Öhm -- natürlich schloss ich die dunkle Materie und dunkle Energie mit ein.
Du schließt Dinge in deine Beobachtungen ein, die du gar nicht beobachtet hast? Das ist eben ein Zirkelschluss. "Der weiße Elefant im Raum kann sich unsichtbar machen. Beweis: Ich sehe ihn nicht."
Wir wissen nur, wie sie sich die beobachteten Himmelskörper bewegen, aber wir wissen nicht ob sie dies gemäß den postulierten Gravitationsgesetzten unter Einfluss einer unsichtbaren Kraftquelle machen (DE/DM), oder ob sie es es gemäß des Einflusses der sichtbaren Objekte im Universum machen und die Gravitationswirkung komplexer ist. Erstere Interpretation ist zwar gemäß Ockham zu bevorzugen, weil wir sonst alle möglichen Variationen in das weiter entfernte Universum hineininterpretieren können, aber solange wir diverse Theorien und postulierte Konstanzen nicht einmal in einem anderen Sonnensystem, geschweige denn am anderen Ende der Galaxie auf ihre Gültigkeit überprüft haben, ist es sehr arrogant, auf die unfehlbare Gültigkeit der eigenen Behauptungen auf intergalaktischen Entfernungen zu pochen. Sämtliche Hochpräzisionsmessungen der Gravitation wurden in einem Abstand von minimal 1,3 bis maximal 1,4 Licht-Millisekunden zum Erdmittelpunkt durchgeführt. (Vermutlich ist die Spannweiter sogar deutlich weniger, aber ich bin zu faul mich mit komplexen Geodäten rumzuärgern.) Daraus auf Entfernungen von 14 Milliarden Lichtjahren hochzurechnen ist eine Interpolation um einen Faktor von gut einer Trillion.
Wie üblich sind Zahlenverhältnisse dieser Größenorndung zu viel für das menschliche Gehirn, aber so als ungefähre Einordnung: Der Durchmesser der Erde und eines Wasserstoffatoms stehen ungefähr in ähnlicher Orientierung. Der Versuch anhand irdischer Gravitationsmessungen die Bewegungskonstanten von Objekten am Rande des für uns sichtbaren Universums zu erklären ist also ähnlich leicht wie anzugeben, ob die Verbindungsachse zwischen den (gedachten) Mittelpunkten eines Protons und eines Elektrons in Sydney gerade in Richtung deines linken oder deines rechten Nasenlochs zeigt. Klar müsste es theoretisch machbar sein, wenn die Grundannahmen und alle Messungen 100% stimmen, aber schon der kleinste Messfehler oder die kleinste Fehlüberlegung oder -rechnung würde das Ergebnis komplett falsch machen. (Ein 64-Bit-Datenformat, dass auch negative Integer zulässt, könnte beispielsweise nicht einmal die Vorkommastellen des eben benannten Faktors berechnen...)
In der Tat ein interessantes Konzept zum "direkten" Nachweis extraterrestrischer Lebensformen. (und die Atmosphäre reflektiert noch immer keine Lebensformen, aber das wollte ich auch falsch verstehen

)
Lediglich den Begriff des
chemischen Fingerabdrucks finde ich persönlich etwas unpassend. Auch wenn die Pigmente eine Folge von Stoffwechselprodukten sind, werden Sie hier über ihre Wechselwirkungen mit dem Licht der jeweiligen Sonne detektiert. Physik > Chemie
Jede Fernmessung muss physische Effekte nutzen, weil Chemie direkten Kontakt voraussetzt. Gesucht wird aber die Signatur einer komplexen chemischen Substanz. Davon abgesehen ist Chemie ganz allgemein nur die Physik mittelgroßer Teilchen.
Welche Gravitationstheorie?
Wir haben eine Gravitationstheorie, die bisher jeder Überprüfung stand gehalten hat und Vorhersagen gemacht hat, die sich als korrekt erwiesen hat.
Sieht man mal von der Bewegung sichtbarer Himmelskörper und der Bewegung nanoskopischer Teilchen ab. Aber ja: Für wissenschaftliche Interpretation von Stein-fällt-runter ist sie ganz gut geeignet.
(Um an der Stelle obiges Größenverhältnis nochmal aufzugreifen: Vollbeladen steht die Masse einer An-225 übrigens ungefähr in gleichem Verhältniss zur Masse der Erde, wie die maximale Entfernung zwischen zwei von der Menschheit durchgeführten präzisen Messungen der Gravitationskonstante und dem Radius des Universums, für den wir die Gültigkeit des Ergebnisses und den Verlauf der Fernwirkung postulieren. Wer mit seinen Instrumenten also nicht in der Lage ist, jeden Start von Mirja durch die Verschiebung der Erde in Gegenrichtung abzulesen, der sollte vorsichtig mit seinen Behauptungen über die Bewegung ferner Galaxien sein.)
Du kannst der Gravitation nicht einfach mehr Kraft geben.
Gibst du ihr mehr Kraft, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der Fusionsprozess innerhalb eines stern schneller abläuft, da die Gravitation ja stärker ist.
Das bedeutet wiederum, dass die Sterne nicht so lange leben wie heute.
Wie lange leben Sterne denn heute? Die Theorie spricht von einigen Milliarden Jahren und bislang beobachtet haben wir auf präzisem wissenschaftlichen Niveau bestenfalls einen Stern für bestenfalls einige Jahrzehnte. Ich denke nicht, dass wir eine insgesamt um 10-20 Jahre höhere oder niedrigere Lebensdauer durch unsere Messergebnisse ausschließen können.
Das ist die Theorie, bzw. Hypothese, aber woher kommt denn die Annahme?
Die Beobachtungen zeigen eben was anderes.
Die Naturgesetze sind überall im Universum identisch.
DAS ist eine Annahme. Und eine der wenigen, die sich praktisch gar nicht falsifizieren oder wenigstens untermauern lässt.
Die Quantenphysik sagt ja, dass man nicht alles berechnen kann.
Die Quantenphysik sagt auch, dass Objekte sich von einem Ort zum nächsten teleportieren anstatt sich flüssig zu bewegen, dass Dinge zwei gegensätzliche Eigenschaften (z.B. tod und lebendig) gleichzeitig aufweisen können und afaik auch dass es keine Gravitation gibt. Zumindest nicht in der Form, wie wir sie beobachten.
Fazit: Glaube nicht alles, was die Quantenphysik sagt.
Es wird wohl niemand alles berechnen können, weil man dann einen Supercomputer braucht, der unendlich schnell ist oder eben unendlich lange rechnen muß.
Weil das Universum wahrscheinlich unendlich groß ist.
Aber dann bräuchte der wohl unendlich viel Energie.
Vor allem musst du ihn in ein anderes Universum stellen. Denn er bestünde zwangsläufig aus millionen mal mehr Teilchen (eher Milliarden), als er selbst simulieren kann und wenn du 99,999999% der Materie im Universum nimmst, um das Verhalten der anderen 0,0000001% zu berechnen, dann hat der Rechenvorgang soviel Einfluss im Universum, dass er das Ergebnis verfälscht.