AW: Der "Naturwissenschaft" Thread
Nun ja, das könnten bezog sich ja auf den Fakt,
dass es eben heute bei sehr primitiven Arten immer noch zur Energiegewinnung genutzt wird (das Foto ist ja kein Fake).
Es liegt nahe, dass im Zuge der Evolution zunächst das einfachere System entwickelt wurde und er st später auf ein komplexeres System (grün) umgeswitcht wurde.
Der Hinweis von Treshold ist auch interessant (habe ich gar nicht auf dem Radar gehabt).
Wenn die Strahlungsleistung der Sonne früher geringer/kälter gewesen ist (stimmt das??) dürfte das Licht auch entsprechend in Richtung rot verschoben gewesen sein.
Was (für mich) es irgendwie logisch macht, dass die ersten Lebewesen entsprechend auch darauf reagiert haben.
Den Artikel finde ich aus zwei Aspekten (wie man nachlesen kann) interessant:
Die spektrographischen Untersuchungen von Exoplaneten müsste man auch in diesen Wellenlängen genauer untersuchen.
Das sollte man ohnehin machen (und macht man, weil immer ganze Spektren genommen werden). Bis heute steuert grünes Chlorophyll nur einen Teil der Photosyntheseleistung unseres Planeten bei und wie jede Kamera zeigt, sind die paar bekannten Biomoleküle bei weitem nicht die einzigen Pigmente, die Licht in andersweitig nutzbare Energie umwandeln.
Die Verknüpfung von roten Farbstoffen in primitiveren Organismen und einer roteren Sonne in früheren Jahrmilliarden ist aber riskant. Wir sind heute gewohnt, dass fast alle Lebewesen sehr gut an ihre Umgebung angepasst sind, aber selbst davon gibt es Ausnahmen (siehe einen gewissen Trockennasenaffen, der die meiste Zeit rumsitzt, aber eine für vierbeiniges Laufen optimierte Wirbelsäule hat) und in der Frühgeschichte dürfte es komplett anders gewesen sein. Was wir beobachten ist das Ergebnis von Jahrmillionen langem Aussterben der weniger gut optimierten Lebensformen. In der Frühphase war der Konkurrenzdruck aber viel geringer und viele sinnvolle Konzepte hatten sich schlichtweg noch nicht gebildet. Evolution besetzt nicht automatisch alle guten Ideen, sondern diese entstehen zufällig - und je weniger Ausgangsmaterial da ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein bestimmter Ansatz überhaupt eine Chance hat. Die ersten Photosynthesetreibenden können also genauso gut rot gewesen sein, weil es noch gar keine grünen, braunen oder blauen biologischen Pigmente gab. Und solange diese niemand hatte, war es auch kein evolutionärer Nachteil, rot zu sein - sebst wenn man dadurch große Teile der einfallenden Energie ungenutzt ließ.
Nein, hatte er noch nicht einmal nach der wie immer sehr rudimentären Bibelgeschichte. Er war leibhaftig in diesem "Tempel" und ging mit diesem
"Piloten" oder "Komandanten" mit einem Maßstab herum um die Anlage zu vermessen. Das ist ja nichts an den Haaren herbeigezogenes und völlig
absurdes. Und was haben Vorstellungen von vor 200-300 Jahren mit tatsächlichen, wenn es so wäre, Ereignissen zu tun die weit vorher stattfanden.
Wenn du weitere Abschnitte von Hesekiel diskutieren willst, wären genau Angaben für die weniger bibelfesten unter uns vielleicht leichter nachvollziehbar. Bislang hast du nur #1 mit den Augen und den Rädern angesprochen - wie dargelegt (und von dir weitestgehend ignoriert) gibt es da aber auch noch ein paar andere Elemente, die zusammengenommen eine schlüssige, Alien-freie Interpretation ergeben.
Es gibt und gab nie Menschen mit Flügeln auf dem Rücken, behaupte ich jetzt mal und bin mir da so sicher wie Threshold wenn es um Netzteile geht

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trotzdem hat man irgendwann im finsteren Mittelalter aufgrund des Hesekielartikels und der Offenbarung durch Mißinterpretation solche Geschöpfe
erfunden, bildlich dargestellt.
Was macht dich da so sicher? Für Treshold oder mich wären es naturwissenschaftliche Erkenntnisse, aber die lehnst du meines Wissens nach ab. Die von die als glaubwürdige Quelle eingestufte Bibel enthält dagegen Schilderungen von geflügelten Humanoiden ("Engel") und so ziemlich jede religiöse Hochkultur Vorderasiens hat entsprechende Darstellungen hinterlassen, lange bevor in Europa das Mittelalter einzog. Diese Relikte lehnst du mit hoher Sicherheit als falsch ab, andere Schilderungen aus der gleichen Zeit und mit genauso wenig Verifizierungsmöglichkeiten nimmst du für bare Münze. Wieso? Wie unterscheidest du ohne wissenschaftliche Erkenntnisse die "falschen" von den "richtigen"?
Daher muss die Venus früher auch besser geeignet sein für Leben als die Erde. Die Venus muss ebenso wie die Erde Wasser bekommen haben und hat sich in etwa so entwickelt wie die Erde. Nur ist eben die Venus näher dran als die Erde und als die Strahlungsleistung der Sonne anstieg, hat sie vermutlich -- war ja niemand dabei -- den Wasserdampf in der Venus Atmosphäre aufgespalten und die beide Elemente weggeblasen. Übrig blieben Moleküle, sie schwerer waren, bzw. bei der man mehr Energie braucht um sie aufzuspalten und so hat sich die Venus in das verwandelt, was sie heue ist.
Der Erde blüht exakt das gleiche Schicksal, wenn die Strahlungsleistung so weiter steigt wie das die Wissenschaft vorhersagt. In 500 Millionen Jahre gibt es kein flüssiges Wasser mehr, alles Wasser ist dann verdampft und befindet sich in der Atmosphäre. Nach 1 Milliarden Jahre wird die Atmosphäre dann weggeblasen sein. Nur noch schwere Gase aus Vulkanen wird sich dann noch halten können. Ergo 99% CO2 und der Rest. Leben wird dann unmöglich sein.
Die Venus hat nicht nur einen anderen Abstand zur Sonne und eine andere Athmosphärenchemie, sie hat vor allem eine komplett andere Rotation. Halbwegs stabile Temperaturverhältnisse wären auf der Venus mit einer Athmosphäre wie der unsrigen gar nicht möglich. Photosynthese basiertes Leben hätte allenfalls in den Polregionen eine Chance und da auch nur, wenn es bereits zu seiner Entstehung eine extrem Bandbreite von Bedingungen aushält - was sehr unwahrscheinlich ist. Auf der heutigen Venus ist sonnenabhängiges Leben deswegen genausowenig vorstellbar, wie auf dem Pluto. Und wir fangen besser gar nicht erst an, wie Venus zu dieser Rotation gekommen sein könnte und was DAS für etwaiges Protoleben beudetet hat...
Also sind wir letztendlich aus roten Riesen entstanden. Aus Sternen war mir klar... aber ich wußte das nicht mehr so genau.
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Nein das kann ich eben nicht. Ich habe keinen Teilchenbeschleuniger im Keller und ich werde noch nicht einmal ans Hubble gelassen. Wenn Du behauptest,
Du kannst das, wozu brauchen andere ständig Millionen an Euro oder Dollar dafür?
Und meine Beobachtungen mit den mir zur Verfügung gestellten Mitteln bestätigen mir eben keine Kugel. Keinen Centimeter und keine Zig Kilometer.
Bei Teilchenphysik wird es mit der Nachvollziehbarkeit zu Hause tatsächlich schwierig, das Maximum war bislang der Brutreaktor eines gewissen
Pfadfinders und in Anbetracht der Auswirkungen bleibt zu hoffen, dass das auch niemand mehr überbietet. Genauso schwierig wird fortgeschrittene Astronomie in den Tiefen des Alls, die du für alles seit Einstein bräuchtest. Teleskope, die ein Nachvollziehen der Beobachtung erster relativistischer Effekte Mitte des letztens Jahrhundert ermöglichen würden, sollten aber einige Astronomie-Clubs zur Verfügung stellen können, von Volkssternwarten ganz zu schweigen. Und die Beobachtungen von Kopernikus, Kepler und Newton -also das wissenschaftliche Weltbild des 19. Jhd., das im Bezug auf unser Sonnensystem fast dem heutigen entspricht- kannst du mit einer Investition von wenigen hundert Euro (gebraucht weniger) bequem von zu Hause aus nachvollziehen. (D.h.: Wenn du in der Innenstadt wohnst musst du wegen Lichtverschmutzung ggf. eine paar Kilometer Fahrrad fahren)
Noch einfacher sind die Beobachtungen der alten Griechen nachzuvollziehen. Um die Krümmung der Erde nachzuweisen und sogar relativ präzise zu messen, reichen ein Lot, ein Lineal und die Beobachtung der Sonne von zwei Orten mit einem bekannten Abstand in Nord-Südrichtung von 1000 km oder mehr. Das ist dank Flixbus, Interrail oder als Anhalter nun wirklich jedem möglich. Thales von Milet hat Alexandria und Assuan genommen, 850 km, da war das Ergebnis nicht wirklich exakt, die Krümmung aber schon mehr als deutlich. Die Entfernung über Land zu messen ist dabei für einen Privatmensch wohl der größte Aufwand. Aber gegebenfalls reicht es dir ja schon, wenn du Landkarten nur stichprobenhaft überprüfst und den Kartographen glaubst, dass der Rest dann auch stimmt? Oder du koordinierst dich mit anderen Menschen, die dir glaubwürdig erscheinen.
So funktioniert letztlich auch die wissenschaftliche Gemeinschaft: Man überprüft sich stichprobenartig gegenseitig und solange die Prüfungen gut ausgehen und auch alles vorgetragene logisch zueinander passt, glaubt man, dass der nicht eigens geprüfte Teil wohl auch richtig sein wird. Ich für meinen Teil weiß aus eigener Erfahrung, dass die Sonne in dem Teil Europas, der "angeblich" im Norden liegt deutlich flacher über dem Horizont ist, als in dem Teil, der als "Süden" bezeichnet wird. Daraus kann ich schlussfolgern, dass das nördliche "unten" und das südliche "unten" nicht parallel in Richtung eines absoluten "unten" zeigen, sondern auf einen gemeinsamen Punkt der sich einige tausend Kilometer unter der Erdoberfläche befinden sollte. Sozusagen ein Erdmittelpunkt, in dessen Richtung die Gravitation in allen mir bekannten Teilen der Erde zeigt. Außerdem weiß ich, dass von einer hohen Klippe aus betrachtet der Horizont am Meer gekrümmt erscheint. Aus beiden Beobachtungen kann ich zwar weder den Erdradius ermitteln, noch kann ich sagen ob die Erde außerhalb Europas überhaupt weitergeht (auf andere Kontinente bin ich bislang nur geflogen, da können "die" einem ja viel vormachen). Aber ich kann mit Sicherheit aus eigener Erfahrung sagen, dass Europa von Schweden bis in den Mittelmeerraum eine gekrümmte Fläche darstellt, so als wäre es ein Segment auf einer Kugel. Und da ich Leute kenne, die auch schon etwas größere Strecken zugelegt haben und weiß, dass da auch Menschen leben, die aus eigener Lebenserfahrung heraus für die nächsten paar 100-1000 km die Form eines Kugelsegmentes bestätigen können, glaube ich den sogenannten "Wissenschaftlern", dass diese "Erde" tatsächlich ingesamt eine Kugel sein wird.
Wer ist führend auf dem Gebiet des Absoluten? Richtig, die Kirche.
Sagt wer? Meines Wissens nach nur die Kirche. Und die ist beim Thema "Kirche" eindeutig parteiisch und nicht glaubwürdig. Vor allem aber gibt es eine ganze Reihe weiterer Organisationen, die mit der christlichen Kirche vergleichbar sind und die behaupten, sie hätten genauso Recht. Dabei erzählen sie was anderes. Alle bis auf eine von diesen Religionsgemeinschaften muss falsch liegen und als objektiver Agnostiker sollte man da keine Präferenzen haben. Möglicherweise haben sie sogar alle Unrecht - in Anbetracht dessen, dass sie ihre Erkenntnisse alle auf ähnlichem Wege erlangt haben ("son Gott hats geflüstert"), wäre es sogar sehr wahrscheinlich, dass der Prozess nicht in 59 von 60, sondern in 60 von 60 Fällen fehlerhafte Ergebnisse geliefert hat. (Je nach Zählweise kann man auch auf deutlich mehr oder deutlich weniger Religionen auf diesem Planeten kommen)
Das ist mir die Naturwissenschaft doch deutlich lieber. Hat zwar nicht annähernd den gleichen Absolutismus-Anspruch, aber dafür gibt es nur eine und der wird nicht von haufenweise gleichrangigen Entitäten widersprochen, sondern im Gegenteil die stützen sie und merzen regelmäßig Fehler aus.