Der "Naturwissenschaften" Thread

Über den Wolken soll die Freiheit ja grenzenlos sein...
OK, gebe zu, ich habe keine Ahnung, was Methanregen mit einem Carbon-Flugzeug so alles anstellen kann. :)
War ja nur als Anwendungsbeispiel mal erwähnt.
Wer weiss, vielleicht funzt so ein Teil perfekt in der oberen Atmosphäre von Jupiter oder Saturn?
 
Über den Wolken soll die Freiheit ja grenzenlos sein...
OK, gebe zu, ich habe keine Ahnung, was Methanregen mit einem Carbon-Flugzeug so alles anstellen kann. :)
War ja nur als Anwendungsbeispiel mal erwähnt.
Wer weiss, vielleicht funzt so ein Teil perfekt in der oberen Atmosphäre von Jupiter oder Saturn?

Nö, das muss an jede Mission genau angepasst werden. :ugly:
 
Ich könnte da glaube ich wochenlang nicht schlafen.
Zwar kann man nach dem Start quasi eh nichts mehr retten, aber wenn man bedenkt, dass da nur mal doof die Koordinaten nicht ganz stimmen müssen oder ein größerer Stein da rumliegen muss...

Und dann steckt da soviel Geld drin - bekomm ja schon beim Gedanken daran Schnappatmung :ugly:

Hoffentlich klappt das Bohren.
 
Nun, bin ja auch kein Chefingenieur für Aerodynamik bei der NASA, aber wenn die schon ernsthaft einen Gleiter testen,
muss die zugegebener Maßen sehr dünne Atmosphäre zumindest für etwas Auftrieb sorgen.
ruyven_macaran hat es in seinem langen Statement hierzu zum Ausdruck gebracht, was als Höhenflugzeug in 20 oder 40km Höhe bei uns auf der Erde möglich wäre, dürfte m. M. nach auf dem Mars ähnlich funktionieren.

Ich glaube die dünne Athmosphäre ist gar kein so großes Problem. Man braucht eine andere Flügelgeometrie, klar. Aber praktischerweise hängen Auftrieb pro Flügelfläche und Luftwiderstand pro Flügelstrecke ja beide von der Luftdichte ab. In einer dünnen Athmosphäre kann man also viel schneller fliegen - und wäre damit meinem Ideal der sonnensynchronen Drohne noch näher. Bedingung ist halt, dass das Fluggerät trotz der großen Flügel keine zusätzlichen Versteifungen braucht; das Gewicht also quadratisch zur Größe wächst und nicht kubisch. Aber genau das könnte dieser Antrieb halt ermöglichen.

Trotzdem würde ich es nicht als Schlüsseltechnologie für einen Marsflieger betrachten. Für tiefe Athmosphärenschichten muss das Fluggerät ohnehin stabil sein und eine hochfliegende Drohne ist eben nur ein billiger Ersatz für einen Satelliten, weil man sie nicht in die Umlaufbahn schießen muss. Eine Marsmission startet aber von der Umlaufbahn und alles weitere ist zusätzlicher Aufwand.


Ich glaube nicht, dass der Methan Regen auf Titan einem Flugzeug gut tun würde ;).

Wieso? Methan gehört nun wirklich zu chemisch unkritischsten Substanzen, die man sich wünschen kann. Reagiert das überhaupt mit irgendwas gut, außer mit Sauerstoff?
 
Wieso? Methan gehört nun wirklich zu chemisch unkritischsten Substanzen, die man sich wünschen kann. Reagiert das überhaupt mit irgendwas gut, außer mit Sauerstoff?

Ich bin kein Chemie Experte, konnte mir nur nicht vorstellen, dass ein Flugzeug über längere Zeit -160 Grad Regen aushalten kann, wenn da irgendetwas auch nur im Ansatz undicht ist, dürfte das Ding doch gleich Schrott sein.
 
Methan verhält sich da vermutlich ähnlich wie Wasser. Es ist in Wolken verbunden, kondensiert und regnet ab, bildet Flüsse und Seen und verdunstet dann wieder.
Und das Methan würde vermutlich auch am Fluggerät kondensieren und es so schwerer machen, bzw. die Aerodynamik stören.
Aufm Titan sind ja schon Seen aus Methan nachgewiesen worden.
 
Ich bin kein Chemie Experte, konnte mir nur nicht vorstellen, dass ein Flugzeug über längere Zeit -160 Grad Regen aushalten kann, wenn da irgendetwas auch nur im Ansatz undicht ist, dürfte das Ding doch gleich Schrott sein.

Wenn ein Flugzeug auch oben undichter ist, als unten, kann es auch nicht durch 10 °C warmen H2O-Regen fliegen ;) . Wenn die Flüssigkeit dagegen durchlaufen kann oder man es einfach abdichtet (letzteres Konzept hat sich auf der Erde bewährt), stört sie auch nicht. Die allgemeinen niedrigen Temperaturen sind natürlich eine technische Herausforderung - aber für jede Art mechanischer Aparatur und insbesondere jedes "Luft"fahrzeug auf Titan.


Methan verhält sich da vermutlich ähnlich wie Wasser. Es ist in Wolken verbunden, kondensiert und regnet ab, bildet Flüsse und Seen und verdunstet dann wieder.
Und das Methan würde vermutlich auch am Fluggerät kondensieren und es so schwerer machen, bzw. die Aerodynamik stören.
Aufm Titan sind ja schon Seen aus Methan nachgewiesen worden.

Flüssigkeiten stören die Aerodynamik eher geringfügig und im Gegensatz zu Wasser sollte Methan nicht in großen Mengen in "Luft" vorkommen können, die kälter als die Siedetemperatur ist und letztere hat auch noch einen angenehm großen Abstand zum Schmelzpunkt. Flugzeuge auf Erde dagegen haben das große Problem, dass in 5 °C kühler Luft noch mehr als genug Wasser vorhanden ist, dass einem bei einer weiteren Abkühlung um läppische 6 K das Flugzeug vereist. Und feste Phasen sind im Gegensatz zu flüssigen eine echt große Gefahr.
 
Flüssigkeiten stören die Aerodynamik eher geringfügig und im Gegensatz zu Wasser sollte Methan nicht in großen Mengen in "Luft" vorkommen können, die kälter als die Siedetemperatur ist und letztere hat auch noch einen angenehm großen Abstand zum Schmelzpunkt. Flugzeuge auf Erde dagegen haben das große Problem, dass in 5 °C kühler Luft noch mehr als genug Wasser vorhanden ist, dass einem bei einer weiteren Abkühlung um läppische 6 K das Flugzeug vereist. Und feste Phasen sind im Gegensatz zu flüssigen eine echt große Gefahr.

Die Dichte der Atmosphäre auf dem Titan ist höher als die auf der Erde. Unterschätzen würde ich das nicht.
 
Aktuell beschäftige ich mich ein wenig mit Archäologie, seit dem mich ein befreundeter Luftbildarchäologe auf einem seiner "Arbeitsflüge" mitgenommen hat.

Warum wird eigentlich immer in der Archäologie gegraben? :)

Bitte nicht falsch verstehen, natürlich sind mir (geologische) Zusammenhänge über mehrere Jahrzehntausende oder gar Jahrmillionen bekannt, sei es Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Vereisungen, gar Kontinentalverschiebungen blabiblö...

Vielmehr beschäftigen mich relativ zeitnahe menschliche Hinterlassenschaften, sagen wir mal max. 10.000 Jahre alt.
Vorweg, in der Diskussion mit der obig genannten Person bzw. seinen Kollegen: Da kam ehrlich gesagt auch keine gescheite Antwort....

Beispiel:
Troja.
Bronzezeit
3000 v. Chr. bis ca. 400 n. Chr.
Troja – Wikipedia

Da buddeln die Leute jahrzehntelang in den Berg hinein, einzelne Schichten haben Mächtigkeiten von 2-3 m und keiner fragt, woher das ganze Zeugs kommt.
Wohlgemerkt handelt es sich hier zu über 90% eben nicht um den Schutt von der Vorgängerzivilisation, sondern ist ganz banales Gestein , Erde und lockerer Fels.
Die Ziv. Schichten treten ganz klar zwischen den Erdanhäufungen zu Tage.
Ganz sicher werden die damaligen Bewohner nicht gesagt haben, ach das ist jetzt Troja II gewesen, wir sind Troja III und füllen den ganzen Berg erstmal mit 3 m Erde auf - kein Mensch wäre damals auf so eine Idee gekommen.

Dem Zweifel halber habe ich mich über die durchschnittlichen Staubniederschlag in der Welt (bereinigt von Vulkan & Co.) erkundigt.
10cm in Tausend Jahren!
Kommen also maximal 50 cm seit Gründung der Stadt zusammen...
Nimmt man relevante vulkanische Ereignisse innerhalb des Zeitraumes mit, kommen in den 5.000 Jahren knappe 1,4 m in der Gegend runter (+/- 20cm).
Keine Lösung: Wicki, Internet, Fachleute, NADA...

Das Gleiche im kleineren Umfang in der süddeutschen Gegend.
2000 Jahre alte Römische Aussiedlerhöfe in Gegenden, die seitdem nicht mehr besiedelt wurden: 2 m unter der jetzigen Oberfläche.
1000 Jahre alte Ritterburgen, keine Siedlungsaktivität nach z. B. einem Brand: 1,5 m unter der Erde.

Somit die für uns verwirrende Frage: Woher kommt der ganze Dreck?
 
Naaa, werter Threshold,
Erosion in wenigen tausend Jahren von was?
Von stehenden Mauern, die immer noch fast vollständig stehen und nur mit Erde zugedeckt sind???
 
Wenn das nicht nur dort so ist wird es eine einfache wissenschaftliche Erklärung geben, ist aber nicht gerade mein Fachgebiet :ugly:.
Sollte es nur an speziellen Orten so sein, könnte es eventuell doch möglich sein, dass es zugeschüttet wurde, ich bezweifle auch, dass die Menschen in 10.000 Jahren noch verstehen werden wieso wir dies oder jenes taten.


Übrigens mich würde mal interessieren ob jemand von euch Hawkings Buch eine kurze Geschichte der Zeit gelesen hat? Ich bin gerade dabei und finde es höchst interessant, auch, wenn wie ich weiß einige der von ihm darin beschriebenen Meinungen sich geändert haben seit diese Ausgabe 98 veröffentlicht wurde, auch, wenn ich zugeben muss, dass ich Probleme habe die Erklärung bzw. die kurze Übersicht über die Quantentheorie zu verstehen
 
Übrigens mich würde mal interessieren ob jemand von euch Hawkings Buch eine kurze Geschichte der Zeit gelesen hat? Ich bin gerade dabei und finde es höchst interessant, auch, wenn wie ich weiß einige der von ihm darin beschriebenen Meinungen sich geändert haben seit diese Ausgabe 98 veröffentlicht wurde, auch, wenn ich zugeben muss, dass ich Probleme habe die Erklärung bzw. die kurze Übersicht über die Quantentheorie zu verstehen

Ist ein alter Schinken,

aber halt noch immer aktuell. ;)

Wir sind hier auch kein Physikerforum,
von daher ist ein bissel "Nichtwissen" keine Schande.

Nur dass Amateure darüber nachdenken,
finde ich schon großartig. :)
 
Ich meine DAS exemplarisch:
Bewuchsmerkmale.jpg

Keiner der Archäologen konnte mir erklären, wieso flächig +über Quadratkilometer Landschaft 50-100 cm "neues Niveau" innerhalb von < 1000 Jahren bei uns oder sonstwo vorhanden ist.

Nochmal:
Staub und vulkanische Ablagerungen bringen zu wenig Masse und im www gibts keine Erklärung...
 
Vlt. spielt ja auch der biologische Abbau in Verbindung mit der Erosion eine Rolle.

Nicht überall sind die Bedingungen gleich. ;)

Alles befindet sich im Kreislauf,

einige Prrozesse verlaufen halt an bestimmten Orten schneller,

als woanders.
 
Ich meine DAS exemplarisch:
Anhang anzeigen 1021887

Keiner der Archäologen konnte mir erklären, wieso flächig +über Quadratkilometer Landschaft 50-100 cm "neues Niveau" innerhalb von < 1000 Jahren bei uns oder sonstwo vorhanden ist.

Nochmal:
Staub und vulkanische Ablagerungen bringen zu wenig Masse und im www gibts keine Erklärung...

Ohne eine Ahnung zu haben würde ich da von individuellen Ereignissen ausehen. Erdrutsche, Sandverwehungen, Biomasse/Humusbildung (afaik 10 cm/Jahrtausend) etc.. Das Objekte bis deutlich über die Erdoberfläche ihrer Zeit erhalten sind, ist ja ziemlich selten der Fall. Archäologen graben also selektiv an Orten mit außergewöhnlichen, weit überdurchschnittlichen Bedingungen (wobei ich auch da noch nie was von ganzen 1,5 m Naturboden über den Funden gehört habe. Eher so <50 cm). Wie wird überhaupt das alte Bodenniveau definiert? Wenn da nicht gerade jemand gefplastert hat, gibt es ja keine definierte Oberfläche. Pflanzenbewuchs ist ja eher ein Grenzbereich, der durchaus 10 cm dick sein kann. Und alle großen Obejkte, vor allem Gebäude, können (sollten) gegenüber ihrem ursprünglichen Niveau nach unten sinken.
 
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