Der Asylstreit oder auch der Konflikt der Union

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
  • Erstellt am Erstellt am
Ich denke nicht, dass religiöse Menschen einen kleinen Horizont haben. Ich denke, dass Menschen die glauben, dass Fleisch am Freitag etc darauf einen Einfluss hat einen kleinen Horizont haben.
 
Leute, die meinen, Muslime sind eine Gefahr, sind Opfer von jahrzehntelange antimuslimischen Berichten in Medien.
Nach dem Religionsmonitor 2013 (im 2017er wurde das leider nicht mehr gefragt) der Bertelsmann-Stiftung sehen über 1/3 der Wessis Atheismus als Bedrohung an. Das ist dann wohl das Ergebnis von jahrzehntelanger religiöser Indoktrination sowie "Das ist ja Kommunismus!"/"Dann geh doch nach drüben!"-Krakeelen. :schief:
 
Nach dem Religionsmonitor 2013 (im 2017er wurde das leider nicht mehr gefragt) der Bertelsmann-Stiftung sehen über 1/3 der Wessis Atheismus als Bedrohung an. Das ist dann wohl das Ergebnis von jahrzehntelanger religiöser Indoktrination sowie "Das ist ja Kommunismus!"/"Dann geh doch nach drüben!"-Krakeelen. :schief:
2013 ist aber sehr alt.

Hier, das geht aus dem neuen Religionsmonitor hervor.
Jeder 2. Deutsche sieht eine Bedrohung im Islam und ganz groooßer Funfakt für euch hier, die meinen Muslime seien eine Bedrohung für die Demokratie, ich zitiere:

"Interessant hierbei: Religiöse Menschen stehen stärker zu demokratischen Grundwerten als Konfessionslose. So liegt der Anteil bei Christen bei 93 und bei Muslimen bei 91 Prozent, bei Menschen ohne Religionszugehörigkeit lediglich bei 83 Prozent."

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/islam-studie-bertelsmann-stiftung-101.html
 
"Interessant hierbei: Religiöse Menschen stehen stärker zu demokratischen Grundwerten als Konfessionslose. So liegt der Anteil bei Christen bei 93 und bei Muslimen bei 91 Prozent, bei Menschen ohne Religionszugehörigkeit lediglich bei 83 Prozent."
Könnte vielleicht an einen Teil dieses Landes liegen das lange unter einer Diktatur gelebt hat.

Aber den Artikel musst du auch so lesen, dass die Menschen keine Lust auf den Islam als politische Linie haben.
 
Aber den Artikel musst du auch so lesen, dass die Menschen keine Lust auf den Islam als politische Linie haben.
Der Artikel ist auf verschiedenen Lesarten deutbar - eindeutig ist es aber nicht.

Jedenfalls bestätigen Wissenschaftler, dass es mit der negativen Berichterstattung über Muslime in den Medien zusammenhängt.
 
Jedenfalls bestätigen Wissenschaftler, dass es mit der negativen Berichterstattung
Es gibt so viele Sachen welche die Menschen positiver sehen würden wenn die Medien nicht berichten würden...

Sieh es so, Islam und Christentum sind expansive Religionen. Hinduismus, Judentum etc nicht oder weniger.
D.h. sie drängen sich weniger auf.
Oder hast du mal Menschen gesehen die Schriften ihrer Religion verteilen außer Moslems und Christen?
(Scientology zählt nicht)
 
Obacht: Da ist man wieder im Bereich steuerrechtlicher Regelungen sowie im Staatskirchenrecht. Denn unter diese Gruppe fallen nicht nur Atheisten und Religionslose, sondern auch all diejenigen, die keiner staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft angehören, obwohl sie religiös sind.
Nichtsdestotrotz geht es mir hier darum, dass die Vorbehalte ggü. Muslime als mögliche Gefahr für die Demokratie/GG nicht mit dem Realitätsabgleich standhalten kann.
 
Trotzdem gibt es Aussagen von Wissenschaftlern, dass sie an Gott glauben in Anbetracht der Komplexität aller Vorgänge im Universum.
Aber kein Wissenschaftler würde sich davon in seiner Arbeit beeinflussen lassen.
Religion hat in der Wissenschaft nichts verloren. Das ist nun mal so und jeder weiß das auch.
Ich habe mal gehört, dass das mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen zusammenhängt, und demnach die Wahrscheinlichkeit, dass die Schöpfung ohne eine schöpfende Intelligenz aus sich selber heraus entstanden ist, unwahrscheinlich gering ist.
Wo hast du das denn gehört?
Das Universum ist nach heutigen Erkenntnissen aus dem Urknall entstanden. Dabei darf man sich den Urknall eben nicht als Explosion vorstellen sondern als eine zufällige Quantenfluktuation. Vielleicht gab es Milliarden solcher Fluktuationen, ehe das daraus entstandene Universum stabil war. Das lässt sich aber nicht mehr genau feststellen, da es den Urknall nur 1x gab, es ihn kein zweites Mal geben wird und man das im Labor nicht wiederholen kann.
Daher hat die Aussage, dass es keinen Schöpfer gibt genauso wenig wissenschaftlich Evidenz und somit stellt doch Atheismus auch eine Religion für sich dar, in welcher man glaubt, dass es keine höhere Intelligenz gibt, welche alles erschaffen hat.
Genau. Man kann nichts wissenschaftlich belegen, was nicht existiert.
Ich kann auch behaupten, dass es fliegende Elefantenwale auf dem Jupiter gibt, niemand kann mir das Gegenteil beweisen -- und man sieht auch schnell, wohin das führt.
Man kann aber Experimente machen und beobachten und nach aktuellem Stand ist das Sonnensystem aus den Resten einer Supernova entstanden, die sich rund 500.000 Jahre vor dem Entstehen der Sonne ereignet hat.
Dabei hat sich Doppelplanet entwickelt. Durch Gezeitenkraft kamen sich die beiden Planeten immer näher, sodass sie miteinander kollidiert sind. Daraus ist dann die Erde und der Mond entstanden.

Edit: Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass der Mensch, der felsenfest der Überzeugung ist, dass es keinen Schöpfer gibt, äußerst arrogant ist, in Anbetracht dessen, dass die Menschen noch nicht mal begriffen haben, wie ihr eigenes Gehirn "funktioniert", geschweige denn das ganze Universum. Und aus diesem begrenzten Verständnis heraus, behaupten manche Menschen, es gäbe keine Schöpfungskraft...
Und ich würde behaupten, dass ein Schöpfer völlig überflüssig ist.
Der Mensch ist der einzige Nacktaffe auf der Erde und gehört zu den Menschenaffen, von denen es mehrere Arten gibt.
Was ist so schlimm daran, dass man ein Nacktaffe ist? Dass uns die anderen Menschenaffen sehr ähnlich sind, kann man sehen und die Genetik belegt eine Verwandtschaft. Die logische Schlussfolgerung ist daher, dass die Menschenaffen einen gemeinsamen Ursprung haben müssen.
Und das Gehirn ist eine Entwicklung der Evolution. Genauso wie alles andere auch.
Das wird immer weiter erforscht und immer neue Erkenntnisse treten hervor.
 
Es gibt so viele Sachen welche die Menschen positiver sehen würden wenn die Medien nicht berichten würden...

Sieh es so, Islam und Christentum sind expansive Religionen. Hinduismus, Judentum etc nicht oder weniger.
D.h. sie drängen sich weniger auf.
Oder hast du mal Menschen gesehen die Schriften ihrer Religion verteilen außer Moslems und Christen?
(Scientology zählt nicht)
In Deutschland gibt es gesetzlich erlaubt zu Missionieren. Das rechtfertigt trotzdem keine Diskriminierung.
 
In Deutschland gibt es gesetzlich erlaubt zu Missionieren. Das rechtfertigt trotzdem keine Diskriminierung.
Du machst wieder den typischen Fehler.

Natürlich darf man auch auf der Straße laut "Wählt AfD" rufen, trotzdem darf ich dich deswegen bei meiner Hausparty rauswerfen.

Der AfDler wird danach aber behaupten er wird diskriminiert.
Darauf würde ich sogar wetten.
 
Du machst wieder den typischen Fehler.

Natürlich darf man auch auf der Straße laut "Wählt AfD" rufen, trotzdem darf ich dich deswegen bei meiner Hausparty rauswerfen.

Der AfDler wird danach aber behaupten er wird diskriminiert.
Darauf würde ich sogar wetten.
Diskriminierung aufgrund Religionszugehörigkeit ist gegen das GG! Was verstehst du daran nicht?
 
Und ich darf jeden der meint mich missionieren zu müssen, die Tür vor der Nase zu machen, rauswerfen, ignorieren, etc. Nur weil etwas erlaubt ist heißt es nicht, dass ich mir den Blödsinn antun muss.
Worüber reden wir hier eigentlich? Über Zeugen Jehovas?
Ich habe noch nie gesehen, dass Christen oder Muslime an die Tür gehen. Zumindest standen sie noch nie an meiner Tür mit der Intention zu Missionieren. Bitte keine Pseudodebatten hier führen, die nichts mit der Realität zu tun haben. Muslime sind eine diskriminierte Bevölkerungsgruppe in Deutschland, aufgrund Vorbehalte, die wenig mit der Realität zu tun haben.
 
Der Streit herrscht nur, weil die deutsche Mehrheitsgesellschaft den Islam unterdrückt und Muslime diskriminiert.

Der Islam diskriminiert und unterdrückt sich in erster Linie selbst, vergleichbar mit einem gewissen Altschauerberger Youtube-Kasper, wo auch immer alle anderen Schuld haben das man ihn nicht auf Grund seiner Äußerungen und Art akzeptieren kann wie er ist.

Zum Beispiel gibt es bis dato nur eine mir in Deutschland bekannte Moschee (seit 2017) die einen lieberalen Islam wirklich auch praktiziert und predigt und die wird von ihren konservativen / extremistischen Glaubensbrüdern hier bei uns im Land mehrheitlich strikt abgelehnt und massivest bis hin zum Mord bedroht (u.a. weil eine Frau als Imam predigt) und kann nur dank Polizeischutz überhaupt arbeiten:

Die Moscheegründer beklagen aufgrund der eingegangenen Drohungen die massive Gefährdung von liberalen Muslimen, wenn diese an die Öffentlichkeit treten. Sie erbitten Akzeptanz, Respekt und Toleranz für ihre moderne, geschlechtergerechte Lesart des Koran.[15] Ateş selbst erhielt viele, nach Gefährdungsanalyse des Landeskriminalamtes ernstzunehmende Morddrohungen und steht seitdem unter Polizeischutz.

Warum gibt es hier christliche Feiertage aber keine muslimischen?
Aus dem selben Grund warum es in europäischen Ländern keine shintoistischen Feiertage gibt, oder budhistische, oder sikhistische, usw. usf.

Weil der Islam bis vor ein paar Jahrzehnten in den meisten Ländern (jenseits des Balkan) in Europa keine größere Anhängerschaft hatte und es daher keine Verankerung in den traditionell meist mehrheitsreligös geprägten Feiertagen der Länder gibt und nein, es braucht kein muslimischen Feierteige, wir haben schon genug religös geprägte Feiertage, da brauchen wir nicht noch mehr von, ehr deutlich weniger!

Das einführen von muslimischen Feiertagen, oder denen anderer Minderheitsreligionen, ist auch kein Zeichen von Toleranz und auch schlicht unpraktikabel für alle gleich gerecht umsetzbar (bei gut einem dutzend anerkanter größerer Religionsgruppen auf der Welt).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Beispiel was nicht als Beispiel taugt. Stalin als ehemaliger Klosterschüler, der seine Person nicht nur zur Gottgleichheit erheben ließ (Mao ebenfalls), sondern Marx, Engels und Lenin gleich noch mit zur Dreifaltigkeit. Da wurde nach dem Grundsatz gehandelt: Die Religion ist tot, es lebe die Religion. Religiotie in Reinform also.
Nach dem Muster kann man so ziemlich alles zur Religion erklären, sofern Personen oder Ideen gottgleiche Verehrung beanspruchen und auch erfahren.

Und das hieße, dass keine Religion gar nicht möglich ist, weil sich Menschen immer etwas basteln werden, mit dem sie pauschal alles abdecken, was sie sich nicht rational erklären können bzw. wofür sie ein handliches Konzept zu benötigen meinen.

Dann wäre beispielsweise der Glaube an unendliches Wirtschaftswachstum und das damit verbundene Heilsversprechen eine Religion ... und beispielsweise die von mir bereits zuvor erwähnten Krawatten doch noch eine "religöse Textilie", die in Amtsstuben nichts verloren hat. ;)
 
Nach dem Muster kann man so ziemlich alles zur Religion erklären, sofern Personen oder Ideen gottgleiche Verehrung beanspruchen und auch erfahren.
Und was spricht dagegen? Das viel beschworene Paradies ist auch nichts weiter als ein himmlisches Nordkorea, wo man bis in alle Ewigkeit den geliebten Führer tagein tagaus huldigen muss. Da kann ich getrost drauf verzichten.

Dann wäre beispielsweise der Glaube an unendliches Wirtschaftswachstum und das damit verbundene Heilsversprechen eine Religion
Der Glaube das irgendwelche unsichtbaren, gottgleichen Patschehändchen irgendetwas regeln, hat schon etwas Religiöses an sich. Vorallem mit welch religiösen Eifer das von manchen praktiziert wird.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Und nicht vergessen: Je stärker der Schlag, umso fester der Glauben. :hail:
 
Und was spricht dagegen?
Überhaupt nichts, es unterstützt vielmehr meine ursprüngliche Aussage, dass keine Religion (im engeren Sinne) auch keine Lösung ist, weil die entstehende "Lücke" durch Quasi-Religionen gefüllt wird, die keinen Deut besser, wenn nicht sogar schlimmer sind. Anscheinend kommen Menschen nicht ohne etwas aus, was ihrem Leben Struktur gibt.

Ansonsten sind wir - wie so oft - absolut einer Meinung.
 
Nach dem Muster kann man so ziemlich alles zur Religion erklären, sofern Personen oder Ideen gottgleiche Verehrung beanspruchen und auch erfahren.

Der Grad zwischen rein weltlicher Idiologie und dem übernatürlichen Glauben / Religion ist auch sehr schmal und überschneidet sich an vielen Punkten und im Grunde ist es genau so, das sich am Ende alle Idiologie auch religiöser Züge bedient und deren Strickmuster nutzt.
Das mag nicht zuletzt auch daran liegen das Glaube / Religion mit eines der ersten und ältesten von Menschen geschaffenen künstlichen Denkkonstrukte ist, welches halt ohne das physische Kräftemessen große kaum antastbare Macht und Einfluss generiert hat (Schamanen besitzen in primitiven Gesellschaften mindestens eine gleichrangige bis höhere Autorität wie der Stammesanführer) und genau darum geht es ja am Ende letztlich genauso immer bei jeder Form von weltlicher Idiologie ("Schläue" über Kraft, um sich die Macht und Einfluss zu sichern), nur das diese sich in der Regel nicht auf die spirituelle Unantastbarkeit und übernatürlichen Natur als Basis ihrer Legitimation beruft, sondern sich den Anstrich gibt sich auf (bisweilen scheinwissenschaftliche) Fakten und Belege, für ihre Richtigkeit zu stützen und die Menschen so von der Überlegenheit dieser idiologischen Position zu überzeugen.

Und das hieße, dass keine Religion gar nicht möglich ist, weil sich Menschen immer etwas basteln werden, mit dem sie pauschal alles abdecken, was sie sich nicht rational erklären können bzw. wofür sie ein handliches Konzept zu benötigen meinen.

Doch keine Religion ist möglich, keine Idiologie allerdings nicht, da man sich natürlich immer etwas konstruieren wird was versucht alles zu erklären, die Frage ist nur halt auf welcher Basis diese Erklärungen fußen (Wissenschaft, oder machtmanipulativen Scheinfakten) und wie fähig man ist diese Erklärungen halt auch neuen Erkentnissen anzupassen, sobal es sie gibt.

Genau da liegt halt auch der Unterschied zwischen vielen Religionen und extremen Idiologien und dem "allgemeinen gemäßigten idiologischen Weltbild" das jeder besitzt.
Erstere passen Erkentnisse oft nur so an das sie in die eigene religiöse Sicht der Dinge passen, oder biegen bisweilen für ihre Idiologie / Religion die Dinge so zurecht das sie den eigenen Standpunkt möglichst untermauern.

Alle anderen passen ihre Idiologie in der Regel ehr den gewonnen Erkentnissen an und verschieben bisweilen dadurch dann eben auch ihre eigene Position.

Dann wäre beispielsweise der Glaube an unendliches Wirtschaftswachstum und das damit verbundene Heilsversprechen eine Religion ... und beispielsweise die von mir bereits zuvor erwähnten Krawatten doch noch eine "religöse Textilie", die in Amtsstuben nichts verloren hat. ;)
Nur ist die Krawatte eine Ecke älter als die Mähr vom unendlichen Wirtschaftswachstum und dem Heilsversprechen der Konsumgesellschaft, davon ab ist sie ja kein einheitliches Sinnbild dafür, das wäre wohl ehr die Marketing getriebene Werbung.
Wenn dann hätte sich da bei der Krawatte die "Religion" nur ein bereits vorhandenes Obejekt einverleibt, so wie die Christen das Kreuz, welches die Römer und andere antike Reiche zvor schon lange zum hinrichten benutzt haben.

Aber ansonsten ja, die Wirtschaftstheorie vom unendlichen Wirtschaftwachstum in Verbindung mit Konsum entsprechen in ihren Zügen einer Religion, inkl. Heilsversprechen (allen geht es dann viel viel besser) und deren Wirtschaftstheoretiker entsprechen den weltlichen Predigern religiöser Institutionen und die Menschen die danach leben den Gläubigen, das ist so. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück