Der "Naturwissenschaften" Thread

Vor allem, wenn 7 Stunden lang das Ohr juckt. :D

Die haben extra Kratzpads im Helm für genau solche Probleme. (no joke)
Das ärgerlichste (abgesehen von der Toilettensituation, mit der man sich aber wohl für jede EVA >2 h anfreunden muss, denn vom An- bis zum Ablegen des Anzuges vergeht ja nochmal einiges extra an Zeit) dürfte an dem Job die Aufgabe selbst gewesen sein: "Du, da muss irgendwo ein kleiner Punkt sein. Finde ihn!"

Und das während man eigentlich die fucking best view on earth genießen könnte.
 
Die haben extra Kratzpads im Helm für genau solche Probleme. (no joke)

Ich weiß, ändert aber nichts daran, dass wenns im Ohr juckt, das erstens sehr unangenehm werden kann und zweitens kein Kratzpad der Welt da hinkommt.

Das ärgerlichste (abgesehen von der Toilettensituation, mit der man sich aber wohl für jede EVA >2 h anfreunden muss, denn vom An- bis zum Ablegen des Anzuges vergeht ja nochmal einiges extra an Zeit) dürfte an dem Job die Aufgabe selbst gewesen sein: "Du, da muss irgendwo ein kleiner Punkt sein. Finde ihn!"

Das hat ein amerikanischer Astronaut mal erklärt. Der Anzug hat ein integriertes Klo. Da kann man es einfach laufen lassen.
 
Das hat ein amerikanischer Astronaut mal erklärt. Der Anzug hat ein integriertes Klo. Da kann man es einfach laufen lassen.

Und bei ein paar Tagen im Anzug, wie zum Beispiel bei den Apollo Missionen, da läuft dann alles in die Füße?

Und wie wirkt eigentlich die Schwerelosigkeit auf die Darmtätigkeit? Oder auf die Blase? Stuhlgang dann eher in flüssiger Form oder schlimmer fest wie Beton?
Was meint Neil Armstrong?

"A little shit for man but a giant bullshit for mankind!"?
 
Dafür hat die Natur die Peristaltik erfunden.
Das Urinieren funktioniert auch ohne Schwerkraft (sogar gegen sie, kannst es ja mal testen und nach oben zielen). Jedoch sollte man entweder in eine saugstarke Windel oder in eine Art Staubsauger pinkeln, damit keine "Pisskugeln" durch die Gegen fliegen und im schlimmsten Fall bspw. Kurzschlüsse verursachen.
 
Dafür hat die Natur die Peristaltik erfunden.

Dieselbe Natur die sich nicht zielgerichtet entwickelt denkt auf einmal komplex und sehr intelligent? Ist das eher eine Ausnahme oder doch die Regel?!

Und auch wenn es sich gescheit anhört, Fremdwort und hat was mit Flüssigkeiten zu tun, es beantwortet meine Fragen nicht. Aber immerhin ein Versuch! ;)
 
Ich weiß, du bist ein wenig "speziell", aber...
Selektion ist immer gerichtet. Dafür braucht es keine "äußere Intelligenz". Wenn es ein Überlebensvorteil ist, den Nahrungsbrei unabhängig von der Schwerkraft durch Muskelkontraktion durch den Darm zu befördern, dann setzt sich dies auch durch.
Wäre auch irgendwie recht unvorteilhaft, ausschließlich im Stehen verdauen zu können und sich hin und wieder auf die Seite werfen zu müssen, damit der Brei bspw. durch das Colon transversum wandern kann.
Wahlweise kannst du natürlich auch versuchsweise die Peristaltik aufgeben und dir einen Stopfdarm (wie ihn bspw. Kaninchen besitzen) anschaffen. Aber die Schwerkraft benötigt auch dieser nicht zwingend (und bietet auch einige erhebliche Nachteile). Wie wichtig die Schwerkraft im Vergleich zu Peristaltik für die Verdauung ist, kannst du auch austesten, indem du die Peristaltik deines Darms mal für ein paar Stunden medikamentös lähmst und schaust, in wie weit die Schwerkraft dich vor den Folgeschäden bewahrt. Ich würde davon aber dringend abraten.
Übrigens benötigt auch die Speiseröhre im Prinzip keine Schwerkraft (ja, im Weltraum kann man auch schlucken, in jeder erdenklichen Achsenausrichtung und nicht nur unter solchen extremen Bedingungen, sondern beispielsweise auch dann, wenn du im Liegen dein Frühstück verzehrst. Zumindest geht es recht gut, wenn dein Ösophagus halbwegs gesund ist).

Zum Pinkeln braucht es nur deine Blasenmuskulatur. Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass du deine Blase selbst steuern kannst und deinen Urin nicht überall unkontrolliert abgibst, die Schwerkraft also nicht der entscheidende Faktor ist.

Die Schwerkraft wirkt unterstützend auf die Verdauung. Aber auch ohne sie funktioniert alles bei einem gesunden Menschen (und davon darf man bei Astronauten ausgehen) wie gewohnt.
Astronauten leiden weder unter Dauerverstopfung noch unter Dauerdurchfall (maximal unter einem leichten Rückfluss, den es aber auch mit Schwerkraft geben kann; schon mal aufgestoßen?).
Und selbst wenn sich mal jemand mit einer empfindlichen Verdauung durch die vielen und vollumfänglichen Auswahltests geschmuggelt hätte, so wäre das kein großes Thema und auf einfachste Art und Weise zu behandeln (bspw. medikamentös mit Lactulose respektive Loperamidhydrochlorid oder auch durch schlichte Massagen des Bauchraums durch die eigene Hand).
 
Ich weiß, du bist ein wenig "speziell", aber...

Der "special one"! Bitte!

Selektion ist immer gerichtet. Dafür braucht es keine "äußere Intelligenz".

Es muß sich nichts durchsetzen denn es geht nicht über viele Schritte sondern alles muß von Anfang an da sein. Ein Körper wie der meine kann sich nicht entwickeln. Vielleicht Deiner. Das weiß ich nicht, ich kenne Dich nicht.

Astronauten leiden weder unter Dauerverstopfung noch unter Dauerdurchfall

Das liegt daran, daß Niemand dauerhaft Schwerelosigkeit ausgesetzt ist, da Niemand im "All" ist. Das gibt es nicht in diesem Sinn. Wie denn auch, bei einer flachen "Welt" unter einer Kuppel unter Wasser.

Du machst so einen intelligenten Eindruck, wieso weißt Du das nicht?
 
Ich wollte gerade die Google-Uni befragen, ob ich um 01:27 Uhr nichts vom Pferd erzählt habe und das hier gefunden (was ich auch noch nicht wusste, aber vielleicht ganz witzig zu wissen ist):
In der Schwerelosigkeit kann man nicht rülpsen und bläht gehäuft.

Die Verdauung des Menschen ist nicht von der Schwerkraft abhängig: Man könnte auch auf dem Kopf stehend essen und trinken, da die Nahrung durch Muskeln durch den Körper transportiert wird und nicht etwa "durchfällt".

Es gibt aber im All durchaus Probleme bei der Verdauung: So nimmt man in der Regel beim Essen sehr viel Luft auf, die sich im Magen von der Nahrung trennt und beispielsweise durch Aufstoßen wieder den Körper verlässt. Diese Trennung funktioniert in Schwerelosigkeit nicht, so dass Astronauten häufiger unter Blähungen leiden.

Die Langzeitmissionen auf der Internationalen Raumstation ISS dienen auch dazu, mehr über die Veränderungen des menschlichen Körpers durch die Schwerelosigkeit zu erfahren, um so in Zukunft beispielsweise Nahrungsmittel herstellen zu können, die ganz auf die spezifischen Anforderungen im All ausgerichtet sind. Dies könnte etwa für längere bemannte Missionen zum Mars von Bedeutung sein.
Wie funktioniert bei den Astronauten auf der ISS die Verdauung bei fehlender Schwerkraft?

Rülpsen ist im Weltraum immer = Erbrechen.
In der Schwerelosigkeit kann man nicht rülpsen. Beim Rülpsen entweicht Luft aus dem Magen. Sie wird etwa bei zu hastigem Essen mitverschluckt. Auf der Erde sinkt im Magen der Speisebrei nach unten und die Luft sammelt sich oben. Von dort kann sie mit einem Rülpser entweichen. In der Schwerelosigkeit können sich aber flüssiger Mageninhalt und Luft nicht voneinander trennen. Sie bilden einen schaumigen Brei. Sollte man dennoch versuchen zu rülpsen, würde man dieses Gemisch erbrechen.
https://www.science.lu/de/schwerelo...all-nicht-furzen-ruelpsen-oder-sich-erbrechen

Furzen geht aber problemlos.

Ich hoffe, ich konnte etwas Klarheit schaffen und wünsche viel Freude beim irdischen Fäkalieren.
 
Eine Tatsache ist außerdem das dauerhafte Schwerelosigkeit schädlich für den menschlichen Körper ist. Organe schrumpfen und Muskeln werden auch abgebaut.
Die haben in der ISS zwar Fitnessgeräte, aber weiß nicht wie lange und gut man das kompensieren kann.
 
Muskeln im Bewegungsaparat geht wohl noch ganz gut (wenn man genug Zeit investiert), aber Kreislauf, Gefäße, Verdauungstrakt,... kannst du nicht auf dem Fahrrad trainieren.
 
Und bei ein paar Tagen im Anzug, wie zum Beispiel bei den Apollo Missionen, da läuft dann alles in die Füße?

Die hatten aber nicht alle ständig den Raumanzug an. Die haben das gemacht, was man heute auch macht, wenn man auf der ISS aufs Klo geht.
Das System kennst du von Flugzeugen oder von der Bahn.
Mein Tipp dazu -- weniger Unsinn labern und einfach mal ein Buch lesen.

Und wie wirkt eigentlich die Schwerelosigkeit auf die Darmtätigkeit? Oder auf die Blase? Stuhlgang dann eher in flüssiger Form oder schlimmer fest wie Beton?

Die Schwerelosigkeit wirkt sich gar nicht aus, weil der Darm keine Schwerkraft braucht um seinen Job zu machen.
 
120 AU? Ist das nicht ungefähr die Entfernung, in der Voyager 2 vor ein paar Wochen "das Sonnensystem verlassen" hat? Da wurde aber jemand ganz schnell von Forschungsfortschritten eingeholt.
 
120 AU? Ist das nicht ungefähr die Entfernung, in der Voyager 2 vor ein paar Wochen "das Sonnensystem verlassen" hat? Da wurde aber jemand ganz schnell von Forschungsfortschritten eingeholt.

Na ja, das Sonnensystem hat in etwa eine Ausdehnung von einem Lichtjahr, wenn ich nicht irre.
Bis Voyager also mal was verlassen hat, wird das noch eine Weile dauern.

Alexander Gerst ist jedenfalls wieder zurück von Area 51. Sehr gut. :daumen: :D
 
120 AU? Ist das nicht ungefähr die Entfernung, in der Voyager 2 vor ein paar Wochen "das Sonnensystem verlassen" hat? Da wurde aber jemand ganz schnell von Forschungsfortschritten eingeholt.

Ja sicher, die Grenzen sind aber fliessend,

danach gibt es weit und breit erst mal gar nix.

Gut, die Trümmerwolken, dann hört es aber erstmal auf.

Das nächste richtige "dicke Ding" ist wohl so um die 4 Lichtjahre entfernt.

Bevor die Sonden dieses Ziel erreichen,

lebt hier sowieso keiner mehr. :D
 
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