Vorab: guter Beitrag!
Nein, rein gefühllos gemeint.
Auch nicht gut und böse.
Die fiktive + hypothetische Programmierung:
Schütze das Kleinkind von Familie x auf dem Spielplatz, damit es sich nicht verletzt.
Wird torpediert durch den gewalttätigen Kindesentführer.
Je nach Schutzschaltung, schaltet der Android ab, schnappt das Kind und rennt weg oder stellt sich dem Angreifer.
Je komplexer und gefährdender für das Kind die Situation wird und je komplexer die Datenmenge des Androiden ist könnte er wider seiner Programmierung zum Schluss kommen, dass das Ziel seiner detaillierten Programmierung nur durch Missachtung eines allgemein gefassten Datensatzes gefährdet wird.
Du könntest es so regeln, dass er das Kind schützen kann, aber ohne den Angreifer zu töten. Ausschalten kann er ihn. Töten aber nicht und wenn der Angreifer ausgeschaltet ist, muss er natürlich Erste Hilfe leisten.
Aber man könnte das weiter führen. Was ist, wenn das autonom fahrende Auto einen Unfall nicht mehr verhindern kann. Soll es dann in den voll besetzten Reisebus knallen oder ausweichen und einen einzelnen Fahrer im Gegenverkehr erwischen?
Das ist meiner Meinung nach die Frage, die der Kriegsdienstverweigerer gestellt bekam. Würde er seine Familie mit Waffengewalt beschützen, obwohl er Pazifist ist und Waffengewalt ablehnt?
Da kommst du meiner Meinung nach nie auf eine zufriedenstellende Antwort.
Das alles sich in Entwicklung befindet, steht mMn nicht konträr zu meiner genannten Möglichkeit. Das ist aber natürlich nicht die christliche Lesart
Das Problem der Religion ist, dass sie versucht, sich in wissenschaftliche Erkenntnisse einzubringen und mitreden zu wollen.
Die Religion braucht das nicht, bzw. hat es gar nicht nötig.
Wir kennen die Evolutionstheorie und sie ist sehr schlüssig. Niemand zweifelt noch daran (außer ein paar Flacherdler

). Die Religion muss jetzt nicht erklären, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes ist, dass die Erde 6000 Jahre alt ist, usw.
Sie kann das aufgreifen, was immer ungeklärt bleibt, wie eben der sinn des Lebens, die Frage nach dem Tod oder wie man glücklich wird.
PS Das alles durch Zufall entstanden ist, ist auch eine Art ""Glaube", da es dafür keine Beweise gibt. Ich finde den Gedanken zudem sehr befremdlich, da hochkomplexe Zusammenhänge nicht einfach durch Zufall entstehen können, sondern gesteuert werden müssen. Nicht mal ein Auto oder Flugzeug kann durch Zufall entstehen, geschweige denn etwas so komplexes wie unser Universum.
Was die meisten unterschätzen ist die Zeit.
Es hat rund 600 Millionen Jahre gedauert, bis das erste Leben auf der Erde entstanden ist (korrekt ist natürlich, dass niemand weiß, wieso aus toter Materie plötzlich lebendige Materie wurde aber das ist eben die -frage, ob Evolution zwangsläufig abläuft und Leben automatisch entsteht, wenn die Bedingungen passen. Auf der Erde hat das geklappt, aber das Leben ist auch nur 1x entstanden, daher lässt sich das nicht reproduzieren).
Dann dauerte es 2 weitere Milliarden Jahre, bis aus den Einzellern überhaupt Mehrzeller wurden.
Und erst vor 500 Millionen Jahren ist das Leben erst explodiert, weil es erst dann genug freien Sauerstoff gab.
also verdammt viel Zeit, in der der Erde auch nichts passiert ist, denn ein fetter Sonnenausbruch hätte das Leben auf der Erde ausgelöscht, genauso wie ein Gammablitz einer nahen Supernova oder ein vorbei ziehender Stern.
Die Erde hatte also viel Glück gehabt.