiler der Naturwissenschaft (mit Experimenten tun sich Astrophyisker immer so schwer :ugly:). Was keine Naturwissenschaft ist: Ich versteh da was nicht, deswegen rede ich darüber, wie es außerhalb unseres Univesums aussieht.

Ja schon, die Überlegung begründet anzustellen ist aber nicht automatisch "nicht-physikalisch" nur weil einem das Thema abstrus vorkommt.

Es gibt schon Experimente in der Astrophysik. Bzw. die Astrophysik bedient sich der Ergebnisse von Experimenten. Z.B. frühe Versuche mit Gravitationswaagen, Pendeln oder Sonnenstandmessungen oder heute Ergebnissen aus der Plasmaphysik, Spektroskopie und Lasertechnik.


Man sollte aber im Hinterkopf behalten, welche Teile des Namens durch Beobachtungen entstanden sind und welche nicht. Dunkle "Materie" hat beispielsweise mit "heller" Materie so gut wie keine Gemeinsamkeiten. Man kann nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass dunkle Materie eine Gravitationsquelle ist, denn wir beschreiben damit nur die Abweichung zahlreicher Beobachtungen von den Vorhersagen unseres Graviations-Verständnis. Es kann gut sein, dass der Fehler da begraben liegt und es "dunkle Materie" gar nicht gibt; da sie abseits der beobachteten gravitaitonsartigen Auswirkungen keinerlei andere Gemeinsamkeit mit heller Materie hat, ist es aber sehr gut möglich, dass es sich gar nicht um eine Form von Materie handelt, weswegen man sie irgendwann nicht mehr so nennen wird. So wie heute niemand mehr Licht als Ätherwelle bezeichnet, nur weil es eine Gemeinsamkeit mit Wasserwellen hat. Die angedeutete Theses eines interstellaren Äthers hat dennoch über ein Viertel Jahrhundert lang die Gedanken der Gelehrten im Kreis laufen lassen. Genauso wie heute an allen Ecken und Enden für Erklärungen dafür gesucht wird, warum trotz jeder Menge "dunkler Materie" so rein gar nichts auf Materie hinweist.

Joar, kann schon sein, ist aber unwahrscheinlich, dafür sind andere Vorhersagen zu gut. Falls man irgendwann tatsächlich was finden sollte, gibt es davon bestimmt sowieso diverse Varianten und wie bei den "normalen" Teilchen greift man dann tief ins griechische Alphabet und "Dunkle Materie" wäre maximal noch der Überbegriff. Ich seh das nicht so eng.
 
Glaube ich nicht. Je näher du dem Schwarzen Loch kommst, desto langsamer läuft die Zeit ab. Der Beobachter müsste also sehen, wie sich das Raumschiff immer langsamer dem schwarzen Loch nähert ohne es je erreichen zu können.
Da hast du einen Denkfehler.
Die Zeit läuft nur in dem Bezugssystem selber langsamer ab.;)
 
Für den Raumfahrer läuft die Zeit ganz normal, der Beobachtet sieht das aber anders. Beide sind im gleichen Bezugssystem.
Für den Raumfahrer läuft die Zeit aus seiner Sicht normal ab. Aber reell nicht.
Die Zeitunterschiede können beide nur messen.

Edit: Aber du hast Recht beide sind im selben Bezugssystem.

Erst der "unabhängige" Beobachter als Dritter ist ausserhalb.
 
Das ist ja das Problem. Sobald du zum schwarzen Loch kommst, bist du im Bezugssystem.
Wir werden es eh nie erfahren, was nun wirklich ist.
Ich glaube Lesch hat zu dem Thema mal ein Video gemacht.
 
Glaube ich nicht. Je näher du dem Schwarzen Loch kommst, desto langsamer läuft die Zeit ab. Der Beobachter müsste also sehen, wie sich das Raumschiff immer langsamer dem schwarzen Loch nähert ohne es je erreichen zu können.

Nö, wenn der in sicherer Entfernung wäre,

dann sieht er einfach,

wie alles angesogen wird.

Würde er drumrum fliegen, in sehr weiter Entfernung,
würde gar nichts passieren.

Auch schwarze Löcher haben nun mal nur eine begrenzte Ausdehnung,

und demzufolge auch eine begrenzte Gravitationswirkung.
 
Zurück