Der "Naturwissenschaften" Thread

Das würde man zwar erwarten aber eine Garantie gibt es nicht. Desswegen lautet ja meine Frage: Was wenn wir erst nach dem Aufprall mit der Messung eingreiffen, das Teilchen sich im Experiment aber trotzdem wie ein Teilchen verhält ? Als würde es wissen dass es nach dem Aufprall gemessen wird.

Die Anzeige auf der Leinwand besteht aus unzähligen "Einzelmessungen".
 
Die Anzeige an der Leinwand besteht aus Warscheinlichkeiten so viel ich weiß, aber um diese geht es nicht. Sondern um eine rückwirkende Messung der Schlitze nach dem Aufprall der Teilchen auf der Leinwand.
 
Dabei hat Albert Einstein ja zuerst an ein statisches Universum geglaubt und die "kosmologische Konstante" eingeführt. Und wenn etwas statisch ist, dann müßte es nach meiner Auffassung auch symmetrisch sein.
Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.:D

Edit: Und das Universum ist ja auf großen Skalen auch homogen oder nicht?
Außerdem ist die kosmische Hintergrundstrahlung meines Wissens auch gleichmäßig verteilt.

Oder habe ich etwas völlig falsch verstanden?:what:

Die Hintergrundstrahlung ist inhomogen und beim Universum als solches ist es eine Frage, wie grob du zusammenrundest. Aber ich sprach auch nicht von einer Asymmetrie des Universums, sondern von einer Asymmetrie in den Naturgesetzten respektive in unserer Beschreibung der selben. Also nicht "es fallen mehr Toast mit der Marmeladenseite nach unten", das wäre trivial, sondern "Toast mit der Mareladenseite beschleunigen im Fall mit 10 G", das ist in meinen Augen absurd. Folgt aber daraus, dass die Relativitätstheorie Zeit und Geschwindigkeit verknüpft und das auch für Teilchen (mit negativer Masse) jenseits von 1 c. Selbst wenn es die gar nicht gibt (ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass man für einen Albuquerque-Drive, den hier so viele Mögen, negative Gravitation braucht), so müsste eine umfassende Beschreibung des makroskopischen Unversums eben genau das voraussagen/die Formeln einer derart vollständigen Beschreibung müssten für Teilchen >c nicht lösbar sein, anstatt eine derart merkwürdige, laut Relativitätstheorie aber plausible Aussage zu tätigen.


Ich spreche davon sie zu messen nachdem sie sich schon als Welle verhalten haben, um ihre Position bei Unschärfe im Nachhinein sichtbar zu machen.

Die Annahme ist ein Gerät das rückfolgend nachvollzieht ob ein Teilchen beide Schlitze gleichzeitig durchquert hat. Würde das Teilchen dann beide Schlitze durchqueren ?

Du kannst nicht nachträglichen Messen, wo das Teilchen war. Du kannst nur Messen, wo es ist, wenn es auf den Detektor trifft. Du kannst auch seine Richtung nicht erfasse, sondern bestenfalls alle bis auf eine Richtung ausschließen (Rohr vorm Sensor) - was dann aber auch die Messung in zwei Richtungen und Interferenzmuster ausschließt. Um rückwirkend zu ermitteln, wo dass Teilchen früher war, müsstest du seine Richtung, Position und Geschwindigkeit ermitteln.
Wenn du das schaffst, solltest du dir aber über Details am Doppelspalt keine Gedanken mehr machen, denn dann hast du gerade Heisenberg widerlegt und die Quantentheorie auf den Kopf gestellt. :ugly:
 
Die Hintergrundstrahlung ist inhomogen und beim Universum als solches ist es eine Frage, wie grob du zusammenrundest. Aber ich sprach auch nicht von einer Asymmetrie des Universums, sondern von einer Asymmetrie in den Naturgesetzten respektive in unserer Beschreibung der selben. Also nicht "es fallen mehr Toast mit der Marmeladenseite nach unten", das wäre trivial, sondern "Toast mit der Mareladenseite beschleunigen im Fall mit 10 G", das ist in meinen Augen absurd.
Wieso? Wo wird denn was an den Naturgesetzen bzw Konstanten verändert?
Auf der Erde wird die Beschleunigung immer 9,81m/s bleiben.

Folgt aber daraus, dass die Relativitätstheorie Zeit und Geschwindigkeit verknüpft und das auch für Teilchen (mit negativer Masse) jenseits von 1 c. Selbst wenn es die gar nicht gibt (ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, dass man für einen Albuquerque-Drive, den hier so viele Mögen, negative Gravitation braucht), so müsste eine umfassende Beschreibung des makroskopischen Unversums eben genau das voraussagen/die Formeln einer derart vollständigen Beschreibung müssten für Teilchen >c nicht lösbar sein, anstatt eine derart merkwürdige, laut Relativitätstheorie aber plausible Aussage zu tätigen.
Ich kann dir beim besten Willen nicht ganz folgen. Entweder drückst du dich zu kompliziert aus oder ich denke zu kompliziert. Vielleicht auch sogar beides.:ugly:
 
Auf der Erde wird die Beschleunigung immer 9,81m/s bleiben.
Das ist ein Durchschnittswert, die realen Werte Schwanken je nach Ort auf der Erde "erheblich", zwischen ca. 9,75 und 9,87m/s². Darum sucht man z.B. zum Raketenstart Orte mit geringer Schwerkraft in Äquatornähe

Was Du meinst ist die Vermutung, dass die Gravitationskonstante im gesamten Weltall konstant ist. Ob das so ist, wissen wir nicht:
Physik - Ist die Gravitationskonstante womoeglich nicht konstant? - Wissen - Sueddeutsche.de



Ich hab mal eine Frage. ?
Das Problem ist, dass die Beobachtung das Ergebnis beeinflusst. Wenn man ein Photon beobachtet, dann wechselst es nicht mehr zwischen Welle und Teilchen. Das ist das Problem. Da gibt es schöne Texte zu. Wenn Dich das Thema interessiert, suche ich Dir was raus. Als Einleitung zum Problem ist dieser Text schnell zu lesen:

Grenzen unserer Erkenntnis
 
Das Problem ist, dass die Beobachtung das Ergebnis beeinflusst. Wenn man ein Photon beobachtet, dann wechselst es nicht mehr zwischen Welle und Teilchen. Das ist das Problem. Da gibt es schöne Texte zu. Wenn Dich das Thema interessiert, suche ich Dir was raus. Als Einleitung zum Problem ist dieser Text schnell zu lesen:

Grenzen unserer Erkenntnis


Das ist nämlich auch ein Problem.

Photonen sind mit einer Informatie behaftet,

zurückdrehen geht da nunmal nicht.
 
Das ist ein Durchschnittswert, die realen Werte Schwanken je nach Ort auf der Erde "erheblich", zwischen ca. 9,75 und 9,87m/s². Darum sucht man z.B. zum Raketenstart Orte mit geringer Schwerkraft in Äquatornähe

Nö, die Raketen nutzen die Rotation der Erde aus und da sie am Äquator am schnellsten ist, versucht man möglichst nah am Äquator zu sein. Daher starten die Europäer ihre Raketen auch in Französisch Guayana und nicht in Europa.
Deswegen fliegen die Raketen auch alle Richtung Osten, mit der Drehrichtung.
 
Und die Rotation bemerkt jeder auf der Erde als Zentrifugalkraft, die die wirksame Schwerkraft reduziert.
Jede Pendeluhr läuft am Äquator langsamer als auf dem Nordpol. Das sind messbare Prozent Unterschied.

Ja, und was hat das jetzt damit zu tun, dass die Schwerkraft der Erde hier und da schwankt?
Die Rotation der Erde wird genutzt, das hat nichts damit zu tun, wo auf der Erde die Schwerkraft etwas geringer ist. Wenn du danach gehst, müsstest du die Raketen vom Mount Everest aus starten, da du dort am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt bist.
 
Ja, und was hat das jetzt damit zu tun, dass die Schwerkraft der Erde hier und da schwankt?.
Sie schwankt messbar vor allem wegen der Erdrotation. Das ist die Wirkung die es gibt. Wenn wir von messbaren Werten wie 9,81m/s² reden, dann ist die Erdrotation natürlich mit enthalten. Dazu kommen dann noch minimale Unterschiede durch Massenverteilungen:

100714goce-geoidkarte_mit_schatten.jpg
 
Wieso? Wo wird denn was an den Naturgesetzen bzw Konstanten verändert?
Auf der Erde wird die Beschleunigung immer 9,81m/s bleiben.

Eben. Und so sollte das auch sein, unabhängig vom Toast auf das sie wirkt. Aber die Maximalgeschwindigkeit der Zeit ist für Tachyonen unbegrenzt, für normale Materie dagegen begrenzt.

Ich kann dir beim besten Willen nicht ganz folgen. Entweder drückst du dich zu kompliziert aus oder ich denke zu kompliziert. Vielleicht auch sogar beides.:ugly:

Guck dir einfach an, was die Relativitätstheorie zur Zeit sagt.
v < 0 : unmöglich
v = 0 : Zeit vergeht normal
v = 0,5c : Zeit vergeht langsam
v = c : Zeit steht still
v = 1,5c : Zeit läuft langsam rückwärts
v = 2c : Zeit läuft normal schnell rückwärts
v > 2c : Zeit läuft schnell rückwärts
v >>>>>>> 2c : Zeit läuft quasi unbegrenzt schnell rückwärts

Die umgekehrte Zeitrichtung für v > c ist zwar kurios, aber physikalisch kein Problem. Aber dass die maximale Geschwindigkeit, mit der Zeit vorwärts verläuft, stark limitiert ist, während sie in Gegenrichtung unbegrenzt schnell vergehen kann, das finde ich extrem merkwürdig. Alle anderen Naturgesetze sind symmetrisch. Teilchen können sich genauso schnell vorwärts wie rückwärts bewegen. nach links wie nach rechts. nach oben wie nach unten. Beschleunigung, die in eine Richtung wirkt, hat eine gleich große Wirkung in Gegenrichtung. Alles im Universum reicht von minus unendlich bis plus unendlich, einige wenige Beispiele auch nur von null bis plus unendlich. Egal auf welcher Seite die Marmelade ist. Nur die Geschwindigkeit der Zeit gemäß Relativitätstheorie nimmt eine extreme Sonderrolle ein und geht von minus unendlich bis plus eins. Dabei soll Zeit gleichzeitig aber auch eine ganz normale Dimension sein.
 
Äh, doch sie funktionieren und das ohne jeden Zweifel.

Was soll ich jetzt darauf antworten?
Wir alle reisen durch die Zeit? Zeitdilatation bei hoher Geschwindigkeit oder durch Gravitation? Ja, super, sehr hilfreich. Kontextbezogen auch die falsche Richtung.

Eben. Und so sollte das auch sein, unabhängig vom Toast auf das sie wirkt. Aber die Maximalgeschwindigkeit der Zeit ist für Tachyonen unbegrenzt, für normale Materie dagegen begrenzt.

Guck dir einfach an, was die Relativitätstheorie zur Zeit sagt.
v < 0 : unmöglich
v = 0 : Zeit vergeht normal
v = 0,5c : Zeit vergeht langsam
v = c : Zeit steht still
v = 1,5c : Zeit läuft langsam rückwärts
v = 2c : Zeit läuft normal schnell rückwärts
v > 2c : Zeit läuft schnell rückwärts
v >>>>>>> 2c : Zeit läuft quasi unbegrenzt schnell rückwärts

Die umgekehrte Zeitrichtung für v > c ist zwar kurios, aber physikalisch kein Problem. Aber dass die maximale Geschwindigkeit, mit der Zeit vorwärts verläuft, stark limitiert ist, während sie in Gegenrichtung unbegrenzt schnell vergehen kann, das finde ich extrem merkwürdig. Alle anderen Naturgesetze sind symmetrisch. Teilchen können sich genauso schnell vorwärts wie rückwärts bewegen. nach links wie nach rechts. nach oben wie nach unten. Beschleunigung, die in eine Richtung wirkt, hat eine gleich große Wirkung in Gegenrichtung. Alles im Universum reicht von minus unendlich bis plus unendlich, einige wenige Beispiele auch nur von null bis plus unendlich. Egal auf welcher Seite die Marmelade ist. Nur die Geschwindigkeit der Zeit gemäß Relativitätstheorie nimmt eine extreme Sonderrolle ein und geht von minus unendlich bis plus eins. Dabei soll Zeit gleichzeitig aber auch eine ganz normale Dimension sein.

In der Mathematik ist das kein Problem, in der Physik schon.
Der Lorentzfaktor ist definiert für 0<= v <= c also immer größer gleich 1. Die Spezielle Relativitätstheorie kennt, wie RtZk ja schon geschrieben hat,keine imaginären Massen, die man für Lösungen mit Geschwindigkeiten größer c bräuchte.

Energie und Masse sind btw. auch immer* positiv und mit Unendlichkeiten wäre ich vorsichtig ;)

*jaja, QFT und so....
 
Guck dir einfach an, was die Relativitätstheorie zur Zeit sagt
v < 0 : unmöglich
v = 0 : Zeit vergeht normal
v = 0,5c : Zeit vergeht langsam
v = c : Zeit steht still
v = 1,5c : Zeit läuft langsam rückwärts
v = 2c : Zeit läuft normal schnell rückwärts
v > 2c : Zeit läuft schnell rückwärts
v >>>>>>> 2c : Zeit läuft quasi unbegrenzt schnell rückwärts

Die umgekehrte Zeitrichtung für v > c ist zwar kurios, aber physikalisch kein Problem. Aber dass die maximale Geschwindigkeit, mit der Zeit vorwärts verläuft, stark limitiert ist, während sie in Gegenrichtung unbegrenzt schnell vergehen kann, das finde ich extrem merkwürdig. Alle anderen Naturgesetze sind symmetrisch. Teilchen können sich genauso schnell vorwärts wie rückwärts bewegen. nach links wie nach rechts. nach oben wie nach unten. Beschleunigung, die in eine Richtung wirkt, hat eine gleich große Wirkung in Gegenrichtung. Alles im Universum reicht von minus unendlich bis plus unendlich, einige wenige Beispiele auch nur von null bis plus unendlich. Egal auf welcher Seite die Marmelade ist. Nur die Geschwindigkeit der Zeit gemäß Relativitätstheorie nimmt eine extreme Sonderrolle ein und geht von minus unendlich bis plus eins. Dabei soll Zeit gleichzeitig aber auch eine ganz normale Dimension sein.
Achso, das meintest du mit Asymmetrie. ;)
In weit das theoretisch zutrifft kann ich nicht beurteilen. Praktisch ja wahrscheinlich sowieso nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Mathematik ist das kein Problem, in der Physik schon.
Der Lorentzfaktor ist definiert für 0<= v <= c also immer größer gleich 1. Die Spezielle Relativitätstheorie kennt, wie RtZk ja schon geschrieben hat,keine imaginären Massen, die man für Lösungen mit Geschwindigkeiten größer c bräuchte.

Energie und Masse sind btw. auch immer* positiv und mit Unendlichkeiten wäre ich vorsichtig ;)

*jaja, QFT und so....

Definieren kann man viel, wenn der Tag lang ist. Aber gibt es irgendwo in der Relatitivätstheorie einen Mechanismus, aus dem diesen Definition folgt? Die vorgibt, welche Art von Massen zulässig sind? Ich kenne kein Beispiel. Auch beim Lorenzfaktor werden Ergebnisse <1 einfach gestrichen, weil sie nicht zur Realtität zu passen scheinen. Das hat aber nichts mehr mit Wissenschaft zu tun, dass ist Ignoranz. Wer das Universum erklären muss, muss aus seiner Theorie heraus herleiten, warum derartige Ausgangsvariablen unzulässig sind. Am Ende zu sagen "das Ergebniss gefällt mir nicht, also darf man so gar nicht erst rechnen" ist genauso rational, wie die kirchlichen Denkstrukturen des Mittelalters.
 
Definieren kann man viel, wenn der Tag lang ist. Aber gibt es irgendwo in der Relatitivätstheorie einen Mechanismus, aus dem diesen Definition folgt? Die vorgibt, welche Art von Massen zulässig sind? Ich kenne kein Beispiel. Auch beim Lorenzfaktor werden Ergebnisse <1 einfach gestrichen, weil sie nicht zur Realtität zu passen scheinen. Das hat aber nichts mehr mit Wissenschaft zu tun, dass ist Ignoranz. Wer das Universum erklären muss, muss aus seiner Theorie heraus herleiten, warum derartige Ausgangsvariablen unzulässig sind. Am Ende zu sagen "das Ergebniss gefällt mir nicht, also darf man so gar nicht erst rechnen" ist genauso rational, wie die kirchlichen Denkstrukturen des Mittelalters.

Man muss umgekehrt rechtfertigen warum eine Lösung für eine Gleichung einen Bezug zur Realität haben muss. Es gibt etliche Fälle in denen eine komplexe Zahl oder negative Lösung mathematisch richtig wären, sich aber physikalisch nicht rechtfertigen lassen. Ich höre auch nicht jetzt den Schall des Steins, der demnächst in den Brunnen fällt, obwohl t<0 auch eine Lösung wäre.
Die Gleichungen wurden unter den Annahmen erstellt, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant ist und höchste Geschwindigkeit darstellt. Diesen Definitionsbereich zu verlassen aber dennoch die Gleichung und ihr Ergebnis als Basis für etwas zu nehmen, was dem ursprünglichen Postulat widerspricht halte ich für falsch.

Wer Lösungen für Probleme mit v > c darlegen möchte, soll doch bitte auch auf dieser Basis eine schlüssige Theorie anbieten. Eine Frage wäre dann warum man c als invariant annimmt, obwohl v > c möglich ist.
 
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