Der "Naturwissenschaften" Thread

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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Das muß ja mit Materie/Energie gefüttert worden sein.
Oder schwarze Löcher haben sich verschmolzen.
Ein Quasar ist ja ein aktives schwarzes Loch. Man kann berechnen, dass er nicht größer als das Sonnensystem ist aber mehrere Milliarden sonnenmassen schwer ist.
Aber wie sind die entstanden, wenn sie nicht älter als 300 Millionen Jahre sind?
Selbst wenn sie eine Sonnenmasse pro Jahr "verschlucken" (und das ist echt viel), sind das eben nur 300 Millionen Sonnenmassen.
Ich zucke da mit den Schultern und ich konnte Andreas Müller mal diese Frage unter einem seiner Videos stellen und er hat sogar geantwortet. Er sagte, dass es zwar Theorien gibt, aber keine ist wirklich schlüssig und man muss weiter forschen.
Und eine so ehrliche Antwort eines Wissenschaftlers (ich hab halt auch keine Ahnung) ist wiederum erfrischend und zeigt, dass die Wissenschaft nie satt ist oder sich an eine Erklärung klammert.
 

chill_eule

¡el moderador!
Teammitglied
Wieso die Grenze bei 300 Mio Jahren?
Da fehlen doch etliche Milliarden Jahre, in denen so ein Schwarzes Loch Zeit hat zu wachsen
 

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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Wieso die Grenze bei 300 Mio Jahren?
Da fehlen doch etliche Milliarden Jahre, in denen so ein Schwarzes Loch Zeit hat zu wachsen
Die Quasare mit der höchsten Rotverschiebung zeigen, dass sie höchsten 300 Millionen Jahre alt sind, je weiter wir ins All schauen, desto weiter schauen wir auch in die Vergangenheit, Das Licht der Andromeda Galaxie ist 2,5 Millionen Jahre alt, da die Galaxie 2,5 Millionen Lichtjahre weit weg ist.
Die Quasare, die wir sehen können, sind noch viel weiter weg, also weiter in der Vergangenheit.
Das ist auch der Grund, wieso es in unserer Nähe keine Quasare gibt, denn das Universum wird ja immer älter, je näher wir der Erde kommen. Das schwarze Loch in M87 mit 6 Milliarden Sonnenmassen war vermutlich vor 13 Milliarden Jahren ebenfalls ein Quasar. Nur heute ist der Quasar erloschen, weil soviel Zeit vergangen ist.
Die Frage ist eben, wie ein Quasar innerhalb der ersten paar Hundert Millionen Jahren im Universum so weit anwachsen konnte um derartige Energiemengen zu erzeugen, dass man ihn auch in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung sehen kann
Nach aktuellem Wissensstand kann nur ein schwarzes Loch derartige Mengen Energie frei setzen (der Wirkungsgrad lieg bei 42%, also die Umwandlung von Masse in Energie. Die Sonne schafft nicht mal 1% Wirkungsgrad, wenn ich nicht irre).
Ein Quasar ist demnach ein gigantisches schwarzes Loch, wie eben das in M87. Sagittarius A Stern ist für ein Quasar, der erloschen ist, viel zu klein. Genauso wie das schwarze Loch in Andromeda. Wie also kann ein schwarzes Loch so groß werden. Eine interessante Frage, dessen Beantwortung noch aussteht.
 
TE
TE
RyzA

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Das ist auch der Grund, wieso es in unserer Nähe keine Quasare gibt, denn das Universum wird ja immer älter, je näher wir der Erde kommen.
Wie kann denn das Universum bei uns in der Nähe älter sein? Müsste das nicht überall gleich alt sein?
Wegen der kosmischen Hintergrundstrahlung usw?
 
Zuletzt bearbeitet:

compisucher

Volt-Modder(in)
Ein Quasar ist demnach ein gigantisches schwarzes Loch, wie eben das in M87. Sagittarius A Stern ist für ein Quasar, der erloschen ist, viel zu klein. Genauso wie das schwarze Loch in Andromeda. Wie also kann ein schwarzes Loch so groß werden. Eine interessante Frage, dessen Beantwortung noch aussteht.
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt von den Ausführungen von @Threshold .
Eigentlich müsste auch in unserer Umgebung ein ehemaliger Quasar = ein extrem Massereiches BH sein, ist es aber nicht.
Denn, wenn wir Quasare beobachten, schauen wir ja in nichts anderes als in10-13 Mrd. Jahre in die Vergangenheit.
Die Dichte von Quasaren bzw. deren Überreste müsste statistisch genau so groß sein.
Auch nicht in 500 Mio. LJ Entferung nix, nada, nothing.
SUPERHAUFEN.png
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Das ist eigentlich der interessanteste Punkt von den Ausführungen von @Threshold .
Eigentlich müsste auch in unserer Umgebung ein ehemaliger Quasar = ein extrem Massereiches BH sein, ist es aber nicht.
Doch, haben wir, hatte ich gesagt.
M87 ist 55 Millionen Lichtjahre entfernt und hat ein schwarzes Loch mit 6,5 Milliarden Sonnenmassen. also die Größe, die Quasare so haben. Ergo kann man davon ausgehen, dass M87 ganz früh im Universum ebenfalls ein Quasar war, der große Mengen Materie in Energie umgewandelt hatte. Nur ist er eben heute erloschen, da es keine Masse mehr gibt, die er umwandeln kann. Das ist wohl ein Zeichen dafür, dass M87 heute eine stabile Galaxie ist, während ganz früh dort eben eine Menge los war.
Das ist wieder der Unterschied zur Milchstraße. Bei ihr war nicht viel los, daher kein Quasar und nur ein kleines schwarzes Loch im Zentrum.
 

Adi1

Lötkolbengott/-göttin
Wie kann ein schwarzes Loch innerhalb weniger Hundert Millionen Jahren so groß werden?
Fragen über Fragen. :huh:
Vlt. weil damals andere Bedingungen geherrscht haben?

Fakt ist aber eins,
die ersten schwarzen Löcher haben zu einer massiven gleichmässigen Verteilung der
Elemente beigetragen,
in der Frühzeit dürfeten diese als gigantische Quirrls gewirkt haben
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)

Interessantes Projekt.

In Südamerika soll es übrigens umgekehrt gewesen sein. Die Ausrottung der Ureinwohner durch aus Europa eingeschleppte Krankheiten hat zu einem deutlichen Wachtum des Regenwaldes geführt und damit auch zu einer CO2-Reduktion.

 

compisucher

Volt-Modder(in)
Auch interessant:
4-fach Sternensystem direkt vor unserer kosmischen Nase (475 LJ entfernt):

Blöd daran ist, dass hieraus evtl. eine Supernova entsteht, was dann wiederum für unser System, oder konkret für uns Menschen, eher unlustig enden wird.
 

compisucher

Volt-Modder(in)
Wann wird die denn ungefähr eintreten?
Wenn ich den Text richtig gelesen habe, drehen da zwei der vier schon recht enge und haben eine Kollisonschance von 50%.
Da 475 LJ entfernt, wissen wir nicht wirklich, ob schon was passiert ist oder nicht.
Die beobachteten Umlaufdauerdaten sprechen m. M. aber eher dagegen.
Kollisionsgefährdet ist das Doppelsternsystem mit den kleineren Partnern.
Soweit über den Artikel hinaus recherchiert (Quellen:
sind diese beiden Sterne darin eher Kleinere, ganz grob vergleichbar mit dem Sirius A (oder noch schwächer).
Also etwas größer und schneller brennend als die Sonne aber keine Giganten.
Es wird erwähnt, dass diese entweder vor oder nach dem Schritt zum Weissen Zwerg kollidieren könnten.

Also, wenn du mich fragst, schätze ich, Ereignis tritt in 1 Mrd. Jahre (+475 Jahre :cool:) mit 50% Wahrscheinlichkeit ein.
Problem dabei ist, unser Sonnensystem ist in der Zeitspanne wieder mal ca. 4mal um die Milchstraße rotiert ist.
Ob die dann noch in unserer Nähe sind, steht auf einem anderen Blatt.
Du kannst also beruhigt deinen Morgenkaffe trinken...
 
TE
TE
RyzA

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Also, wenn du mich fragst, schätze ich, Ereignis tritt in 1 Mrd. Jahre (+475 Jahre :cool:) mit 50% Wahrscheinlichkeit ein.
Problem dabei ist, unser Sonnensystem ist in der Zeitspanne wieder mal ca. 4mal um die Milchstraße rotiert ist.
Ob die dann noch in unserer Nähe sind, steht auf einem anderen Blatt.
Du kannst also beruhigt deinen Morgenkaffe trinken...
Naja, bis dahin wird die Erde schon lange nicht mehr bewohnbar sein.
Wenn wir es bis dahin nicht geschafft haben, irgendwo zu kolonisieren, wird die Menschheit Geschichte sein.

Um meinen Kaffee mache ich mir keine Sorgen. Bin da eh schon lange tot. :ugly:
 

compisucher

Volt-Modder(in)
Naja, bis dahin wird die Erde schon lange nicht mehr bewohnbar sein.
Wenn wir es bis dahin nicht geschafft haben, irgendwo zu kolonisieren, wird die Menschheit Geschichte sein.
Och, die Menschheit hat Corona und sogar ohne Impfflicht überlebt.
Sprich, die natürliche Selektion nach Darwin ist weiterhin am werkeln und ich bin guter Dinge,
dass es in 1 Mrd. Jahre immer noch so was ähnliches wie Menschen gibt.
OK, der Kaffee wird dann wohl anders schmecken...
PS: Was mache ich eigentlich mit dem dritten Arm, der mir gewachsen ist?
 
TE
TE
RyzA

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
Och, die Menschheit hat Corona und sogar ohne Impfflicht überlebt.
Sprich, die natürliche Selektion nach Darwin ist weiterhin am werkeln und ich bin guter Dinge,
dass es in 1 Mrd. Jahre immer noch so was ähnliches wie Menschen gibt.
Das ist sehr optimistisch. ;)
PS: Was mache ich eigentlich mit dem dritten Arm, der mir gewachsen ist?
Wegen der Corona-Impfung?:ugly:

Ich hatte schon immer Angst das mir ein zweites Genital auf der Stirn wächst.:lol:
 

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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Blöd daran ist, dass hieraus evtl. eine Supernova entsteht, was dann wiederum für unser System, oder konkret für uns Menschen, eher unlustig enden wird.
Wird es aber nicht. Dazu müsste eine Supernova schon innerhalb von 50 Lichtjahren vorkommen, ehe es gefährlich wird. Und dann muss die Drehachse des Sterns genau auf die Erde zeigen und dann muss die Erde auch exakt dort sein, wo der Gammablitz dann durchläuft. Ist die Erde gerade auf der anderen Seite der Sonne, passiert gar nichts.
 

compisucher

Volt-Modder(in)
Wird es aber nicht. Dazu müsste eine Supernova schon innerhalb von 50 Lichtjahren vorkommen, ehe es gefährlich wird. Und dann muss die Drehachse des Sterns genau auf die Erde zeigen und dann muss die Erde auch exakt dort sein, wo der Gammablitz dann durchläuft. Ist die Erde gerade auf der anderen Seite der Sonne, passiert gar nichts.
Ich habe die Info mal bei der ESA gelesen, dass "innerhalb" von 60 LJ Umgebung ein Gammablitz ein Thema wäre, würde er denn dann direkt treffen.
Die 10 LJ Differenz zu Deinen Ausführungen werden den Kohl aber kaum fetter machen.

Innerhalb von 5-10 LJ wäre es eh wurscht, die Explosion selbst würde der Erde die Atmosphäre entreißen.

Die NASA wiederum ist da pessimistischer.
Die schreiben, dass eine Supernova in bis zu 1.000 LJ Entfernung das Erdmagnetfeld erheblich stören kann und Strahlungsmengen auftreten können, deren Umfang so sind, dass bei Lebewesen im Freien ohne Schutz Krebs und Mutationen ausgelöst werden können.

Da in diesem Umreis aktuell aber eh nix in der Richtung los ist, können @RyzA und ich weiterhin beruhigt Kaffee schlürfen.
 

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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Ich habe die Info mal bei der ESA gelesen, dass "innerhalb" von 60 LJ Umgebung ein Gammablitz ein Thema wäre, würde er denn dann direkt treffen.
Die 10 LJ Differenz zu Deinen Ausführungen werden den Kohl aber kaum fetter machen.
Ich hatte anfangs was von 100 Lichtjahren gelesen, der Wert wurde aber im Laufe der Zeit immer weiter nach unten korrigiert.
Frag mich aber nicht, woher diese Berechnungen stammen oder auf welche Grundlage sie basieren. Immerhin gab es den Fall in den letzten paar Milliarden Jahren nic´ht.
Manchmal hab ich das Gefühl, dass die Kartenleger die Glaskugelbesitzer fragen, weil die Kaffeesatzleser noch keine Meinung haben.

Innerhalb von 5-10 LJ wäre es eh wurscht, die Explosion selbst würde der Erde die Atmosphäre entreißen.
Bei sowas frage ich mich ja immer, wenn in einem Doppelsternsystem ein Stern zur supernova wird, der andere Stern noch da ist. Ich würde immer denken, dass die Druckwelle den Begleiter zerstört.
Allerdings gibt es ja die Theorie, dass die Supernova nur zu Stande kommt, weil die Neutrinos die Gashülle überhaupt auseinander treiben. Ohne Neutrinos gäbe es keine Supernovae und damit keine schweren Elemente im Universum.
Die NASA wiederum ist da pessimistischer.
Die schreiben, dass eine Supernova in bis zu 1.000 LJ Entfernung das Erdmagnetfeld erheblich stören kann und Strahlungsmengen auftreten können, deren Umfang so sind, dass bei Lebewesen im Freien ohne Schutz Krebs und Mutationen ausgelöst werden können.
1000 Lichtjahre ist echt viel. Das kann ich mir nicht vorstellen.
Das Erdmagnetfeld wird ja problemlos mit der kosmischen Strahlung fertig und die hat deutlich mehr Dampf als das, was aus einer Supernova kommt und bei einem Radius von 1000 Lichtjahre ist die Teilchendichte, die bei uns ankommt, sehr klein.
Was gefährlich ist, ist der Gammablitz, wenn der uns trifft, weil die Gammastrahlung die Moleküle ionisieren würde und das bedeutet, dass der Sauerstoff in der Atmosphäre mit dem Stickstoff regieren würde (Stickoxid halt) und dann wäre der freie Sauerstoff in der Atmosphäre auf einen Schlag verbraucht.
 
TE
TE
RyzA

RyzA

PCGH-Community-Veteran(in)
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