Der Breitbandausbau ist ein Mammut-Thema, oder doch nicht? - Ein Kommentar von Tom Loske

Ja und die Oma von dem Cisco Systems Typen hat eine 40 Gbit Leitung. Weiter bringt uns das aber nicht. Es bleibt dabei... Die anderen Anbieter machen's auch nicht besser als die Telekom. Die könnten ebenfalls ordentlich in die Tasche greifen und vorfinanzieren, die Kosten sollten sich ja nachträglich wieder rechnen. Machen sie aber nicht. Für mich gibt's bei den verschiedenen Anbietern echt keinen Unterschied.
 
Für mich schon:
Die Telekom hat das Netz der Post in den Arsch geschoben bekommen und hat seit dem kam was gemacht (ausßer im Mobilfunkbereich, dawurden diverse Masten aufgebaut und in den jeweiligen aktuellen Standard investiert).
Alle anderen Anbieter müssen Leitungen komplett neulegen, bekommen vom Staat nichts geschenkt. Gerade für lange Entfernung extrem doof, da teuer. Die Alternative: Miete für die Durchleitung an die Telekom zahlen, die da Geld für etwas bekommen, wofür sie nie etwas bezahlen mußten, wo sie nie den Bau bezahlen mußten, weil sie es geschenkt bekamen...
 
Wenn dir jemand heute die deutschen Autobahnen überschreiben würde, dann wärst du wahrscheinlich morgen pleite. Die laufenden Kosten für so ein Netzwerk sind nicht zu unterschätzen.
Die Kosten fürs neu verlegen haben alle, egal welcher Anbieter und genau das meine ich. Das was die Telekom allein in den funkausbau so investiert, müssen die anderen erstmal leisten und das sehe ich nicht. Deshalb sind die mMn auch alle gleich. Verstehst du mich jetzt besser?
 
So schwierig scheint es also nicht zu sein ein belastbare und flächendeckend verfügbare Telekommunikationsnetze zur Verfügung zu stellen wie Telekom und Co. es uns gerne darstellen. Flächenmäßig sind beide genannten Länder übrigens durchaus mit Deutschland vergleichbar und Bevölkerungstechnisch gesehen hat Vietnam uns bereits überholt. Es scheint so als wäre der Investitionswille der Unternehmen in Südostasien einfach höher als bei uns

Nein, es ist einfach so, dass dort anders kommuniziert wird.

Dort:
Jetzt gibt's Breitbandausbau, alle Telekommunikationsfirmen tragen mit und wenn wer aussteigt, übernehmen wir deren Anteil, aber vergesst dann gleich mal eure Marktzulassung auf unserem STAATLICHEN Netz... Na, wer macht mit? :D

Hier:
Hey, Telekom.. Wenn es euch nichts ausmachen würde, könntet ihr bitte bitte bitte langsam mal damit anfangen, euer Datennetz etwas mehr auszubauen? Ich weiss, es ist teuer und wir werden euch natürlich Steuergelder dafür zur Verfügung stellen, obwohl ihr so schon Gewinn macht. Macht aber bloss nicht zu schnell vorwärts, sonst werden eure Aktionäre wieder sauer und wir wollen ja nicht, dass die Dividenden mal ein paar Jahre lang kleiner sind als üblich - aber kein Problem, das übernehmen natürlich auch wir und wenn ihr trotzdem keine Lust habt, ist das auch ok.
 


Nein, es ist einfach so, dass dort anders kommuniziert wird.

Dort:
Jetzt gibt's Breitbandausbau, alle Telekommunikationsfirmen tragen mit und wenn wer aussteigt, übernehmen wir deren Anteil, aber vergesst dann gleich mal eure Marktzulassung auf unserem STAATLICHEN Netz... Na, wer macht mit? :D

Hier:
Hey, Telekom.. Wenn es euch nichts ausmachen würde, könntet ihr bitte bitte bitte langsam mal damit anfangen, euer Datennetz etwas mehr auszubauen? Ich weiss, es ist teuer und wir werden euch natürlich Steuergelder dafür zur Verfügung stellen, obwohl ihr so schon Gewinn macht. Macht aber bloss nicht zu schnell vorwärts, sonst werden eure Aktionäre wieder sauer und wir wollen ja nicht, dass die Dividenden mal ein paar Jahre lang kleiner sind als üblich - aber kein Problem, das übernehmen natürlich auch wir und wenn ihr trotzdem keine Lust habt, ist das auch ok.

Hallo erstmal :)

Treffender hätte ich es nicht formulieren können - leider ist es hier in den meisten Fällen so, dass der Staat die ansässigen Unternehmen um etwas bitten muss und entgegen jeglicher Vernunft bei allen Ergebnissen das Zuckerbrot reicht, da bei den kleinsten Anzeichen einer Peitsche es wieder heißt, dann wird alles nur noch teurer und ihr könnt nichts dagegen tun - was eigentlich eh schon der Fall ist - aber egal - es kümmert ja keinen :D
 
Für mich schon:
Die Telekom hat das Netz der Post in den Arsch geschoben bekommen und hat seit dem kam was gemacht (ausßer im Mobilfunkbereich, dawurden diverse Masten aufgebaut und in den jeweiligen aktuellen Standard investiert).
Alle anderen Anbieter müssen Leitungen komplett neulegen, bekommen vom Staat nichts geschenkt. Gerade für lange Entfernung extrem doof, da teuer. Die Alternative: Miete für die Durchleitung an die Telekom zahlen, die da Geld für etwas bekommen, wofür sie nie etwas bezahlen mußten, wo sie nie den Bau bezahlen mußten, weil sie es geschenkt bekamen...

Sorry aber das ist Blödsinn. Wenn die Telekom nichts gemacht hat, seit sie das Netz von der Post übernommen hat, dann surfen wir heute also alle noch mit nem 56k-Modem? Und die Telekom bekam vom Staat nichts geschenkt sondern war ein staatliches Unternehmen das privatisiert wurde (genau wie die Post). Meinst Du der Staat hat im Zuge der Privatisierung dafür keine Kohle eingesackt?

Und was wäre Deine Alternative für die anderen Anbieter zu den Gebühren für die Durchleitung? Dass sie sich mit Betrag X an der Instandhaltung des "Postnetzes" beteiligen?

Es ist teilweise echt schlimm was man hier lesen muss und ich wette: Würde Euch die Telekom kostenlos 100Mbit bis ins Haus legen, weil sie das mit ihrem "geschenkten" Netz ja problemlos könnte (:D) wären die ganzen Leute die die armen Mitbewerber verteidigen ganz schnell still. Seid doch mal ehrlich: Die Zusammenhänge sind Euch doch völlig egal so lange ihr eine möglichst günstige und schnelle Leitung zu Hause habt. Die könnte dann auch von der NSA persönlich gelegt werden. Hauptsache sie kostet nichts und bietet ordentlich Bandbreite. :schief:
 
tja das is das resultat, wenn die wirtschaft regiert und die regierung, die quasi marionetten sind und hier mit steuer erleichterungen/erlässen und subventionen arbeiten(müssen), da ist nichts mit verlangen und fordern, sondern da kommt betteln und flehen und ausm steuersäckel draufzahlen...und wenns nach den firmen ginge...siehe so einige geplante dinge, würden die am liebsten den staat für profitverluste haftbar machen...das wäre dann die ganz offene konzernregierung...und davon sind wir nicht mehr weit entfernt.
 
Sorry aber das ist Blödsinn. Wenn die Telekom nichts gemacht hat, seit sie das Netz von der Post übernommen hat, dann surfen wir heute also alle noch mit nem 56k-Modem?
Jetzt denke bitte nochmal genau nach.
Was für Leitungen hatten wir damals, als man noch 56k-Modems nutzte? Richtig, Kupfer.
Warum setzt die Telekom heute auf Vectoring? Warum hat die Telekom So große Angst vor großem Datenaufkommen, dass sie das Datenvolumen in ihren Tarifen begrenzen wollen? Richtig, weil sie ihre Kupferleitungen weiterhin nutzen möchte.
Am Großteil der Kabel hat die Telekom wirklich nichts gemacht!
Einwahlknoten und ein paar andere Dinge wurden modernisiert, richtig, aber das sind verglichen mit den Arbeiten in anderen Ländern (auch mit geringerer Bevölkerungsdichte und höheren Löhnen wie zb Norwegen) nahezu nur kosmetische Verbesserungen am Netz.
Informiere Dich bitte, bevor Du schreibst, das wäre Unsinn.

Und die Telekom bekam vom Staat nichts geschenkt sondern war ein staatliches Unternehmen das privatisiert wurde (genau wie die Post).
DAS ist Blödsinn.
Es gab nur die Post, die war für den Briefverkehr, Pakete und fürs Telefonieren zuständig.
Im Zuge der Privatisierung wurde der Konzern dann zerteilt, damit kein allzu großes Monopol im Bereich Telekomunikation und Nachrichtenübermittlung entsteht.
Aus der Telefon"abteilung" der Post wurde die Telekom.

Meinst Du der Staat hat im Zuge der Privatisierung dafür keine Kohle eingesackt?
Doch es gab dafür Geld. Aber im Grunde wurde das Tafelsilber für nen Appel und n Ei verhökert.

Es ist teilweise echt schlimm was man hier lesen muss und ich wette: Würde Euch die Telekom kostenlos 100Mbit bis ins Haus legen, weil sie das mit ihrem "geschenkten" Netz ja problemlos könnte (:D) wären die ganzen Leute die die armen Mitbewerber verteidigen ganz schnell still. Seid doch mal ehrlich: Die Zusammenhänge sind Euch doch völlig egal so lange ihr eine möglichst günstige und schnelle Leitung zu Hause habt. Die könnte dann auch von der NSA persönlich gelegt werden. Hauptsache sie kostet nichts und bietet ordentlich Bandbreite. :schief:
Das ist doch Quatsch. Ich will keinen kostenloses Zugang mit unbegrenzter Datenbreite.
Ich möchte nur das, was in anderen Staaten problemlos möglich ist.
Deutschland ist Internet-Entwicklungsland, Internet ist hier wirklich noch #Neuland. Gleichzeit gehört Deutschland zu den G8. Das paßt nicht zusammen.
Fläschendeckend minstestens garantierte 10MBit auch in bevölkerungsarmen Gegenden wären mal ein Anfang.

Ich kann exemplarisch mal ein paar Freunde und mich rauspicken, wir wohnen alle im Speckgürtel von bzw in Hamburg.
In HH sind Datenraten bzw Tarife bis 100MBit kein Problem.
Freund 1 lebt etwa 8km außerhalb im Westen und bekommt mit Glück 3MBit/s und kein Provider kann da mehr machen, außer es würden neue Kabel gelegt.
Ich lebe 10km außerhalb Richtung Nordwesten und bin bei KabelDE mit nem Tarif von 10MBit.
Freund 2 lebt 20km im Norden von HH und hatte bis vor 2 Jahren nur DSL light (384Kb/s) und freut seit dem über 2MBit, kann aber nur zur Telekom.

Ich finde daran sieht man ganz gut: In Ballungszentren geht es, eigentlich gehört der Speckgürtel ja auch noch dazu, aber jenseits der Stadtgrenze scheint die Bandbreite antiporportional abzufallen - außer man hat die Chance auf ein alternatives Netz (in meinem Fall Kabel), was dann widerum zeigt, das es doch auch geht, außerhalb von Großstädten vernünftige Bandbreiten anzubieten.
 
Jetzt denke bitte nochmal genau nach.
Was für Leitungen hatten wir damals, als man noch 56k-Modems nutzte? Richtig, Kupfer.
Warum setzt die Telekom heute auf Vectoring? Warum hat die Telekom So große Angst vor großem Datenaufkommen, dass sie das Datenvolumen in ihren Tarifen begrenzen wollen? Richtig, weil sie ihre Kupferleitungen weiterhin nutzen möchte.
Am Großteil der Kabel hat die Telekom wirklich nichts gemacht!
Einwahlknoten und ein paar andere Dinge wurden modernisiert, richtig, aber das sind verglichen mit den Arbeiten in anderen Ländern (auch mit geringerer Bevölkerungsdichte und höheren Löhnen wie zb Norwegen) nahezu nur kosmetische Verbesserungen am Netz.
Informiere Dich bitte, bevor Du schreibst, das wäre Unsinn.

Das gebe ich gerne an Dich zurück. Allerdings scheinst Du ja ne Menge Background zu haben, um behaupten (aber nicht belegen) zu können, dass die bisherigen Investitionen seit Übernahme des Postnetztes nur Kosmetik waren. Da Du Deine Theorien mit völlig hinkenden "Norwegen-Vergleichen", aber nicht mit Fakten, stützt, ändert das an meiner Ansicht nichts.

Auf den Rest mag ich eigentlich gar nicht eingehen, weil dann müsste ich mir den selben Tunnelblick aufsetzen wie Du. :D Wenn es Dich glücklich macht, in Foren in bester Stammtisch-Manier und mit "ich will aber"-Argumenten Deine Meinung zu vertreten, dann bitte. Aber ändern wirst Du damit genau gar nichts. Anders würde es aussehen, wenn Du Lösungen präsentieren könntest, die ein Wirtschaftsunternehmen auch ohne pleite zu gehen und ohne Massenentlassungen umsetzen kann. Dann höre ich Dir wieder zu. :)
 
Sind es denn in anderen Ländern, wirklich Privat-Unternehmen die den Netzausbau betreiben?

Mal ganz ehrlich die Telekom ist eine Aktiengesellschaft die für ihre Aktionäre gewinnorientiert wirtschaften muss.....und nicht nur für die, sie sind es auch ihren Mitarbeitern schuldig, immerhin sind sie ein sehr großer Arbeitgeber.
Mit dem Netzausbau sind aber solch horrende Kosten verbunden, dass an "Gewinn" erst wieder in Jahrzenten zu denken ist. Wie soll den T, das den Aktionären klar machen?
Viele jammern jetzt schon rum, dass die Telekom Tarife die teuersten sind, denkt ihr wenn sie für Milliarden die Netze ausbauen, wird es mittelfristig billiger?:huh:
"Schneller" Netzausbau funktioniert in meinen Augen nicht mit privatisierten Unternehmen, sondern nur mit Staatlichen....
 
Sind es denn in anderen Ländern, wirklich Privat-Unternehmen die den Netzausbau betreiben?

Mal ganz ehrlich die Telekom ist eine Aktiengesellschaft die für ihre Aktionäre gewinnorientiert wirtschaften muss.....und nicht nur für die, sie sind es auch ihren Mitarbeitern schuldig, immerhin sind sie ein sehr großer Arbeitgeber.
Mit dem Netzausbau sind aber solch horrende Kosten verbunden, dass an "Gewinn" erst wieder in Jahrzenten zu denken ist. Wie soll den T, das den Aktionären klar machen?
Viele jammern jetzt schon rum, dass die Telekom Tarife die teuersten sind, denkt ihr wenn sie für Milliarden die Netze ausbauen, wird es mittelfristig billiger?:huh:
"Schneller" Netzausbau funktioniert in meinen Augen nicht mit privatisierten Unternehmen, sondern nur mit Staatlichen....

Das die Telekom privat ist stimmt nur auf den ersten Blick. Die Telekom ist aus der Deutschen Post hervorgegangen und hat das staatliche Netz praktisch für nen Appel und nen Ei übernehmen dürfen. Die Telekom hat hier nicht den Preis bezahlt, denn ein Unternehmen für ein Deutschlandweites Netz hätte zahlen müssen. Aus diesem Grund und weil die Telekom durch das übernohmene Netz immer noch einen Anteil von 80% oder mehr in Deutschland hat, ist die Telekom auch meines Wissens verpflichted die Grundversorgung/-anbindung zu übernehmen.

Du hast zwar Recht, dass der Netzausbau die Telekom einiges Kosten würde, aber wenn man das ganz genau nimmt müsste man dann die Kosten in Vergleich zu dem quasi kostenlosen Netz von der Post setzen. Dann wäre schnell klar das die Telekom aus Gewinnsucht den Netzausbau nicht vorrantreibt.

Grundsätzlich gebe ich dir aber Recht. Ein Netzausbau kann besser von staatlicher, als von privaten Unternehmen geförder werden. Aus diesem Grund ist es mMn bei Infrastruktur immer besser dies staatlich zu regeln, weil private Unternehmen immer zuerst an der Infrastruktur sparen und diese teilweise verkommen lassen, damit der Gewinn höher ist. Die damalige Privatisierung diverser Infrastruktur in Deutschland (Strom, Telefon usw.) hat ganz klar gezeigt, dass Infrastrukturprivatisierungen immer zu lasten der Qualität und zu lasten des Bürgers geht.
 
Allerdings scheinst Du ja ne Menge Background zu haben, um behaupten (aber nicht belegen) zu können, dass die bisherigen Investitionen seit Übernahme des Postnetztes nur Kosmetik waren.
Lesen!
Ich habe geschrieben, das es _im Vergleich zu anderen Ländern_ nur kosmetische Verbesserungen sind.
Natürlich hat die Telekom was verbessert, aber eben nicht so viel, wie es die Anbieter in anderen Ländern tun.

Inwiefern Du sonst meinst, das ich mich bessere informieren solle...das bleibst Du mir nun schuldig. Keine Belege, keine Beweise Deinerseits.
Einfach so hinschreiben, jemand läge falsch, kann jeder.

Da Du Deine Theorien mit völlig hinkenden "Norwegen-Vergleichen", aber nicht mit Fakten, stützt, ändert das an meiner Ansicht nichts.
Ach?
Erst wird hier gesagt, der Ausbau würde in Gegenden mit geringe Bevölkerungsdichte nicht lohnen, dann bringt man Gegenbeispiele und dann sind das hinkende Vergleiche?
Da akzeptiert wohl jemand nur Argumente, die in die eigenen Vorstellungen passen, was?


mit "ich will aber"-Argumenten
Genau _das_ habe ich nicht gemacht.
Ich habe expliziet geschrieben, das ich nicht wie ein kleines Kind nur fordere und dafür am liebsten nichts zahlen möchte.

Anders würde es aussehen, wenn Du Lösungen präsentieren könntest, die ein Wirtschaftsunternehmen auch ohne pleite zu gehen und ohne Massenentlassungen umsetzen kann. Dann höre ich Dir wieder zu. :)
Hab ich bereits gemacht, mußt Du überlesen haben.
Daher wieder mein Hinweis:
Lesen!

Aus diesem Grund ist es mMn bei Infrastruktur immer besser dies staatlich zu regeln, weil private Unternehmen immer zuerst an der Infrastruktur sparen und diese teilweise verkommen lassen, damit der Gewinn höher ist. Die damalige Privatisierung diverser Infrastruktur in Deutschland (Strom, Telefon usw.) hat ganz klar gezeigt, dass Infrastrukturprivatisierungen immer zu lasten der Qualität und zu lasten des Bürgers geht.
Das seh ich absolut genauso.
Neben den freien Gütern sollte es auch ein Recht auf einen Internetzugang geben (so wie in Finnland) und notwenige Infrastruktur sollte in staatlicher Hand bleiben, egal ob Straßen, Wasserversorgung, Strom oder eben auch Telefon. Warum kaufen wohl viele Städte die Wasserversorgung zurück oder fordern Brüger, das die Gemeinde dies tun sollten?
 
Aus diesem Grund und weil die Telekom durch das übernohmene Netz immer noch einen Anteil von 80% oder mehr in Deutschland hat, ist die Telekom auch meines Wissens verpflichted die Grundversorgung/-anbindung zu übernehmen.
Das stimmt, die Telekom ist verpflichtet, für jedes neu gebaute Haus, die Grundversorgung zu übernehmen. Allerdings ist das ne GRUNDversorgung, d.h., da muss n Telefonanschluss verfügbar sein. Das kann ich auch mit nem einfachen Kupferkabel bewerkstelligen, das keine große Bandbreite bietet ;)
Hier sollte der Staat vielleicht mal tätig werden und eine gesetzliche Internet-Grundversorgung vorschreiben, aber dazu sind sich die alten Herren und Damen dann wohl doch zu fein...

Finds schon krass, dass hier immer nur gegen die Telekom gebasht wird. Sie hat das Netz vielleicht nicht gekauft, etc., aber welcher andere Netz"betreiber" in Deutschland muss ein so großes Netz warten und wenigstens am laufen halten?
Wenn die anderen Internetanbieter flotteres Internet anbieten wollen, sollen sie halt eigene Kabel legen, warum tun sie das nicht?
Die Telekom macht zwar vieles vielleicht nicht goldrichtig, aber im großen und ganzen finde ich die heftige negative Kritik schon ein wenig übertrieben.
 
Lesen!
Ich habe geschrieben, das es _im Vergleich zu anderen Ländern_ nur kosmetische Verbesserungen sind.
Natürlich hat die Telekom was verbessert, aber eben nicht so viel, wie es die Anbieter in anderen Ländern tun.

Nein. Du hast folgendes geschrieben:

Am Großteil der Kabel hat die Telekom wirklich nichts gemacht!

Inwiefern Du sonst meinst, das ich mich bessere informieren solle...das bleibst Du mir nun schuldig. Keine Belege, keine Beweise Deinerseits. Einfach so hinschreiben, jemand läge falsch, kann jeder.

Siehe oben. ("Am Großteil der Kabel hat die Telekom wirklich nichts gemacht!") Was soll ich da belegen? Du hast diese Behauptung aufgestellt.

Ach?
Erst wird hier gesagt, der Ausbau würde in Gegenden mit geringe Bevölkerungsdichte nicht lohnen, dann bringt man Gegenbeispiele und dann sind das hinkende Vergleiche?
Da akzeptiert wohl jemand nur Argumente, die in die eigenen Vorstellungen passen, was?

Ich wüsste nicht, wo ich das gesagt habe. Mag sein, dass das hier in der Diskussion fiel aber ich habe das so nicht geschrieben. Und ich bleibe dabei: Der Vergleich Norwegen vs. DE hinkt gewaltig.


Genau _das_ habe ich nicht gemacht.
Ich habe expliziet geschrieben, das ich nicht wie ein kleines Kind nur fordere und dafür am liebsten nichts zahlen möchte.

Du hast geschrieben:

Ich möchte nur das, was in anderen Staaten problemlos möglich ist.

Das ist für mich eine "Ich will aber" Mentalität. Kenne ich noch von früher aus dem Kindesalter: "Was der hat, möchte ich auch". never mind!

Hab ich bereits gemacht, mußt Du überlesen haben.
Daher wieder mein Hinweis:
Lesen!

Ich habe gelesen was Du geschrieben hast. Ansonsten würde ich mir nicht die Mühe machen auf jeden Punkt zu antworten. Dennoch kann ich nicht sehen wo Du passende Lösungen gepostet hast. :)

Ist auch egal. Ich möchte mich darüber nicht streiten, das artet sonst noch in Arbeit aus. :D Du hast Deine Meinung und ich meine.
 
Finds schon krass, dass hier immer nur gegen die Telekom gebasht wird. Sie hat das Netz vielleicht nicht gekauft, etc., aber welcher andere Netz"betreiber" in Deutschland muss ein so großes Netz warten und wenigstens am laufen halten?
Wenn die anderen Internetanbieter flotteres Internet anbieten wollen, sollen sie halt eigene Kabel legen, warum tun sie das nicht?
Die Telekom macht zwar vieles vielleicht nicht goldrichtig, aber im großen und ganzen finde ich die heftige negative Kritik schon ein wenig übertrieben.
Sie tun es nicht, weil der Bau eines eigenen Netzes Unsummen verschlingt. Sie tun es nicht, weil ein Teil des Geldes, das sie für den Aufbau eines eigenen Netztes bräuchten, fürs Durchleiten an die Telekom abtreten müssen. Müßten sie eine Zeit lang Bau und Durchleitung zahlen, wären sie perislich nicht mehr konkurrenzfähig.
Ich sage nicht, das alle anderen Anbieter besser sind als die Telekom, aber diese hatte von Anfang an einen Startvorteil, weil sie ein Netz für Lau bekamen.
Wie soll sich da nachträglich noch ne gesunde Konkurrenz etablieren? Und nur mit echter Konkurrenz würde die Preise fallen oder die Qualität des Service (und dazu gehört auch die verfügbare Bandbreite auch in eher ländlichen Räumen) steigen oder beides.

Nein. Du hast folgendes geschrieben:

Siehe oben. ("Am Großteil der Kabel hat die Telekom wirklich nichts gemacht!") Was soll ich da belegen? Du hast diese Behauptung aufgestellt.
Na, dann hier ein paar Quellen:
VDSL Ausbau: Deutschland droht weiterer Abstieg im EU-Vergleich
Next Generation Access | c't
Schmalband-Deutschland: Warum unser Internet immer noch zu langsam ist - SPIEGEL ONLINE
Deutschland erreicht in weltweitem Breitband-Vergleich Rang 18
Third annual broadband study shows global broadband quality improves by 24% in one year - The Network: Cisco's Technology News Site
Mobiles Breitband-Web: Deutschland nur auf Rang 40 – hinter Griechenland und Kasachstan | Kroker's Look @ IT
2013_Superfast Broadband
BUGLAS - Bundesverband Glasfaseranschluss e.V. : Detailansicht[tt_news]=123&cHash=34683e3b723c2dddd7290b39a9281855
BAKOM - Was kostet der Glasfaserausbau in die Haushalte?
Breitbandausbau Archives - Portal-21
Preismissbrauch: Telekom-Konkurrenten bekommen Schaden kaum ersetzt - Portal-21
TelDaC!
Grafik des Tages: Breitband-Internet: Deutschland im Europa-Vergleich | TecChannel.de


Und ich bleibe dabei: Der Vergleich Norwegen vs. DE hinkt gewaltig.
Begründe es bitte. So ist diese Aussage Deinerserits nichts wert.

Das ist für mich eine "Ich will aber" Mentalität. Kenne ich noch von früher aus dem Kindesalter: "Was der hat, möchte ich auch". never mind!
Zwischen "möchten" und "wollen" ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. :schief: Und das "aber" hast Du dazugedichtet.

Ich habe gelesen was Du geschrieben hast. Ansonsten würde ich mir nicht die Mühe machen auf jeden Punkt zu antworten. Dennoch kann ich nicht sehen wo Du passende Lösungen gepostet hast. :)
Dann muß ich Dir Tomaten auf den Augen bescheinigen:
Ich sehe das Problem weniger bei der Politik, alles was die machen könnte, wäre das Netz zu verstaatlichen und dann den Ausbau selbst voran zu treiben.
Vielleicht könnte auch die Bundesnetzargentur mehr machen.

Auf unserem Telekomunikationsmarkt herrscht einfach nicht genug Konkurrenz! Und das nicht in Form von Unternehmen, sondern in Form von Netzen.
[...]
Entweder man zwingt die Telekom nun, den Ausbau vorranzutreiben, oder die Durchleitungsgebühren müssen drastisch fallen, damit der Konkurrenz am Ende genügend Geld bleibt, um eigene Netze zu verlegen, in der Hoffnung, das diese die ersparten Kosten nicht auch auf nur als höheren Gewinne abführen, sondern investitionsfreudiger sind. Ansonsten bleibt nur die Rückführung des Netzes in staatliche Hand...

Neben den freien Gütern sollte es auch ein Recht auf einen Internetzugang geben (so wie in Finnland) und notwenige Infrastruktur sollte in staatlicher Hand bleiben, egal ob Straßen, Wasserversorgung, Strom oder eben auch Telefon. Warum kaufen wohl viele Städte die Wasserversorgung zurück oder fordern Brüger, das die Gemeinde dies tun sollten?



Ich möchte mich darüber nicht streiten, das artet sonst noch in Arbeit aus. :D Du hast Deine Meinung und ich meine.
Und das ist auch gut so.
Ich kann es nur auf den Teufel komm raus nicht ab, wenn man mir vorwirft, ich würde Blödsinn schreiben:
Sorry aber das ist Blödsinn.
Eine nettere Formulierung hätte nicht zu diesem Schlagabtausch geführt. Einfach mal für die Zukunft an der Wortwahl arbeiten :D

Auf Deine Begründnung, warum der Vergleich mit Norwegen hinkt, warte ich aber trotzdem noch, das ist nicht vergessen und Deine Gelegenheit zu beweisen, das auch Du Deine Behauptungen belegen kannst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube nicht mal dass es 2018 so weit ist, dass jedes Dorf zumindest DSL schneller als 6k besitzt. In anderen Ländern gilt eben noch der Gedanke "Fortschritt durch Technik" bzw. "Wohl dem Volke". In Deutschland ist es eher so, da überlegt man noch wie man jemanden, nachdem man ihm das letzte Hemd schon genommen hat, noch nackt weiter "ausziehen" kann. Ja kein Cent zu viel, aber schröpfen wo es nur möglich ist.

Netzausbau? Kostet ja Geld, und selbst wenn, niemand will sich den Schuh anziehen.
 
Na gut, dann nehmen wir halt Finnland oder NOrwegen, dort ist die mittlere Bevölkerungsdicht geringer als in DE und trotzdem schaffen die das: 1 GBit/s in Norwegen: 3.000-Seelen-Gemeinde bekommt Glasfaser
Da rechnet sich das auch irgendwie und zeigt, das es geht.
Also wer oder was ist jetzt dämlich?


Na, da sind jemandem wohl entweder die Argumente ausgegangen, oder da gab es nie welche, warum der Vergleich mit Norwegen hinkt.

Entschuldige bitte. Ich hatte diesen Thread nicht täglich im Auge. Das Thema war für mich eigentlich schon in Vergessenheit geraten. :D Der Vergleich mit Norwegen ist für mich aus folgendem Grund nicht passend:

Das von Dir zitierte Projekt ist meiner Meinung nach nicht mehr als eine Machbarkeitsstudie und sicherlich auch eine ziemlich gute Werbung für das Unternehmen. Die 1,4 Millionen Euro Aufwendung die sie hatten (lt. Heise), hätten wahrscheinlich nicht besser angelegt sein können.

Selbiges kannst Du als Unternehmen auch in Deutschland tun und eine Kleinstadt oder ein Dorf an Glasfaser anbinden und Dich dann in den Medien dafür feiern lassen (Vergleichbar damals: "T-City"). Daraus aber dann abzuleiten, dass so etwas dann flächen- und vor allem kostendeckend auch in DE oder auch in einem anderen Land wie Norwegen möglich ist, nur weil die Norweger das in einem Dorf mit günstigen Bedingungen vorgemacht haben (Zitat: "In nur wenigen Fällen lägen die Häuser so weit von Hauptglasfaserkabel entfernt, dass man sich darüber Gedanken machen sollte, ob das Vorhaben wirtschaftlich ist."), halte ich für falsch. Vielleicht hatten die einfach Glück, dass das "Hauptglasfaserkabel" zum nächsten Knotenpunkt direkt am Dorfrand vorbei führt. Was wäre gewesen wenn es 80km entfernt verlegt worden wäre?

Ich hätte gedacht, dass man das nicht weiter begründen muss, da es offensichtlich ist, dass man ein Projekt dieser Größenordnung nicht mit dem Glasfaserausbau für ein ganzen Land gleichsetzen kann. Letztendlich schreibt das Unternehmen selbst, dass es sich um einen "Testfall" handelt. Und so ein Test kann natürlich auch negativ verlaufen. Allerdings muss man ihnen zugute halten, dass sie wenigstens einen solchen Test wagen. :daumen:
 
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