Der "Naturwissenschaften" Thread

Na ja, die Mindestmasse sind eben 3 Sonnenmassen. Erst dann entsteht ein schwarzes Loch. Davor wird es ein Neutronenstern.
Aber nicht jeder Stern, der mehr als 3 Sonnenmassen hat, wird ein Schwarzes Loch, denn der Stern ist immer bemüht, unter dieser kritischen Masse zu kommen.
Dazu sprengt er ja seine Hülle ab. Ist aber der Eisenkern im Inneren größer als 3 Sonnenmassen, stürzt er zusammen und wird zum schwarzen Loch. Ist er kleiner als 3 Sonnenmassen, wird daraus ein Neutronenstern. Gesehen hat sowas natürlich noch keiner. Beteigeuze ist ja ein großer Kandidat für eine Supernova und ein mögliches schwarzes Loch. Aber wann der Stern explodieren wird, weiß halt auch niemand.
Hmm. Bei Wikipedia steht aber mindestens 25 Sonnenmassen.:what:
 
So weit ich das verstanden habe, kann rechnerisch ein Stern ab ca. 2,5 SOL-Massen unter bestimmten Voraussetzungen ein SW werden.
Sofern die Beobachtungen stimmen, wurde jedoch noch kein SW (indirekt) beobachtet, dass weniger als ca. 9,7 +/- 1,6 SOL-Massen hat:
XTE J1650−500 – Wikipedia
 
Was in einem schwarzen Loch abgeht,

davon haben wir leider auch keine Ahnung.

Es gibt zwar viele Berechnungen in der theoretischen Astrophysik,

welche aber auch immer noch unbestätigt sind.

Mathematisch kann man das erfassen. Da kann man einfach die Feldgleichungen der allgemeinen Relativitätstheorie nehmen und das ausrechnen.
Aber nur weil man was ausrechnen kann, bedeutet das ja nicht, dass es auch existiert. Das sind immer zwei Paar Schuhe.

Hmm. Bei Wikipedia steht aber mindestens 25 Sonnenmassen.:what:

Du musst das ein wenig differenzieren.
Entscheidend für die Entstehung eines schwarzen Lochs ist nicht die Größe des Sterns sondern die Größe der Eisenkugel, wenn die Kernfusion erlischt.
Weiter als Eisen geht nicht. Sobald Eisen erreicht ist, bricht die Kernfusion zusammen und der Stern hat keinen Gegendruck mehr zur Schwerkraft. Die Hülle des Sterns fliegt also nun mit halber Lichtgeschwindigkeit auf die Eisenkugel zu und prallt darauf. Die kinetische Energie der Hülle wird nun in Wärmeenergie umherwandelt und während die Hülle also wieder von der Eisenkugel abprallt, setzt erneut Kernfusion ein und erzeugt alle Elemente, die schwerer als Eisen sind. Das geht relativ schnell. Man könnte dabei zuschauen, wenn man nah genug wäre.
Dabei werden massig Neutrinos produziert. Und die Neutrinos sind es dann auch, die dafür sorgen, dass eine kritische Geschwindigkeit überschritten werden kann und die Hülle abgesprengt wird. Ohne die Neutrinos würde die Hülle wieder in den Stern stürzen und es gäbe überhaupt keine schweren Elemente im Universum.
Klar, je größer ein Stern ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Eisenkugel im Inneren die kritische Masse von 3 Sonnenmassen überschreitet, aber eine pauschale Grenze für einen Stern würde ich nicht nennen.
Interessant ist ja, dass es Theorien gibt, die besagen, dass in der Frühphase des Universums so große Sterne entstanden sind, die direkt in ein schwarzes Loch zusammengefallen sind, ohne großartig Kernfusion betrieben haben, einfach deswegen, weil die Masse so groß war, dass dafür schlicht keine Zeit blieb.
Das ist vermutlich auch einer der Gründe, wieso man heute keine Sterne der Population 3 findet, weil sie alle einfach zu groß waren und entweder direkt in ein schwarzes Loch zusammengefallen sind oder die Kernfusion nur einige Tausend Jahre lief und sie dann explodiert sind.
 
Ich zitiere hier zwar regelmäßig im Thread Wikipedia... aber egal.:D
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kann man auch unter Wikipedia nachlesen. :D
Albert Einstein soll ja mal gesagt haben: "Seit die Wikipedia über die Relativitätstheorie hergefallen ist, versteh' ich sie selber nicht mehr".:D
Wikipedia ist halt Wikipedia, da werden Fachbegriffe mit anderen Fachbegriffen und die wieder mit anderen Fachbegriffen erläutert. Klar, dass da nicht jeder durchsteigt.;)

Das mit der Masse ist ja ein sehr umstrittenes Thema, grade bei so genannten Magnetaren: Wie viel Masse braucht man fuer ein Schwarzes Loch? | ESO Deutschland
 
Das mit der Masse ist ja ein sehr umstrittenes Thema, grade bei so genannten Magnetaren: Wie viel Masse braucht man fuer ein Schwarzes Loch? | ESO Deutschland

Das hab ich ja schon gesagt. Wie groß ein Stern ist, hat erst mal nichts damit zu tun, ob das am Ende ein schwarzes Loch wird oder nicht. Entscheidend ist immer, welche Masse die Eisenkugel am Ende hat.
Ein Stern kann ja im Laufe seines Zyklus mehrmals die Hülle absprengen und so immer kleiner werden.
 
Es geht mir darum, wie viel Masse ein Objekt überhaupt braucht, um es so kompakt werden zu lassen, dass es eine Singularität bildet.
Presst man die Erde auf eine Murmel zusammen, würde daraus ein Schwarzes Loch entstehen.
Theoretisch könnte man das ja auch mit einem Kugelschreiber oder einem Staubkorn machen.:ugly:

Die Mindestdichte kann man ja ausrechnen, aber wie sieht's mit der Masse aus? Es reicht da mit Sicherheit nicht, wenn ich einfach nur die Formel umstelle oder?:D

Naja: Theoretisch schon. Praktisch enhält deine Formel eine 0, nämlich als Radius der Singularität. Selbst eine fast unendlich kleine Masse erzeugt an ihrer Oberfläche eine unendlich große Schwerkraft, wenn der Abstand der Oberfläche zum Schwerpunkt gleich Null ist. Mathematisch reichen also unendlich kleine Massen. Physikalisch wissen wir zuwenig (nämlich rein gar nichts) über den tatsächlichen Aufbau einer Singularität respektive Strukturen, Stabilitäten, etc. unterhalb der Planklänge. Wir können also nicht sagen, ob es Materie gibt, die man soweit komprimieren könnte respektive wie man das machen würde. Beurteilen können wir die Entstehungsprozesse, die zu einer ausreichend hohen Dichte führen, erst auf fast-atomarer Ebene, also der Packungsdichte von Elektronen und Atomkernen. Da landest du dann bei viel, viel größeren Zahlen weil du letztlich ausrechnest wie schwer ein Neutronenstern sein muss, um Baryonen in seinem Inneren zu zerquetschen. Was danach geschieht und wie man es ohne diese Masse herbeiführen könnte, um auch kleinere Objekte zu schwarzen Löchern werden zu lassen, ist afaik experimentell nicht untersucht. Auch wenn LHC ja angeblich daran arbeitet :ugly:
 
Hat zwar nicht mit schwarzen Löchern zu tun, aber hier mal ein interessantes Video von Harald Lesch über Zeitreisen

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Damit wird er wohl Recht haben. Wobei ich mich frage: was wäre wenn man schneller als mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnte?
Würde die Zeit dann rückwärts laufen?
Also nur rein theoretisch betrachtet.
 
Damit wird er wohl Recht haben. Wobei ich mich frage: was wäre wenn man schneller als mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnte?
Würde die Zeit dann rückwärts laufen?
Also nur rein theoretisch betrachtet.

Wieder Tachyonen? :D
Erreicht man Lichtgeschwindigkeit, bleibt die Zeit in der Tat stehen. Wäre man also schneller als Licht, müsste demnach die Zeit rückwärts laufen. Das wäre eine Annahme.
Das würde aber mit der Kausalität brechen. Man hat jedenfalls noch nie beobachtet, dass eine kaputte Tasse vom Boden aufspringt, auf den Tisch landet und wieder ganz ist.
Die gleiche Frage könnte man auch stellen, wenn das Universum nicht mehr expandiert, sondern wieder kleiner wird und in sich zusammenfällt.
Die Hintergrundstrahlung würde ins Blaue verschoben werden und schließlich zur harten Gammastrahlung werden.
 
Wirkung kann gleichzeitig Ursache sein

"... Zuerst Ursache, dann Wirkung - diese tief in unser Verständnis der Welt eingebettete Abfolge wird nun von Quantenphysikern auf den Kopf gestellt. ..."
Wirkung kann gleichzeitig Ursache sein - science.ORF.at

Es gibt Vorgänge in der Quantenwelt, die sich niemals im Makrokosmos ereignen werden.
Der Tunneleffekt ist so ein Beispiel. Für die Kernfusion unverzichtbar, in der normalen Welt niemals anzutreffen.
 
Hat zwar nicht mit schwarzen Löchern zu tun, aber hier mal ein interessantes Video von Harald Lesch über Zeitreisen.


Damit wird er wohl Recht haben. Wobei ich mich frage: was wäre wenn man schneller als mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnte?
Würde die Zeit dann rückwärts laufen?
Also nur rein theoretisch betrachtet.

Nun, der Haken daran ist, dass es nicht möglich ist^^.
Zeit kennt nur die Richtung nach vorne, es gibt kein Zurück.
 
Nun, der Haken daran ist, dass es nicht möglich ist^^.
Zeit kennt nur die Richtung nach vorne, es gibt kein Zurück.
Ich meinte ja ob es theoretisch möglich ist.
Aber das führt wohl zu Kausalitätsproblemen. Wie Threshold es schon schrieb.;)

Stephen Hawking hat damals mal von einer "imaginären Zeit" geschrieben. Dort soll die Zeitachse nicht von links nach rechts verlaufen, sondern von unten nach oben.

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Zuletzt bearbeitet:
Eben wegen dieser Kausalitätsprobleme kann man es nicht erreichen, ansonsten könntest du ja mit einem Wurmloch in die Vergangenheit reisen bevor du ins Wurmloch gestiegen bist und dich selbst erschießen ;) . Genau aus diesem Grund sind Zeitreisen in die Vergangenheit niemals möglich.
Wurmlöcher lassen sich ja auch nur mathematisch „berechnen“, wenn man ein fiktives Teilchen einfließen lässt.
 
Eben wegen dieser Kausalitätsprobleme kann man es nicht erreichen, ansonsten könntest du ja mit einem Wurmloch in die Vergangenheit reisen bevor du ins Wurmloch gestiegen bist und dich selbst erschießen ;)

Aber wieso sollte ich mich selbst erschießen? :huh: :D
Oder ich mache es wie Marty McFly und lande bei meiner Mutter im bett. :devil:
 
Eben wegen dieser Kausalitätsprobleme kann man es nicht erreichen, ansonsten könntest du ja mit einem Wurmloch in die Vergangenheit reisen bevor du ins Wurmloch gestiegen bist und dich selbst erschießen ;) . Genau aus diesem Grund sind Zeitreisen in die Vergangenheit niemals möglich.
Ich habe z.B. bei Terminator nie richtig verstanden, wie John Connor Kyle Reese (seinen zukünftigen Erzeuger) in der Vergangenheit schicken konnte, um seine Mutter zu beschützen und zu schwängern.:ugly:
Da wird die Kausalität auch vertauscht.
Eigentlich hätte John Connor vor der Zeitreise nie da sein dürfen. Aber nach der Zeitreise ist ja aufeinmal vor der Zeitreise.:wall:
 
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