Eben weil die Herren in der Werkstatt ja die passenden Handschuhe(und eine Hebebühne und Pressluftschrauber haben) lasse ich es die auch gerne machen. Hätte ich die gleiche Ausrüstung wäre es vielleicht wieder was anderes, aber mit dem klapprigen Auto eigenem Wagenheber, ohne die passenden Handschuhe und mit reiner Muskelkraft zahl ich lieber meine ~15€ für den Wechsel der dann auch noch schneller von statten geht.
(Als Facharbeiter im Beruf des Mechatronikers irritiert mich immer ein bisschen dass die Leute die an meinem Auto schrauben und gelegentlich mal einen PC mit fertiger Analysesoftware anschließen sich auch Mechatroniker nennen)
Ich sprach eher von Reifenwechsel, als Radwechsel
Zum Analyse-PC, logisch ist die Software bereits vorhanden, oder meinst du jeder Mechatroniker programmiert zuerst eine Analysesoftware?
Das System liest die Sensoren und Fehlerspeicher aus, gottseidank, denn bei über 1.5km Kabel in einem durchschnittlichen Auto von Heute würdest du wohl ungern das Ausmessen jeglichen Leitungen zahlen wollen.
Ausserdem fasst das System Daten über dein Auto zusammen, man kann Reparaturlösungen in anderen Fällen begutachten, allfällige Feldaktionen. Bei neuen Autos kannst du nicht mal mehr ohne Computer die Bremsflüssigkeit wechseln, oder geschweige denn den Ölstand abfragen, öltemperatur vom Getriebe. Konfigurier du mal eine Mechatronik ohne Computer.
Der Reifendruck wird auch über das System zurückgestellt (Logischerweise Wirelesssensoren im Rad).
Zündaussetzer etc. sind auch schwer mit den Ohren fesstellbar, vorallem wenn es ein 10 Zylinder ist
Ist wie in jedem anderen Beruf. Bevor man was macht, analysiert man das Problem, sucht eine Lösung, und löst schliesslich dass Problem (schraubt).
Der Mechatroniker von Heute muss sehr viel Wissen und lernt auch mehr als er in der Garage an täglichen Arbeiten anwenden kann.
Physik, Chemie und Elektrotechnik sind die schwergebiete, und von allem nicht zu wenig. Dazu bedarf es handwerklichem Geschick, und körperliche Fitness sowie vernetztes Denken.
Habe vorher Elektroniker gelernt und eine Informatikschule abgeschlossen (in der Schweiz), programmierung von u-Chips unter anderem mit Assembler, prototypentwicklung etc., hatte den Beruf des Mechatronikers auch unterschätzt.
Ich kann auch sagen ein Bürofritz sitzt nur am PC und tippt ein paar Zahlen ein und braucht nebenbei noch einen Informatiker weil er nicht mal seinen PC bedienen kann. Aber ich seh da etwas mehr über den Tellerrand. Physische und Psychische Arbeit kann man sowieso nicht miteinander Vergleichen.
Ihr tut so als könntet ihr alles und bringt euer Auto nur in die Werkstatt weil ihr eure Finger nicht schmutzig machen wollt. Dass jede einzelne Schraube mit ihrem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden muss ist euch nicht klar ^^