Der "Naturwissenschaften" Thread

Obwohl seit Jahrzehnten technische Verfahren zur Konditionierung und Endlagerung erprobt werden, ist die Entsorgung für hochradioaktive Abfälle ungelöst. Insbesondere mittel- und hochradioaktive Abfälle stellen große Herausforderungen an die Entsorgung. Aufgrund der langen Halbwertszeiten vieler radioaktiver Substanzen fordert die deutsche Gesetzgebung eine sichere Lagerung über 1 Million Jahre. Die Halbwertzeit von Plutonium-239 beträgt 24.000 Jahre.
Quelle: Radioaktiver Abfall

1 Million Jahre. Eigentlich ist das ein Teufelszeug. Zum Mond schiessen wäre nicht verkehrt.
Aber ist wohl leider nicht realisierbar.
Oder in die Sonne schiessen. Wobei, nicht das es dort zu unvorhersehbaren Schwankungen kommt. :ugly:
 
Zu hohes Risiko, dass der Start einer Rakete fehlschlägt.
Ist an sich aber eine sehr gute Idee, wenn die Unfallquote von Raketen nur niedriger wäre würde man es wohl auch tun.
Wir brauchen dringend mal einen (sicheren) Weltraumaufzug. Das würde auch diese riesen CO2 Produktion bei jedem Raketenstart beseitigen...
Irgendwie erinnert mich das auch gerade an Star Trek Voyager, wo sie Ärger mit einem Volk haben, das seinen Giftmüll im All entsorgt.
 
Weltraumaufzug ist super.
Das Problem ist, dass die Seile so schwer werden, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen.
 
Aufzug raus aus der Athmossphäre, bzw. raus aus dem Schwerkraftfeld der Erde ist eigentlich alternativlos, nur eben auch eigentlich unmöglich umzusetzen mit heutiger Technik.
Aber es wird ja viel geforscht, z.B. an künstlicher Spinnenseide, welche extrem leicht und reißfest ist.
Mal abwarten, vlt. erleben das unsere Enkel/Urenkel mal :crazy:

PS: @RyzA: Ja das ist durchaus möglich, wenn auch nicht so leicht nach zu vollziehen. Je nach Winkel und Geschwindigkeit kann ein Objekt tatsächlich von einer Gasatmosphäre abprallen. Im Prinzip so, wie ein flacher Stein, den man aufs Wasser "ditscht"
 
Hmm, normalerweise könnte man annehmen, durch die hohe Gravitation wird als angezogen. ;)
Auch die Astronauten mussten beim Rückflug aufpassen, dass sie nicht von der Erde abprallen.
Kann schnell passieren, wenn die Berechnungen nicht passen.
Gravitation ist aber auch ein Teufelszeug. :D
Frag Flacherdler, die wissen das. ;)
 
Passend dazu eines der besten Zitate aller Zeiten:

gravity.jpg
 
Oder so richtig tief buddeln und dann die Konvektion im Erdinnern den Rest erledigen lassen :-D

Das wäre sicherheitstechnisch das einzig sinnvolle: Das Zeug im Erdmantel aufschmelzen, damit es sich wieder fein verteilt. Unsere Probleme reduzieren schließlich nicht aus der Radioaktivität, die müsste bei abgebrannten Stäben im Schnitt sogar leicht geringer als beim Ausgangsmaterial sein weil wir ja gerade die aktiveren Isotope verbrauchen und das neuenstehende z.T. ziemlich lange Halbwertszeiten = geringe Aktivität hat. Das Problem ist, dass irgend ein Depp den radioaktiven Schrott aus mehreren Kubikilometern Tiefengestein in einem Brennstab an der Oberfläche komprimiert hat. Und das 10000de Male. Macht man das rückgängig, und die Technik haben wir, ist man das Problem los.
Aber das würde ja GELD KOSTEN. Und wenn wir eins gelernt haben, dann dass Stromkonzerne und keinen Umständen, nie dazu gezwungen werden dürfen, auch nur einen Cent weniger Gewinn zu machen.


Wir brauchen dringend mal einen (sicheren) Weltraumaufzug. Das würde auch diese riesen CO2 Produktion bei jedem Raketenstart beseitigen...
Irgendwie erinnert mich das auch gerade an Star Trek Voyager, wo sie Ärger mit einem Volk haben, das seinen Giftmüll im All entsorgt.

Weltraumaufzüge werden energetisch überschätzt. Bei unserer derzeitigen Nutzung des Weltalls wäre so ein Ding vermutlich auf lange Sicht eine energetische Verschwendung. Schließlich verbraucht der Bau, selbst wenn er irgendwann praktikabel werden sollte, unmengen Energie und erfordert den Transport enormer Mengen Material in einen geostationären Orbit. Ich meine, hat sich das mal einer veranschaulicht? Die meisten Konzepte sehen ein 150-Mm-Seil mit einem Durchmesser von mehreren Metern vor, was auch unabdingbar ist, wenn man überlegt welche globale Zerstörung ein reißendes Seil anrichten würde und dass das Ding auch schwerste Unwetter überstehen muss, ohne auch nur in Schwingungen zu geraten. Sagen wir mal der Einfachheit halber der Querschnitt beträgt 30 m² für einen soliden Lift, dann haben wir 4,5 Milliarden Kubikmeter Volumen. Aus Graphen gefertigt wären das über 10 Milliarden Tonnen, die von einem geostationären Orbit gleichmäßig nach unten und oben ausgerollt werden müssten.

Ich glaube im Moment schaffen wir nicht einmal 100 Tonnen pro Jahr auf diese Höhe. Dazu kommen noch die paar Starts zur IS, für die ganzen Kommunikations- und Forschungssatelliten auf niedrigeren Umlaufbahnen wäre ein Weltraumlift dagegen ungeeignet, da die nötige horizontale Beschleunigung weiterhin von Raketen geleistet werden müsste und man maximal einen Teil der ersten Stufe einsparen würde. Der Bau eines Weltraumliftes würde also mehr Energie verschlingen, als mehrere Jahrmillionen Weltraumnutzung auf unserem bisherigen Niveau.
 
Dann müssen wir wohl warten, bis wir das Material dafür im Weltraum herstellen können. Wobei natürlich die Frage ist, ob wir in dem Moment nicht eh schon soweit sind, das die Starts aus der Atmosphäre schon entsprechend umweltfreundlich sind.
 
Es spielt keine Rolle, du musst das Gravitationspotenzial der Erde überwinden. Dazu musst du Energie aufwenden und zwar immer die gleiche Energie pro kg.
Das einzige, was daran was ändern könnte wäre Anti Gravitation.
Aber solange wir nicht wissen, wie Gravitation genau funktioniert. können wir Gravitation nicht manipulieren.
 
Ich bezweifle überhaupt, dass das jemals möglich sein wird.
Gravitation entsteht ja durch Masse, um die Gravitation zu verstärken müsste man also irgendwie Masse künstlich erzeugen. Von einer Art Anti-Gravitation ganz zu schweigen, da müsste man ja quasi negative Masse erzeugen :ka:

Und wir wissen ja gar nicht , wie @Threshold schon gesagt hat, wie Gravitation "wirkt"... Der Higgs-Mechanismus "erklärt" ja (sehr theoretisch) wie Masse überhaupt entsteht, aber die Wechselwirkung von Massen untereinander? :what:
 
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