Der Auto-Thread

Danke für die Antworten, dann werde ich Mal im Baumarkt shoppen gehen.

Und ja ich meine Räder, auf meinem Berg aus der Kindheit hat man das immer falsch gesagt, ist wohl hängen geblieben :D.
 
Billigwerkzeug sorgt nur dafür das man es irgendwann im Gesicht hat.
Prinzipiell stimmt das zwar aber für 2x im Jahr ein paar Räder zu tauschen ist das einfach (wenn man mit dem Werkzeug sonst nix macht) irrelevant bzw. passiert nicht. Auch der billige Drehmomentschlüssel wird bei den ~120 Nm für Alufelgen nie "im Gesicht" landen (und die Genauigkeit ist dafür auch nebensächlich) und das Radkreuz das ich verwende ist mehrfach vererbt ich glaub aus den 70er Jahren.

Ich bin grundsätzlich auch dafür, gutes Werkzeug zu haben (ich hab auch viel Hazet-zeug) nur man mus auch den Anwendungsfall berücksichtigen. Wer häufiger schraubt und mit korrekten Drehmomenten anziehen muss --> klar der Hazetschlüssel. Wenns nur darum geht mal ne Radmutter anzuziehen und irgendwas zwischen 100 und 150 Nm zu treffen --> da tuts auchn 20€-Obiteil.
Mit dem fetten Makitading wird ein Ungeübter wesentlich eher Schrauben und Felgen vernichten wenn er aus Versehen die 1000 Nm die das Ding kann auf die Schraube ballert^^
 
Ich hab mich schon ein paar mal wegen Werkzeug verletzt was gebrochen ist, da würde ich niemals jemandem auch noch Billigwerkzeug empfehlen, was meistens nach ein paar mal benutzen auseinanderfliegt. :D
Festgegammelte Radschrauben sind übrigens in der Werkstatt das was mit Abstand am meisten Werkzeug killt. Im Schrank liegen immer reichlich Ersatznüsse. ...achja und T30 und 21er Sechskant Nüsse sind auch absolutes Verschleißmaterial.
 
Die festgefressenen mache ich immer noch mit dem uralten Radkreuz + Verlängerungsrohr auf... bis jetzt gehts^^
Vielleicht war die Qualität vor 50 Jahren aber auch noch besser. Keine Ahnung.
 
Lohnen sich eigentlich die Gummiköpfe für Wagenheber oder helfen die nur gegen Kratzer an der Aufnahme? ?
Die sollte man haben - denn neben der Vermeidung von Kratzern verteilen sie auch die Last gleichmäßig. Dadurch verhinderst du, dass du dir wenns blöd läuft Dellen in die Karosserie/Falz/... drückst wenn ohne Gulli Metall auf Metall liegt.
Dafür breauchts nicht zwingend spezielle "Wagenhebergummis", ganz normale Hartgummiplatten in vernünftiger Stärke tuns genauso, die kosten fast nix.
 
Lohnen sich eigentlich die Gummiköpfe für Wagenheber oder helfen die nur gegen Kratzer an der Aufnahme? ?
Autos immer mit Hartgummiunterlagen anheben. Metall auf Metall ist rutschig wie sau. Kann schonmal passiert das die Kiste dann unten liegt.
...davon mal ganz abgesehen das die Schweller dann rosten wie sau, wenn das Auto keine Kunststoff-Wagenheberaufnahmen hat.

Die festgefressenen mache ich immer noch mit dem uralten Radkreuz + Verlängerungsrohr auf... bis jetzt gehts^^
Vielleicht war die Qualität vor 50 Jahren aber auch noch besser. Keine Ahnung.
Nur weil etwas alt ist, ist es doch nicht gleich schlechter. :ugly: Und da Stahl nicht altert, ist er in 100 Jahren immer noch genauso gut. :P
 
Stahl altert natürlich, aber seinen wir mal ehrlich, bei nem Wagenheber dürfte das wohl z. B. nicht merklich sein, und auch bei Schraubendrehern und Steckschlüsseln,.. ist das im Normalfall unmerklich.
Ok, es sei denn man belastet es dauernd bis zur Kotzgrenze, dann merkt man des fix.
 
Und da Stahl nicht altert, ist er in 100 Jahren immer noch genauso gut.
Das hat zwar keine Bewandnis für diesen Anwendungszweck, ist aber dennoch falsch. Stahl altert sehr wohl (beispielsweise nimmt die Kerbschlagzähigkeit über Jahrzehnte hinweg ab), es gibt sogar entsprechende simulierende Alterungstests die Alterungen von Jahrzehnten in wenigen Tagen erzeugen. Beispielsweise für Brückenkonstruktionen die 50-100 Jahre halten sollen wird sowas für den Baustahl darin gemacht.

Aber wie schon erwähnt wurde, für nen Wagenheber odern Radkreuz ist das völlig vernachlässigbar.

Ok, es sei denn man belastet es dauernd bis zur Kotzgrenze
Klugscheißmoddus: Dann ist der Ausfallgrund aber nicht Altern sondern Kriechen (wobei man da bei Raumtemperatur schon wirklich ständig an der Streckgrenze bzw. Schwingfestigkeiten rumeiern muss). :-P
 
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Stahl altert natürlich, aber seinen wir mal ehrlich, bei nem Wagenheber dürfte das wohl z. B. nicht merklich sein, und auch bei Schraubendrehern und Steckschlüsseln,.. ist das im Normalfall unmerklich.
Ok, es sei denn man belastet es dauernd bis zur Kotzgrenze, dann merkt man des fix.
Selbstverständlich altert Stahl wenn er ständig im Einsatz ist und maximal belastet wird. Aber Werkzeug was einfach nur trocken gelagert ist nach 100 Jahren noch genauso stabil wie Werkzeug was grade produziert wurde. Gibt ja genug auf Youtube die altes gegen neues Werkzeug getestet haben und das macht keinen wirklichen Unterschied.

Alterung durch Benutzung -> Ja
Alterung durch Zeit -> Vernachlässigbar

Das eine Nuss die jeden Tag auf dem Schlagschrauber rattert irgendwann in Stücke fliegt, hab ich als Kfz Meister schon oft genug erlebt. :P Das ist aber eher Verschleiß und keine Alterung. :D
 
Werkzeug was einfach nur trocken gelagert ist nach 100 Jahren noch genauso stabil wie Werkzeug was grade produziert wurde.
Nein ist es nicht - zumindest theoretisch^^. Stahl altert auch wenn er einfach nur herumliegt. Der Mechanismus dahinter sind Auslagerungen von vorhandenen Nichteisenmetallen da beispielsweise Kohlenstoff in Stahl (der nicht extremst langsam abgekühlt wurde was technisch keine Bedeutung hat) bei Raumtemperatur geringer löslich ist als in der Produktion, Stahl ist sozusagen "metastabil". Nur ist diese Auslagerung von (in dem Beispiel Carbid-) Auscheidungen bei Raumtemperatur und ohne mechanische Belastung (also herumliegen...) derart langsam dass es weitaus länger dauert als der Besitzer des Werkzeuges lebt bis es einen merklichen Effekt haben könnte, vor allem bei Baustählen die jetzt keine besonders großen inneren Spannungszustände aufweisen (bei vergüteten Werkzeugstählen gehts dagegen etwas schneller). Daher haste mit
Alterung durch Benutzung -> Ja
Alterrung durch Zeit -> Vernachlässigbar
natürlich absolut Recht.

Das eine Nuss die jeden Tag auf dem Schlagschrauber rattert irgendwann in Stücke fliegt, hab ich als Kfz Meister schon oft genug erlebt.
Das dürften bei der Belastungsart Dauerbrüche sein - also Risse die an winzigen Fehlstellen der Nuß entstehen und durch die dynamische Belastung immer weiter ins Material wandern bis es am Ende bricht. Wenn das nächste mal eine aufgibt schau mal auf die Bruchfläche, da sollte man dann Rastlinien und nen Rest(Gewalt-)Bruch erkennen können. Das ist wie du schon sagst Verschleiß, nicht altern. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Klugscheißmoddus: Dann ist der Ausfallgrund aber nicht Altern sondern Kriechen (wobei man da bei Raumtemperatur schon wirklich ständig an der Streckgrenze bzw. Schwingfestigkeiten rumeiern muss). :-P
Ja im Materialsinne richtig, aus dem Betracgtungswinkel Werkzeug ist der Verschleiß wiederum auch durchaus eine Art der Alterung.

Aber natürlich, Klugscheißen oder Haarspalterei...

Werkzeug das wirklich "Altert" ohne Benutzung, wird wahrscheinlich falsch gelagert. Oder es besitz nen Akku :D aber wir waren ja bei Stahl.
 
Nein ist es nicht - zumindest theoretisch^^. Stahl altert auch wenn er einfach nur herumliegt. Der Mechanismus dahinter sind Auslagerungen von vorhandenen Nichteisenmetallen da beispielsweise Kohlenstoff in Stahl (der nicht extremst langsam abgekühlt wurde was technisch keine Bedeutung hat) bei Raumtemperatur geringer löslich ist als in der Produktion, Stahl ist sozusagen "metastabil". Nur ist diese Auslagerung von (in dem Beispiel Carbid-) Auscheidungen bei Raumtemperatur und ohne mechanische Belastung (also herumliegen...) derart langsam dass es weitaus länger dauert als der Besitzer des Werkzeuges lebt bis es einen merklichen Effekt haben könnte, vor allem bei Baustählen die jetzt keine besonders großen inneren Spannungszustände aufweisen (bei vergüteten Werkzeugstählen gehts dagegen etwas schneller). Daher haste mit

natürlich absolut Recht.


Das dürften bei der Belastungsart Dauerbrüche sein - also Risse die an winzigen Fehlstellen der Nuß entstehen und durch die dynamische Belastung immer weiter ins Material wandern bis es am Ende bricht. Wenn das nächste mal eine aufgibt schau mal auf die Bruchfläche, da sollte man dann Rastlinien und nen Rest(Gewalt-)Bruch erkennen können. Das ist wie du schon sagst Verschleiß, nicht altern. :-)
Haha ja mag sein das Stahl auch durch rumliegen altert, was allerdings für einen Menschen eher von geringer Bedeutung ist. :D Keine lebt so lange um das merken zu können. Ich habe hier noch Werkzeug von meinem Opa rumliegen was bis jetzt in keiner Weise an Stabilität verloren hat. So manche Sachen, die man nur sehr selten braucht lohnt es einfach nicht neu anzuschaffen. Einige Teile sehen aus als ob die 18xx oder in den frühen 19xx produziert wurden. Funktioniert wie am ersten Tag.

Bei Werkzeugen wie Hämmern oder Meißeln wo Härte gefragt ist merkt man deutlich das die alten Sachen nix taugen, weil damals die Stahlsorten noch nicht so gut entwickelt waren.
Ich nutze z.B. gerne einen Hammer um auf einen anderen Hammer zu schlagen, den ich auf das Werkstück halte.(Nein das ist nicht gefährlich :P)
Bei alten Hämmern fangen die sofort an aufzupilzen. Bei aktuellen guten Hämmern sieht man das nicht so. Da sieht man die Einschläge das sich an der Stelle das Material verdichtet und man bekommt nur sehr langsam einen Grat.


IMAG0268.jpg
IMAG0342.jpg

Wenn mal wieder jemand Kupferpaste oder Fett oder irgendwas anderes an Radschrauben gemacht hat was da nicht drangehört. :lol: (und die dadurch viel zu fest angeknallt hat)
Die beiden komplett blauen Nüsse auf dem ersten Bild sind quasi neu und haben nur ca .3-4 Radschrauben gelöst bevor die aufgegeben haben. Ist meistens günstiger ein paar Nüsse kaputt zu machen als eine neue Felge zu kaufen.

Doof ist halt das viele Alufelgen so dünne Schraubenlöcher haben das man mit den dicken 3/4" LKW Nüssen und dem dicken Schlagschrauber nicht drankommt. Da muss man dann immer wieder mit den schlanken 1/2" Radnüssen dabei. :(
 
Spannende Diskussion, leider habe ich Materialwissenschaften damals nicht fertig studiert, sonst könnte ich sicher auch was beitragen :D
 
Naja, wer mit nem Stahlhammer auf nen Stahlhammer schlägt, ist eh nicht mehr zu helfen.:nene:
Haben schon genug Leute getestet. Ja, es kann was abfliegen aber die Stücke sind nicht so schnell das sie dir wirklich etwas anhaben können. So lange man eine Schutzbrille aufhat ist alles gut. Und wer beim Hämmern von Stahl keine Schutzbrille trägt, dem ist nicht mehr zu helfen. Im schlimmsten Fall klebst du dir ein kleines Pflaster auf den Arm, weil der Splitter da einen Kratzer gemacht hat.
Das die Splitter wie Kugeln alles durchlöchern ist nicht nur ein Mythos, sondern auch Physikalisch gar nicht möglich.
 
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