Der DI-Diskussions-Thread

Kann es sein, dass die Olympus Systemkameras eine Preisbindung haben und losgelößt vom Markt sind?

Ich habe mich ja in die Olympus OM-D M10 verliebt, die soll wohl im Januar/Februar 14 für 799€ im interessanten Kit rausgekommen sein. Heute kostet sie immernoch so viel, und zwar bei jedem einzelnen Händler. Olympus OM-D E-M10 schwarz mit Objektiv M.Zuiko digital 14-42mm EZ (V207023BE000) Preisvergleich | Geizhals Deutschland
Das schmälert meine Hoffnungen, dass ich das Kit in ein paar Monaten für vllt 500€ bekomme...

Bei der PEN E-PL5 schaut es nicht besser aus, die kosten auch alle gleich viel.
Olympus PEN E-PL5 schwarz mit Objektiv M.Zuiko digital 14-42mm II (V205041BE010) Preisvergleich | Geizhals Deutschland
 
Eigentlich fallen die auch mal im Preis, allerdings war sie, so oder so, schon extrem günstig und ich kann mir nicht vorstellen, dass da so schnell ein Preisverfall kommen wird.
 
Objektive von der technischen Seite, fand ich persönlich sehr interessant:
https://www.youtube.com/watch?v=9cnEnRADDLo

Für alle, die nicht so gut englisch können, hier einmal das Wichtigste zusammengefasst:
Warum sind 50mm-Objektive meistens die kleinsten?
Je länger die Brennweite eines Objektivs wird, desto mehr nimmt auch seine Größe zu. Allerdings passiert es ab einer bestimmten (kleinen) Brennweite, dass das scharfe Bild schon vor dem Sensor projiziert wird. Um das auszugleichen, braucht man ein deutlich komplizierteres Design, das das Objektiv um einiges größer macht. Das ist auch der Grund, warum Linsen für spiegellose Kameras kompakter sein können.

Warum sind sehr gute Zoom-Objektive teilweise schärfer als Festbrennweiten?
Weil bei Zoom-Objektiven zusätzliche Linsen eingebaut werden müssen, die man sich bei Festbrennweiten der Kompaktheit zugunsten meistens spart.

Ist das Otus optisch die beste Festbrennweite, die Zeiss herstellen könnte?
Nein, aber es muss irgendwo im praktischen und finanziell realistischen Rahmen bleiben.

Welche Hürden gibt es beim modernen Objektivdesign?
Chromatische Aberration: Licht von verschiedenen Wellenlängen wird unterschiedlich stark gebrochen. Selbst das beste Glas, das heutzutage produziert werden kann, ist noch um den Faktor zehn zu schlecht - man muss also immer mit verschiedenen Glassorten ausgleichen. Dazu kommt noch, dass bei schnellen Festbrennweiten der im Fokus liegende Bereich kleiner sein kann, als die einzelnen Brennpunkte der verschiedenen Wellenlängen. Am besten sieht man das, wenn man ein Buch schräg abfotografiert und und die schwarzen Buchstaben (auch im unscharfen Bereich) farbig sind. Das Otus ist übrigens das einzige mir bekannte korrigierte Objektiv, selbst das 50mm Sigma Art hat hier seine Probleme.
Reflexionen: Jedes Objektiv ist auch ein unfreiwilliges Spiegelobjektiv und am schlimmsten sind die Spiegelungen vom Sensor. Diese können sogar eine um 20 Blenden starke Überbelichtung verursachen und machen selbst ein ansonsten perfektes Objektiv praktisch wertlos. Am Besten kann man das mit Antireflexbeschichtungen ausgleichen aber auch das Linsendesign muss deswegen angepasst werden.
Transmission: unbeschichtete Linsen würden im Worst Case nur 25% des möglichen Lichts durchlassen. Weil Beschichtungen so wichtig sind, existieren heutzutage keine Linsen mehr, die keine aufweisen.

Und wenn ich schon in der Schreibwut bin: Schneider Kreuznach steigt in den DSLR-Ring mit drei Objektiven (2600-2900$, Canikon only):
35mm 1.6
50mm 1.4
85mm 2.4 Makro
 
Wenn man nur das Geld dafür hätte; mir würden bestimmt für mein Fuji-X-Bajonett richtig schöne Linsen einfallen, mit dem ich noch schönere Dinge anstellen könnte; wenn ich schon die Roadmap für das nächste Jahr sehe, steigt das Verlangen.
 
Zieh die Temperatur vom WB runter. Das gibt dir in diesen Sekunden bis zu einer Blende Toleranz. Daheim wird das ganze dann wieder, dank RAW, normalisiert. Kleiner Trick für den Bühnengraben, wenn der Lichttechniker mal wieder die Fotografen hasst ;)
Weißabgleich macht überhaupt nichts, der wird rein nachträglich angewandt und hat keine Vorteile zu RAW. Aber der Grün-Bereich ist dank dem Bayer-Filter allgemein rauschfreier.
ISO: Darüber streiten sich einige, ob man nun überbelichten oder unterbelichten und in post das Bild normalisieren soll. Die Wahrheit liegt genau dazwischen: der Sensor kann die Helligkeit analog und digital verstärken. Solange er analog/gemischt arbeitet sollte man die Finger von solchen Tricks lassen, weil es das Bild nur verschlechtert; sobald er nur noch digital arbeitet kann man unterbelichten, weil du am PC dann mehr Freiheiten hast und präziser nacharbeiten kannst (Gradationskurve etc.).

Edit: Willkommen zurück :D
 
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Hier zwei Schnappschüsse mit meiner neuen Kompaktknipse =)
 

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Sorry, falls dieser Thread nicht dafür bestimmt ist, aber ich riskier's mal, zu fragen: Wie schätzen denn die Erfahrenen von euch "den Sinn" des Nikon AF-S DX Micro-Nikkor 40mm 1:2,8G Objektivs ein?

Ich überlege, es mir für meine D3200 zu kaufen und der Einsatzzweck soll in erster Linie (*aber nicht nur) Makrofotografie sein. Während ich den Testberichten aus dem Internet entnehmen kann, dass zwar die Bildqualität im "Erfolgsfall" ausgezeichnet sein soll, muss man mit dem Teil angeblich so nahe an die Viecher ran, dass alles davon fliegt, flattert und hüpft ehe man ein brauchbares Foto gemacht hat?!
Und ich denke mir auch selbst, dass für wirklich ambitionierte Makrofotografie das Nikon AF-S Micro NIKKOR 105 mm 1:2,8G VR die bessere Wahl sein dürfte, nur will ich als Anfänger zum Lernen keine >700 Euro für ein Objektiv ausgeben. Das kommt dann irgendwann später, wenn ich die Erfahrung und eine FX-Kamera habe.

* Jetzt ließe sich das oben genannte Objektiv aber auch sehr gut für Portraitfotografie nutzen, wie ich einem Buch zu meiner Kamera entnehmen kann. Nur fragt sich auch hier, ob man das Teil dem Model dafür "gegen die Nase drücken" muss?! Und ansonsten soll es noch ganz gut für nahe (5 - 10 Meter) Architektur-Motive geeignet sein.

Tja, der Preis schreckt mich jetzt nicht, aber ich frage mich halt, ob's ne sinnvolle Investition wäre, wenn doch Makros das Hauptziel sind. Andererseits will ich aber auch in naher Zukunft mit Portraits anfangen und dann müsste ich mir vielleicht dafür nicht wieder ein weiteres Objektiv kaufen?!

^^ Kann dazu mal bitte wer seine Meinung sagen? Vielleicht jemand, der das Objektiv (oder vergleichbare) auch tatsächlich kennt. Danke.

[EDIT]
Ich habe btw derzeit nur das 18-105mm Kit-Objektiv, das mir allerdings in den letzten zwei Jahren immer sehr gute Dienste geleistet hat.

Mein "Ziel" für die D3200 wäre es eigentlich gewesen, das Kit-Objektiv als "Immerdrauf" zu verwenden, und durch ein gutes Tele (bis 300mm Brennweite) und ein Makro (das zur Frage stehende?) für Makros/Portraits zu ergänzen.
 
40mm sind zumindest für die Insektenfotografie zu kurz. Da musst du den Tierchen schon sehr auf den Pelz rücken, um die formatfüllend auf den Sensor zu bannen. Für Portraitaufnahmen hingegen, ist das Glas an deiner Kamera gut geeignet. Du musst das Objektiv ja nicht unbedingt vor die Nasenspitze des Models halten, man kann damit auch einige Schritte zurück gehen. ;)
Für Insekten besser geeignet sind Brennweiten im Bereich ab ca. 90 - 100mm, z.B. Tamron 90mm f/2.8 oder Sigma 105mm f/2.8. Die sind auch nicht ganz so teuer, wie das vergleichbare Nikon.

Schau dir mal diesen Thread an, dass meiste gilt auch für Nikon: http://extreme.pcgameshardware.de/f...tung-erstes-makroobjektiv-canon-eos-300d.html
Die dort genannten Objektive von Tamron oder Sigma gibt es auch mit Nikon-Bajonett.

Edit: Für Portaitaufnahmen würde ich dir ein lichtstarkes und gleichzeitig günstiges Nikon AF-s 50mm f/1.8 empfehlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde ein längeres Makro nehmen. Sofern genug Platz ist, nehme ich für Portraits inzwischen immer mein 85mm 1.4* (am Crop) und für Insekten wäre eine längere Brennweite, wie Schrauberopi schon geschrieben hat, sowieso von Vorteil.

*Gründe:
Das Bild wird etwas "komprimiert", es entsteht ein harmonischerer Eindruck
Du kannst deinen Hintergrund besser auswählen (klick, achte auf das Schild)
Für den Anfang sollte man sich angeblich sowieso auf den Kopf konzentrieren, dort ist eine längere Brennweite also weniger ein Hindernis und ansonsten hast du immer noch die Kitlinse
 
Okay, danke schon mal. Irgendein Makro-Objektiv will ich mir auf jeden Fall kaufen und ich wäre halt schon gerne bei Nikon geblieben, aber da gibt's für DX eben nicht viele Alternativen. Nur das mehr als 3 mal so teure 105mm ...
Dann schaue ich mir mal die anderen Hersteller an.
 
Ob 40, 50 oder 85mm für Portraits besser gefallen, kann man ganz leicht ausprobieren, indem man das Kit-Objektiv auf die jeweilige Brennweite einstellt und damit einige Bilder macht. Der Vorteil der lichtstarken Objektive mit f/1.8 oder gar 1.4, ist neben der Möglichkeit bei wenig Licht zu fotografieren, die deutlich bessere Freistellung des Models (sofern gewünscht).

Edit: An deine Kamera passen auch FX-Objektive. In der Leistung unterscheiden sich Sigma, Tamron und Nikon kaum. Es gibt meines Wissens auch sonst kein reines Makroobjektiv für DX.
 
Ich denke, für Portraits käme ich auch mit dem 40mm Makro ganz gut klar. Wenn, dann ginge es wirklich um Makros (Insekten, etc.). So nahe komme ich mit der Kitlinse natürlich nicht ran. Der Autofokus steigt für ein Makro sowieso viel zu früh aus und manuell wird's auch nicht besser.

FX-Objektive wären zwar insofern interessant als dass sie auch gleich eine Investition in die Zukunft wären, sobald ich dann mal eine FX-Kamera habe. Aber noch ist mir nicht so ganz klar, ob und wenn ja, welche Nachteile damit an meiner derzeitige DX-Kamera entstehen würden. Vermutlich nur verschenktes Potenzial? Aber sicher bin ich mir da nicht.

Was mich noch viel mehr als die Bildqualität des 40mm Makros, zu der's eh zig Testfotos im Web gibt, interessieren würde, wäre, einen Fotografen damit im Praxiseinsatz zu sehen. Damit ich eine Vorstellung davon kriege, wie nahe man damit wirklich an Insekten und Objekte rangehen muss. Ein Bild habe ich gesehen, wo jemand die Kamera samt Objektiv geschätzte 5 cm von einer Blume weg hatte.
Ich suche dazu youtube-Videos, habe aber noch nichts gefunden ...
 
Das 40mm hat eine Naheinstellgrenze von 163mm, gemessen ab Sensorebene - also ca. Mitte Kamerabody. Mit der Streulichtblende auf dem Objektiv kitzelst du einer Fliege also schon fast die Flügel. ;)
Die Makros um die 100mm haben eine Nahgrenze von ca. 300mm. Selbst das ist noch sehr dicht am Motiv.

boss3D schrieb:
Aber noch ist mir nicht so ganz klar, ob und wenn ja, welche Nachteile damit an meiner derzeitige DX-Kamera entstehen würden. Vermutlich nur verschenktes Potenzial? Aber sicher bin ich mir da nicht.
Du hast keinerelei Nachteile. Im Gegenteil, da nur der mittlere, bessere Teil eines Objektivs genutzt wird, gibt es keine Probleme mit Randunschärfe usw. Probleme gibt es nur umgekehrt (Fx-Body mit DX-Objektiv). Die FX-Gläser sind meist nur etwas schwerer und teurer.
 
Okay. Als erstes bestelle ich mir jetzt mal fürs Reisen noch die GP-1A GPS Unit (bei der kein Mensch im Web zu wissen scheint, was genau Nikon im Vergleich zum Vorgänger GP-1 geändert hat, abgesehen vielleicht vom Anschluss), und dann überleg ich mir das mit dem Makro-Objektiv. :)
 
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