AW: Was ist Realität, Wahrheit oder Wirklichkeit?
Wobei der Aufprall eher das Resultat der gegenseitigen Massenanziehung ist. Und des Widerstandes der härteren und massiveren Oberfläche.

Aber ich weiß was du meinst.
Wie gesagt, betrachte das Quanten mechanisch. Wieso bleibt der Kaffee im Kaffeebecher aber wieso kann ein Proton ein Potenzial überwinden ohne genug Energie dafür zu haben?
Der Tunneleffekt ist rein quantenmechanisch. Er wirkt nicht bei Materie, die miteinander wechselwirkt.
Du kennst doch das Doppelspalt Experiment, oder?
Stellst du nur ein Spalt auf, hast du eine klare Verteilung von Teilchen. Bei zwei Spalten ist es ein Interferenzmuster. Ein Zeichen für den Welle Teilchen Dualismus. Der ja nicht nur für Photonen, sondern auch für andere Teilchen gilt. Elektronen und Protonen verhalten sich genauso wie Photonen.
Was passiert aber mit einem Elektronenstrahl, der auf zwei Spalte gerichtet ist, wenn du ihn einer elektromagnetischen Welle aussetzt? Also eine Wechselwirkung erzeugt?
Genau -- dann ist das Interferenzmuster verschwunden und die Elektronen verhalten sich wie Teilchen. Genau so, wie man es in der makroskopischen Welt erwartet.
Und in der makroskopischen Welt hast du immer Wechselwirkungen. Ohne die wäre die Materie nicht stabil. Sie sorgt dafür, dass der Asphalt fest ist. Dass der Kaffee im Kaffeebecher bleibt und dass deine Tastatur genau den Buchstaben abbildet, den du eingetippt hast.
Ich versuche mir Flukationen bildlich vorzustellen. Also wo soll sich das abgespielt haben ?, war Raum vor den Flukationen schon vorhanden oder nicht ?
Wie gesagt, die Raumzeit entstand erst mit dem Universum. Was davor war, entzieht sich jeder empirischen Überprüfbarkeit.
Der Urknall war zwar keine Explosion, weil eben der Raum noch fehlte. Aber da der Raum seitdem selbst expandiert, kann man das doch wie eine Explosion sehen. Durchs Teleskop sieht das Universum auch so aus wie herumfliegende Teile nach einer Detonation.
Tja, eben nicht. Das Universum expandiert. richtig. Aber eben nicht innerhalb von Sternsystemen oder Galaxien.
Wäre es eine Explosion, wie wir das kennen, würde alles auseinander fliegen und es hätten sich nie Galaxien, Sterne oder Planeten gebildet.
Laut Einsteins Theorie.
Gravitation ist aber Teil der Raumzeit, wenn sich die Gravitationsverhältnisse ändern, müsste sich das praktisch in "Echtzeit" auf die umliegende Materie auswirken.
Wie gesagt, laut Einstein'schem Verständnis kann sich Gravitation nicht mit schneller
c ausbreiten.
Entdeckt die Quantenphysik aber das "Graviton", also den Träger der Schwerkraft, dann müsste diese schon mit mehr als
c arbeiten. Anders ließe sich das sonst wohl nicht erklären.
Das Grundproblem ist hier halt, dass sich Gravitation und Quantenphysik nicht so toll verstehen.
Nein, Gravitation breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Das bestätigen die Messungen der Gravitationswellen.
Immer dort, wo Informationen übertragen werden, gibt es nichts, das sich schneller als mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten kann.
Daher kennen wir auch schon eine Eigenschaft des Gravitons, wenn es das denn gibt. Es muss masselos sein. Denn nur ein masseloses Teilchen kann sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten.
Derzeit ist die Gravitation als Eigenschaft der gekrümmten Raumzeit definiert. Keine andere Theorie als die von Einstein wurde schon so oft überprüft und bisher hat sie alle Vorhersagen bestätigt und alle Messungen exakt bestätigt. Falsch kann sie daher nicht sein. Aber sie kann nicht vollständig sein, denn sie passt eben nicht zur Quantenphysik.
Jetzt gilt es eben zu erforschen, was da fehlt, wieso sie nicht vollständig ist.
Ich denke ja, wenn wir die dunkle Materie verstanden haben, werden wir auch die Gravitation besser verstehen.
Also der LHC läuft noch bis 2036 oder so.
Das ist zwar schon ein mächtiges Ding, aber ob der zum Nachweis von "Gravitonen" leistungsstark genug wäre, steht auf einem anderen Papier...
Wird nicht reichen. Die Gravitation ist so viel schwächer als andere Kräfte. Man müsste also deutlich mehr Energie reinstecken und das ist aktuell unmöglich. Man müsste einen Beschleuniger haben, der in etwa so groß ist wie das gesamte Sonnensystem. Und um die Strings der Stringtheorie nachzuweisen bräuchte man einen Beschleuniger, der die Größe der Milchstraße hat.