AW: Der "Naturwissenschaft" Thread
Ich hätte mutmaßlich den gleichen Infostand, hätte ich nicht einen gewissen Zugang und das Wissen über die Raketenteile habe ich auch erst seit ca. 5 Jahren.
Insofern - peace - ich sehe, dass du dich recht intensiv mit der Materie beschäftigst und umfangreiches Wissen besitzt.
Insofern würde ich es außerordentlich begrüßen, wenn du bei Themen wie "künftige Raumantriebe u. dgl." in diesem Unterforum eine Art "Lead-Rolle" übernehmen würdest. (Das meine ich Ernst und nicht ironisch, weil gegenseitiges Arschkriechen hier im Forum überflüssig wäre)
Naaaa. Die Zeiten, wo ich mich für irgendwas hier verantwortlich gefühlt (und die nötige Zeit dafür mitgebracht) habe, sind vorbei. Außerdem hab ich, wie gesagt, selbst größere Lücken in meinen Kenntnissen und konsumiere mittlerweile selbst nur noch oberflächliches Material respektive veranstalte maximal nen Wiki-binge, da kann ich also durchaus auch von anderen lernen - so wie in diesem Fall. Wenn dir mal noch weitere Informationen zu den dreien (bzw. den 1,5 unerklärten) vor die Füße fallen, täte mich interessieren, wann sie für welchen Zweck in Auftrag gegeben wurden. Sone Saturn V kostet ja einiges, die kann nur über ein politisch abgesegnetes Budget gebaut worden sein.
Falsch kann ich in 99% der Fälle unterschreiben, beim Rest bin ich mir nicht ganz sicher

Man muss die Zeiten meiner Generation (bin 53) sehen.
Bücher waren die einzigen Infoquellen, I-Net und dergleichen für uns quasi Sci-Fi.
Dann kommt einer daher und vertritt (zunächst populärwissenschaftlich glaubwürdig anhörend) zusammen mit Uri Geller (der schweizer Löffelbieger) völlig andere, "freiere" Thesen als z. B. die Lehrer die wir hatten (der Physik Lehrer auf der Penne im weissen Forschungskittel und selbst in der 10 Klasse (1983) mit einem Hauelineal in den Pranken).
NATÜRLICH sind wir flaumbartwachsenden Teenagerbesserwisser darauf aufgesprungen!
Der IMPULS den er dabei gegeben hat war so groß, dass eine doch erkleckliche Anzahl von uns eben nicht das damalige Superstudium "BWL", sondern Physik, Astrophysik, Chemie usw. angefangen haben.
Insofern war er durchaus beeinflussend und ich habe kein Problem, dies zuzugeben, auch wenn mein heutiger Wissensstand erkennen muss, dass er einfach nur gut Geld mit seinen Büchern gemacht hat und primär wissenschaftlich Unhaltbares von sich gegeben hat.
Zugegeben, da habe ich einen anderen Background - weniger wegen dem Internet, da habe ich in der Kindheit auch nichts von gehabt. Aber wendebedingt war mir früh klar, dass jedes politische Thema mindestens zwei Wahrheiten kennt, die technischen Bücher die ich als Kind verschlungen habe wechselten ebenfalls zwischen "von der Realität eingeholt" (ne, dass mit den selbstfliegenden Autos bis 2000 wird zeitlich knapp...) und "von ihrer Seite des eisernen Vorhangs geprägt" und glücklicherweise hatte ich dann auch in der Schule ein paar Lehrer, die zu kritischem denken animiert haben. Sowas wie Berlitz oder Däniken waren dann eher Faszination, aber insbesondere bei den ägyptologischen Ausflügen von letzterem wurde mir schnell klar, dass er im Vergleich zu echten Sachbüchern nicht nur Indizien anders deutet, sondern schlicht eine ganze Menge, z.T. schon im 19. Jhd. gewonnene Erkenntisse ignoriert/verschweigt, die seine Theorien zu Fall bringen würden. Später habe ich dann einfach direkt Hohlbein gelesen, wenn ich fantastische Umdeutungen der Realität wollte, da gabs noch nen spannenden Plot obendrein

. (MZ Bradleys Adaptionen der Artus Legende und Ilias sind aber auch eine sehr schöne Anregung zum Thema "Dinge mit anderen Augen sehen".)
Was es bei mir aber nie gab: Einen Zusammenhang zwischen solchen Autoren und der Begeisterungsbalance BWL-Naturwissenschaft. Da hat spätestens Cousteau für eine klar einseitige Schwerpunktsetzung gesorgt und das laut Erzählung meiner Eltern noch vor meiner Einschulung
Der Stil ist in der Tat über lange Stecken ermüdend, weil schlichtweg kaum Kontext zur heutigen Zeit.
Dennoch behaupte ich, "bibelfest" zu sein, ebenso "koranfest", weil es m. M. nach wichtig ist, religiös geprägte Menschen im Denken und Handeln zu verstehen.
Nur dann hat man in meinen Augen einen Zugang.
Dies nicht, weil ich solche Menschen von meiner "naturwissenschaftlichen Denkweise" überzeugen möchte, sondern ich sie in meinen Freundeskreis mit einbeziehen möchte.
Manchmal können Inputs aus deren Welt sehr wohl in meiner Welt helfen...
Wenn es eine definitive Fassung gäbe, würde ich mir sie vieleicht auch irgendwann antun. Aber so habe ich mich bislang auf durchaus sehr informative Diskussionen mit entsprechenden Leuten beschränkt - wieso selbst die spannenden Stellen zusammentragen, wenn andere sie schon kennen?

Ist ja auch nicht so, dass man im Umkehrschluss von einem Tiefgläubigen erwarten könnte, Darwin im Original gelesen zu haben, wenn man über Evolution redet. Da bringt halt jeder seinen Teil zur Diskussion mit und wenn beide an Inhalten und nicht an "gewinnen" interessiert sind, lernt man viel voneinander.
Nehmen wir Hesekiel 1 ab Vers 16
"16 Und die Räder waren wie Türkis und waren alle vier eins wie das andere, und sie waren anzusehen, als wäre ein Rad im andern. 17 Wenn sie gehen wollten, konnten sie nach allen ihren vier Seiten gehen und sie mußten nicht herumlenken, wenn sie gingen. 18 Ihre Felgen und Höhe waren schrecklich; und ihre Felgen waren voller Augen um und um an allen vier Rädern."
Die Felgen dieser Räder waren aus Gewichtsersparnis voller Löcher/Augen. Und das was Hesekiel als Rad im Rad beschreibt hat ein NASA Ingenieur aufgrund dieses
Bibeltextes umgesetzt. Räder, ähnlich wie bei heutigen Flugzeugen nicht selbst angetrieben sondern zum Landen und rangieren im Hangar/Landeplatz. Dahin wo Hesekiel
gebracht wurde.
Nehmen wir doch mal zwecks Bandbreite eine
andere Übersetzung zur Hand, um den Einfluss interpretierender Übersetzer zu reduzieren, und beachten auch Verse 1-15 - etwas, das Däniken meines Wissens nach nie macht, weil es seiner Raumschinterpretation nämlich alles andere als gut tut...:
5.And from its midst was the likeness of four living beings, and this is their appearance; they had the likeness of a man.
6.And [each] one had four faces, and [each] one had four wings.
11.And so were their faces. And their wings were extended upward; each one had two wings joined to each other, and two covering their bodies.
12.Now each one would go toward the direction of his face; wherever would be the will to go, they would go; they did not turn as they walked.
15.And I saw the living beings, and behold, one wheel [was] on the ground beside the living beings for its four faces.
Fassen wir zusammen: Beschrieben ist keine Maschiene, sondern ein Lebewesen. (zumindest nimmt Esekiel es als solches war, hochentwickelte humanoide Roboter können wir natürlich nicht ausschließen. Raumschiffe aber schon, denn die hätte er eher mit einer Kutsche verglichen)
Dieses besteht aus vier, vermutlich rotationssysmmetrisch angeordneten, typischen Engelsfiguren, die miteinander verwachsen sind und als eine omnidirektionale Einheit agieren.
Jeder dieser Gestalten ist nun auch ein "Rad" zugeordnet, allerdings lose daneben auf dem Boden
16.The appearance of the wheels and their work was like the appearance of crystal, and the four of them had one likeness, and their appearance and their workings were as a wheel would be within a wheel.
17.When they went, they went toward their four sides; they did not turn when they went.
18.And they had backs, and they were very high, and they were dreadful, and their eyebrows were full of eyes round about-[so it was] to the four of them.
19.And when the living beings would go, the wheels would go beside them; and when the living beings would lift themselves off the ground, the wheels would lift themselves.
Fällt was auf? Vers 16 beschreibt die Räder. Vers 17 beschreibt die Beweglichkeit des Lebewesens, und zwar in gleicher Weise wie Vers 12. Nirgendwo gibt es einen Hinweis darauf, dass Vers 18 sich wieder mit den Rädern beschäftigt. Und er spricht nicht nur von "Augen", die man zweideutig als Ösen/Löcher deuten könnte (allerdings nicht auf Englisch, wo es ausdrücklich "eyes" und nicht "eyebolts" heißt - wer hebräisch/aramäisch kann, möge uns bitte über das Original belehren), sondern auch von Augenbrauen. Die Räder haben also Augenbrauen? Nö. Die Vierfachgestalt hat natürlich Augen und Augenbrauen und die beschreibt Esekiel in 18. Um die Räder geht es erst wieder in 19 und das einzige, was wir insgesamt über die runden Dinger erfahren lautet:
- Sie sind neben den vier Gestalten auf dem Boden (kein Hinweis auf eine tragende Verbindung zu diesen!)
- Sie folgen den vier Gestalten
N bissl dürftig als Beschreibung für ein Vehikel mit Fahrwerk, wie es zu Esekiels Zeiten hinter jedem zweiten Ochsenpäärchen eins gab, oder?
Esekiel wird übrigens in dem ganzen Text nirgendwo hingebracht. Er steht still und beobachtet. Der Text beginnt ausdrücklich mit der Aussage, dass er Visionen hat. Und aus den nebenbei beschriebenen Rädern haben Ufo-Gläubige dann eine eigene Story gesponnen.
Eine treffendere, trivialere und damit -wenn man wissenschaftlich an die Sache herangehen will- vorzuziehende Assoziation wäre zum Beispiel eine Gruppe maskierter Tänzer bzw. Träger auf einer Ikonenprozessionen. Im Christentum haben wir zwar keinen mehrgesichtigen Gott, aber zu Esekiels Zeiten gab es einige davon und eine (in diesem Fall) Vierfaltigkeit und Allwissenheit/Allsehenheit wird bis heute gerne durch Gesichter in alle Richtungen ausgedrückt. In Bewegung betonen könnte man dies auf einer öffentlichen Darbietung durch die Vermeidung von Drehungen. Räder könnte eine derart offensichtlich oppulente Konstruktion haben damit man sie nicht tragen, sondern zumindest zeitweise nur schieben muss und wenn die Darbietung eine Sprungeinlage beinhaltet, haben wir sogar das Abheben integriert, ohne Esekiel einmal reine Spinnerei unterstellen zu müssen oder Teile zu unterschlagen.
(Wobei letzteres nicht mal ein Problem wäre, schließlich will er ein religiöses Erlebnis schildern und somit also die Interpretation des gleichen Mythos, der einer religiösen Darbietung zugrunde liegt - nicht die notwendigerweise unvollkommen Nachahmung des Ereignisses während der Darbietung selbst. Es beschwert sich in einer katholischen Messe ja auch niemand darüber, dass die verabreichte Flüssigkeit die Konsistenz von Wein hat, obwohl sie in ausnahmslos allen Texten als Blut beschrieben wird. Und es kommt aber auch keiner auf die Idee, eine telekinetische Superkräfte verleihende Psychodroge hineinzuinterpretieren, nur weil was bedeutungsvolles getrunken wird)
und Mose braucht 40 Tage um auf einem Berg ein paar Steintafeln zu erhalten.
Hast du dir den Berg mal angeguckt? Du bräuchtest vermutlich 80 Tage, um den mit damaligen Methoden rauf und wieder runter zu kommen, wenn du es überhaupt überleben würdest (also nix mit Gewichtsreduzierter Trockennahrung, Taufängern, Popupzelt und anderen Hilfsmitteln, die das campieren in der Wildnis zur Nebensache während des Wanderns werden lassen)

Davon abgesehen wäre die Erklärung mit den wenigsten hypothetischen Annahmen immer noch die, dass er 40 Tage gebraucht hat, um deutlich außer Hörweite seiner Nachbarn zu kommen, zwei Tafeln aus dem Fels zu meißeln und mit Innenschriften zu versehen. Das ist für einen nicht-Profi-Steinmetz, der sich wie gesagt nebenbei noch um Wasser und Essen kümmern musste, ein ganz guter Zeitansatz.
Bei diesen speziellen Zahlen kann es sich auch um einen Code handeln, und nicht nur um eine genaue Zeitangabe. Ähnlich wie bei den Gleichnissen. 10 Jungfrauen meint vielleicht
die Zeit die vergeht wenn ich die "Jungfrau" zehnmal in bestimmter Konstellation am Himmel sehen kann. Vielleicht gehören deswegen der Kirche ja so viele Observatorien und
Teleskope. Zum einhalten der Zeiten von ihrem Plan.
Zahlen sind in sehr vielen alten Texten vermutlich nicht wahren Begebenheiten entnommen. Das beginnt bei prahlenden Herrschern und ändet bei nachträglich reingeschriebenen Gleichnissen und Zahlenmystiken. Genauso wie heute ggf. ein 13. Stock fehlt, werden auch damals Ziffern gezielt eingesetzt worden sein - wenn der Autor einen Text bewusst so abgewandelt hat, dass er seinen Intentionen gerecht wurde. In dem Fall ist der Text als Primärquelle aber nur noch sehr eingeschränkt brauchbar und viel mehr ein Zeugnis der Intentionen seines Autors. Wenn du nicht wissenschaftlich argumentieren, sondern die Texte als Belege für sehr weit hergeholte Behauptungen benutzen möchtest, dann solltest du ihre Glaubwürdigkeit nicht in dieser Form untergraben
Dann muss er wohl Frührenter sein, und jetzt herrscht nur eines, Fachkräftemangel
Aua. Gleich haben wir einen AFD-Thread über Muslime, die ins Land "geholt" werden
