Finde ich nicht. Gewährleistung ist ein ziemlich heftiges Konstrukt und wenn ich als Händler 1 Jahr lang beweisen muss, dass ein Mangel bei Kaufvertrag nicht bestanden hat, so tu ich mir nicht besonders leicht damit.
Als Händler ist das wesentlich einfacher denn als Kunde. Die meisten späteren Mängelursachen hinterlassen schließlich sichtbare Spuren, während bei Fertigungsdefekten nur ein plötzliches "geht nicht mehr" auftaucht. Mit Ausnahme von starker Überspannung fällt mir spontan gar keine unsichtbare Möglichkeit eines nachträglichen Mangels ein, der nicht rein rechtlich eine Gewährleistungsfall wäre, und selbst die können Hersteller teilweise nachweisen. Da umgekehrt "mir fällt nichts anderes ein" keine rechtskräftige Kategorie ist, hatten Hardware-Kunden nach der alten Regelung de facto nach 6 Monaten nur noch Kulanz, jetzt gibt es immerhin 12 Monate funktionierende Gewährleistung.
Paypal ist für so ziemlich jeden Händler eine Pest. Die gönnen sich rund 3% vom Bruttobetrag als Nettogebühr, was natürlich der Kunde ohne großes Wissen mitbezahlen darf. Natürlich wird das vorher einkalkuliert. Zahlen dürfen das die Kunden. Im Falle einer 5090 sind das über 100 € (!) Zahlungsgebühr, die sich da im Kaufpreis verstecken.
Es wird immer auf den Käuferschutz verwiesen. Dabei ist dieser ab dem Zeitpunkt des Versands nichts mehr wert.
Dass Unternehmen insolvent gehen, ist eine absolute Ausnahme und rechtfertigt in keinster Weise die Mehrkosten.
Wer seinem Händler vertraut, zahlt per Vorkasse als Banküberweisung. Echtzeitüberweisungen müssen mittlerweile ab Oktober kostenlos angeboten werden. Es gibt kaum noch Gründe bei Bestellungen von zu Hause, Dienstleister wie Paypal zu verwenden.
Selbst ohne Echtzeitüberweisungen sprachen bislang nur Komfortüberlegungen dagegen. Die meisten Banken, zumindest in meinem Umkreis, haben auch so binnen 12 Stunden überwiesen. Das ist bei 6-12 Stunden Bearbeitungs-, 12-48 Stunden Transport- und 6-166 Stunden Zustellungszeit ein vernachlässigbarer Unterschied. Somit tauscht man zwei Minuten Mehraufwand bei der Bestellung gegen einen 100 prozentigen Schutz vor Datenmissbrauch durch/-Abfluss über Dritte respektive Phishingversuche in deren Namen sowie vor Problemen bei Dritten. Im Gegenzug helfen einem Dritte dann halt auch nicht bei Problemen – aber ehrlich gesagt deckt der garantierte Käuferschutz von Paypal & Co sowie nur einen Bruchteil der Möglichkeiten ab. Sobald der Händler einen Versandbeleg für irgendwas hat, kann man auf den Kosten sitzen bleiben – egal, ob sich das irgendwas als Ziegelstein herausstellt, ob es nie ankommt weil DHL es beim Nachbaren vor die Haustür gelegt hat oder ob Hardware nach einiger Zeit Defekte zeigt: Paypal hilft da zwar manchmal, aber das ist Kulanz. Wenn deren interne, nach eigenen Kriterien erfolgende Prüfung sagt "Nö", dann steht man genauso vor dem Händler, wie ein Vorkassekäufer. Wichtiger ist somit, bei wem man bestellt hat, nicht wie die Bezahlung erfolgte.
Ich persönlich nutze aus Datenschutzgründen seit langem primär Vorkasse und meide, wegen der einhergehenden Gebührenumlage, Händler die zahlreiche Zahlungsmethoden anbieten. Wenn Rechnung oder Nachnahme angeboten werden, ist das natürlich noch besser, aber das ist noch seltener als Bankeinzug. Die Alternative zu letzterem wäre noch Kreditkarte – bezüglich auf die Einzeltransaktion ähnlich wie Vorkasse geartet, aber mit weitaus höherem Missbrauchspotenzial.
Es gibt mittlerweile mehr als genug Händler, die Skonto geben, bei Vorkasse.
Du hättest nicht zufällig eine Liste derselben? Ich habe seit 15 Jahren kein Skonto mehr gesehen; weder on- noch offline.
Nö. Es wurde nur draufgeschlagen weil wir unsere Quellen nicht nennen durften und alles nur Spekulationen seien.
Das "Aufarbeiten" war interne Prüfung der Quellen und offizielle Anfrage bei MF die bis gestern unbeantwortet blieb - mehr kann man nicht machen.
Das reichte nur manchem nicht bzw. manche konnten es nicht verstehen. Andere Plattformen fühlten sich sogar dazu gedrängt entsprechende Foren-Diskussionen zu schließen. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass PCGH da im Gegensatz zu manch anderer Plattform genug Eier bewiesen hat das nicht zu tun und den Thread hier trotz aller (wie jetzt auch öffentlich klar ist unberechtigter) Kritik offen zu lassen.
Hat halt nicht jeder eine Moderation, die kontroverse Themen in den Griff kriegen kann.
PayPal mit der direkten Bezahlung ohne Kundenkonto bringt auch Vorteile für den Händler. Ich habe schon unzählige Male in Nischen Shops nur wegen dieser Funktion bestellt. Ich möchte mir nicht überall ein Kundenkonto anlegen für eine einzige Bestellung. Ich weiß nicht wie viel sowas am Ende vom Gesamtumsatz ausmacht, aber man sollte es in die Gesamtbetrachtung schon einbeziehen. Es sind eben nicht "nur" reine Kosten sondern bringt auch mehr Verkäufe.
Kontoanlage kommt in der Regel lange vor der Bezahloption. Ich habe schon lange nichts mehr bei einem Händler bestellt, der mich zur Anlage eines Kontos gezwungen hätte, es gibt mehr als genug Alternativen, aber selbst in diesen Fällen konnte ich problemlos ohne Paypal bezahlen. (Und umgekehrt.)
Vermutlich sind die für die geringe Verfügbarkeit der Karten in Deutschland mitverantwortlich?
Immer fehlen so überraschend sicherlich hunderte, wenn nicht gar tausend(e) Karten, die andere Händler nicht automatisch vorher mitbestellt haben, weil man sich ja danach richtig, was man vorher so in der Vergangenheit umgesetzt hat, oder plant umzusetzen.
Man kann also nur hoffen, dass dann im angekündigten nächsten großen Lieferlos mehr für uns dabei ist und man eine bessere Liefersituation udn Preisgestaltung erhoffen kann.
Rein von Größe und Angebotsstruktur her ist anzunehmen, dass Mindfactory keine oder nur wenige Karten direkt ab Hersteller geordert hat. Das geht alles über zentrale EU-Distributoren und die wiederum müssen ihren Launch-Bedarf vor den Endkunden-Händlern anmelden. Wenn Mindfactory da nicht langfristig vorher eine geringere Bestellmenge angekündigt hat, dann wären also die üblichen Stückzahlen nach Europa importiert und binnen Tagen von anderen Händlern auf- und verkauft worden. Sowas läuft lokal von Woche zu Woche (teils Tag zu Tag); kaum ein Händler setzt von einem einzelnen Hersteller so große Stückzahlen um, dass sie monatlich (oder häufiger) komplette Containerladungen aus Asien abnehmen können, also planen sie diese auch nicht selbst.
Aua! Vorsichtig, denn es könnte erst "verstaatlicht" werden, wenn eine bedeutende Bank durch MF kippt.
Du musst Dir das bei einer Kreditaufnahme so vorstellen.
Dein Nachbar kauft sich ein Auto auf Kredit und Du auch.
In jeder Rate befindet sich ein Anteil für den Fall, dass Dein Nachbar irgendwann den Kredit nicht mehr bedienen kann.
Du könntest also dann in den Vorgarten Deines Nachbarn aus Rache kacken.
ABER
Er bei Dir auch, weil auch er einen möglichen Ausfall von Dir deckelt.
...und die Moral der Geschicht, kacke niemals in Vorgärten nich!
Wer kein Häuschen im Vorort, sondern nur eine Vorgarten-lose Wohnung in der Stadt hat...