Der "Naturwissenschaften" Thread

Der erste ist rein theoretisch. Die anderen beiden nicht.
Interessant dazu auch aus dem Artikel:

Das amerikanische James-Webb-Weltraumteleskop, das seine Arbeit in den kommenden Jahren aufnehmen soll, wird sogar in der Lage sein, die Zusammensetzung der Atmosphäre von Exoplaneten zu untersuchen und dadurch möglicherweise die Spuren extraterrestrischen Lebens zu finden.

Ich bin schon mal sehr gespannt. Wenn man sogar die Atmosphäre von Planeten damit untersuchen kann. :)
 
Genauer wird man die reflektierende Pigmentierung möglicher Organismen feststellen.
Die irdische Atmosphäre reflektiert Lebewesen und vor allem Pflanzen in einem Spektrum von 0,35 bis 2,5 Mikrometer.
Mutmaßlich wird man in diesem Wellenbereich zuerst suchen, vorausgesetzt, der Spektraltyp der jeweiligen Sonne ist der unseren ähnlich.
Bei roten Zwergen wird man tendenziell mehr ins Nahinfrarote gehen.

Des weiteren gibt ausgerechnet sowohl der Anteil an Sauerstoff und Kohlendioxyd einen Rückschluss auf Leben.
Stellt man CO2 unter 1% fest, dürfte das CO2 primär aus vulkanischen oder anderen chemischen Reaktionen kommen, aber nicht vom Leben. Ist er höher als 15% gibt es kein Leben, so wie wir es kennen...
 
Na ja. Die Beschleunigung ist überall gleich. Wäre dem nicht so, würden sich Sterne und Galaxien anders verhalten. Tun sie aber nicht.

Tun sie eben wohl. Das ist ja das Problem: Nimmt man einfach nur das an, was man sieht, gibt es keine allgemein gültigen Gesetze für die Bewegung der von uns beobachten Himmelskörper. Man muss eine ungleichmäßig verteilte "dunkle Materie" in die Gleichung einfügen, um die Unterschiede in den Beobachtungen zu "erklären".


Gibt es noch ein anderes Universum als das, was man beobachten kann?

Schau doch mal nach...


Blitze gab es ja schon immer. Nur hat es eben eine Weile gedauert, bis man das erklären konnte.

Blitze kann man sehen, Strom nicht. Von daher könnte man die Elektrizitätsforschung (und Pasteuers Experimente) schon als Meilenstein in der Wissenschaftsphilosophie betrachten. Erstmals hat man sich mit naturwissenschaftlichen Methoden an etwas herangewagt, dessen Existenz man gar nicht wahrnehmen konnte, anstatt nur theoretische Luftschlösser in den Raum zu stellen.


Genauer wird man die reflektierende Pigmentierung möglicher Organismen feststellen.
Die irdische Atmosphäre reflektiert Lebewesen und vor allem Pflanzen in einem Spektrum von 0,35 bis 2,5 Mikrometer.
Mutmaßlich wird man in diesem Wellenbereich zuerst suchen, vorausgesetzt, der Spektraltyp der jeweiligen Sonne ist der unseren ähnlich.
Bei roten Zwergen wird man tendenziell mehr ins Nahinfrarote gehen.

Des weiteren gibt ausgerechnet sowohl der Anteil an Sauerstoff und Kohlendioxyd einen Rückschluss auf Leben.
Stellt man CO2 unter 1% fest, dürfte das CO2 primär aus vulkanischen oder anderen chemischen Reaktionen kommen, aber nicht vom Leben. Ist er höher als 15% gibt es kein Leben, so wie wir es kennen...

"So wie wir es kennen" ist ja sehr dehnbar, aber es gibt genug anaerobe Organismen auf der Erde, die mit 15% kein Problem hätten. Und für die Erdurathmosphäre hatte wenigsten 10%, ggf. sogar mehr CO2 und es dauerte > 1 Milliarde Jahre, bis das durch Photosynthese abgebaut war. Und weit verbreitete Pigmente haben wir bekanntermaßen auch 4-5 verschiedene mit unterschiedlichen Absorbtionsspektren.
 
Tun sie eben wohl. Das ist ja das Problem: Nimmt man einfach nur das an, was man sieht, gibt es keine allgemein gültigen Gesetze für die Bewegung der von uns beobachten Himmelskörper. Man muss eine ungleichmäßig verteilte "dunkle Materie" in die Gleichung einfügen, um die Unterschiede in den Beobachtungen zu "erklären".

Öhm -- natürlich schloss ich die dunkle Materie und dunkle Energie mit ein. Also das, was allgemein als aktueller Konsens in der Wissenschaft gilt.
Und die Beschleunigung ist eben bekannt. Innerhalb eines Sonnensystems, innerhalb einer Galaxie, innerhalb eines Galaxienhaufens, usw.
 
Genauer wird man die reflektierende Pigmentierung möglicher Organismen feststellen.
Die irdische Atmosphäre reflektiert Lebewesen und vor allem Pflanzen in einem Spektrum von 0,35 bis 2,5 Mikrometer.
Mutmaßlich wird man in diesem Wellenbereich zuerst suchen, vorausgesetzt, der Spektraltyp der jeweiligen Sonne ist der unseren ähnlich.
Bei roten Zwergen wird man tendenziell mehr ins Nahinfrarote gehen.

Woher wurde denn diese Aneinanderreihung interessanter Wörter geklaut? ;)

Wie kann denn eine Atmosphäre Lebewesen und Pflanzen reflektieren? Und wenn es dabei um die von den Lebewesen und Pflanzen reflektierte Strahlung geht, dann ist mit 0,35 - 2,5 µm ein ganz schön großer Bereich abgedeckt... den kompletten sichtbaren Bereicht des elektromagnetischen Spektrums (ca. 380 - 780 nm) und noch viel mehr... das hört sich nicht sehr spezifisch an.

Bitte um Erklärung :) und mein Halbwissen zu verzeihen
 
Woher wurde denn diese Aneinanderreihung interessanter Wörter geklaut? ;)

Wie kann denn eine Atmosphäre Lebewesen und Pflanzen reflektieren? Und wenn es dabei um die von den Lebewesen und Pflanzen reflektierte Strahlung geht, dann ist mit 0,35 - 2,5 µm ein ganz schön großer Bereich abgedeckt... den kompletten sichtbaren Bereicht des elektromagnetischen Spektrums (ca. 380 - 780 nm) und noch viel mehr... das hört sich nicht sehr spezifisch an.

Bitte um Erklärung :) und mein Halbwissen zu verzeihen

Alles was ich gelesen hatte bezog sich nur auf die Analyse von Absorptions- und Emissionsspektren.
Von Reflexion stand da nichts.
 
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Max-Planck-Institut, Artikel und wie sie Leben finden wollen, alles erklärt :):
Wie erkennt man Leben auf anderen Planeten? | Max-Planck-Gesellschaft

In der Tat ein interessantes Konzept zum "direkten" Nachweis extraterrestrischer Lebensformen. (und die Atmosphäre reflektiert noch immer keine Lebensformen, aber das wollte ich auch falsch verstehen :P)

Lediglich den Begriff des chemischen Fingerabdrucks finde ich persönlich etwas unpassend. Auch wenn die Pigmente eine Folge von Stoffwechselprodukten sind, werden Sie hier über ihre Wechselwirkungen mit dem Licht der jeweiligen Sonne detektiert. Physik > Chemie :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.

"Wir ziehen Unendlich von Unendlich ab, um etwas Endliches zu bekommen... und das funktioniert extrem gut." :what:

Interessanter Vortrag. Die Dinge die Sie an der heutigen Wissenschaft kritisiert, kann man auch in der Wirtschaft gut beobachten. Gerade in großen Konzernen wird sich gerne gegenseitig bestätigt, um mögliche unangenehme Konsequenzen zu umgehen. Alles ist auf kurzfristigen Erfolg ausgelegt und es zählt nur die Kennzahl und das Ergattern von Incentives (Wirtschaft) / die Anzahl von Papern und das Ergattern von Forschungsgeldern (Wissenschaft).
Das wohl der Firma / der wissenschaftliche Fortschritt gerät in den Hintergrund.
 
@RyzA:
gut, dass du den Vortrag von Frau Hossenfelder verlinkt hast.
Das Buch von ihr dazu (Lost in Math: How Beauty Leads Physics Astray) ist im Übrigen noch viel interessanter.

Ich teile ihre Auffassung darin, dass man auf der Suche nach nach der Dunklen Energie und Materie sich völlig theoretisch verrannt hat und Naheliegendes,
wie die Überprüfung der Gravitationstheorie aus der Mainstreamforschung völlig verschwunden ist.

Andere Kritikpunkte von ihr sehe ich Diffenzierter, es macht sicherlich keinen Sinn, z. B. für eine (fundamentale) Stringtheorie nicht überprüfbare Erklärungsversuche mittels z. B. Parallelunibversen herbeizuziehen.
Das macht dann diese Theorie ad absurdum.
Jedoch ist sie ja schon ein trockener Charakter :)
Aus dieser Trockenheit grundsätzliche Spekulation über Multiversen fast dogmatisch abzulehnen, ist auch nicht der richtige Weg.
Bei allem Diskurs muss die geistige Freiheit gewahrt bleiben...
 
Ich teile ihre Auffassung darin, dass man auf der Suche nach nach der Dunklen Energie und Materie sich völlig theoretisch verrannt hat und Naheliegendes,
wie die Überprüfung der Gravitationstheorie aus der Mainstreamforschung völlig verschwunden ist.

Welche Gravitationstheorie?
Wir haben eine Gravitationstheorie, die bisher jeder Überprüfung stand gehalten hat und Vorhersagen gemacht hat, die sich als korrekt erwiesen hat.
Wenn du also meinst, dass da ein Fehler ist, dann dürfte die Gravitationstheorie ja kaum noch haltbar sein. Derzeit gibt es aber nichts Besseres, egal wo man hinguckt und was man beobachtet.
 
@Tresh:

Natürlich gibt es nur eine Gravitationstheorie. :)

Na ja, zwei, zuerst gem. Newton und aktuell die auf Einsteins Grundannahmen.

Die Auswirkungen (Krümmung des Lichts usw.) sind ja unstrittig, es wird ja die Theorie als solche nicht angezweifelt.

Schaut man aber genauer hin, passen einige (per Definition eingeführte) Konstanten in den Gleichungen NICHT zu den verifizierten Beobachtungen.

Diese Konstanten braucht man aber, damit die Gleichungen funzen und die Theorie als solche in sich geschlossen ist.

Hier bin ich auf Linie mit Frau Hossenfelder, verändert man die Konstanten im Sinne, ich beschreibe die Auswirkungen der theoretisch angenommenen dunklen Materie mit der Gravitationskraft bzw. deren Teilchen (Higgs Bosom usw.)

kommt man auf dem Rechenweg zum Ergebnis, dass es weder DM noch DE bedarf, sondern nur der Gravitation nur einen Ticken "mehr Kraft" gibt.

Wir reden hier von weniger als 5 x10 hoch-14....^^

Das ist z. B. bei der Beobachtung von Gravitationslinsen im All um den Faktor ca. 100.000.000 unter der Beobachtungsunschärfe...


Man sollte in der theoretischen Mainstreamphysik zumindest mal den Gedanken spielen lassen,

dass die Jagd nach nicht erkennbarer DE und DM SEHR einfach durch die Modifikation von nicht bewiesenen und nur von Menschen eingeführten Konstanten aus den 1960/1970ger Jahren in der Gravitationstheorie beendet werden könnte.

Es spricht einiges dafür, ebenso bei Frau Hossenfelder, das wir schlichtweg + banal die Gravitationskraft falsch berechnen...

Edit: Ach so, nur auf die schnelle gefundener Link dazu:
Zweifel an der Gravitationstheorie - FOCUS Online
 
Du kannst der Gravitation nicht einfach mehr Kraft geben.
Gibst du ihr mehr Kraft, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der Fusionsprozess innerhalb eines stern schneller abläuft, da die Gravitation ja stärker ist.
Das bedeutet wiederum, dass die Sterne nicht so lange leben wie heute. Das bedeutet, dass sich das Leben auf der Erde hätte niemals entwickeln können.
Ich glaube nicht, dass wir zu blöd sind, die Gravitations richtig zu berechnen.
Fakt ist schon, dass die Gravitationskonstante nur bis ein paar Stellen hinterm Komma bekannt sind, also deutlich weniger als bei anderen Kräften.
Aber ausreichend um die Gravitationskraft einer Masse berechnen zu können.
 
Argumentation richtig, Tresh.
Wir sind ja nicht zu blöd, sondern nur zu ungenau.
Aber bedenke noch Mal die theoretisch notwendige Abweichung von der bisherigen Konstante: ca. 5 x 10 -14 (!!)
Damit gäbe es keine mysteriöse DM oder DE mehr...
 
@RyzA:
gut, dass du den Vortrag von Frau Hossenfelder verlinkt hast.
Das Buch von ihr dazu (Lost in Math: How Beauty Leads Physics Astray) ist im Übrigen noch viel interessanter.
Irgendjemand hier im Forum hat sie mir empfohlen. Ich weiß nur nicht mehr genau wer. Warst du das?:ugly:

Andere Kritikpunkte von ihr sehe ich Diffenzierter, es macht sicherlich keinen Sinn, z. B. für eine (fundamentale) Stringtheorie nicht überprüfbare Erklärungsversuche mittels z. B. Parallelunibversen herbeizuziehen.
Das macht dann diese Theorie ad absurdum.
Jedoch ist sie ja schon ein trockener Charakter :)
Aus dieser Trockenheit grundsätzliche Spekulation über Multiversen fast dogmatisch abzulehnen, ist auch nicht der richtige Weg.
Bei allem Diskurs muss die geistige Freiheit gewahrt bleiben...
Sabine Hossenfelder ist übrigens auch Verfechterin des Determinismus.
Also das alles in der Welt vorherbestimmt und berechenbar ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück