Was ich mich bei der Diskussion die ganze Zeit frage: aktuell gibt es ja noch keine Insolvenz. Ist es überhaupt rechtens, falls Mindfactory die Rückzahlungen einfach so lange nicht tätigt, bis sie dann Insolvenz angemeldet haben und dann sagen "tja, Pech, ist jetzt Insolvenzmasse"?
Sobald MF den Antrag gestellt hat, müssen Sie gewisse Sachen teilweise mehrfach prüfen, bevor sie etwas machen. Aber allgemein muss man zu Rückzahlungen schreiben, dass man hier je nach Händler und Firma teilweise auch mal 4 Wochen warten kann und eine Rückzahlung am gleichen oder nächsten Tag zwar nicht unüblich ist, gleichzeitig aber nicht die Norm.
Das hängt teilweise damit zusammen, dass Firmen selbst mit dem "Geld" arbeiten und entsprechend ihren eigenen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Wenn eine Firma pro "Tag" 5000 € für Rückzahlungen an die Kunden bereitstellt und das überschritten wird, wird das so eingeplant, dass das später erfolgt. Anders sieht es bei Widerruf aus. Ist etwas komplexer.
3.a) Das Gericht erlässt Verfügungsbeschränkungen nach §21 InsO und bestellt einen vorl. Insolvenzverwalter. (I.d.R. Zustimmungsvorbehalt und Berechtigung des Forderungseinzuges, selten allgemeines Verfügungsverbot) Dies wird gem. §23 InsO öffentlich bekanntgegeben.
Kommt darauf an, ob sie ggf. unter Eigenverwaltung beantragt haben.
Die schulden mir ebenfalls noch Geld und ignorieren mich. Ich bin aber optimistischer als noch letzte Woche.
Ist halt die Frage, ob aus Widerruf und wie oft du dann anfragst. 14 Tage ist die Frist, wenn du da natürlich innerhalb von 2-3 Tagen schon das Geld erwartest, kannst du da nicht viel machen.
Nur weil Bestellt da steht muss das noch lange nicht stimmen. Wo soll denn auf einmal die Finanzierung herkommen? Und warum ist dann kein Geld für die Käufer übrig?
Es gibt an der Stelle ein paar mehr Gerüchte, was Mindfactory angeht und was da schiefgelaufen ist und dass hier sogar vielleicht gar nicht Mindfactory an sich "Insolvent" wurde, sondern da eine Verkettung dazu geführt hat und da eher ein Zwischenhändler Mist gebaut hat.
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Sollte bald die Insolvenz eröffnet werden, dann gibt es theoretisch ein paar Möglichkeiten und je nachdem bist du als Käufer, der Geld zurückwill, erst mal an der "letzten" Stelle, wie viele andere Schuldner auch.
Insolvenz bedeutet nicht, dass die Firma dichtgemacht wird und in dem Fall kann es auch bedeuten, dass hier in Rücksprache mit dem Anwalt und ggf. nun Insolvenzverwalter erst einmal Ware bestellt und bezahlt wird, damit der Shop erhalten bleibt und das Tagesschäft ausgeführt wird. Sowas wird gemacht, damit die Firma eben nicht liqudiert werden muss.
Sofern also möglich - und ich kenne die Zahlen von MF auch aus dem Bundesanzeiger heraus und die sind nicht SO schlecht - wird hier eher versucht das strauchelden Geschäft wieder aufzubauen. Die Firma meldet sich in so einem Fall - der Insolvenzverwalter - bei allen Schuldern und stellt einen Plan auf, wann welche Verbindlichkeiten getilgt werden können, und zwar wenn es geht auch in voller Höhe.
Sollte es zu einer Liquidation kommen, dann sieht das ganze anders aus. Dann alles, was noch da ist, "verkauft" und damit die noch bestehende Verbindlichkeiten bedient.
Na dann, war es das dann wohl...
Kommt darauf an, was hier am Ende wirklich los ist oder los war.
Dass Mindfactory hier nichts "geschrieben" hat, ist durchaus doof, aber leider auch üblich, weil man hier sehr aufpassen muss, was man schreibt und wie man es schreibt.
Es gibt da aktuell zu viele "Informationen", warum Mindfactory "Insolvent" ist.
Als die von der AG auf die GmbH gegangen sind, gingen bei mir schon die Lampen an. Sehr unüblich, meistens eben wegen finanziellen Problemen, auch eine Börse will bezahlt werden und wenn dann noch ein dicker Investor aussteigt.....
Warum ist es unüblich, eine AG in eine GmbH zu wandeln? Sowas kann viele und auch valide Gründe haben, auch wenn es der Firma gut geht.
Mit einer AG sind gewisse "Pflichten" verbunden, die durchaus auch relativ hohe Kosten verursachen können. Dazu kommt, dass bei einer GmbH die "Gesellschafter" weit aus "haftbarer" sind, als bei einer AG, was für sie Nachteile hat.
Sollte bei Mindfactory die "Gesellschafter" ihre 75 % oder mehr an Aktienanteilen gehalten haben und diese für sich aus verschiedenen Gründen beschließen, dass die GmbH für sie "besser" ist, dann kann der Wechsel einer AG zu einer GmbH sehr sinnvoll sein, gerade auch weil die Gesellschafter bei einer GmbH weit mehr Kontrolle haben als bei einer AG.
Warum hier die AG in eine GmbH gewandelt wurde, müsste man sich die Anteilsverteilung vor dem Wandel ansehen und wer welchen Anteile gehalten hat.