Du kannst nicht jemandem den Krieg erklären und ihn dann nur teilweise besiegen.
Niemand weiß genau wer den Präsident nun wirklich gewählt hat.
Es können über 90% gewesen sein. Es können aber auch nur 10% gewesen sein. Ich will mir da kein Urteil erlauben.
Ich auch nicht.
Ich stelle aber fest, dass diejenigen Leute, die die iranische Regierung als undemokratisch einstufen, mit noch wesentlich undemokratischen Regimen kooperieren und einen Krieg planen, der dem armen, unterdrückten iranischen Volk massiven Schaden zufügen würde. Und sie tun das alles mit dem Anspruch moralischer Überlegenheit
PS: Zu deiner Bemerkung dass du Atomwaffen grundsätzlich abschaffen würdest:
...Abschreckung...
Als jemand, der Wurzeln auf beiden Seiten des eisernen Vorhanges/antikapitalistischen Schutzwalls hat, habe ich eine etwas andere Sichtweise des kalten Krieges.
Das schließt u.a. mit ein, dass ich auch ohne Abschreckung nicht mit einem großen Krieg gerechnet hätte. Zum einen war die Sowjetunion keineswegs übermächtig in Sachen konventioneller Kriegsführung. Vielleicht genug, um sich nicht vor Angriffen fürchten zu müssen - aber außerhalb der Bodentruppen (und die Luftwaffe wäre ausschlaggebend gewesen) nicht soweit, dass ein leichter/lukrativer Sieg möglich war. Zum anderen sehe ich aber auch keine große Angriffsgefahr. Die Sowjetunion hätte mit einem europäischen Krieg wenig gewinnen können: 0 begeisterte Sowjetbürger, 0 Know-How (hat schon zum Ende des 2.WK nicht geklappt), 0 Rohstoffe und wenig intakte Industrieanlagen. Ein bißchen Fläche, ja - aber davon hatten sie mehr als genug, und zwar ohne Widerstandsbewegungen. Gerechnet hätte sich das ganze eher in Gegenrichtung (und die USA hatten nicht wirklich eine Abschreckung nötig).
Stalin hätte das alles sicherlich nicht abgeschreckt, aber Stalin war 53 Geschichte und wirkungsvolle ICBMs standen erst in den 60ern zur Verfügung, effektive Mittelstreckenraketen waren vorher auch nicht in Stellung (siehe Kubakrise). Bis dahin (das heißt auch während des Koreakrieges) gab es gar keine nukleare Abschreckung, denn die Chancen, mit schwerfälligen Bombern einen erfolgreichen Erstschlag gegen die Zentren des Feindes zu führen, waren äußerst gering. (Bezug zum Iran - denen fehlt es auch an einem zuverlässigen Trägersystem um mit egal-was angreifen zu können).
In späteren Jahren kann ich in der UdSSR keine Anzeichen mehr für Interesse an Eroberungskriegen erkennen, im Gegenteil. Gerade da wurde vermehrt auf strategische Abschreckung gesetzt (während die USA deutlich mehr Aufmerksamkeit auf taktische Nuklearwaffen legten), militärisches Gerät wurde in einer zu sichernden Kernzone konzentriert (die DDR war nur dafür ausgerüstet, den Feind ein paar Minuten -Luft- bis Stunden -Boden- zu bremsen. Luftabwerraketen zeitweilig so rückständig, dass sie fast schon starten mussten, bevor ein westlicher Jäger in Reichweite kam, weil sie von hinten nie rangekommen wären).
Zur Ausbreitung ihres Blocks setzte die UdSSR auf Progpaganda und Unterstützung ausländischer Gruppierungen - wie man auch bei einigenn Stellvertreterkriegen erkennen konnte, in denen die UdSSR nur Waffen und die USA ganze Truppen (vor denen hat die Abschreckung übrigens auch niemanden geschützt).
Wo du Recht haben könntest, ist der Pazifikkrieg. Der hätte ohne Atomwaffen noch länger gedauert - der sollte ja sogar mit Atomwaffen noch länger dauern. Aber der wurde nicht durch Abschreckung, sondern durch Einsatz vorzeitig beendet und das Ergebniss ist unterm Strich auch nicht unbedingt schön. Auf alle Fälle nicht soviel besser, dass es den Ärger, das Leid, das Risiko und die Verschwendung aufwiegt, die die Nuklertechnik von damals bis heute angerichtet hat.
Der Iran hat aber andere unterstützt die Israel angreifen wie die Hamas.
Die Unterstützung einer Widerstandsgruppe in einem Land ist imho ein bißchen was anderes, als ein Angriffskrieg zwischen Staaten. Zumal die Liste von CIA-unterstützen Paramilitärs nun wirklich alles andere als kurz ist.