Klingt für mich ganz ähnlich wie „voraussichtlich heute Abend“ ^^
Wäre "heute Abend" länger als einen halben Tag stehen geblieben, hätte jeder gewusst, dass etwas ganz gewaltig schief läuft. Bei "vorübergehend" hätte man noch 1-2 Wochen lang behaupten können, alles würde nach Plan laufen.
Aber könnte man bei einem Wiederruf dann nicht zumindest das Produkt zurückverlangen? Alles andere wäre doch schon fast Betrug.
In dem Moment, wo du widerrufen hast, gehört dir das Produkt nicht mehr und du bist nur noch einer von vielen, die eine Geldforderung gegenüber dem insolventen Unternehmen haben. Dich da bei der Auszahlung zu bevorzugen, das wäre Betrug gegenüber allen anderen Gläubigern.
Anders müsste die Sache, wie gesagt, aussehen wenn du nur etwas zur Reparatur oder gar zwecks Service durch einen Dritten (z.B. Hersteller) eingeschickt hast. Zwar kann ein Händler bei einem Gewährleistungsfall auch von sich aus eine Wandlung einleiten, weil er zum Beispiel keine Chance auf Reparatur sieht, aber solange das nicht geschehen ist, bleibt die Ware dein Eigentum und wäre somit kein Teil der Insolvenzmasse, sondern zurückzugeben. Wenn eine Autowerkstatt pleite geht, werden auch nicht die zufällig gerade auf dem Hof stehenden Kundenautos versteigert. Allerdings ist eine nicht-reparierte Grafikkarte nicht unbedingt mehr wert als eine Insolvenzforderung und es gibt relativ wenige Hersteller, die Händler als Service-Dienstleister beauftragen. Üblich ist eher eine Garantie vom Hersteller an den Händler und eine Gewährleistung vom Händler an den Kunden, für die dann wider obiges gilt.
Generell sollte man vorsichtig sein mit diesen Vermutungen. Realistisch betrachtet, erspart man sich viele 10000€ Buchhaltungs- und Prüfungskosten alleine durch die GmbH statt der AG als Rechtsform. Brauchst einen Aufsichtsrat, immer schön teuer Hauptversammlung einberufen inkl. Notar. Da hast einfach keinen Bock drauf, weil ultrateuer. Das dürfte eher der ausschlaggebende Grund sein.
Beispiel aus der Vergangenheit? Guckst Du Computec Media. War mal eine AG, nun eine GmbH.
Das hat einen anderen Hintergrund: Marquard Media hat sämtliche Anteile an der Computec Media AG aufgekauft. Diese 100-prozentige Tochter als Aktiengesellschaft weiterzuführen, obwohl es keinen verteilten Besitz gab, war schlichtweg überflüssig; eine GmbH ist für Firmen dieser Größe mit genau einem Eigentümer die passendere Geschäftsform. Marquard Media selbst ist dagegen bis heute eine AG.
Ich hoffe mal, dass sich irgendjemand dieser Verbrecherbande annimmt und ihnen zumindest die Server abschaltet, damit denen mal das Handwerk gelegt wird. Dann sollen die Hintermänner ja in sehr pompösen Gebäuden residieren, beste Innenstadtlage. Der Obermotz soll sogar in einer Art Palast, mitten in Berlin, leben.
Ist das einer dieser kriminellen Clans aus Berlin, von der man in der das-Papier-nicht-Wert-Presse so oft lesen darf?
Sehr wahrscheinlich hat sich die Firmierung geändert und damit dürfen die Nutzerdaten nicht einfach mit verkauft werden, sondern man wird neuen AGB's zustimmen müssen und demnach einen neuen Account anlegen.
Das klingt erstmal naheliegend. Aber Impressum und Datenschutzerklärung laufen weiterhin auf "Mindfactory GmbH" an der gewohnten Adresse. Wenn jemand den Laden komplett aufgekauft hat, dürften die Daten intern weiter benutzt werden. Erst für die Übertragung in ein auch jenseits Mindfactorys genutzes System bräuchte es eine Einverständniserklärung, die genau sowas dann aber auch ansprechen müsste. Das ist bislang nicht der Fall.