Der "Naturwissenschaften" Thread

Der Punkt ist eben, dass diese winzigen Teilchen auf eine enorme Fläche verteilt sind und diese Teilchen alle ähnliche Geschwindigkeiten haben müssten, sowie auch alle in der selben Richtung die Erde umkreisen (korrigiert mich, wenn ich falsch liege), daher ist der Impuls der Weltraumteilchen, wenn sie ein anderes Objekt berühren nicht sonderlich groß, da die Masse winzig und die Geschwindigkeitsdifferenz niedrig ist.
Das ist ja das Gleiche, wie wenn ich auf der Autobahn einen Auffahrunfall baue und einer mit 100 km/h und der andere mit 101 km/h unterwegs ist, hat bis auf unschöne Beulen auch normalerweise keine schwerwiegenden Folgen.
Soviel ich weiß haben die so hohe Geschwindigkeiten das sie an Satelliten oder der ISS Schäden verursachen können.
 
Soviel ich weiß haben die so hohe Geschwindigkeiten das sie an Satelliten oder der ISS Schäden verursachen können.

Dürfte aber keine Rolle spielen, da die ISS und die Satelliten in der gleichen Richtung wie der Weltraumschrott die Erde umrunden und auch mit fast der gleichen Geschwindigkeit. Das Einzige was relevant ist, ist die Geschwindigkeitsdifferenz (und die dürfte nicht hoch sein) und die Masse.
 
Bei Wikipedia steht dazu

Die Relativgeschwindigkeit zwischen Weltraummüll und einem erdnahen Satelliten mit hoher Inklination der Bahn beträgt größenordnungsmäßig zehn Kilometer pro Sekunde. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit besitzt ein Teilchen mit 1 g Masse eine Energie von 50 kJ, was der Sprengkraft von etwa 12 g TNT entspricht, sodass sowohl das Teilchen als auch das unmittelbar getroffene Material explodieren.

Die bemannten Module der Internationalen Raumstation (ISS) sind mit doppelwandigen Meteoroidenschutzschilden (Whipple-Schild) ausgestattet und können aufgrund der durch den Einschlag in die erste Wand erzeugten Streuwirkung Einschlägen von Weltraummüll von mehreren Zentimeter Durchmesser widerstehen.

Bereits jetzt ist auf einigen Umlaufbahnen die durch Einschläge von Weltraummüll hervorgerufene Ausfallwahrscheinlichkeit operationeller Satelliten nicht mehr vernachlässigbar. Selbst Einschläge kleinerer Partikel bis in den Submillimeterbereich können empfindliche Nutzlasten beschädigen oder Raumanzüge perforieren.
Quelle: Weltraummüll

Wenn das alles so unbedenklich wäre wie du meinst, würden sich wohl kaum Wissenschafter und Ingeneure darüber Sorgen machen.
 
Das mag sein. Aber relativieren macht den Weltraumschrott nicht weniger gefährlich.
Man kann nicht weiter einfach nur Müll ins All befördern. Irgendwann hat das Konsequenzen.
Und man kann auch nicht jeden Müll ausweichen.
 
Eigentlich nicht wirklich, dank der "Magnetosphäre"

Das Erdmagnetfeld hält viel mehr "Zeuch" ab, als man denkt.
Selbst wenn der "Erddynamo" zusammenbricht, z.B. bei einer Umpolung, wird die Athmosphäre selbst, dank Ionisation, den Großteil der kosmischen Strahlung oder Sonnenwind abhalten.

PS: Das galt @Threshold :P

PPS: Was ist aus der Idee geworden, radioaktiven Abfall ins All oder Richtung Sonne zu befördern?
Auch im Weltall ist Mülltrennung "en vogue" :lol:
 
Niemand sagt, dass man das ignorieren soll. Das Problem ist, dass du den nicht einsammeln kannst.
Man könnte höchstens massive Platten verbauen, die das aushalten. Das kostet aber viel Geld und wer soll die anbringen?
Eigentlich nicht wirklich, dank der "Magnetosphäre"
Seit wann ist die ISS innerhalb der Atmosphäre? ;)
 
Die Magnetosphäre ist um einiges größer als die Atmosphäre.
10-100 Erdradien, die "Atmosphäre" endet bei rund 100Km...
Die ISS hat eine Umlaufbahn bei ~400Km
Magnetosphäre beginnt bei ca. 6000 Km
 
Nur noch ein wenig Geduld:


:D
 
Wenn ich das richtig im Kopf habe werden mittlerweile nur noch kommerzielle Satelliten genehmigt die genug Treibstoff/ein sonstiges Konzept mitliefern dass man sie bei Ausserbetriebnahme kontrolliert zurückholen/verglühen lassen kann.
 
Einmal davon abgesehen, dass es ganz gut ist, dass es keine einfache Lösung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle gibt. Es wird zwar trotzdem immer wieder gerne erfolgreich verdrängt, aber das ist nun einmal ein Haupthaken bei der ach so "sauberen" Kernenergie.

Einmal ganz davon abgesehen, dass die Brennstoffe nicht nachwachsen und das, was heute pauschal als Abfall gehandhabt wird, in der Zukunft womöglich sinnvoll zweitverwertet werden kann. Bereits heute wäre Einiges machbar, bestünde der politische Wille.
 
Was der Meinungsbeitrag (?so liest es sich?) auf Quarks wohl absichtlich verschweigt, sind die enormen Sicherheitsrisiken und die enormen Betriebskosten von schnellen Brütern, die heute noch genauso gültig sind, wie bei den Protesten gegen Kalkar....
 
Einmal ganz davon abgesehen, dass die Brennstoffe nicht nachwachsen und das, was heute pauschal als Abfall gehandhabt wird, in der Zukunft womöglich sinnvoll zweitverwertet werden kann. Bereits heute wäre Einiges machbar, bestünde der politische Wille.
Na ja, Das sind dann die Kernreaktoren der vierten Generation oder so.
Die gibt es aber aktuell nur als Skizze.
Und ich bezweifle stark, dass sich daran was ändern wird.
Letztendlich kann man das Zeugs nur tief verbuddeln und hoffen, dass die Plattentektonik da nicht zwischen funkt.
 
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